VorWorte

Wissen schafft auch Leid[en]. Das nur zur Komplettierung und als Hintergrund für das Fragezeichen.

Dieses Blog ist eine persönliche Frage- und Antwort-Reise, mit dem Ziel die Wirklichkeit in {und aus} das ein-zu-bringen, was auch daIst: *ich.

Für alle Neu- oder auch Wieder-Leses dürfte das Erst-Text dieses Blogs als Grundierung interessant sein?
Ein guter Einstieg in das Blog ist es allemal.


Viel Freude beim lesen.

Samstag, 25. Juli 2015

Das natürliche Führung des Leid?

Titel: Auflösungs-Erscheinungen

Manchmal taugt ein aktuelles politisches "GrossEreignis" sogar als Anlass zu einer Idee von gewagter Vorausschau. 

Thorsten Albig, Ministerpräsident in Schleswig Holstein und Mitglied im SPD-Präsidium, hat verkündet, dass es für die SPD wohl effektiver ist, bei der nächsten Wahl auf eine Kanzlerkandidatur der SPD zu verzichten, weil die SPD zu wenig Stimmen bekommt, um gegen die CDU / CSU  zu gewinnen und Frau Merkel eine gute Kanzlerin sei / ist.

Das ist wohl das öffentliche Eingeständnis eines (Verzeihung) Partei-Bonzen, dass erstens kein Mitglied seiner Partei zum KanzlerIn taugt, und zweitens, dass die SPD eine Partei im [ver]Schwinden ist. Seit Jahren sinkt die Zustimmung des Wähl-Es auf Bundesebene zuverlässig.

Auf diese Nachrichten und Tatsachen folgendes:

Die SPD ist wieder mal ganz Vorne mit dabei. Denn, ganz Vorne in der Entwicklung der Gesellschaften und Menschen gibt es keine Kader- oder KlientelParteien mehr, die sind dort aufgelöst. Ganz Vorne ist längst klar, dass das Mensch so vielfältig auch in seinen Wünschen und Bedürfnissen ist, dass es von der heute noch üblichen links-mitte-rechts-Engstirnigkeit des politischen Ensembles mitsamt dem dazu passenden Medien-System nur wegg-gesperrt wird, statt ernst genommen und angemessen beteiligt zu sein.

Die SPD ist wohl nach FDP, der AFD die dritte Partei, die in langsame Auflösung übergeht. Aber insgesamt wird das wohl noch ein wenig länger dauern, bis auch fast alle Menschen merken, wie veraltet unsere Gesellschafts-Verwaltungen und -Gestaltungen inzwischen sind, und wir bereit sind diese grundsätzlich zu unser aller Gunsten zu ändern. Die Medien sind auch noch nicht Vorne angekommen, nicht auf der Höhe der Aktualität des RaumZeit.

Bis auf ganz wenige Ausnahmen. Sogar in das BILD, aber nur als Grusel.
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Titel: Die Folgen der natürlichen Gleich=Gültigkeit des DaSein

Aus der Süddeutschen Zeitung, vom 24. Juli 2015, Feuilleton, von Rudolf Neumaier

Überschrift: Siehe, Mensch
Untertitel: Nächstenliebe ist natürlich. Es ist eine sehr wichtige {nicht nur} christliche Tugend, aber auch die hat {leider} ihre Grenzen. Wo liegen die? Eine erhellende Ausstellung im Paderborner Diözesanmuseum

Auszug:

Die allegorische Darstellung der christlichen caritas hat über die Jahrhunderte hinweg etwas Intimes. Eine Frau, die Kinder nährt. Gottes Liebe ist wie Mutterliebe, soll das heißen, was könnte es Größeres geben? Deutlicher als bei Raffaels "Caritas", das die Vatikanische Pinakothek nach Paderborn geschickt hat, lässt sich dieses Übermaß an Liebe kaum ausdrücken. Die italienische Performance-Künstlerin Vanessa Beecroft hat das Motiv aufgegriffen. Sie liess sich mit zwei sudanesischen Babys ablichten, denen sie wie frühere caritas-Allegorien die Brust gab. Mit diesem Bild und dem Raffael wollte das Diözesanmuseum in deutschen Bahnhöfen für die Ausstellung werben. Das Beecroft-Bild lehnte die Bahn kommentarlos ab. Als wäre der caritas-Gedanke eine Zumutung und dem eigenen Geschäft abträglich. Sind wir überfordert von diesem christlichen Anspruch, wie damals die Römer?
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Neben Beecroft hängt aus der gleichen Serie eine sudanesische Mutter mit ihren Kindern im Arm. Und exakt ihr gegenüber haben die Paderborner den Videofilm "Observance" von Bill Viola installiert, in dem eine Reihe von Menschen vor die Kamera tritt und mit dem Ausdruck von Trauer und Entsetzen auf etwas blickt, das Viola nicht zeigt. Es muss etwas Fürchterliches sein, die Särge von Lampedusa etwa. In der Ausstellung schauen Violas Akteure aber pfeilgerade auf die sudanesische Mutter mit ihren Kindern. Diese Frau aus der Hungerregion ist mehr als eine Caritas-Allegorie - sie ist ein Ecce homo. Siehe Mensch, was du an Leid zulässt. Oder produzierst. Auch das Gegenteil von Nächstenliebe wird hier gezeigt: Briefe einer Ordensschwester, die geistig behinderte Menschen nach Hadamar begleitete, wo die Nationalsozialisten sie ermordeten. Die Nonne wurde von ihrem Gewissen gequält. Aber sie hätte ihre Schützlinge nicht retten können.

Ende SZ-Auszug

Ecce homo! "Siehe, was Du an Leid zulässt. Oder {und} produzierst."

Siehe auch, was an Wundern wir erschaffen könnten. Wenn wir nur Einander als zur Klugheit und zur umfassenden Verantwortung befähigte LebeWesen anerkennen täten, anstatt uns beständig gegenseitig als dumm zu verkaufen.
Also uns auch entsprechend zu [miss]behandeln.
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Vielfalt in einEs
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Titel: Ecce Homo?

Hallo Sie. Ja, Sie, ich spreche Sie direkt an, das Lesende. Das Ich, das auch Sie sind. Ich bin die Freude, ich bin das Wohlbefinden, ich bin die Scheu, bin das leise Erröten, ich bin die Wärme, ich bin die Lust, bin das Wippen und sanfte Wiegen in der Musik, ich trage Sie weich und sicher im daSein, ich bin die kostenlose Freundlichkeit, bin die stützende Aufrichtigkeit, ich bin die erwünschte Zärtlichkeit in Jeder Bewegung, ich bin der willkommene Kuss, bin das zufriedene Miteinander, ich bin das leichte Mehr, ich bin die lobende Ernüchterung, ich bin die Orientierung im Glauben, bin die Verantwortung im Wissen und bin die Tränen der Trauer, ich bin die verletzliche Schönheit, ich bin das Glück und der Spass im Mit-Einander, ich bin das fröhliche im Lachen und ich bin die Wirklichkeit in der Wahrheit, das alles bringe ich in Ihnen mit, das alles bin ich in Ihnen.

Hey, sie da!, ja, sie da! Ich bin das LEID! und Ich bin auch in ihnen, aber Ich bin ALL das obige Nicht!

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