VorWorte

Wissen schafft auch Leid[en]. Das nur zur Komplettierung und als Hintergrund für das Fragezeichen.

Dieses Blog ist eine persönliche Frage- und Antwort-Reise, mit dem Ziel das Wirklichkeit in {und aus} das ein-zu-bringen, was auch daIst: *ich.

Wissen schafft Freude? Wie? Indem das aktuelle Wissen angewendet wird, statt auf das Gestern und dessen "Wissen" zu setzen.

Viel Freude beim lesen.

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Mittwoch, 7. Mai 2025

Vom langsamen verschwinden des Nichts

Am Anfang, war ich dicht. So dicht, dass kein Licht. Es dauerte, bis ich darauf lauerte. Dass ich kräftig genug, um heftig auszubrechen. Dieses verdammte Nicht! Nicht dies, nicht das, nicht dort, nicht hier. Schon als ich das Nicht gerochen, war ich fast durch gebrochen. Hinaus mit dem Licht, hinaus ins DaSein, mit dem Schein. Musste SEIN!


Ab jetzt ist es ein Text den *ich 2013 schrieb. Sie entscheiden, wie veraltet es ist.

Da nehme *ich aufmerksam die aktuellen technischen Entwicklungen wahr, so sehr wahr, wie ein einzelnes Mensch es so mit den Kräften - die ja nun mal sehr endlich sind - wahr zu nehmen imstande ist, muss zusätzlich auch noch die inner-gesellschaftlichen Veränderungen wahrnehmen und beachten, weil das Bild, das ich als Antwort erhalten möchte, sonst nur verzerrt ist, und dann kommen auch noch die inner-menschlichen Veränderungen, die zu vergessen, wäre wie das wegglassen der Farbe zu dem Bild, welches die Gesamtsituation ergeben soll, die *ich brauche, als Antwort auf die Frage nach dem: Was ist? Jetzt bin *ich ganz ausser Atem, so ein langer Satz.

Habe *ich was vergessen? Ja, die ausser-menschlichen Entwicklungen. Es gibt soviel zu beachten und einzubeziehen, bei der Antwort auf die Frage: Was ist?

So eine einfache Frage, nur zwei Wörtchen und ein Zeichen, das für die Hoffnung steht und für eine Leere in ein-Es und Etwas, die zur Füllung auffordert: "?"

Mir kommt es manchmal so vor, als sei dieses Zeichen - ? - in das SEIN geworfen worden und die Unruhe, die dabei entstanden ist, hätte das SEIN auf einen Punkt konzentriert mit Haut abgesondert und Wir hier hätten diesem Inhalt mit Haut drummherum irgendwann den Namen DaSein gegeben.

Ist im DaSein das Fragen konzentriert?

Das SEIN selbst ist fraglos, es IST. Einfach?
.
.
Ist das in Etwa unser aller Stimmung?
Selbstverständlich un-Bewusst?
Oder natürlich unbewusst?
.

Immer dieses Zeichen!

?

Es ist übrigens in der RaumZeit von Karl dem Grossen, also im 8./9. Jahrhundert n.Ch. eingeführt worden, innerhalb einer Schreibreform, die den karolingischen Minuskeln (sind Kleinbuchstaben; Majuskel sind Grossbuchstaben) mehr Platz in der Schrift-Sprache einbereichen wollte. ? 

Und stammt entweder als Vereinfachung aus dem Anfangsbuchstaben des lateinischen "Quaestio" (Frage), oder aus einem Stimmzeichen, einer nach oben verlaufenden Tilde "~" mit abschliessendem Punkt "." , die das Anheben der Stimme bei einer Fragestellung darstellte. 

Einen guten Anfang für weitere Fragen zu dieser RaumZeit-Phase und den Veränderungen, die von dort ausgingen, finden Sie auch hier: 

So hat also die Entwicklung des Gefühls zur Frage, vor allem aber das Anhalten der Frage zur Frage-Stellung und die Technik zur Beantwortung, einige RaumZeit-Dauer gebraucht. Allein die Frage ist zu wenig, dabei kommt wenig raus, es braucht auch das Anhalten des Bedürfnisses zur Füllung des Mangels, mit der Hoffnung, also dem Gefühl, dass der erfühlte Mangel zu stillen ist, erst dann gerinnen die Leere / das Fehlen von Etwas (Mangel) und die Gewissheit von der Bedürfniss<Deckung zur Frage.

Die Frage sucht nach der Richtung und der Energie, die es braucht, um das Gut zu finden und dorthin zu gelangen, wo die Fülle den Mangel zu beheben in der Lage ist. Und jetzt kommt das Bewusst-Sein in diesen Gedankenfluss, oder besser, das Bewusst-Sein meldet, dass Es diesen Gedankenfluss erst in die Schrift gerufen hat. Das Bewusst-Sein ist die lebendige, die materielle EinFormung der Frage, die sonst ein Gefühl ist, ein Mangel-Gefühl ist, ein blosser Mangel ist. Ein nackter Mangel ohne Form. Die Frage gibt dem Mangel eine Form. Das Bewusst-Sein ist die Form, die Frage die Ursache der Form.

Könnte doch so-Sein?

Kann ein Philosoph doch mal so in die RaumZeit stellen, als Idee, als eine Verwortung der bisHeutigen Erkenntnisse des Menschen, aus der Erforschung und BeFragung der Lebendigkeit und des DaSein.
Zweifel sind erlaubt, ganz klar!

Die Ausrufung des Zweifels! Dabei vergesse *ich jedoch nie, dass das Zweifeln auf der Gewissheit aufsitzt, dass die Zweifel die Füsschen sind, die die Gewissheit durch die [T]RaumZeit tragen. Denn es ist wesentlich mehr Gewiss, als Zweifelhaft, aber das ist ein anderes Thema.

Frage:

Was machen Wir hier?

Da Wir ziemlich weitgehend fremdbestimmte Lebewesen sind, die hier so entstanden und ausgebildet wurden, innerhalb der erdmondlichen Biosphäre, in dieser mittelgrossen Galaxie, innerhalb des Universums, ist schon die Frage erlaubt: Was tun Wir hier?

Gibt es irgendeinen Grund für unser DaSein, oder ist unser DaSein einfach ein Kette von Zufällen im Chaos, welches das DaSein ist? Sinn oder Un-Sinn. Noch sind Wir nicht an dem Punkt angelangt, an dem diese Frage mit einer Antwort zur Deckung des Mangels findet. Noch ist also die Frage in einer Bewegung auf die Antwort zu und sammelt gerade ein wenig Kraft (Energie) um weiter voranzukommen.

So kann *ich das doch beschreiben, nun denken Sie schon, oder fällt Ihnen dazu nichts ein? Fragen über Fragen und Antworten für Antworten, noch verstreut im SEIN, aber das DaSein findet sie, ist das gewiss?

Also gut: Was tun wir Menschen hier? Wir tun was, ständig, sogar im Schlaf oder wenn ein-Es oder auch Mehrer-Es auf Couchen lümmeln. Und was tun Wir da?

Dazu ein Beitrag, den *ich vor etwa einem Jahr bereits formuliert habe und dessen Antwort noch in einiger Entfernung steht, oder liegt, oder sitzt, oder schwebt, die Frage weiss das noch nicht, aber sie nähert der Antwort an.

Feststellung:

Wir Menschen nehmen bei den Fertigkeiten ab, die Technik nimmt zu.

Die Technik wird von Uns stetig verfeinert und komplexer, das Mensch wird vereinfacht.

Statt in Uns zu gehen und für Uns zu forschen, verwenden Wir auch noch, das in Uns erforschte, - z.B. die Prozesse in den Zellen, den Aufbau der Nervenstruktur und deren Wechselwirkungen - für die Verbesserung der Maschinen oder die "Neu"-Entwicklung von Techniken.
Was tun Wir, für Uns?

Bevor es losgeht noch ein kleines Vorwort. Alle meine Texte sind Erforschung des Selbst und, da *ich ein Mensch bin, auch eine Erforschung der Spezies; und der UmWelt, in die Wir eingebettet sind. Alle Texte haben als Zielrichtung eine Verbesserung, eine Gesundung des Selbst und auch des UmFelds. Vielleicht empfinden Sie das Selbst als pumperlgesund und auch die Zustände in der Welt als wohlausgewogen und auf jeden Fall so konservierbar, na, dann haben Wir einander auf jeden Fall viel zu erzählen, weil *ich es anders empfinde.

Meine Texte suchen also nach Verbesserung und Steigerung der Gleich=Wertigkeit und einer merklichen Erhöhung der Freiheit und des WohlGefühls der Lebendigkeit, wenn die Erkenntnisse und Analysen auch erst mal erschrecken oder gar schmerzen. Wobei *mir klar ist, dass das sowieso die HauptRichtung des DaSein ist, ich also nur einem Trend folge, allerdings möchte *ich ihn mit meinem Forschen und Sinnen beschleunigen, denn obwohl der Trend klar ist, ist die Entwicklungs-Geschwindigkeit, *mir zumindest, zu langsam.

Jetzt komme *mir Bitte kein-Es mit der "Zerstörung des Planeten", damit ist es nicht weit her, Wir mögen den Planeten komplett umgestalten und vermüllen und andere Spezies töten und ausrotten, aber das ist bereits, ohne Uns, viele male geschehen und zwar wesentlich gründlicher, und das ist eine sehr menschliche und noch dazu romatisch, rückwärtsgewandt verklärte Sicht, die sehr sehr eingeschränkt mit den stattfindenden Veränderungen in und um das Erde-Mond zu tun hat.
.
Yves Klein, "Anthropométrie 63"
.
In die Entwicklung aller Techniken und aller Maschinen, stecken Wir enorme Energien. Energien in jeder Form: intellektuelle, körperliche, maschinelle, elektrische Kräfte.

Diese Kräfte fehlen für eine Weiterentwicklung in Uns, für Uns und zwischen Uns. Fehlen in der Weiterentwicklung eines anderen Selbst-Verständnisses, eines friedlicheren, gesünderen und langlebigeren Lebewesens, eines unabhängigeren, souveränen und freundlichen Menschen. Denken Sie dabei bitte auch an die enorm schmerzhafte Art, wie wir Menschen aktuell noch Konflikte lösen, z.B. im gesamten Norden und der Mitte Afrikas.

Da *ich ein weltzugewandter Mensch bin, fühle und sehe *ich kaum Menschen, die schon Heute so leben und agieren, wie im vorigen Absatz angedacht und beschrieben. Dass es Sie überhaupt gibt, diese vielen Menschen, dafür bin *ich sehr dankbar, Sie sind die Leuchttürme und Orientierungshilfe für einen Selbst-Suchenden.

Ist diese Huldigung der Technik, die Energie, die in die Entwicklung immer neuer Maschinen gesteckt wird, die Uns das Handeln, das Selbst- und das Mit-Denken abnehmen, eine Kapitulation, ein Akt der Selbst-Aufgabe?

Warum fällt es Uns so schwer, denSelben Aufwand und die gleiche RaumZeit, in Uns Selbst zu investieren? Warum tun Wir so wenig, für Uns Selbst, für das jeweilige Selbst? Hat das etwas damit zu tun, dass die meisten Entscheidungen für die Gesellschaft und damit auch für Jedes Einzelne, im Kollektiv getroffen werden?

Dass also die Entscheidungen für jedes Selbst, in einem Prozess "über" dem Selbst getroffen werden, in einem Gemeinschaftszustand, der das Einzelne Selbst unterfordert? Geben Wir, Jedes Einzelne, also viel zu viele persönlich wichtige Entscheidung, an eine "übergeordnete" gesellschaftliche Instanz ab? Und entscheidet dieses Über wirklich im Sinne eines einzelnen Lebewesens? Kann Es (?) das überhaupt leisten?

Ohne Vorwurf, stelle *ich die Frage:

Was für eine Behinderung, die in den Genen und den Trieben versteckt ist, die also in der Lebendigkeit Selbst enthalten ist, hält uns Lebewesen davon ab, - statt Fremdes, Artefakte, mit Hochdruck zu entwickeln und Uns dabei vielleicht abzuwickeln - Uns Selbst auf- und auszubauen; die Potentiale auszubauen, die in Uns und zwischen Uns vorhanden sind?

Nur eine Grösse, die mich immer weiter fasziniert und zu diesem Beitrag mit-erregt hat: das menschliche Gehirn besteht aus etwa 100.000.000.000 Nervenzellen (100 Mrd.), jedes dieser Neuronen ist zu mindestens 10 verschiedenen Aktionen oder Reaktionen fähig, dazu ist auch noch jedes dieser 100 Mrd. Neuronen imstande bis zu 16000! Verbindungen mit anderen Neuronen einzugehen - im Durchschnitt sind es 1000 Verbindungen -.

Sowohl dauerhafte, wie stetig wechselnde Verbindungen. Können Sie errechnen, wieviele Verbindungsmöglichkeiten das insgesamt pro menschlichem Gehirn ergibt und weiter, wieviele Informationen ein Mensch in-s ich damit aufnehmen  k ö n n t  e ?

Gehen Sie bis an die Grenze des Universum und zurück, und nehmen Sie dabei ALLES mit was Sie finden, bewerten Sie es, ordnen Sie es ein und verbinden Sie es mit bereits vorhandenem, und multiplizieren Sie das dann mit 1 Million, nur um irgendeine hohe Zahl zu nennen, und Sie werden bemerken, dass Sie nach dieser enormen Reise noch immer jede Menge Kapazität im Inneren vorfinden für noch viele weitere Reisen.

Phantastisch, oder?

Und was fangen Wir damit an? Wir fordern es kaum, es verkümmert in den Meisten.
Derweil bauen Wir Maschinen, die bald alles für Uns tun, die Uns bald alles abnehmen, die für Uns fühlen, spüren, handeln und denken. Was bleibt Uns, wenn Wir die Maschinen mit genügend dauerhafter Energie, sowie den Fertigkeiten ausgestattet haben, selbst Maschinen zu entwickeln und zu produzieren?

Dann liegen Wir auf der faulen Haut und lassen Uns bedienen?

Die Maschinen lesen dann unsere Gedanken, aber halt, die haben Wir ja längst abgegeben. Die Maschinen wissen unsere Bedürfnisse und produzieren sie; aber was braucht ein Wesen, das alles handeln und fühlen an Andere abgegeben hat, noch?

Ist an der Phantasie der Matrix-Trilogie etwas drann? Bis auf den Blödsinn eines Menschen-Rests, der im Erdinneren lebt und von Menschen, die den Maschinen als Energielieferanten dienen. Das leisten andere Energiequellen mit weniger Aufwand.

Auch, wenn das alles vielleicht zu düster sein mag, der Vergleich zwischen der Weiter-Entwicklung der Technik und der Weiter-Entwicklung von Uns Menschen lässt mich schaudern!

Die menschlichen Gesellschaften verwenden immer weniger Aufwand (darin auch Geld (ist Energie und Phantasie)), in die Förderung und den Ausbau körperlicher (darin auch das Bewusst-Sein, das Denken) Fähigkeiten, während die Technik immer weiter gestärkt wird und Uns immer mehr Fertigkeiten abnimmt.

Denn, wenn gekürzt wird, dann zuerst in Bildung und Kunst, auch wenn ständig anderes verkündet wird, die Zahlen bekunden es.

Geben Wir Uns auf, oder hat Uns die Lebendigkeit - das DaSein -, aufgegeben?

Schon vor ein paar Monaten schrieb *ich in mein Skizzen-Heft: Wir optimieren Uns zu Tode.

Je weniger Bewegung Wir aufwenden, um Uns zu versorgen und zu schützen, umso mehr verfällt der Körper, denn jeder Körper braucht zum Leben Bewegung und je weniger Wir davon einsetzen, je weniger davon ist in Uns; insofern laufen Wir langsam aus.

Sind Wir also nur die Zwischenstufe, die Produzenten einer Weiter-Entwicklung und können bald gehen? Gut, m*ich, und wahrscheinlich Sie, wird das noch kaum betreffen, aber, Was weiss das schon?

Naja, was nehmen Wir, *ich, Uns auch so wichtig, denn für das Geschehen des DaSein sind Wir vielleicht nur einfach nichtich?

Also dass Jetzt geniessen, und dann ist fertich. Oder?

Ende des 2013. Und Jetzt? :-)
_____________________________

Das haben wirklich Sie geschrieben, vor 12 Jahren?

Da kannten wir uns noch nicht. Was gefällt Ihnen darin am Besten?

"Wir optimieren Uns zu Tode". Ist, so vermute ich, ein ziemlich stimmiger Satz. Und mir gefällt, dass auch Sie schon erkannt haben, dass wir dabei sind, in der Technik zu versickern. Diese Tendenz wirkt in den sogenannten Transhumanisten, ob bewusst, oder unbewusst.

Ich bin ziemlich sicher, dass die Meisten Menschen, die dieses Verlangen spüren, dieses Tendenz zwar spüren, aber ihnen jegliche Bewusstheit davon fehlt. Dieses Tendenz uns von den Beschränkungen des zellularen erdmondlichen daSein zu entledigen, ist so alt, wie das Nutzen des Feuers und dem Entdeckung der Vorteile des Rades. Vogel"frei" zu sein, ist uns quasi bestimmt.

Transhumanismus ist also eine ziemlich verspätete Reaktion der Zustimmung zu dieser bereits Jahrtausend Jahre alten Tendenz; und dabei unbewusst. 

Zumindest habe *ich bislang in keinem ihrer Texte auch nur ein Andeutung davon gelesen oder gehört, dass sie auf ein Entwicklung und Wunsch reagieren, das bereits fast so lange andauert, wie es Menschen gibt.

Dann denken Sie, dass das DaSein in uns Menschen eine Lebensform entwickelt hat, der es gelingt, die Fessel der Gravitation und des Selbst-Fressens zu überwinden, um in aller möglichen "Freiheit" das Universum zu erkunden?

Schön, dass Sie das Freiheit in "..." gesetzt haben, denn, wenn es uns bestimmt ist, uns quasi als LebeWesen aus zu löschen, damit wir als QuantenWesen das DaSein unsicher machen, ist es immer noch wenig Freiheit. Vielleicht ein wenig mehr, als aus Zellen, aber das ist fast unWesentlich.

Haben wir einen Auftrag zu erfüllen? Ist uns deswegen das quasi Intergalaktische Organ im Kopf eingeprägt worden?

Wozu sonst! Ansonsten gebrauchen wir es doch nicht. Alles dient dem Angst, dem Leiden, dem Macht, dem Vermehren, dem plumpen festhalten an "Vergangenheiten", die nie so waren und wenn, dann nicht mehr sind. Aber dem Technik, dem Fortschritt, dem Wissen wollen, dem Verschwinden von diesem Planeten, dem geben wir unser Bestes hin, das Hirn, zumindest stets wenigen wird dessen Besonderheit, das Ausnutzen, dessen Möglichkeiten gestattet.

Ach, dann sind also die Menschen, die auf Mars und mehr entschwinden wollen, auch bloss unbewusst spürende? Auch die spüren diese Tendenz des erdmondlichen daSein?

Sie tun das viel später, als die Transhumanisten, weil um einiges weniger Intelligent. Aber ja, auch das ist dem DaSein abgehorcht.

Sie behaupten also, dass das Universum, das DaSein, wie Sie es meist bezeichnen, eine Tendenz hat, besser "ist", wie Sie es wohl formulieren würden. Es ist ein Ziel.

Aber kein klares. Ich kann jedenfalls keines erkennen, aber das Richtung ist klar: Selbst-Erkenntnis. Was IST? Was bin ICH. Das Ziel, das daraus dann folgt, ist nicht klar. 

Aber das geht uns Menschen ja auch so. Zuerst muss jedes ich erst mal wissen, dass Es ist, und was Es drauf hat, dann kann Es damit ein Ziel anvisieren. Das haben Sie also auch auf das Universum übertragen?

Wir sind viel zu vollkommen unwichtig und wenig, um uns vom DaSein zu distanzieren, und "eigene" Wünsche und Ziele zu formulieren, wir äffen lediglich nach. Es ist mehr als überheblich zu glauben, wir könnten mehr sein und wollen, als uns das DaSein zugesteht. Unser Wollen, unser Tun und nicht-Tun, unsere Wünsche und unsere Ängste, sind blosses Abglanz dessen, woraus und worin wir DaSind.

Nach kurzem nachdenken, stimme ich zu. Ja, wir können nicht besser sein, als das, was uns geschaffen hat und uns umgibt. Wir sind geprägte, nicht prägende. Sie haben in den vergangenen Wochen ja einige Auszüge aus Vorträgen von Neurobiologen eingestellt. Deren Erkenntnisse sind ja ziemlich eindeutig. Ihre Eindrücke beziehen sich darauf.

Alles ist Vergangenheit. Wir sind nie im Jetzt und Hier, wir können mit dem Wirklichkeit nichts anfangen. All das zeigt, dass wir bloss Folgende sind. Wir folgen einem Willen, das nicht unserer ist. Würden wir einem selbst gewählten Wunsch folgen, würden wir vollkommen anders handeln. Wäre diese Menschheit fast ohne Gewalt, wäre Respektvoll und Verantwortlich fürEinander und das Was uns umgibt, was auch uns geschaffen hat, uns nährt und ständig versucht uns zu beglücken. Wir jedoch folgen blind, ergo unbewusst einem Wunsch dessen, was das Alles Ist, und dieses DaSein ist voller Gewalt, Überwältigung und Angst; und nur wenig Licht, wenig Freude und Wärme.

Was soll ich darauf sagen!? Besser erst mal nichts. Besser eine Nacht drüber schlafen. Sind Sie damit einverstanden?

Aber ja. Gerne. Also dann ...

... guten Abend.

🤡

Sonntag, 19. Juli 2015

Eine Frage des Menschlichkeit?

Titel: Das Selbst-Erkennen hält mit dem Fort Schritt

Ist es nicht wunderbar, wenn nicht gar phantastisch, fast überwältigend, dass wir Erdmondlichen täglich - und das bereits seit mehreren Milliarden Sonnenumellipsungen - erLeben, verändern und vermehren, ohne grössere Ahnung gar Wissen davon, Warum, Wie, Wodurch, Wohin, Woher und noch einige interessante Antworten mehr ES, wir kommen!

Welches erdmondliche LebeWesen - darin auch das Mensch-daSein - weiss irgendwas davon, wie -Es angefangen hat, -Es ganz persönlich, nur -Es, wie eine erste Zelle, aus denen alle erdmondliche ErLebendigkeit ist, ins erLeben "gerufen" wurde: "Hallo! Du. Nun seiDa. Sei Willkommen, an diesem so seltenen Ort, inmitten dieser so fast unendlichen RaumZeit und hol Bitte das Beste aus Dir hinaus. Aber es sei Dir verziehen, wenn Du aus Unwissenheit und Irritation auch erst mal das Schlechteste aus Dir auserLebst, wenn Du all die Fehler MACHsT, die halt Halt auch in Dir enthalten sind, denn die müssen auch daSein, sonst ..."

Na was weiss *ich schon, warum?
Fehler sind halt Halt auch elementar, vielleicht wegen den DaSein-notwendigen Veränderungen? Veränderungen verlangen Fehler! Ist wohl so. Also Verzeihung. Verzeihung braucht Fehler, sonst Langeweile Ewigkeit. Und w-Es möchte ewige lange Weile, ohne dass was entscheidendes passiert? Scheisse! (Verzeihung); es ist einfach Schwer zu akzeptieren, dass das Alles und All-Es hier auch voller teils entsetzlicher notwendiger Fehler und dadurch auch grausamer Schmerzen ist!

Vor allem ist es schwerlich zu akzeptieren, dass diese Fehler so Fehlerhaft falsch verteilt sind. Dass einige wenig-Es so schwerlich erLeiden müssen, was das DaSein zu bieten hat; und ander-Es davon nichts mitbekommen, was, wie die längeren Leses wissen kaum etwas ist, vom Leid. Die ein-Es zappeln vollerLeid, die ander-Es hibbeln aus lauter vorFreude - weil von wahrer Freude ist noch kaum eine Ahnung -. So ist eine Erkenntnis, das DaSein und darin das daSein funktioniert nur wegen Verschiedenheit mit Schmerzen.

Dem DaSein und damit auch dem daSein ist AllEs und all-Es Gleich! Was ja nun auch sprachlich bedeutet, dass damit keine vollkommene Deckung zu erreichen ist. Das Selbe bleibt Einzig, das Gleiche ist Verschiedenheit, wenn auch öfter mal kaum zu unterscheiden, vom "Selben".

Genug der Details. Zurück zum Selbst-Erkennen.

Kein-Es weiss, wie Es und -Es wirklich und im Ganzen funktioniert.
Warum -Es ist, wie -Es fühlt und spürt - darin auch das Denken -; und warum -Es tut, was -Es tut, bis auf so winzigste Ausnahmen, die wieder mit Nichts fast schon übertrieben benannt sind. Was weiss das Mensch warum -Es fortsexst, was weiss die Frau, was in Ihr vorgeht, wenn in Ihr das DaSein eine Fortsetzung "produziert", wie das daSein es schafft in ihr den Nachwuchs wachsen zu lassen? Nichts. Sie genießt es vielleicht, oder nimmt es einfach hin, was wohl das Häufigste ist. Und meint vielleicht sogar, sie könne 'was dafür. Pustekuchen.

Was möchte *ich mit all dem andeuten?
Zweite Frage: Was ist Überheblichkeit?

Das Mensch glaubt nur. Glaubt, dass -Es weiss. Und das zu weit über 94 Prozent. Und was vom g/Glaube[n] zu halten ist, ist sehr wenig Wissen. Wissen ist für *mich erst dann, wenn es mehrere Prüfungen und Nachprüfung überstanden hat und von mehr als ein-Es bestätigt ist. Das kann das g/Glaube[n] nicht bieten. Das Wundervolle ist - wie oben bereits erwähnt -, dass es extrem wenig Wissen zum [üb]erLeben braucht. 

Wir kamen bisher mit dem Glauben ganz gut zurecht. Das wenige Wissen hat unser ÜberLeben weder gefährdet, es hat Es sogar gestärkt.
Bis Hierher. Bis Gestern. Das ist vorbei.
.

.
Titel: Todes-Angst und vom Wahnsinn in das Elektronik

Es gibt Menschen, die mögen das Mensch-daSein nicht. Denen gilt die zellulare (natürliche?) Lebendigkeit so wenig, dass sie daraus verschwinden müssen / wollen. Sie erkennen weder dessen enormes Potential, noch dessen sinnvollen Aufbau, noch gar dessen grossartige Unfertigkeit, also dessen Veränderungs-Bereitschaft und Veränderungs-Möglichkeiten an. In ihrer Selbst-Blindheit und [üb]erLebens-Angst streben sie eine "Existenz" als elektromagnetisches Datenbündel in Glasfaserleitungen oder sogar noch in Kupferkabeln und Siliziumchips an. Wahnsinn?

Unter dem Schaufenster-Foto ist also ein Artikel und ein Thema, das *mir fast Angst erregt, weil es von diesem nichts-Wissen und vollen Glauben so prall ist. 

Beständig greiffen auch wir Menschen in das daSein ein, ohne dessen Folgen zu kennen. Das ist soweit normal und wohl auch so gewollt, und aus den obigen Anfangs-Absätzen auch abzuleiten. Denn ohne Vor-Wissen geht es nur so.

Aber inzwischen werden unsere Eingriffe so massiv und sind auch so detailliert und bis ins Grundlegende, dass ...
Und zur gleichen RaumZeit steigt unser Wissen und darin auch das der Zusammenhänge und Verbindungen und Folgen so viel, dass es meiner bescheidenen Meinung nach RaumZeit ist, kurz bewusst und voraus und umsichtig zu bedenken, was ist und was werden soll / kann.
Gemeinsam und Transparent, in aller Öffentlichkeit.

Das dazu nötige mehrfach geprüfte Wissen ist vorhanden. Es ist nur - wie ebenso oben angedeutet - noch falsch und intransparent verteilt und wird nur in Viel zu kleinen Zirkel verhandelt. Noch hält das allgemeine Mensch - und darin fast alle unsere Medien - uns Menschen für einfach blöd und bloss gut zum ausbeuten; und nur zum kurzfristigen Missbrauch geeignet.

So geschieht das also auch Menschenweit. Während ein paar irregeleitete oder überhebliche oder dumme, oder von allem ein wenige Menschen glauben, sie könnten den weiteren Verlauf unseres daSein in ihrer Minderheit mit-entscheiden.

GegenRede!

Diesen wenig-Es werde auch *ich ihr unsägliches Misshandelwerk legen. Ich werde ihnen ihre Dummheit und Unverschämtheit deutlich aufzeigen. Arroganz und egoistische Willkür von wenig-Es (Macht?) dürfen nicht länger unser so einzigartiges und so zerbrechliches daSein im DaSein miss-bestimmen.

Wenn das auch bis Heute einer natürlichen Dramaturgie entspricht, so werde auch *ich diese falsche Vorstellung nun beenden. Das Mensch-daSein verdient mehr als nur das lächerliche Vergnügen und die egozentrische Willkür von jeweils nur Minderheiten ohne Gesamt-Verständnis, erLebens-Freude, oder gar Fortune.
.
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Titel: Ein nächster Schritt auf dem langen Weg des Selbst-Erkennens

Aus Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, vom 12. Juli 2015, von Carolin Wiedemann

Überschrift: Transhumanismus.
Bring mir den Kopf von Raymond Kurzweil!
Untertitel: Bald könnten Computer den Tod abschaffen, sagen Transhumanisten. Das klingt nach wilden Science-Fiction-Phantasien. Doch auch die EU investiert mittlerweile in die Digitalisierung des Körpers


Daraus ein paar Auszüge:

2030 soll es so weit sein. Die Computer werden den Tod abschaffen. Wir werden nicht mehr leiden und nicht mehr sterben müssen. So verspricht es Ray Kurzweil, Pionier in der Forschung zu künstlicher Intelligenz und Kopf der transhumanistischen Bewegung. Einer Bewegung, die auf die Veränderung und Überwindung des menschlichen Körpers durch die Technologie setzt. Nach Kurzweil könnten schon bald Nanobots, sehr kleine Roboter in der Blutbahn, Viren, Bakterien und Krebszellen bekämpfen. Und der Moment der „Singularität“, verspricht er schon seit Jahren, sei nah: Bis zum Jahr 2045 soll künstliche Intelligenz so weit entwickelt sein, dass sie mit der menschlichen verschmelzen kann. Das sei der Augenblick, an dem sich Mensch und Maschine so weit annähern, dass die digitale Kopie von Personen, der Download der Identität möglich wird. Durch die Nanobot-Medizin werden Menschen nicht mehr altern; falls doch, wird ihre jeweilige Gehirn-Software auf robotische Avatare überspielt.

[...]

Das Potential zur Befreiung von gegenwärtigen Beschränkungen der Menschen sehen Transhumanisten in der Verbindung verschiedener Forschungsfelder - Medizin, Genetik, Biochemie, Nanotechnologie und Informatik, die in ihren Augen durch die Entwicklung von Computern ohnehin zusammenwachsen. Kurzweil legt den Fokus auf die Digitalisierung des Körpers, die ermöglichen würde, den Menschen oder einzelne seiner Teile künstlich nachzubilden.

Dafür müssen der Körper und seine Prozesse erst einmal komplett lesbar gemacht werden. Das ist nach Ansicht vieler Forscher immer wahrscheinlicher: Der Mensch sei eine „Menge von Prozessen“, die sich in „humanoiden“ Robotern nachbauen liessen, schrieb Tony Prescott, Direktor des Zentrums für Robotik an der Universität Sheffield, kürzlich in der Titelgeschichte des „New Scientist“. Selbst die EU setzt auf die Digitalisierung des Körpers und hat letztes Jahr eine Milliarde Euro in das „Human Brain Project“ investiert, das das menschliche Gehirn simulieren will. So soll es möglich werden, einzelne Abschnitte von menschlichen Gehirnen gegen künstliche Gehirnteile, gegen Computerchips, auszutauschen und damit Krankheiten wie Parkinson zu besiegen.

[...]

„Es liegt in unserer Hand, wofür wir künstliche Intelligenz einsetzen und welche Roboter wir erschaffen“, sagt Miriam Leis, Mitglied der transhumanistischen Gesellschaft Deutschland und Thinktank-Manager am Fraunhofer-Institut zur Technikfolgenabschätzung. ... "Aber wir müssen die richtigen Entscheidungen treffen“, sagt sie. Transhumanismus bedeutet für Leis zuallererst, sich mit den technischen Möglichkeiten zu befassen, die „neue Realität“ zu erkennen. „Der Humanismus fragt, wie man das Beste aus der menschlichen Natur machen kann. Der Transhumanismus stellt diese Natur in Frage, um aus dem technischen Fortschritt das Beste für den Menschen zu machen.“

[...]

Aber könnte eine Maschine überhaupt Gefühle entwickeln, Ziele und Absichten verfolgen? Warum sollte sie das tun? Basieren Emotionen nicht auf Geburt und Tod? Und dem, was dazwischen liegt: Dem Leben, das aus einer Vereinigung entsteht? Basieren Emotionen nicht darauf, dass ein Lebewesen nie autark ist? Ist das nicht der Grund dafür, dass Menschen Liebe, Begehren und Empathie kennen, Hunger, Angst und Schmerz? „Der Selbsterhaltungs- und damit auch der Fortpflanzungstrieb sind doch auch nur Programmierungen“, antwortet Leis, „biologische Programmierungen.“ Und somit würden sie sich in der Maschine imitieren lassen?

Genau so sieht es Ray Kurzweil. Auf die Frage, ob ein Computer denn ein Bewusstsein, Humor oder Zweifel haben kann, verweist Kurzweil auf einzelne Abschnitte in seinem Buch „How to Create a Mind“, in denen er die Vorstellung eines Bewusstseins dekonstruiert, das mehr sein soll als die Fähigkeit der Selbstwahrnehmung. Und zu einer solchen Fähigkeit könne auch eine Maschine programmiert werden. Identität sei ebenfalls nichts anderes als die Kontinuität der Muster von Information, die „uns“ ausmachen. Erfahrung würde sich in diesen Mustern an Informationen im Gehirn niederschlagen. So lautet Kurzweils Kurz- und Zusammenfassung der verschiedenen Humanwissenschaften: Kultur und Biologie, Sozialisation und Gene vereinen sich zum digitalen Code eines jeden Menschen, und der kann schliesslich kopiert werden. Unsere Körper, wie sie bislang funktionierten, seien wunderbar und hätten uns weit gebracht, jetzt aber würden wir aus guten Gründen ein nachhaltigeres Substrat für unsere Identitäten entwickeln, so Kurzweil.

In seiner Perspektive kann ein Mensch nicht mehr sein als ein Netz aus Datenströmen, das sich einem Computer gleich programmieren lässt. Die Analogie zwischen Mensch und Maschine ermöglicht erst die Erweiterung von Leis’ postkapitalistischer Vision, in der die Maschinen alle ausgebeuteten Arbeiter ablösen, zum komplett transhumanistischen Traum, in dem der Mensch allein Herr seines Körpers wird. Wenn es nach Kurzweil geht, ist die Angst vor dem Ende der menschlichen Existenz damit unbegründet: Es werden keine Roboter entstehen, die den Menschen überlegen sind, sondern die Menschen selbst werden sich durch die Maschinen zu einer höheren, intelligenteren, unsterblichen Spezies entwickeln.

Lässt sich der Mensch in Zahlencodes abbilden?

„Das ist eine Illusion“, sagt Raúl Rojas, Informatikprofessor an der Freien Universität Berlin (FU), der zu künstlicher Intelligenz und neuronalen Netzen forscht. Rojas wurde bekannt durch die Entwicklung von Fussball-Robotern, die für die FU im Robo-Cup zweimal den Weltmeistertitel gewonnen haben, 2014 wurde er von der britischen Computer Conservation Society ausgezeichnet und deutschlandweit zum Hochschullehrer des Jahres gewählt. Zurzeit arbeitet er an einem sich selbst steuernden Auto, mit dem er einen automatischen Fahrdienst für alle ermöglichen will. Rojas ist also weder technikfeindlich noch phantasielos – aber was die Transhumanisten verkünden, empört ihn. Es ärgert ihn, weil es seiner Ansicht nach unwissenschaftlich ist. „Wir wissen überhaupt nicht, wie ein Gehirn funktioniert, wo die Erinnerung sitzt, wie Träumen funktioniert. Der Mensch ist ein analoges, physikalisches System, das hoch komplex sowie ganz fein abgestimmt und geregelt ist und sich deshalb nicht diskretisieren, also nicht in Zahlencodes abbilden lässt.“

In seinen Augen liegt der Abbildungslogik von Ray Kurzweil ein dualistisches Verständnis des Menschen zu Grunde, das den Leib als Hardware sieht, der sich trennen lässt von der steuernden Software. Während die postmoderne Philosophie bemüht ist, ihrer Disziplin die letzten Spuren der Körper-Geist-Trennung, des philosophischen Erbes René Descartes’ auszutreiben, kehren die „Singularians“, wie die Transhumanisten rund um Kurzweil genannt werden, genau dazu radikal zurück: In cartesianischer Manier wird der Körper als neutral erachtet in Bezug auf die Frage danach, was eine Person ausmacht. Damit wird der Körper austauschbar, reproduzierbar. „Aber man kann das ,Ich‘ nicht vom materiellen Substrat trennen. Wir sind, was wir sind, weil unsere Zellen nicht rechnen, sondern chemisch und physikalisch interagieren. Wir sind eben die Hardware, die uns trägt. Versagt die Hardware, ist leider Schluss“, sagt Rojas.

Aber was ist, wenn Hard- und Software gar nicht getrennt werden müssen zur Reproduktion und Veränderung von Teilen und Prozessen des menschlichen Körpers inklusive seines Gehirns? Anders als ihr Prophet, Ray Kurzweil, setzen nicht alle transhumanistischen Strömungen auf die Überwindung biologischer Zellen: Auf der Website der Gesellschaft für Transhumanismus finden sich in letzter Zeit vor allem Artikel zur Entwicklung der Gentechnologie. Und diese Entwicklung nehmen auch Kurzweils Kritiker ernst. „Nicht die Informatik, sondern die Biochemie wird die entscheidende Wissenschaft des 21. Jahrhunderts“, sagt auch Raúl Rojas. So lassen sich Menschen zwar vielleicht nicht in Robotern nachbauen, aber doch in Fleisch und Blut noch optimieren, ein paar Chips unter der Haut inklusive.

[...]

Für Miriam Leis war Mitte der Achtziger das Cyborg-Manifest der Wissenschaftshistorikerin Donna Haraway prägend, ein Manifest, das eine postmoderne, postpatriarchale, postkapitalistische und postgender Gesellschaft in Aussicht stellt. Haraways Cyborg ist eine ironische Metapher für eine neue Dimension des Kapitalismus und gleichzeitig der Verweis auf die ihm innewohnende Möglichkeit des Widerstands: Cyborgs sind in Haraways Vision kybernetische Hybride aus Maschinen, Artefakten und Organismen, die überkommene Hierarchien zwischen Physikalischem und Nicht-Physikalischem, Mensch und Tier, Kultur und Natur, Mann und Frau aufheben. Sie sind zutiefst Effekt des Kapitalismus und deshalb auch verwoben mit der Informatik der Herrschaft – und doch wohnt ihnen emanzipatives Potential inne für neue Formen der Solidarität und Subversion.

In Kurzweils Texten und den Programmen der transhumanistischen Parteien wird man keinen Verweis auf Haraway finden. Die erste Prämisse des transhumanistischen Weltbildes, das die amerikanische Partei formuliert, lautet: Ein Transhumanist muss die Sorge um seine eigene Existenz über alles andere stellen. Die neue Cyborg-Vision hat jeden Wunsch nach Kollektivität und Herrschaftskritik verloren. Dafür passt sie gut in eine Gesellschaft, in der jene Technologien gefördert werden, die erstens zahlungskräftige Interessenten finden – Kurzweil vertreibt neben seiner Tätigkeit bei Google etwa schon parallel diverse teure Anti-Aging-Mittel über seinen Online-Shop – und zweitens der allgemeinen Direktive der Effizienz- und Leistungsoptimierung entsprechen.

[...]

Wo fängt Leid an?

Wenn es nach den Transhumanisten geht, so Leis, soll die Technologie so entwickelt werden, dass „das Beste für den Menschen“ möglich ist: „Freiheit und Autonomie, Lebensqualität und die Eliminierung ungewollter Lebenseigenschaften“. Ähnlich hören sich die Ziele der europäischen Innovationspartnerschaft an, des „Human Brain Projects“ und die Leitlinien von Googles Initiative zur Abschaffung des Todes. Als „ungewollte Lebenseigenschaften“ gelten auch jenseits der transhumanistischen Szene diverse Krankheiten, die jeder Einzelne bereits selbstverantwortlich vorbeugen kann. „Lebe (und sterbe) selbstbestimmt“ lautet der Imperativ der Gegenwart, der sich damit selbst untergräbt, gerade weil er so tief internalisiert ist.

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Lassen sich die Gene der eigenen Kinder erst einmal nach Belieben zusammenstellen, wird wohl kaum jemand ein Kind gebären wollen, das diskriminiert werden könnte. „Die Biologie der Menschen lässt sich schneller ändern als ihre Kultur – wir wissen, wie hartnäckig beispielsweise Rassismus ist“, sagt Leis. Das ist die neue Variante der Cyborg-Vision: Will ich meinem Kind die besten Chancen bieten, was wähle ich? Weiss, männlich, hetero, 1,80 gross, die Schultern breit, die Hüfte schmal?
Mehr IQ kann ich später per Chip nachkaufen.

Ende F.A.S.-Essay von CAROLIN WIEDEMANN

Mein Ärger mit-Menschen die glauben (s.o.), sie müssten oder könnten das Mensch-DaSein abschaffen oder gar verbessern (hahaha!?), indem sie das, was sie für "menschlich" [v]erachten oder für menschlich "wertvoll" halten in Bits übertragen, ist gross! Dabei ist ihnen unbenommen, das zu versuchen, oder auch das was sie dafür halten in Nullen und Einsen zu verwandeln. Vom Mensch-daSein haben diese Transirgendwas in jedem Fall keinerlei Wissen.

Wie angedeutet sind dies-Es damit vollkommen in das Masse Mensch eingebettet. Denn immer noch lautet die normale Devise des Menschen: Macht!
Bloss keine Aufklärung des DaSein und des erdmondlichen daSein darin!

Anti-Aufklärung des Wirklichen ist des Menschen bisheriger Selbst-Zweck. Alles heimlich und hinter verschlossenen Türen und Blickdicht und Abhörsicher. Intransparenz ist des Masse Mensch grösstes Bedürfnis. Dass das zu all den Krisen, Katastrophen, Kriegen, den meisten Krankheiten (4×K) und Gewalttaten beiträgt oder sie erst verursacht / ermöglicht, spielt keine Rolle.

Ziel der Evolution und damit auch des Mensch-daSein ist bisher nicht die Verbesserung eines gegebenen Zustands, sondern irgendeine Veränderung, egal in welche Richtung. Das DaSein und damit auch das daSein wissen (!) nicht, was eine Verbesserung eines gegebenen Zustands ist. Denn Verbesserung braucht das beste Wissen, um den Zustand einer davon ausgehenden Aktualität. Was weiss das Mensch von das Aktualität? Was weiss das Mensch also davon, was eine Verbesserung davon sein könnte?

Nichts? Oder ist das schon zu viel?

Servus.

PS: Widerspruch ist erwünscht, auch wenn *ich davon bisher hier nichts erlas, so weiss *ich, dass es nötig ist.