VorWorte

Wissen schafft auch Leid[en]. Das nur zur Komplettierung und als Hintergrund für das Fragezeichen.

Dieses Blog ist eine persönliche Frage- und Antwort-Reise, mit dem Ziel das Wirklichkeit in {und aus} das ein-zu-bringen, was auch daIst: *ich.

Wissen schafft Freude? Wie? Indem das aktuelle Wissen angewendet wird, statt auf das Gestern und dessen "Wissen" zu setzen.

Viel Freude beim lesen.

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Mittwoch, 27. August 2025

Warum das Entwicklungs-Richtung falsch ist, schädlich ist

Die längeren Leses wissen, warum *ich dem im Text beschriebenen, auch von Warren Brodey gewünschten Richtung von Wissenschaft und Technik, voll zustimme - den Erweiterungen der Fähigkeiten und Fertigkeiten des Menschen zu dienen, nicht dem Technik zum Trägheits-Förderung, oder gar zum Ersatz und Selbst-Befriedigung des Menschen - und *Selbst auch seit Jahrzehnten daran arbeite.

Ab hier das Text von Evgeny Morozov, aus der Frankfurter Allgemeine Zeitung - online-Ausgabe -, vom 27.08.2025.

https://www.faz.net/aktuell/warren-brodey-ist-tot-warum-seine-ideen-so-zeitgemaess-wie-nie-sind-110656136.html

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Warren Brodey, der am 10. August im Alter von 101 Jahren in seinem Haus in Oslo verstarb, war vielleicht der einflussreichste Tech-Visionär, von dem Sie noch nie gehört haben – ein Psychiater, der zum Kybernetiker wurde und dessen radikale Ideen über reaktionsfähige Technologien in den 1960er-Jahren unsere digitale Gegenwart mitgeprägt haben, wenn auch nicht in einer Weise, die ihm gefallen hätte. Seine Geschichte liest sich wie ein Cyberpunk-Roman: von der CIA finanzierte Experimente mit übersinnlicher Wahrnehmung, ein Computerlabor, das gleichzeitig das weltweit erste Tech-Start-up war, intellektuelle bromances mit Marshall McLuhan und Gregory Bateson und ein Lebensweg, der ihn vom MIT über eine norwegische Eisengießerei bis ins maoistische China führte.

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Die Bedeutung von Brodey liegt jedoch nicht in diesen schillernden Details, sondern in einer grundlegenden Frage, die er vor einem halben Jahrhundert stellte: Sollte sich die Technologie an uns anpassen, oder sollte sie uns dazu anregen, uns zu entwickeln? Das Silicon Valley entschied sich für den ersten Weg und versorgte uns mit Algorithmen, die jedes unserer Bedürfnisse vorhersagen. Brodey setzte sich für den zweiten Weg ein – für Technologien, die „weich“ und reaktionsfähig sind, nicht um unsere Bedürfnisse zu befriedigen, sondern um uns dabei zu helfen, Bedürfnisse zu entdecken, von denen wir nicht wussten, dass wir sie hatten.

Jazz statt Muzak

Als Nicholas Negroponte, der Brodey als „einen der frühesten und wichtigsten Einflüsse“ auf sein Denken bezeichnete, 1995 über eine Zukunft schrieb, in der „Ihr Interface-Agent jede Nachrichtenagentur und Zeitung lesen kann . . . und eine personalisierte Zusammenfassung erstellt“, griff er Brodeys Vision von responsiven Umgebungen auf. Aber wo Brodey Jazz sah – Improvisation, Überraschung, Wachstum –, hörten Negroponte und Silicon Valley Muzak: vorhersehbar, beruhigend, profitabel.

Im Environmental Ecology Lab am Lewis Wharf in Boston, das Brodey 1967 gemeinsam mit dem Ingenieur Avery Johnson (dem Erben des Palmolive-Vermögens) gründete, begegneten Besucher dem wohl weltweit ersten Tech-Start-up im modernen Sinne – mit einem sehr gegenkulturellen Ethos und einer zutiefst experimentellen Atmosphäre. Ihre „Soft Control Materials“ – mit Gas gefüllte Kunststoffblasen, die je nach Temperatur ihre Form veränderten – schufen Oberflächen, die atmeten und auf Berührungen reagierten.

Brodeys Weg zum Techno-Propheten war nicht unbedingt erwartbar. 1924 in Toronto geboren, wurde er als Pionier der Familientherapie zu einem aufstrebenden Star der amerikanischen Psychiatrie. In seiner bahnbrechenden Arbeit wandte er kybernetische Prinzipien an, um Familiendynamiken als komplexe Systeme zu verstehen. Seine Arbeit mit begabten blinden Menschen für die CIA lehrte ihn, dass die menschliche Wahrnehmung radikal erweitert werden kann – eine Erkenntnis, die durch seine Teilnahme an LSD-Experimenten der Regierung noch verstärkt wurde.

Ein Haus aus Schaumstoff

1965 gab Brodey seine lukrative Praxis in Washington auf und nahm eine unbezahlte Stelle am MIT an. Sein Timing war so perfekt wie furchtbar. Der Vietnamkrieg eskalierte, und Brodey sah mit Entsetzen, wie Militärausgaben seine Vision korrumpierten. „Das ganze Geld fließt in Technologien zum Töten“, schrieb er in sein Tagebuch. „Diese Umgebung ist böse.“

Das Labor zog in einen alten Steinbruch in New Hampshire um, der als Kommune mit fungierte, in der das Tragen von Kleidung optional war und der Persönlichkeiten wie einen Rüstungsberater anzog, der den größten Teil einer Interkontinentalrakete in Brodeys Gästezimmer zusammenbaute. Brodey baute sich dort ein Haus aus Schaumstoff – nicht nur als Ort zum Nachdenken, sondern als seinen tatsächlichen Wohnsitz, der seine Philosophie verkörperte, dass Architektur weich, reaktionsfähig und lebendig sein sollte

Seine Ideen verbreiteten sich über Untergrundkanäle wie die Zeitschrift „Radical Software“, Gespräche mit McLuhan und Bateson oder als Mentor junger Denker wie Negroponte. Doch während Negroponte durch die Anpassung von Brodeys Ideen an die großen US-Konzerne berühmt wurde, entschied sich Brodey selbst für das Exil. Er zog 1972 nach Norwegen, wandte sich dem Maoismus zu und arbeitete jahrelang als Hilfsarbeiter in einer Eisengießerei, wo er Jøtul-Holzöfen herstellte. Dabei verbarg er seinen bürgerlichen Hintergrund als Arzt vor seinen Kollegen und verbot seinen Kindern, den wahren Beruf ihres Vaters preiszugeben. 1980 lehrte er in China „biologische Kybernetik“, um schließlich auch davon desillusioniert zu werden, was er als eine weitere Version der mechanistischen Gesellschaft betrachtete, vor der er geflohen war.

Die komplette Entfremdung

Brodey verstand, dass das eigentliche Problem nicht in solchen mechanistischen Vorstellungen der menschlichen Psyche lag, sondern dass der Kapitalismus selbst humanistische Technologie in großem Maßstab unmöglich machte. Sein Umzug ins sozialistische Skandinavien spiegelte diese Erkenntnis wider – der Warren Brodey von 1975, der Lenin und Mao studierte, hätte über die heutigen Vorschläge für einen „netteren“ Informationskapitalismus gelacht. Als ich ihn 2014 zum ersten Mal in Oslo traf – ein schicksalhafter Besuch, der zu einer jahrzehntelangen Reihe von Gesprächen und schließlich zu einem zehnteiligen Podcast führte –, gab er eine schonungslose Einschätzung der heutigen digitalen Landschaft ab: „Die Entfremdung ist zu diesem Zeitpunkt wirklich restlos komplett. Und der Computer hat einen riesigen Teil dazu beigetragen.“

Was Brodey verstanden hatte und was das Silicon Valley nicht wahrhaben will, ist, dass responsive Technologie ohne Sinn für die menschliche Entwicklung lediglich raffinierte Manipulation ist. Seine „weichen“ Maschinen sollten Partner in einem ökologischen Tanz sein, keine Diener, die unsere nächsten Schritte vorhersagen. „Wir sind gegen ein großes standardisiertes Netzwerk, das sich um die ganze Erde erstreckt“, erklärte Brodey 1971. Stattdessen stellte er sich Netzwerke vor, „die sich auf natürliche Weise organisieren, wie ein Feld oder eine Wiese“.

Dieses alternative Internet kam nie zustande. Stattdessen bekamen wir Negropontes „Daily Me“ – heute verkörpert in unseren Social-Media-Feeds –, wo Algorithmen uns genau das liefern, was wir wollen, bevor wir wissen, dass wir es wollen. Warren Brodey verbrachte seine letzten Jahrzehnte damit, zuzusehen, wie seine Albträume wahr und seine Träume monetarisiert wurden. Doch sein Vermächtnis lebt in einer einfachen, radikalen Frage weiter: Was wäre, wenn unsere Technologien uns helfen würden, uns selbst fremd zu werden, anstatt zu bestätigen, wer wir bereits sind? In einem Zeitalter der algorithmischen Selbstbespiegelung ist diese Frage dringender denn je.

Aus dem Englischen von Harald Staun

Eygeny Morozovs Podcast „A Sense of Rebellion“ über Warren Brodey, gibt es unter www.sense-of-rebellion.com.

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Was gibt es dazu noch zu schreiben?

Vielleicht das hier:

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Es ist nicht aufzuhalten, das ist Ihnen klar, oder?

Ich bin ja gerne pessimistisch, das wissen Sie inzwischen, aber im Hintergrund ist auch stets und immer Optimismus leuchtend und singend und winkend vorhanden.

Aber die gute Laune muss trotzdem noch warten, bei der Entwicklung, die auch oben beschrieben wird und Sie inzwischen fast täglich in fb einstellen.

Das Natur treibts mit uns, wir treibens gegeneinander und glauben dabei das Orgiasmus sei was schönes, gar vorteil haftes, was für ein fehlEinschätzung für ein Zwang. Auch, wenn *mir klar ist, dass das Natur in JahrMillionen lernte, Zwang zu versüssen, so bleibt Zwang zu etwas immer ein Übel.

Und das baden wir hier gerade aus?

Ist es nicht so?

Irgendwie schon. Was ich aber nicht ganz verstehe, ist, Sie spielen mit oberem ja auf den {Selbst}Vermehrungs-Vorgang und dessen häufigen "Höhepunkt" an, aber was hat das mit dem Obigen und vielleicht sogar mit Politik zu tun, auf das Sie ja auch zielen?

Das Zwang (Trieb), jede Menge streng hierarchisch zu ordnen, ist ebenso natürlich. Das Zwang, stets das absolute Mehrheit für ein stets winziges Minderheit quasi "bluten" zu lassen, z.B. auch in fast endlosen Krisen, stets künstlich aufgebauschten Konflikten und dem millionenfachen gegenseitigen Töten, in ebenso fast endlosen Kriegen.

Das Natur ist Zwang[haft]?

Was bleibt einem Prozess übrig, das gestartet ist, mit fast vollkommenem (Selbst} UnWissenheit, nur mit ein paar Vorgaben, Regeln, und mit etwas Energie (Licht), die ein lockeres Zusammen-daSein mit - dem Zwang - zum Veränderung (RaumZeit) ausgestattet hat?

Oha, so beschreiben Sie das Universum, das DaSein? Und uns darin als Erzeugnisse eines Zwangs wegen elementarer UnSicher- und UnWissenheit, erstaunlich!? Gibt es darin wenigstens eine Richtung, irgendwas auf das wir uns freuen können?

Was vermuten Sie?

Also, von der Aktualität ausgehend, kann diese Freude nur in der fernen Zukunft aufkommen, vielleicht sind diese Systeme, die auch oben angeschrieben werden, dazu da diese Freude vorzubereiten?

Aber sehr wahrscheinlich nicht für uns Menschen, denn ein fernes Zukunft erleben wir so nicht.

Nein, so wie aktuell unser übliches soSein und dessen Taten und nicht-Taten sind, werden wir bald nicht mehr daSein, nur noch als Erinnerung. Das scheint klar.

Lassen wir es damit für Heute bewenden?

Gerne, ja.

Ich wünsche Ihnen trotzdem, oder gerade deswegen ...

... einen schönen Abend, ja.

🤡

Sonntag, 23. Juli 2023

Ö.........Und?........Ö

Was? Ö.

Wir hatten noch nicht das Vergnügen, oder? Ö

Nun gut, vielleicht können Sie ja zwei Fragen beantworten, die *mir schon lange auf dem Zunge liegen, sie lauten:

Was ist RaumZeit? Und was wäre wirkliche Demokratie?

Ich (*ich) fang schon mal an:

Was ist in dem "Kofferwort", das Teil ...Zeit?

Irgendwas mit Energie. Weil, ohne läuft nix. Und ohne das was läuft, irgendwas, keine Zeit. Und längst ist geklärt, dass, wenn was laufen soll, erst mal Raum dazu da sein sollte. Ohne Platz zum laufen, kein laufen. So einfach ist das, oder?

Und was ist in dem Koffer, das Raum...?

Irgendwas mit Materie. Weil, ohne Irgendwas (drinn?) brauchts nix. Leere braucht keinen Platz, insofern auch keinen Raum. Ohne Irgendwas drinn. RaumZeit wird erst gebildet, wenn Etwas entsteht. Was also war zuerst Da, Etwas oder ?

Fragwürdigkeit ist das Beginn vom Da. Vorher war nix da. Ohne Fragen braucht es nix. Erst Mangel Macht den Mund auf, vorher ist Stille, da ist dann einfach nichts, da. Was könnte Fülle auch erregen, ausser Zufriedenheit und Stille. Erst Mangel zeigt auf Da! Das da!

Bitte, kommt später, erst das undiplomatisch nackte Verlangen. Das DaSein und wir darIn sind dieses nackte gewaltige Verlangen nach Antworten, nach Füllung, nach dem Erklärung, oder Aufklärung: was IST?

Schliesslich, leide ICH, leide Mangel, brauche Fülle, damit wieder Zufriedenheit ist, und Stille.

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Schön, oder?

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DaSein ist fast nur Leiden, ist aus Leiden entstanden, braucht mehr, viel mehr, als bloss Wärme, Stabilität und Bewegung. Braucht Erkenntnis. Zufriedenheit und Stille sind nicht genug. Wolken ziehen vorbei, wohin, woher, warum, aus was, das Selbst ist nicht mehr genug.

Das Freude braucht Befriedigung, dem Leid reicht das Zwang und das Orgasmus, das Freude bleibt da stets un befriedigt zurück, Es braucht seinen Orgasmus, den gibt es auch ohne Haut reibt an Haut rhythmisch, das reicht bloss dem Leid, und hüpft dabei schwitzend und grinsend herum.

Das Freude möchte mehr. Dem Leid reicht wenig zum Spass haben. <-- Zerlegen Sie diesen Satz in seine Inhalte, dann ergibt das das Jetzt, was dominiert darIn und was fehlt. Wenn das Leid begründet ist, als Eine von Zwei Basis-Bewertungen des Jetzt, mittels einem Emotion, von Dreien.

Das zweite Emotions-Basis ist Freude, das dritte Basis- Emotion jedes daSein ist das DaZwischen. Irgendwas trennt Leid und Freude, sonst wären beide Emotionen und Reize nicht soo deutlich in deren AusSchlägen (Leid) und Überhöhungen! DaZwischen ist Etwas, das diese Zwei Basis-Bewertungen des SEIN trennt, sonst wären Sie vermischt und dadurch fast ausgeglichen, ausgewogen und platt.

Sind diese Basis-Bewertungen - Emotionen - jedoch nicht, dürfen Es nicht sein, sonst könnten Sie ja nicht bewerten, wenn Sie vermischt nur platt rumhängen, obwohl das schon passiert, auch das ist möglich, dass das DaZwischen quasi von beiden Seiten überwältigt wird mit Liebe und nicht widerstehen kann, dass Beide sich DaZwischen auch mischen.

Ist doch so, oder nicht? Sollte jedoch nicht sein, weil das DaZwischen für das Bewerten daIst, nicht bloss zum vermischen! Macht und das Vermischen schaffen es das DaZwischen so zu überwältigen, so dass kein Bewerten möglich ist. Begründet auch Alle Intransparenz. Wie stark dieses auch in Uns wirkt, ist deutlich!

Das Leiden ist indirekt das AuslösEs des DaSein, des Bereichs darin, dass Erkenntnis bearbeitet, Antworten be- und ausarbeitet, das nach dem Grund des Leiden fragt: Warum? Warum tut Es so weh? Warum tut es so weh da zu sein! Es tut soo weh! Warum! Es ist eher ein Schrei. So in Etwa: WARUM!!!

Alles klar? Gut, zurück zum RaumZeit. Kein Raum ohne was Drinn Und keine Zeit ohne was Drinn los[e] ist. Das in Etwa ist das DaSein. Wäre Drinn nix los und nix Drinn, gäbe es kein DaSein. Sie merken, wichtig ist das Drinn, nicht das DrAussen, und genauso handeln Wir. Wichtig ist Uns das DrInnen, das muss gefüllt sein, dann is gut.

Gell? Is doch so, oder nicht. RaumZeit in Kurz-Prosa. Ganz einfach. Selbstverständlich ist RaumZeit Nicht so einfach, um Himmels Willen, nein! Wir arbeiten immer noch intensiv daran, zu erklären, WES die Fragenden sind? Denn es sind Mehrere, die diese Antworten brauchen, sonst wäre Nie und Nimmer dieser Enorme Riesen Aufwand, das so rund und in Uns veranstaltet wird!

Ein Wahnsinn! So enorm riesig, undurchschaubar, für Uns, wenigstens bis Jetzt. Das Jetzt und das Drummherum. Undurchsichtige Sachen laufen da? Das meiste stört nicht, braucht es sogar, aber DaZwischen laufen Sachen, ich sags Ihnen, das fassen Sie nicht, das Leid greift umsIch, ich sags Ihnen so direkt, weil anders kann ...

Schluss Jetzt.

Weiter geht's mit etwas sehr Irdischen, das fast ohne RaumZeit auskommt, aber das steckt auch Aussenherum, nicht nur Drinn, sondern auch DaZwischen, und darin geht es jetzt um ...

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/der-podcast-the-santiago-boys-von-evgeny-morozov-19049266.html

Sehr lesenswert!

Ein Idee, dem *ich auch zustimme, ein Gesellschafts-System, das nicht von wenigsten, von "oben" und mit Gewalt und Ignoranz "organisiert" und "verwaltet" wird, sondern von jedes einzeln-Es mit-organisiert und mit-Verwaltet und auf eine Zukunft hin mit-Entschieden wird.

Auszug:

Beer gefiel das nicht. Er wollte überhaupt keine Tische, er wollte nur Sessel und leicht verständliche Informationen auf Screens, der Raum sollte die Atmosphäre eines britischen Clubs haben. Das war wiederum gar nicht das, was Bonsiepe mochte, der unter anderem an der für ihre modernen, schnörkellosen Formen bekannten Ulmer Schule gelernt hatte. Bonsiepe entwarf also Sessel, die so bequem waren wie die eines britischen Clubs, aber aussahen, als seien sie aus der Zukunft in Chile gelandet:

Die Entscheider sassen auf tulpenförmigen weissen Fiberglasstühlen mit orangefarbener Polsterung, in der rechten Armlehne waren Knöpfe integriert, mit denen Entscheidungen getroffen werden sollten, in die linke Armlehne hatte Bonsiepe für den leidenschaftlichen Trinker und Raucher Stafford Beer einen Aschenbecher und eine Abstellmöglichkeit für den Whiskyschwenker einbauen lassen (siehe Foto unten); politischer Weitblick und Alkoholnebel in stark verqualmten Räumen wurden damals noch nicht als Gegensätze wahrgenommen.

Ein Internet vor dem Internet

Eine Wand im Entscheidungsraum war für das „Project Cyberfolk“ reserviert, mit dem unter anderem die Zufriedenheit der chilenischen Bevölkerung gemessen werden sollte. Beer hatte dafür den „algedonic meter“ (vom griechischen „algos“ für „Schmerz“ und „hedone“ für „Lust“) entworfen. Heute gilt das Cybersyn-Projekt vielen Forschern trotz aller Abstrusitäten als wegweisend – auch weil Beer die Interaktion zwischen Politik und Bürgern in Echtzeit organisieren wollte und so wesentliche Ideen des Internets vorwegnahm.

Was wäre aus diesem Internet und aus der Idee einer datengesteuerten Demokratie geworden, wenn es den Putsch nicht gegeben hätte – und wenn Beer von Chile aus sein Modell zu einem internationalen Erfolg hätte machen können? Hätten wir heute ein Internet, in dem nicht Konzerne oder Staaten versuchen, die Nutzer vorauszuberechnen und für ihre Gewinn- oder Machtinteressen zu manipulieren? Und befinden sich Europas Politik und Wirtschaft heute nicht in einer ähnlichen technologischen Abhängigkeit von Amerika und China, von Amazon, Alphabet, Tiktok oder Meta, wie Allendes Chile damals von Konzernen wie ITT?

Auszug Ende.

Hier das Foto des Artikels.

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Was also wäre, wären uns Gewalt und Macht nicht heilig? Wäre nicht Trägheit unsere Liebe, sondern Klugheit.

Poesie

Titel:

Ö

Poesie Ende

Schon wieder!?

Ja, irgendwann ist immer Schluss.

Es gibt keinen Anfang ohne Ende.

Das gilt auch für das Ganze, für ALLES. Jedem Anfang wohnt ein Ende inne. Für Uns nennen Wir es auch Sterben oder knapp, Tod.

Na gut, dann eben Ende.

Guten ...

🤡