VorWorte

Wissen schafft auch Leid[en]. Das nur zur Komplettierung und als Hintergrund für das Fragezeichen.

Dieses Blog ist eine persönliche Frage- und Antwort-Reise, mit dem Ziel das Wirklichkeit in {und aus} das ein-zu-bringen, was auch daIst: *ich.

Wissen schafft Freude? Wie? Indem das aktuelle Wissen angewendet wird, statt auf das Gestern und dessen "Wissen" zu setzen.

Viel Freude beim lesen.

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Samstag, 19. April 2025

Vom Urgrund des Entscheidens

Ein Beitrag zu einem entscheidenden Frage: wie "frei" ist - nicht bloss das menschliche - das Wollen / Wünschen / Tun? Ich weiss, das ist schon öfter hier behandelt worden, aber ist es schon irgendwo anerkannt, was dieses Frage als Antwort ergibt?

Ist das Antwort schon irgendwo - auch in *mir - begriffen? Das heisst, auch in Veränderungen des Jetzt und Hier, in verändertes Handeln und nicht-Handeln umgesetzt. Nein.

Deswegen stelle *ich hier ein weiteres Beleg, des "Freiheit", das wir bislang sind, das *ich im Netz gefunden habe, hier als erstes ein. Ein Vortrag von Gerhard Roth, den dieser NeuroBiologe am 27. Juni 2006 im Planetarium in Hamburg gehalten hat.

Der Vortrag ist zwar nur als Audio eingestellt, ist also ohne die darin erwähnten Bilder; *ich denke aber, auch ohne die Bilder wird deutlich, um was es Gerhard Roth geht.

Ein Vortrag, wichtig für jed-Es, des wissen möchte, warum -Es entscheidet, wie -Es entscheidet und dementsprechend handelt, wie -Es handelt, oder eben nicht.

Nach dem Selbst-Verdikt: Ich handle, also bin ich. Was kommt zuerst, handeln oder sein? Handeln.

Das Erkenntnis des Entwicklungs- und Neurobiologie lautet, dass alles Handeln und nicht-Handeln nicht spontan und aktuell entschieden ist und sein kann - ausser das Gefahren-Handeln, also das zurückzucken des Hand vom heissen Ofen, oder das Ducken bei einem Angriff -. Ist klar, was das bedeutet?

So hoch-komplexen Organismen und Lebendigkeit, wie den erdmondlichen LebeWesen ist spontanes, ganz aktuelles Entscheiden - ausser Angst-Handlungen (s.o.) - ohne Vor- und UmWelt-Bedingungen nicht möglich.

Gerhard Roth erklärt, wie das bereits in unserem Aufbau angelegt ist, insbesondere, als Neurobiologe, im Gehirn.

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Kurz geschrieben: [Fast (s.o.^)] Alles Entscheiden (handeln und nicht-handeln) ist Vergangenheit.

Und wie auch im erdmondlichen Fall, sind es fast immer Millionen, oder gar Milliarden Jahre, die dem aktuellen Entscheiden (Handeln und nicht-Handeln) voraus sind.

Hier also das Link zum Vortrag:

https://youtu.be/urmLMOFudQY?si=4YndgAIEGyqCHblI

Hier die finalen Sätze von Professor Dr. Dr. Gerhard Roth daraus:

"Ganz eindeutig sind diese Leute nicht schuldig. (Gerhard Roth spricht vorher von Verbrech-Es; die längeren Leses wissen, dass *ich uns Alle von Schuld "frei" spreche, von einem Schuld, das voraus setzt, dass gewusst wird, was ein-Es tut, warum -Es das tut oder nicht-tut und was für Folgen das hat) Natürlich müssen wir das Verallgemeinern, für uns Alle, die wir nicht vor Gericht stehen, und nicht schuldig gesprochen werden. Auch wir sind für unser Verhalten nicht schuldig, weil wir im Wesentlichen von den Motiven bestimmt werden, die weit in unsere Gene, in unsere frühkindliche Prägung zurückliegen, die unserem Unwussten unterliegen, und wir haben darauf keinerlei willentlichen Einfluss. 

Unsere Motive bestimmen uns, aber wir können unsere Motive selbst wieder nicht bestimmen. Das haben John Locke und David Hume schon gesagt. Das aber bedeutet, und diese Erkenntnis hat schon Franz von List vor über hundertdreissig Jahren gehabt und viele gegenwärtige Strafrechtstheoretiker, dass man nicht mehr von einer persönlich moralischen Schuld im Strafrecht spricht, sondern von einer Normen-Verletzung.

Dass man auf die Spezial- und Generalprävention abwägt, juristisch gesprochen. Das heisst, auch wenn der Mensch nichts dafür kann, was er getan hat, soll der Staat doch das Recht haben, Normen auf zu stellen, und die Übertretung von Normen zu bestrafen. Diese Strafe ist aber dann nicht mehr die Sühne, für die fehlgeleitete Willkür, sondern hat entweder den Gedanken der Abschreckung, der Besserung, der Therapie, oder des Fortsperrens. Das nennt man Generalspezialprävention. 

Man weiss heute, dass die Bestrafung aus dem Sühneprinzip völlig unwirksam ist. Die Rückfallquoten sind gigantisch, weil die meisten Leute, 90%, tun es einmal und nie wieder, aber die 10% sind der harte Kern der Verbrecher. Und die Rückfallquote ist enorm. Das heisst, der Therapie-Effekt, oder der Sühne-Effekt, nicht der Therapie-Effekt ist gleich 0. Gleichzeitig wird aber in den Vollzugsanstalten, der Therapie-Effekt gering entwickelt, sagen wir es mal vorsichtig. 

Das heisst, wir müssen aufgrund der Erkenntnisse der Psychologie und der Hirnforschung, die im Augenblick überborden; zum Beispiel machen wir Untersuchungen an Mördern und Schwerverbrechern und an pädophilen Schwerverbrechern, und finden immer, dass sie schwere physiologische oder anatomische Hirnschädigungen haben. Die Leute können nichts dafür. Und das ist das Paradoxon, dass man die Leute, die dann grässliche Dinge tun, eben für besonders Schuldig erklärt, obwohl jeder Rechts-Psychiater sagt, die wollen das ja auch gar nicht, sondern die werden dazu getrieben. Das müssten wir tatsächlich akzeptieren.

Wie kann man das alles zusammenfassen? Der Mensch, dass ist kein Zweifel, ist zu bewusstem, rationalen Handeln fähig. Aber diese Fähigkeit, so muss man einschränkend sagen, hat nur eine Berater Funktion. 

Was wir Menschen letztendlich tun, hängt von unseren Genen, unserer frühkindlichen Prägung, unserem lebenslang sich akkumulierenden - und weitestgehend unbewusst vorliegenden -, kognitiv-emotionalen Erfahrungs-Gedächtnis ab. Das treibt uns. Und unser rationaler Verstand sucht die Gründe und die Erklärungsweisen dafür, dass wir etwas Tun; wenn man es etwas zynisch sagt. 

Dieses Gedächtnis, dieses Erfahrungs-Gedächtnis, hat das erste Wort beim Entstehen von Wünschen und Vorstellungen, das letzte Wort bei der Entscheidung darüber, was jetzt und hier getan werden soll. Und dies garantiert, das habe ich schon gesagt, damit wir das tun, was im Lichte unserer vergangenen individuellen, sozialen Erfahrung am besten erscheint. Das ist der Sinn der ganzen Sache. So könnten wir rational vollkommen in die Irre gehen, was aber unsere überwiegend unbewusste Erfahrung uns sagt, dem folgen wir. Und alle grossen Entscheider und alle Menschenkenner tun das.

Und Menschen fühlen sich frei, der Mensch fühlt sich frei, wenn er im Einklang mit diesen Erfahrungen handelt. Wenn ich das bewusst will, was mein Unbewusstes sozusagen auch will.

Und das ist eigentlich das Positive an der ganzen Sache. Dass ich, dass wir, im Wesentlichen dafür sorgen müssen, dass Menschen sich frei fühlen können. Dass sie auch Handlungsoptionen haben, dass sie aus sich heraus, nicht aus äusserem Zwang handeln können. Diese Gesellschaft müssen wir schaffen, dass ist schwierig genug. Wir müssen uns von dem Gedanken, Menschen tun etwas absichtlich, und das muss gesühnt werden, befreien, weil ... (es so nicht zutrifft)."

Zitat Ende. 

Das Vortrag bricht nach dem "weil" ab, das Klammer habe *ich hinzu gefügt. Ich denke, nach den Vor-Sätzen, geht das so in Ordnung.

Dazu noch ein Zitat, von Gerhard Roth, das *ich in einem Beitrag vom 17. März 2025 bereits verwendet habe:

"Leider gibt es eine ganz schwer wiegende Einsicht der Hirnforschung, der letzten 20 Jahre. Was man aber immer schon geahnt und befürchtet hat, dass diese limbischen Areale, die ganz tief in unserem Gehirn sitzen, sehr starken Einfluss auf unser Denken, auf unsere Ratio, unser Bewusstsein haben, aber umgekehrt, diese Zentren (zeigt auf den präfrontalen Bereich des Gehirns) fast überhaupt keinen direkten Zugriff dazu haben. Das heisst, die Bahnen von hier nach da sind stark (zeigt vom limbischen System hin zum präfrontalen Kortex), aber umgekehrt ist fast nichts. Das ist das, was seit dem Altertum bekannt ist. Dass unser Verstand, unsere Vernunft, nur selten in der Lage ist, obwohl er das sollte, unsere Antriebe zu zügeln, ... "

Zitat Ende

Zwei Erkenntnisse sind darin also enthalten! Einmal, dass wir als Spezies (Menschheit) unser Handeln und ebenso nicht-Handeln nicht zu verantworten haben; das ist uns in Millionen, wenn nicht Milliarden Jahren, auch unserem Entwicklung antrainiert {Eingeprägt / Anerzogen} worden. Zweimal, auch ganz individuell, als einzeln-Es tragen und vertragen wir kein Schuld für das, was wir als einzeln-Es tun und nicht-tun.

Das Allermeiste soSein (Verhalten), wird durch die Gene, also das Natur-Prägung und Vor-Erleben und -Erleiden des Spezies und des UmFelds (Landschaft, Klima, Nahrung Gross-Gruppe) und Familie vorgegeben; somit ohne jeden Einfluss des Selbst {ich}. Was dann noch als ich-Prägendes übrig bleibt, wird während dem Zeugung, im Uterus der Mutter und den ersten beiden Dezennien des persönlichen daSein ermittelt und - meist vollkommen unbewusst und ohne Einfluss des Selbst -  darin eingeprägt.

Kein LebeWesen hatte je ein Wahl, was es ist, wo es hin gezeugt wird, zu welchen / wem und wie es dann als soSein (Verhalten) ist. Das Natur ist ein wahl-loses Veranstaltung. Bis Jetzt treibt das Ganze so dahin. Wo dahin, weiss auch das Natur höchstwahrscheinlich nicht.

Was ist das Konklusion dieser Erkenntnisse? Verständnis.

Verständnis dafür, dass wir nix dafür können, was und wie wir sind, was wir getan haben und tun, und welche Folgen das für / gegen uns und das UmWelt hat.

Raus aus dem Schulden-Falle, den Selbst-Vorwürfen und dem Bestürzung und Angst, das so viele befallen hat. Wir sind vollkommen entlastet, ent-schuldigt. Uns droht weder ein Scherben-Gericht, noch ein Gottes- oder Götter-Urteil. Aber dieses Erkenntnis und Freispruch entbindet uns nicht von den Tatsachen, dem Jetzt und dem Zustand um diesen endlichen Planeten herum. Zu handeln, und zwar im Sinne von Verbesserung des Zustands und dem Gesundung von uns und dem Biosphäre, ist absolut notwendig.

Und das erfordert endlich vergangeheits-befreites wirklich aktuelles Entscheiden.

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Frage: Worin ist das Entscheiden eingebettet?

Dass das Natur ein Prozess ohne Ziel und Richtung ist, zumindest ohne ein vorteilhaftes oder gar freudvolles Ziel und Richtung, wird an dem klar, was das Natur / Evolution in uns LebeWesen also festhält und verstetigt hat.

Verstetigt und festhält an unpersönlichem (teils Millionen Jahre her) und an Selbst-Erlebtem, an meist weit zurück liegendem Selbst-Erlebten, vor allem an Erleiden; festhält an fernem Vergangenheit in jedem aktuellen Körpes, und was es an Leiden verstetigt in jedem aktuellen Körpes.

Festhält an Leiden und Angst. Krankheiten und Traumata. Das Menschheit leidet und ist verängstigt, und darf Angst und Leid nicht mal registrieren, darf dessen nicht bewusst sein, weil es sonst dem Zwang zum Vermehren nicht folgen würde. Dem Natur ist fast nur das wichtig: Massen zu produzieren, egal in welchem Zustand und vollkommen egal für was.

Oder ist Sinn oder Ziel auch unseres radikalen Vermehrens, zu einem Anzahl, die das Planet schon aktuell überfordert und dessen aktuelle Biosphäre bald völlig vermüllt hat, genau das, Zerstörung und somit auch Selbst-Zerstörung? Es könnte allerdings auch sein, dass genau dieses soSein (Verhalten) von uns, die "künstlichen Systeme", die ja dieses Biosphäre nicht brauchen, als Vorbereitung brauchen?

Dieses Planet ist eines, nur eines von fast unendlichen Beweisen - Hyper-Milliarden Galaxien und noch viel mehr Sonnen und Hyper-Billionen Planeten -, dass es dem DaSein nur um Vermehrung von Irgendwas geht. Es gibt ein paar Grund-Partikel und ein paar Grund-Kräfte und Regeln und mit denen wird ohne jeden Sinn und Ziel gespielt.

Ich bin ziemlich sicher, wir sind nicht das Ergebnis von einem Idee oder Wunsch. Ich vermute, wir sind das Ergebnis von blossen Möglichkeiten der Grundlagen des DaSein, von dessen Partikeln / Energieknötchen, deren Launen (Amplitude), Angst (Frequenz) und Lust (Ladung), und den Regeln (Kräfte, RaumZeit, Vergänglichkeit), die das multidimensionale Netz, in dem diese Partikel sind und sich bewegen zulässt.

Ein Vermutung als Basis für ein Diskussion.

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Von Heute

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Ich glaube das immer noch nicht!

Dass "Freiheit", als Inhalt voll von unbewussten Vorgaben und weitgehend unpersönlichem Vergangenheit ist?

Ja.

Zu g/Glauben ist das ja längst nicht mehr. Es ist Wissen. Ein so unwissendes LebeWesen, wie auch wir Menschen noch fast Alle sind; und dazu ein LebeWesen, das so hoch kompliziert im Aufbau und inneren und äusseren Notwendigkeiten ist, muss quasi fern-gesteuert werden. Das "fern" meint, dass das Handeln und nicht-Handeln in Millionen, vielleicht Milliarden Jahren von Versuch und Irrtum dem Körpes antrainiert und eingeprägt wurde. Kein erdmondliches LebeWesen kann blank, ohne Vorgaben und Zwänge, ohne vorgeprägte Triebe / Zwänge (Angst und Lust) und Emotionen (Gefühls-Grundlagen) überleben.

Ich mag das nicht!

Kann *ich nachempfinden. Ich brauchte auch lange, bis dieses natürliche Einbildung / Illusion, dass *ich, in jedem Augenblick, in dem *ich nicht etwas tun oder lassen muss, also irgendwelchen Vorgaben oder Verpflichtungen folgen muss, durch gesellschaftliche Vorgaben, Arbeitgeber, Familie und Freunde, frei bin, ganz autonom entscheiden kann, was *ich tun und lassen will. Nur *ich. Zu erfahren, dass dem nicht so ist, ist erschreckend.

Und Sie sind davon inzwischen befreit? ... Oje, "befreit"? Ist das Wort überhaupt noch so zu benutzen? Egal! Sind Sie noch erschrocken, dass von der Freiheit nur Folgsamkeit übrig ist?

Nicht ganz. Genauso, wie auch unser Handeln und nicht-Handeln nicht zu 100% determiniert / festgelegt ist. Wie Gerhard Roth in dem Vortrag auch erwähnt, ist in das Natur auch das Zufall "eingebaut". Das Natur ist kein nur lineares Prozess, kein vollkommen berechenbares Geschehen. Es ist zum grossen Teil vorhersagbar, was geschehen wird, aber nie ohne spontane Veränderungen.

Soll mich das jetzt beruhigen, dass mir ein paar Promille an Handlungs- und Entscheidungs-Freiheit bleibt, die jedoch auch wieder dem unbewussten Zufall unterliegen, was bedeutet, dass noch weniger an wirklichem Freiheit übrig bleibt?

Ich denke, es bleibt nicht anderes übrig, als das zu akzeptieren. Es ist nun mal so, dass das Natur auch in und mit uns, ein LebeWesen geschaffen hat, das ohne all diese Vorgaben, Vor-Prägungen, diese Zwänge und steuernden Lüste und Ängste, nicht überlebt hätte und auch jetzt nicht überleben würde. Was wissen wir schon, von dem, aus was wir sind, was in uns vorgehen muss, dass wir am Leben bleiben, und was zu tun ist, dass wir in so grossen Gruppen zusammmen arbeiten können? 

Sie meinen, dass ich, dass wir, uns damit abfinden müssen, dass wir fast komplett fern-gesteuert handeln?

Ja. Wir haben so und damit überlebt. Wir haben so und damit riesige Organisationen / Gesellschaften gebildet und wenigstens einigermassen friedlich gestaltet. Wir haben damit enorm elaborierte Technik geschaffen und ebenso enorme Erfolge in allen Forschungs-Gebieten gewonnen. Mit anderem dieses Ergebnis, zu wissen, dass wir kaum, bis gar nicht, frei sind, nicht im ganz Persönlichen und nicht im Sozialen. Darauf können wir nun aufbauen.

Sie denken, dass die Erkenntnis, das vorgabenloses und unabhängiges Entscheiden und Handeln, also wirkliche, echte Freiheit, die Erkenntnis der Un-Freiheit braucht?

Ja. Das Nicht, eröffnet das kann, wie das Können, das nicht-Können aufklärt.

Zusammen mit der verdammt guten Technik und dem vielen Wissen, das einige von uns inzwischen angehäuft haben, können wir also uns und das Natur ändern?

Ja. Technik und Wissen können dazu genutzt werden, uns von Vergangenheit und dessen Zwängen und Vorgaben zu entlasten. Und es sind inzwischen nur noch Belastungen, wie das UmWelt und unsere MitLebeWesen uns inzwischen immer deutlicher mitteilen und spiegeln. Unser natürliches soSein (Verhalten) ist längst zerstörerisch und nicht mehr nützlich. Nicht für uns und nicht für unser UmFeld.

Stimmt leider. Und dabei wird auch klar, dass wir dadurch auch noch den sowieso schon minimalen Anteil an Freiheit, noch weiter einschränken. Übrig bleibt dann bloss noch grunz-tierisches, verängstigt triebhaftes Verhalten. Was ja, wie Sie auch immer wieder schreiben, überall deutlich zu spüren ist und "um sich greift".

Ja, wir spüren, das zunehmende Enge, um diesen endlichen Planeten, wir spüren das Gefahr, das wir auch durch unser natürliches soSein (Verhalten) provozieren, und reagieren darauf, wie alle LebeWesen. Angst, Enge und Aggressivität steigen an, da bleiben Achtung, Wissen, Respekt, Offenheit und Vernunft unbenutzt.

Leider ja. Die werden sogar beleidigt und aktiv bekämpft.  Das ist überall zu spüren. Zu hören, zu sehen, zu schmecken und zu riechen. Gibt es einen Ausweg?

Ich denke, es beginnt damit, dass wir das anerkennen, dass es so ist. Das unser natürliches Handeln und nicht-Handeln kaum Freiheit enthält, und wir uns und dem UmWelt damit schaden. Aber auch erkennen, dass wir dieses natürliche soSein (Verhalten) überwinden, verändern können, und erst dadurch Freiheit entsteht.

Niemand wir ihnen zuhören. Sie werden ja kaum gelesen oder verstanden. Es wird weiter so gehen, wie gehabt.

Ich gehe da nicht von *mir aus, *ich weiss, dass *ich kein Beachtung finde. Ich weiss aber, dass es viele Menschen gibt, die das ebenfalls wissen und deren Standing und Reichweite ein ganz anderes ist, als *ich bin. 

Sie hoffen, das andere Menschen mehr erreichen, als Sie?

Wie *ich schrieb, *ich bin kein Reichweite, *ich bin bloss nah und fern von jeglichem Aufmerksamkeit. Andere sind da weitaus besser aufgestellt und sowohl sicht- und hörbarer.

Und das wollen Sie auch bleiben?

Ich wüsste nicht, wie das zu ändern ist. Ausserdem bin *ich kein Lautsprecher, *ich bleibe lieber in Deckung, habe lieber meine Ruhe.

Und schauen in dieser Deckung dabei in Ruhe zu, wie das Ganze hier den Bach runter geht.

Gute Nacht.

Na, wenn Sie wollen? Respekt flösst mir das nicht ein, das ist Ihnen klar.

Ja.

Na gut, dann eben auf wieder sehen, oder auch nicht.

🫣

Dienstag, 17. Oktober 2023

Depression ist das Dämmerung des Erlösung

Ist es das? Ich bitte um das Zweifel. Was nicht bedeutet, dass es falsch ist, es aber auch sein könnte.

Ansonsten gute Erkenntnis. Dies ist das ...

... Fortsetzung von vorGestern, denn dem Thema fehlen noch Hintergründe und Antwort auf das Frage, wie ein solches Selbst-Kränkung und so ein traumatisches Selbst-Unkenntnis zu heilen ist.

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Erdbeerblüte, blüht auf meinem Balkon.

Hübsch, oder?

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Zum Thema vorwegg ein Auszug aus dem Nachwort von Linus Hauser, aus Gregory Benfords Roman "Cosm":

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Sie merken, Erkenntnis kann ein Schock sein, wenigstens wird es hier so beschrieben.

Kein Wunder, wenn ich bedenke, wie schwer es ist alte Gewohnheiten los zu werden, oder etwas sehr wichtiges zu verlieren. Das kann schon schockieren.

Heute las *ich in dem aktuellen ZEIT Wissen, 06.2023, folgendes zum Thema menschliches Verhalten und Prägung, das Überschrift: Steckt sogar politische Gesinnung  in den Ggenen? Es ging dabei um Zwillings-Forschung.

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Ist ja interessant. Sie finden darin ja Bestätigung für die Ansicht, dass menschliches Verhalten zum grossen Teil Naturgeprägt ist, wie Sie es schreiben.

Natur-Geprägt. 😉 Ja. Und *ich denke, noch weit mehr, als hier eingeräumt wird. Das gesamte Vergangenheit, das aktuelle UmWelt, die Familie und Region, Essen und Trinken, Stellung des Familie in das Gesellschaft, Wissens-Stand des Menschheit, Jahreszeit von Zeugung und Geburt, all das fliesst in das soSein eines LebeWesens ein. Alles Einflüsse, die für das einzeln-Es nie wählbar und beeinflussbar sind, also Fremd-Entscheidungen, die fast das gesamte Handeln eines Menschen festlegen.

Ich bin quasi ein Roboter, programmiert von Natur und irgendwelchen Umständen und Zufälle, die nicht in meiner Macht liegen?

Nicht ganz, wie auch das obige ZEIT Wissen-Text beschreibt.

Aber sooo wenig, dass ich das kaum eine Wahl nennen kann und möchte.

Doch, aber. Selbst-Erkenntnis! Was entscheidet in ein-Es für oder gegen -Es / Uns? Und welchen Anteil haben Natur, persönliche Herkunft und Region (UmWelt)? Ich bekenne, *ich werde entschieden. Ich entscheide fast nichts. Was *ich tue und nicht-tue ist weit bevor *mir, erarbeitet, erlebt, erlitten und entschieden worden. Das zu wissen, ist weder Nachteil noch erschütternd, es ist befreiend. Selbst-Erkenntnis ist es. Wenn ein-Es ein Ziel anstrebt oder erwünscht, ist, bei vorhandenem Klugheit, das erste Handeln, genau auf zu klären, wo bin ich jetzt. Dann erst ist eine stimmige Richtung zum Ziel möglich. Was Uns Menschen angeht, gibt es bis jetzt weder ein Ziel, noch das Erkenntnis, was und wo Wir sind. Die Ergebnisse sind erschreckend.

Allerdings, wie sowohl unsere Vergangenheit, als  auch das aktuelle Jetzt eigentlich deutlich zeigen. Und ja, diese Klugheit fehlt fast 100% des Menschen. Vielleicht sind es bloss diese 0,01%, die auch in dem Zeittext erwähnt sind, also das bisschen, was uns voneinander unterscheidet? Aber Sie sind kein Pessimist, wie ich denke, Sie denken, dass eine Chance besteht, dass wir unser Verhalten ändern und diese Klugheit erreichen, die anerkennt, dass es unbedingt ein Ziel braucht und eine aktuelle Verortung, um es zu zu erreichen.

Ja, ein gemeinsames Ziel. Eines, das Uns eint, dem Wir Alle zustimmen können, denn die Daten, um Uns passend zu verorten, sind bis auf minimale Unsicherheiten bereits vorhanden.

Was könnte das sein? Ich rate mal ins Blaue hinein: ein friedliches auskömmliches DaSein für uns Alle. Also ein Ende der Gewalt-Prägung, die uns die Natur aufgeladen hat. Wie Sie es unermüdlich betonen.

Gewalt erzeugt [Gegen-] Gewalt. Nichts anderes. Und das in einem Fort. Das gesamte Natur-Geschehen ist eine andauernde Folge von Gewalt; wir Menschen sind voll darin integriert. Merken diese Gewalt nicht mal, als Solches. Frieden haben Wir nie erreicht, bestenfalls Annäherungen daran, aber auch diese Phasen waren vollem Gewalt im Kleinen, Menschen gegen Menschen innerhalb von Familien, Regionen, Städten und Gewerken.

Genau, in vielen Texten steht, seid friedlich miteinander, es wird das Töten und Morden verboten, werden Betrug und Verbrechen, Lug und Trug mit schweren Strafen belegt und dem Menschen eine Würde angedichtet, aber nichts davon hat irgendwann aufgehört, im Gegenteil; und von Würde kann keine Rede sein, ausser in diesem Begriff ist all das enthalten.

Ja, ein paar wenige formulierten gute Verhaltens-Regeln und lobten uns als etwas außergewöhnliches in das Natur, davon ist im Realität nichts zu bemerken. Gewalt erzeugt Gewalt, alte Erkenntnis, keinerlei Gewalt senkende Wirkung in und um Uns. Nicht auf Dauer.

Nein, wie gerade aktuell besonders deutlich ist.

Nie war es anders. Und das deutliche Gewalt wandert nur um den Planeten herum, mal weiter wegg, und vielleicht für uns hier nicht so interessant, mal näher, wie jetzt.

Da kann man schon depressiv werden.

Sein. Depression ist ein Selbst-Kränkung. Und das betrifft das gesamte Menschheit. Drogen- und Medikamenten-Sucht, Zigaretten, Alkohol, Fett und Zucker im Übermass, Macht-Zwang, Ausbeutung und Unterwerfung von fast 99% des Menschen unter / von Menschen, Zerstörung unserer Lebens-Grundlagen, alles Zeichen von Kränkung des Selbst. Natur-Gegeben. Nichts davon konnten wir beeinflussen oder hatten je ein Wahl.

Zugegeben, und was soll mir jetzt da irgendeine Hoffnung machen? Das Menschheit ist also von Natur aus gekränkt, weil als Tier ohne Wahl er- und gezeugt, ohne Wahl mit einem Verhalten ausgestattet und dann in Gang gesetzt, ebenfalls ohne je gefragt zu werden und zu sein. Ganz davon abgesehen, dass die Natur keine Person ist, die Wir befragen könnten, oder bei der Wir uns beschweren können. Das ist ja nun auch eine unleugbare Tatsache.

Ja, aber es braucht gar kein Gegenüber, das das Natur ist, in Persona, das können Wir inzwischen Selbst. Wir sind zu 100% Natur. Und das UmWelt ist schon immer ein Spiegel unseres Handelns und nicht-Handelns gewesen, und ist es aktuell deutlicher als je zuvor.

Das meint, dass wir Selbst uns bespiegeln können, das Wir das Gegenüber sind, das für das Natur spricht? Wie soll das bitte gehen? Das Natur ist ja, wie Sie oft genug schreiben, Alles was ist, von einem Ende des Universums, bis zum Anderen und Alles darin. Und das hat uns geschaffen und in Gang gesetzt und beeinflusst uns bis in alle Einzelheiten hinein. Wie soll ein Mensch das Alles quasi vertreten?

Indem -Es anerkennt, was Ist. Was das Natur ist. Da auch Wir 100% sind, ist das natürlich und sehr wohl möglich. Natürlich reicht es nicht, sich dazu zu bekennen. Das Bekenntnis, das Selbst-Erkenntnis, vollkommen Natur zu sein, vollkommen darin eingebettet zu sein, ist ein erstes Schritt.

Ein Anfang. Die Anerkennung, kein Fremdkörper zu sein, nichts besseres oder außergewöhnliches, sondern ein LebeWesen, eine Natürlichkeit, wie Alles um Uns herum.

Und in Uns und durch Uns.

Natürlich! 🙂

Und Depression ist quasi unser natürlicher Zustand.

Wie das? Und wieso tritt es jetzt erst ans Tageslicht?

Depression ist Melancholie, Prokrastination, Traurigkeit, Orientierungs-Losigkeit, UnWissenheit, Gewalt gegens ich und Andere|s, Erhabenheit, Un-Freiheit und Angst. Es ist ein Zustand ohne Freude, ohne inneren wie umgebenden Frieden, ohne Wissen und somit ohne Verantwortung für das Selbst und das UmWelt.

Freude? Sie schreiben stets, dass Wir bloss Spass haben und kennen, und das eigentlich nur eine Erleichterung des normalen Leidens ist, aber was ist dann Freude.

Freude ist immer Da, es ist ein Grund-Zustand des Erleichterung, und das Gefühl - ein Sensor - gibt eine Antwort, auf das Dauer-Frage des DaSein, wie geht's mir, das ist in allen DaSein so, wie das Leid ein Grund-Zustand ist, eine Wertung dessen, was Ist.

Gut oder Schlecht, Positiv oder Negativ, Vorteilhaft oder Nachteilig, Heilsam oder Kränkend, Wohltuend oder Beschämend. So in Etwa?

Ja, das Natur ist ein sehr einfaches Geschehen, also bemisst es auch ganz einfach, in tut gut oder ist schlecht. Gefühle sind Mess-Stände für jede Regung und jeden Zustand, den ein-Es oder eine Gemeinschaft, oder ein System ist, erreicht hat oder sogar anstrebt.

Und die aktuelle Natur, darin auch Wir hier, um die Erde herum, sind leidend, sind wenig Freude, also wesentlich mehr Leid? Wie soll ich das bestreiten? Wie finde ich da Argumente, dass es anders ist?

Sie können ja glückliche Menschen befragen, wenn Sie welche finden, die sich Selbst so empfinden, die voller "Überzeugung" sagen, ich bin glücklich, und wenn es nur für einen Moment ist, weil ...

Sie glauben, dass das ein künstliches Gefühl oder Befund ist, das ein Mensch halt so behauptet, ohne wirkliches Glück zu kennen?

Wie geschrieben, Freude ist in Allem enthalten, ohne ist Nichts und das DaSein und Wir darin sind Etwas, also auch mit Freude. Aber Glück und Glücklich ist stets nur ein Moment-Aufnahme, mehr beschrieb dieses Begriff für uns nie. Wenn in Texten und Geschichten von Glück und Glücklich das Wort ist, dann als etwas Kurzes. Als Langes und Dominantes ist es das Leid.

Freude ist also nur ein blubbern in einem Meer an Leid?

Gutes Bild. Ein leises aber stetes Blubbern, ohne das schon längst Nichts wäre, statt Etwas. Es ist also an Uns, das Leid zum Blubbern zu verkleinern, oder auch, um das Bild bunter zu färben, das Farbe des Meeres von Violett in Lila zu ändern. Sie können gerne andere Farben wählen. Aber wählen Sie bitte endlich! 😉

Ich verstehe. Erkenne die wirklichen Alternativen und wähle selbst, statt von Natur und Prägung bloss vor an-getrieben zu werden. Depression ist also ein Zustand des Ahnens von Gesundheit, aber vor allem des Erkennens von starker innerer Kränkung. Auch von äusserer Kränkung, wie Sie ja auch schon geschrieben haben. Ein Zwischenzustand also?

Ja, ein Zustand des Selbst-Fremdheit, ein klitzekleines Abstand zus ich, das es ermöglicht das Leiden zu spüren, statt es stets nur zu sein, im vollen Umfang. Ohne Abstand ist keine Selbst-Erkenntnis möglich. Depression kündet von diesem Abstand im Selbst. Das ohne Wissen nicht möglich ist.

Oha, deswegen bestehen Sie so auf bester Bildung und befürchten, dass das Leid in Form von natürlichem Macht-Zwang, eine Entwicklung zu mehr Freude dabei ist umzukehren. Depression ist also mehr als blosses Leiden, als ein unangenehmer Zustand eines Menschen, es ist wie das Salz in der Suppe, eine Zugabe, die das Wissen hinein bringt.

So in Etwa, ja. Depression ist oder kann das Würzen vor dem Servieren sein. Gutes Bild. Denn das Schmerz, das da erkannt wird und aktiv und bewusst wird, ist das Vorstufe eines weiteren Veränderung. Vom Erwärmen, über das Würzen, zum Servieren.

Depression ist also sowas, wie der Weg, die Brücke zur Erleuchtung?

Was auch immer in dem Begriff Erleuchtung enthalten ist? Für Sie also etwas positives, etwas erstrebenswertes. Ich denke, wir können Freiheit, wir können dem Freude wesentlich mehr daSein erlauben, als von Natur bislang vorgegeben und erlaubt, und wir können Verantwortung, also mit allem Wissen vorausschauend handeln oder eben nicht handeln. Dazu sind Wir befähigt.

Die 3 Fs, die Sie stets fordern. Frieden, Freude, Freiheit, ergänzt mit Verantwortung.

Genau. Wir glauben ja, das DaSein, also auch Wir, seien aus einem sogenannten Singularität entstanden, einem solchen winzigen und doch unendlichen Zustand, aus somit unfassbarem Enge, das als einziges Möglichkeit das Platzen liess. Big Bumms! Leid ist Enge. Leid ist Angst. Und Wir sind voll davon. Wir sind fast nur Angst. Gewalt ist Angst-Handlung. Vielleicht ist das AusWEITEN des Universums, also auch eine Erweiterung des Freude, das in dem Enge nicht erblühen kann?

Sie denken also, dass Depression ein Übergangszustand ist, der der Ausdehnung des DaSeins folgt, also fast logisch auch ein Mehr an Freude einbringt, Gleichzeitig aber konstatieren Sie Rückschritte, ein allgemeines Einschnüren in die Ängstlichkeit, in die alte Enge des Unwissens und der Gewalt. Wie das?

2 Schritte vor, mindestens eines zurück. Ja. Ich vermute, es braucht noch ein Gewürz, bevor serviert werden kann, um bei Ihrem Bild zu bleiben. Es braucht noch Etwas, um das alte Angst zu lösen und die nächsten Schritte, Richtung Gesundheit zu tun, zu wagen, ja.

Na, dann hoffen wir, dass das bald erfolgt, sonst sehe ich schwarz. Sonst sehe ich für uns Schwarz, nicht für die Natur, die wird weiter und grösser, auch ohne uns. Ich wünsche uns also gute Besserung.

Gutes Schlusswort. In diesem Sinne ...

... guten ...

🤡

Mittwoch, 27. September 2023

Was ist aktuelle Philosophie.

🤔

Ich zum Beispiel. Würde *ich  einfach mal so behaupten. Bin jedoch den Beweis noch schuldig, zugegeben. Obwohl zum aktuellen reicht es schon.

Ich bin aktuellste. Und genau das gilt es zu beweisen. Es folgt.

Was aktuelle Philosophie angeht, irgendwo hier drinn ist welche enthalten.

Vorwegg:

W-Es nur das Bemühen (😉) für ein Ziel ist, wird es nicht finden / erreichen. Appell an *mich.

Demjenig-Es, des ein Ziel erreicht hat, bereitet Es Vergnügen. Das ist bewiesen. Myriadenmal.

Und nun eine wahre Schönheit

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Irgendwo DaZwischen eingeschoben, also in diesem Beitrag enthalten, ist das Kennzeichen von einem stimmigen Aufklärung.

Zu Uns. Selbst-Kritik.

Schwere ist nicht dazu an ge tan leicht zu sein.

Wir sind leid[er] (!) noch auf einem niedrigen Niveau da, denn wir glauben (!) zu wissen, was kaum zu Wissen ist, sind jedoch voll von blühendem Phantasie, die Uns fast bis oben hin anfüllt.

Es ist so aufregend dauernd. Alles so Neu, Neu für jedes neue Mensch, immer wieder das Gleiche; jed-Es muss jedes mal ganz von Vorne anfangen, nur um bald darauf zu fucken, um wieder ein-Es zu erschaffen, warum nur?

Und nun:

Was ist produktive Philosophie?

Nebenbei, in diesem Farbe sind Perlen eingefügt, einfach so.

Genug davon, hier 'was wirklich Gutes.

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Dieses Mensch ist aktuelle

Philosophie.

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Hier noch ein wenig davon. Priceless, you know.

Als Philosoph ist das sehr wohl lesenswert. Aber eben auch kritikwert, wie auch Michel de Montaigne bestätigen würde. Zum Beispiel seine (s.u.) etwas verspannte Ablehnung / Meinung zu Psychotherapie und Psychologie.

Aber was Philosophie angeht, gehe *ich weitgehend mit ihm überein: ja, ein gutes, weil interessiertes, nachfragendes, mit-empfindendes, verständnisvolles, sowie erweiterndes, erheiterndes und daSein-erleichterndes Gespräch. Soooo selten!

https://www.zeit.de/arbeit/2021-03/gerd-achenbach-philosoph-praxis-beruf-identitaet

Auszüge:

Achenbach: Es ist wie beim Kotelett, das zu Menschenfleisch und Intelligenz wird, wenn wir es verdauen. So geht's auch mit einer Philosophie, die ich mir aneigne. Nehme ich Gedanken Schopenhauers oder Nietzsches auf, werde ich kein Schopenhauer-Nietzsche-Imitat, aber ihr Denken kommt bei mir nach Hause. Der Gewinn dabei ist: Je mehr Philosophen Zugang gewährt wird, desto vielfältiger entwickelt sich das eigene Denken. Keine Philosophie legt also mein Denken fest, aber jede bereichert mich. Der Ehrgeiz des Philosophen ist, abgestandenes Denken zu durchlüften

ZEIT ONLINE: Heißt das, Sie reden mit Ihren Klienten über Schopenhauer und Nietzsche und finden dadurch Lösungen für ihre Probleme?

Achenbach: Nein. Zunächst gilt es, überhaupt zu verstehen, was das Problem meines Gastes ist. Dann, dem den zulänglichen Ausdruck zu ermöglichen. Ihr Elend ringt gewissermaßen nach Worten, will verstanden, nachempfunden werden. Denn dann erst ist es wirklich "mit-geteilt" ‒ wie das Sprichwort sagt: geteiltes Leid. Also hat sich der praktische Philosoph zuerst als Literat zu bewähren, als Sprachentwickler. Drittens muss ich benennen können, wie dieser Mensch in sein Dilemma hineingeraten konnte. Und schließlich benötigt der philosophische Praktiker umfängliche Menschenkenntnis und weltläufiges Orientierungswissen, um mit dem, der sich vielleicht verrannt hat, einen Ausweg aufzutun. Aber mein Amt ist nicht, die Menschen philosophisch zu belehren. In der Beratung bin ich Philosoph, nicht Philosophiedozent.

ZEIT ONLINE: Das klingt aber doch sehr nach Psychotherapie.

Achenbach: Die Stunde der Psychotherapie schlug, als die der Seelsorge ablief. Die Menschen sind entseelt und haben zum Ersatz dafür die "Psyche" bekommen. Die ist im Gegensatz zur Seele behandlungsbedürftig, wenn sie schlecht funktioniert. In Wahrheit aber ist der Mensch mehr als ein reparaturbedürftiges Wesen, das nachjustiert oder medikamentös "eingestellt" werden muss. Psychiatrie und Psychotherapie haben ihre unbezweifelbaren Verdienste. Allerdings gilt auch: Ihr Menschenbild ist reichlich eingeschränkt.

ZEIT ONLINE: Da würden viele Psychologinnen und Psychologen widersprechen

Achenbach: Die Psychotherapie ist auf die Gesundheit des Menschen fixiert, an seinem Funktionieren, an seiner Normalität. Man kurbelt ihn an, bringt ihn leidlich auf Touren, und wenn's gut ging, geht's zurück ins Hamsterrad. Doch was heißt schon Gesundheit? So mancher ist kerngesund, aber ein Charakterschwein, und auf mancher guten Figur sitzt ein trivialer Kopf. Wieder ein anderer fühlt sich wohl, seine lieben Nächsten aber gehen in Deckung, sobald er auftaucht. Man muss keineswegs gesund sein, um ein gelungener, besonnener, guter, gar gütiger Mensch zu sein, um von Weisheit zu schweigen. Das aber ist es, was philosophisch in die Waagschale fällt.

ZEIT ONLINE: Die Leute, die zu Ihnen kommen, fühlen sich also nicht krank?

Achenbach: Na ja, einige meinen, nur als "Kranke" hätten sie sich das Recht erworben, Hilfe anzunehmen. Doch sind sie erst einmal da, gerät die mitgebrachte Diagnose "Hemmung" oder "Störung" oft unversehens in den Hintergrund. Und ihnen geht auf, es gibt Wichtigeres, als an sich selbst herumzubasteln oder sein Innenleben anzugraben. Ist es nicht komisch, wenn Menschen meinen, es reiche, nur mit sich selbst bekanntgemacht zu sein? Und was ist mit der Welt, in der sie irgendwann ihren Auftritt hatten? Und was mit den Verhältnissen, nach denen sie sich modeln, damit sie unter die Decke passen? Vor allem: Niemand versteht sich selbst, der nicht seine Zeit versteht. Und die versteht niemand, der mitläuft, bloß mitmacht. Dazu aber gehört Bildung, beheimatet sein auch in anderen Zeiten. Übrigens macht das nicht zuletzt immun gegenüber den Parolen des Tages ...

[...]

ZEIT Online: Was halten Sie von den bekannteren Gegenwartsphilosophen wie Peter Sloterdijk, oder Richard David Precht?

Achenbach: Viel. Dass sie unter den gestrengen Lehrstuhlinhabern und Professionsoberhäuptern keinen guten Ruf genießen, schadet ihnen nicht. Peter Sloterdijk ist einer der anregendsten Denker der Gegenwart. Und dass die akademischen Eckensteher über Precht die Nase rümpfen, ist zwar menschlich, allzu menschlich, aber falsch, da kleinlich. Precht ist sehr gebildet, in der Regel solide informiert und hat den Mut, Gedanken zu denken, die noch nicht tausendfach erprobt und durchgekaut sind. Das ist die Pflicht des Philosophen. Doch mein Eindruck ist, das trauen sich heute eher noch die Literaten.

ZEIT Online: Welche meine Sie?

Achenbach: Ich glaube, dass wir philosophisch Nachdenkenswertes in den Büchern eines Navid Kermani oder Botho Strauß finden und bei einem Solitär wie Nicolás Gómez Dávila. Das war schon früher so: Goethe ist einer der bedeutendsten Philosophen des Abendlandes. Dann Hebel, Kleist, Novalis, die Romantiker überhaupt, Hebbel, Kafka und natürlich Thomas Mann. Dessen Essays über Schopenhauer und Nietzsche sind so gut, dass Sie in der akademischen Philosophie lange suchen müssen, was an deren Rang herankommt

[...]

ZEIT Online: Wie haben Sie damals, also 1981, die Philosophische Praxis bekannt gemacht?

Achenbach: Wer etwas wirklich Neues unternimmt, hat einen natürlichen Verbündeten: den Journalismus. Der ist auf das Aufspüren von Novitäten geradezu programmiert. Also war Verlass darauf, über dieses Novum würde berichtet werden. Eigentlich alle großen Blätter haben sich der Sache angenommen, der Rundfunk, es folgten etliche TV-Sendungen. Inzwischen ist es ruhiger geworden, und mir ist das recht. Schließlich gilt: Arbeit ist nicht alles.

ZEIT Online: Wie sehen Sie denn als Philosoph den Sinn von Arbeit? Warum verbringen wir so viel unserer Zeit damit?

Achenbach: Fest steht: Die Selbstwertschätzung der Menschen im Hinblick auf ihre Arbeit ist historisch betrachtet ein blitzblank neues Phänomen. Der freie Mensch war einmal der, der nicht arbeiten musste. Der Arbeitende ist Befehlsempfänger, und dies selbst dann, wenn er selbstständig ist; er ist dem Markt unterworfen. Eine höchst limitierte Freiheit. Trotzdem definieren sich die Menschen über ihren Beruf. Und das wird zu einem immer größeren Problem.

ZEIT Online: Warum?

Achenbach: Philosophen zitieren, sobald diese Frage aufkommt, gern Hannah Arendt. Die sah bekanntlich kommen, der Arbeitsgesellschaft werde die Arbeit ausgehen. Doch den meisten entgeht ihre Pointe: Nicht, dass die Arbeit ausgeht, machte ihr Sorgen. Ihre Befürchtung war, die Menschen könnten so das einzige verlieren, auf das sie sich verstehen. Da machen sich die Leute dünn, um durchs Nadelöhr ins ersehnte Arbeitsparadies zu kommen, und sind sie soweit, ist ihr Spezialistengehirn längst an die Computer outgesourct. Hannah Arendt jedenfalls stellte schon damals die Frage: Sind die Menschen jenseits ihres Berufs, ihrer einseitigen Abrichtung und professionellen Dressur, zu irgendetwas gekommen, was sie in die Lage versetzt, auch mit weniger oder ohne Arbeit ein erfülltes Leben zu führen?

ZEIT Online: Und? Wie kann das gelingen?

Achenbach: Was wir brauchen, ist weniger Fachintelligenz und mehr Geist. Das ist die Fähigkeit, über die bloßen Fakten hinaus zu denken. Das ist das Vermögen, mit anderen Menschen umzugehen, und zwar "menschlich". Eben das, was Computer nicht können. Dass die Schulen das noch nicht begreifen, halte ich für einen Skandal! 

Ende Auszüge. 

Absolut! MitEinander umzugehen, statt (so?) Gegen-Einander, wie Wir Alle es natürlich tun. Seit je. Miss statt mit oder gar Mit.

Vermehrung ging und geht immer, zwanghaft, selbst-blind; wirkliche Weiter-Entwicklung jedoch, gelingt bis Heute nirgends. Stehenbleiben und Warten (erwarten) auf das Mysteriöse (Fremd-) "Entscheiden" des Natur.

Was sich auch Verändert und was nicht, wir treiben's dabei vortrefflich mit, aber eben nur das kleine "mit" einander, das eben nur den Trieben dient.  

Das Grosse Mit-Einander bleibt noch eine Hoffnung. Eine wundervolle allerdings! Wundervoll? Weil, nein, halt, Wunder sind ja in üblich etwas irreales, etwas, das es nicht gibt und nicht geben kann, anderer Seits sind Wunder auch eine Hoffnung auf Erfüllung. Auf was?

Unser daSein ist ...

... keine Ahnung, ?, vielleicht - hier, oder _ da, oder , auch das.
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Hätt' *ich gerne an das Wand!
Wüsste auch schon an welche.

🙂

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Aber nun, sich quasi wiederholend:

Ein aufregend gutes Gespräch!

Unbedingt lesenswert.

https://www.zeit.de/2023/10/jakob-hein-reden-psychologie-gespraechsmuskulatur?

Auszüge:

ZEIT: Man schafft also eine Erzählung?

Hein: Es gibt keinen anderen Weg zu unseren Gefühlen als Narrative. Ich nutze auch Hypnose, weil sie den Zugang zu Emotionen erleichtert. Die kann man auch in der Vergangenheit finden. Eine Patientin von mir hatte eine sehr glückliche, zufriedene Jugend, da war sie stark, schön und sexy. Und sie fühlt sich heute gar nicht mehr so. In der Hypnose gehen wir zurück in die Jugend. Das ist auch ein Narrativ, weil sie nicht mehr da ist, aber sie findet ganz leicht in den Raum hinein, wo diese Gefühle von damals präsent sind und sie sich wohlfühlt.

ZEIT: Freud sagt, das Ich sei körperlich. Angst empfinden wir körperlich, den Schrecken empfinden wir körperlich. Sprache hingegen ist Geist. Wie kann sie dann Körper heilen?

Hein: Henri Bergson hingegen sagte, die Grundlage von Humor sei, dass wir gern unser Geist wären, aber unsere Körper sind.

{Das selbe Zitat wie oben, von Herrn Achenbach! Was bedeutet das? Ich vermute, es ist eine Bestätigung und Bestärkung für *mich.}

ZEIT: Haben Sie ein Beispiel?

Hein: Stellen Sie sich einen Empfang vor: Wir wären gern als würdevolle Individuen in Abendgarderobe Zeugen dieses Moments und haben doch in Wahrheit nichts anderes im Kopf, als dringend eine Toilette aufsuchen zu müssen.

ZEIT: Wir wären gern Geist, aber sind unsere Körper – das sagen Sie auch?


Zwischenüberschrift: "Wir Menschen sind mit dem Reden besonders vertraut"


Hein: Ja, das ist erst mal trivial. Alles, was wir erleben, denken, fühlen, alles, was uns betrifft, findet im Körper statt. Aber das Reden eben auch. Unser Körper codiert Gefühle, hat Reaktionsmuster. Der Adrenalinspiegel steigt bei einem bestimmten Erleben, dann werden Areale in der Amygdala aktiviert. Wenn wir auf Vergangenes reagieren, wenn wir getriggert werden, wenn wir plötzlich grundlos traurig sind, dann fehlt uns oft die Erklärung. Und was macht unser Kopf? Der will wissen, was los ist. Von Kurt Vonnegut gibt es ein Gedicht: "Vogel muss fliegen, Tiger muss jagen, Mensch muss 'Warum? Warum nur?' sich fragen / Tiger kann schlafen, Vogel kann landen, Mensch kann sich sagen, er hat es verstanden." Wir haben die absolute Erklär-Krankheit. Wenn in uns Dinge sind, die wir nicht verstehen, müssen wir da ran. Wir sind zwanghaft.

[...]

ZEIT: Das ist die nächste Frage. Reden allein hilft ja nicht bei jedem psychischen Leid.

Hein: Jetzt haben Sie einen Knopf gedrückt, Sie müssen mal kurz ganz tapfer sein. Also. In der Psychiatrie behandeln wir vier Arten von Störungen. Wir behandeln Krankheiten, beispielsweise Schizophrenie. Dann gibt es dimensionale Störungen, da geht es um Menschen, die außerhalb einer Norm liegen, nicht krank sind, aber krankheitswertige Symptome haben. Dazu gehört zum Beispiel die Konzentrationsschwäche ADHS. Wir behandeln drittens sogenannte narrative Störungen, klassisch wäre eine Frau, die immer wieder mit dem falschen Partner zusammenkommt und das Muster durchbrechen will. Und dann haben wir Verhaltensstörungen, dazu gehört eine Essstörung oder auch Angststörungen, etwas, das man nicht ohne Weiteres abstellen kann, denn wir müssen essen, wir müssen auch Angst haben. Hier geht es also darum, diese Kette wieder geradezurücken. Jede Störung oder Erkrankung erfordert eine eigene Vorgehensweise, die dann auch wieder von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist und eine Kombination aus Medikamenten, Gespräch, Anpassungsprozessen und so weiter sein kann. Aber alle Studien zeigen: Auch bei Medikamenten-Einsatz ist das Reden ein zusätzlicher Bringer. Und es ist die Basis für das erfolgreiche Verschreiben von Psychopharmaka.


Zwischen-Info des Die ZeitHein wird uns später seine Praxisräume zeigen, wo er mit neun anderen Therapeutinnen und Therapeuten behandelt. In den Räumen: Höhlen aus Stoff, Zelte, Kissen, Tücher. In einem Raum: eine Kletterwand mit einem Podest, davor ein Vorhang. Hein sagt, er habe einen Patienten, der sich für die Sitzung dorthin zurückziehe, nach oben, hinter dem geschlossenen Vorhang, "wie eine Eule". Nur so könne der Patient mit ihm reden. 


{Zwischenruf! von *mir: Um Himmels willen, ... wie eine Eule!? Hinter einem Vorhang!? Das Verschiedenheit des DaSein, das auch uns Alle LebeWesen hier, das daSein kennzeichnet, treibt da seltsame Blüten. Das DaSein macht es ein-Es wahrhaft schwierig, dabei immer freundlich, voll Verständnis und Zuneigend mitzugehen. 

Verschiedenheit ist schwer auszuhalten, so verunsichert, wie Wir Alle hier gezeugt wurden, vor Äonen! Von Nichts wissend, aber da und immer in Bewegung. Suchend nach Überlebens-Mitteln (Luft schnappen, Wasser gluckern, Nahrung töten, Zerstreuung und Partn-Es zum, hab *ich 'was vergessen?) und viel später, irgendwann, vielleicht auch nach Erkenntnis.

Weil das ist bislang fast nicht vorhanden, fast zu 100% lediglich das Klammer-Inhalt. Nach wirklichem Erkenntnis suchen vielleicht ein zwei Hand voll. Das Rest tut eventuell so, spricht häufig davon, manche auch, dass es wichtig sei, welche zu haben (!), nicht welche zu sein. 

Erst dann ist ein-Es Erkenntnis, wenn -Es diese ist. Was ist das für ein Zustand? Ein besonderes, eben, weil so selten. Gleich=Wertig, Demütig, Warm, ZuNeigend, dem DaSein und dem daSein gewogen (Gleich=Wertigkeit), das DaSein und daSein ganz begreifend, voller Trauer, voller Verstehen, voller Freude und Verantwortung für das Selbst und das DaSein (!). Weisheit.

Und jed-Es könnte Es sein, weise, jed-Es ist die Anlagen dazu. Dass kein-Es diesen Zustand erreicht ist bedauerlich, höchst bedauerlich!

Das daSein wäre ein bedeutend anderes. Bedeutend Gesünder, Entspannter, Friedlich, Arbeitsam[t gibt's nicht mehr!] und Kunstreich, ohne jegliche Gewalt. Etwas umsetzen, etwas aufbauen, etwas verändern und dabei verbessern, etwas organisieren und koordinieren, um z.B. ALLE auskömmlich zu versorgen, mit Allem, was so gebraucht wird, wirklich oder auch Luxus (unWirklich?) und zwar für Alle fair und sensitiv, klappt nur in (!) Weisheit, also ohne jegliche Gewalt.

Wo beginnt Gewalt, wo fängt somit Frieden an, oder hört auf? Das Ende des Gewalt ist banal: das Tod. Zumindest für die Opf-Es, das Tät-Es Macht oft weiter bis zum totalen Erschöpfung, allermeistens männliche, zumindest in das Menschheit, bei allerlei Insekten sind es die fraulichen Mitgliedes die jede Menge männliche töten und fressen, wenn das daSein weiter gegeben wurde. Vermehrung ist dem DaSein das wichtigste, nicht das daSein ansich.

Wo beginnt das Gewalt? Auch banal, beim Schweigen, wenn es gesünder, fairer, gerechter, einfach verantwortlich ist, zu informieren. Transparenz zu verletzen, da beginnt Gewalt! Alle Transparenz und Offenheit für Vielheit und Verschiedenheit von Alles und Jedes ist ein Zeichen von Freiheit. Das begriffene Wissen (!) um das Struktur (Basis-Gewebe, Raum[Zeit]) und Bewegung (Energie, [Raum]Zeit) des DaSein und dessen inneren Verbindung.

Dazu das quasi Spezial-Wissen, um das Besonderheit jedes einzeln-Es in das Ganze des daSein und DaSein, noch mal von vorne: Transparenz ist Freude. Je weniger davon, umso Leid.

Transparenz misst das Freude ab; und das Leid. Transparenz = Freude + Leid. Volle Transparenz gibt's nicht, aber dem Leid ist einiges an Gewalt (Gewicht) abzunehmen, da bleibt im Besten Fall nur noch wenig übrig, und die wird dann nicht gegeneinander eingesetzt, sondern fürEinander.

Zum Beispiel, um eine Strasse instand zu setzen, oder einen Baum zu Pflanzen, oder einen Tunnel zu graben, für eine U-Bahn zum Beispiel. Gewalt wird nie ausgehen. Weisheit setzt diese nur anders ein, als von Natur aus gewohnt.}


ZEIT: In der katholischen Liturgie betet man: "Aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund." Die Ansprache an Gott.

Hein: Es kann auch eine Erkenntnis sein.

ZEIT: Ist folgende These zu steil: Die Therapie ersetzt ein bisschen den Verlust der Religion?

Hein: Ich glaube, da ist was dran. Wir stoßen als Menschen an unsere Grenzen. Wir verstehen unseren eigenen Tod nicht, obwohl er das Sicherste in unserem Leben ist. Wir können auch den Sinn des Lebens nicht verstehen. Die Religion bietet Erklärungsmuster mit klaren autoritären Handlungs-Anweisungen. Wenn etwas Schlechtes passiert, dann haben wir eben gesündigt, und wenn etwas Gutes passiert, hat Gott wieder gut aufgepasst. Mit der sinkenden Religiosität steigt das Bedürfnis nach etwas Neuem. Wo finde ich es? Vielleicht in mir selbst? Das ist sicher begünstigend für die Psychotherapie.

ZEIT: Rennt man mit dem Aufruf, mehr zu reden, nicht längst offene Türen ein? Oder anders: Leben wir nicht in einer total verquatschten Gesellschaft, wo nichts leichter ist als das?

Hein: In der Medizin herrscht in Wahrheit große Hilflosigkeit auf dem Gebiet. Ich habe einmal einen Konsiliardienst gemacht, da wird man von anderen Ärzten als Berater hinzugezogen. Ein Kollege rief mich an und sagte: "Ich habe gerade einem Patienten gesagt, dass er Krebs hat, und der hat angefangen zu weinen. Sie müssen jetzt mal herkommen und Ihr Psycho-Ding machen." Ich habe geantwortet: "Ganz bestimmt nicht, lieber Herr Kollege. Haben Sie Ihren Doktortitel auf dem Rummel gewonnen? Sie müssen Ihren Hintern zu diesem Patienten zurückbewegen und mit ihm darüber sprechen, was los ist." Ich will damit sagen: Das Gespräch wird bei der Behandlung in den Hintergrund gedrängt, weil es nicht gut bezahlt wird. Medikamente aufschreiben, am besten gleich superstarke: toll. Röntgen: fantastisch, kann man abrechnen. Reden: Wer soll das bezahlen, diese Kaffeekränzchen? Dabei könnten Gespräche helfen, auf die ein oder andere unnötige Untersuchung zu verzichten. Das ist die eine Sache, die ich dazu sagen will."

Ende Auszüge

D-Es ist ein richtig Guter! Anerkennung!

Einige Leses haben bemerkt, dass *ich dieses Beitrag fast unverändert ein zweites Mal eingestellt habe. Aber die kleinen Änderungen im Vergleich zum ersten mal, waren *mir so wichtig, und so verändernd, dass ein zweites mal sehr wohl lohnt. Auch ein zweites mal lesen. Oder?

Doch.

Danke. Denn einige Zwischen-Bemerkungen, die *ich vor Monaten schrieb, waren so unverständlich, auch für *mich, formuliert, dass *ich diese entweder gelöscht habe, oder so umformuliert, dass auch *ich es heute verstehe. 😉

Ich dachte auch, was soll das denn, vermutete aber, dass ich einfach noch nicht so weit bin wie Sie, das zu durch dringen. Beruhigend, dass das auch für Sie gilt. 😊

Manches Schreiben ist wie ein Rausch. Und wie das mit dem meisten Rausch ist, meist vollkommen eskapistisch oder zumindest verwirrend.

Ja, kenn ich. Was ich da schon zusammen gequatscht habe, irre. 

Genau. In diesem Sinne.

Guten ... (Morgen?)

🤡

Dienstag, 21. Februar 2023

Wut. Jede Menge! Und a bissel viel Mutter vielleicht?

Aber wenn's - dazu - passt ..., und hier passt's.


Poesie


Titel: Was ist Wut?


Das körpesliche Bemerken von persönlichem UnRecht, von persönlich empfundenem oder vor-erlebtem Recht und unRecht? Dazu noch reichlich gekränkte und voll nützliche, natürliche Eitelkeit und eine Prise vollkommen natürlichen Neids, das Ganze wird meist scharf und gewaltvoll serviert!!


Poesie Ende



Heute
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Sehr gutes, tiefes und hintergründiges Gespräch!

https://sz-magazin.sueddeutsche.de/leben-und-gesellschaft/wut-unterdruecken-gesundheit-gefuehl-92420


Hier Auszüge: {Einfügungen in diesen Klammern und Farbe sind von *mir


"SZ-Magazin: Häufig bekommt man den Eindruck, es gebe nur zwei Lösungen, um mit seiner Wut umzugehen: runterschlucken oder ausrasten.

Gitta Jacob: Das ist nicht ganz falsch, viele haben als Kinder keine anderen Optionen beigebracht bekommen. Kinder schauen sich das Verhalten ihrer Eltern ab und imitieren es: Wie gehen Mama und Papa damit um, wenn sie sich doll ärgern? Können sie sagen, was ihnen nicht passt, ohne auszurasten? Aber dann kommt es auch darauf an, wie Eltern auf kindliche Emotionen reagieren und ob sie in der Lage sind, sie zu spiegeln. Beispiel Sandkasten: »Oh, hat dir der Tom das Spielzeug weggenommen? Das macht dich wütend, oder? Dann sagen wir dem Tom jetzt mal, dass du das nicht möchtest.« Gerade Kleinkinder lernen so, Worte für ihre Gefühle und mögliche Handlungsoptionen zu finden.


{meine Mutter war im / nach Aussen hin duckmäusig, angepasst, still, im Inneren voller Wut, die, wenn Es zu innerem Dauerfeuer wird, weil kein passendes Ventil da ist, zu fast völligem Selbst- und UmFeld-Ignoranz und Überheblichkeit verführt, im 4.Stock, am Fenster; und zu einem Dauerfeuer an Gewalt gegen *mich, das dann einzige "Ventil", wurde, geworden ist. Ihre Wut mit voller Gewalt, erschüttert *mich Heute noch!}


SZ-Magazin: Man bestätigt also die Wut?

Gitta Jacob: Ja, aber genau das ist wichtig: dass Kinder lernen, es ist okay, wütend zu sein, und es gibt Strategien, damit umzugehen. Ich finde es toll, dass das jetzt in vielen Kindergärten erarbeitet wird. Das wirkt dann vielleicht erstmal sehr rigoros, wenn das Kind mit finsterem Blick und ausgestreckter Hand auf andere zuläuft und laut »Nein!« oder »Halt, stopp, das ist meins!« oder »Ich möchte das nicht«, ruft. Aber eigentlich ist das großartig, weil es einen Weg gefunden hat, die eigenen Grenzen klarzumachen, ohne zu schlagen oder zu schreien.


{Wann nehmen Wir Einander Ernst; und zwar Voll? Denn bislang, tun wir das nicht. Wir nehmen Einander als Fremde wahr, was Wir ganz und gar nicht sind! Nie waren. HILFE! 2 Gleiche, nehmen sich als fremd wahr, was ist da passiert? Selbst-Unkenntnis und ebenso UmWelt-Unkenntnis. Das Verlassen, einzig auf vorgesetzt "Bekanntes" [Wissen = daSein - Glauben, in Prozent], auf Misstrauen und im Hintergrund jede Menge Gewalt!

Wir sind auf einem eigentlich guten Weg, diesen Unter- und Hintergrund fast all unseres Handelns (das alltägliche Gewalt gegen Umwelt und MitLebeWesen, ist heute fast jed-Es hier bewusst. Aber was sollste machen?) zu besänftigen, legen jedoch nicht erst Jetzt Gerade einen herben Zwischen-Schritt ein.

Gewalt ist halt 'was sehr einfaches, das wirste so schnell nicht los, da muste schon strampeln, um davon los zu kommen. Den Allermeisten leider zu aufwändig. Schade, wir könnten es so gesund und freudvoll gestalten, aber dafür bräuchte es das Ganze, das diesen Weg mit-geht, ohne Gewalt.

Das Vernuft, im Verbund mit Allem Drummherum gehen schon mal voraus. Ist doch so. Wenn eine wirklich gute Maschinen-Intelligenz befragt würde, wie wir Menschen ein gemeinsames  daSein so gestalten, so dass Es für Alle, die jeweils aktuell da-Sind / Anwesende, eine Freude ist da[zu]Sein? Was könnte Es wohl antworten? Auf jeden Fall alles Antworten, die Menschen bereits gewonnen und veröffentlicht haben, oder ein Mischung daraus, was auf jeden Fall interessant wäre}


Gestern
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SZ-Magazin: In der eigenen Erziehung haben viele der heutigen Eltern noch Sätze gehört wie »Jetzt hab dich nicht so« oder »Wenn du schreist, gehst du in dein Zimmer« …

Gitta Jacob: Ja, gerade in der Nachkriegsgeneration, aber auch noch in die Achtzigerjahre hinein sollten Kinder hauptsächlich gehorchen und funktionieren. Sie sollten leise sein. Heute ist der Umgang mit Kindern verständnisvoller und weniger hierarchisch.


{Davon kann auch *ich mehrere sehr gewalttätige und traurige Liedchen pfeifen! Wahnsinn!, was *ich damals auszuhalten hatte (s.o.), mit einer Mutter, die voll im "Dritten Reich" und von älter-lichem Missbrauch geprägt war! Und das voll weiter gab!}

[...]

SZ-Magazin: Manchmal gehen Leute wegen {nicht nur} vermeintlicher Kleinigkeiten plötzlich an die Decke. Was passiert da?

Gitta Jacob: Hinter solchen Triggern, wie wir das nennen, liegen soziale Prägungen. Beispielsweise hat jemand in der Kindheit immer wieder belastende Situationen mit der eigenen Mutter oder dem Vater erlebt. Wenn er später auf ähnliche Weise gekränkt wird, kommen die negativen Gefühle von damals wieder hoch. Oder wenn ich in der Schule ausgegrenzt wurde, kann es sein, dass ich mich in einer harmlosen Situation wieder so fühle, als wollten mich die anderen nicht dabeihaben.


{Harmlos? "... in einer, für fast Alle Anderen, vermeintlich harmlosen ...}

[...]

SZ-Magazin: Was passiert, wenn man Wut die ganze Zeit runterschluckt?

Gitta Jacob: Wenn Sie mit »Wut runterschlucken« meinen, dass Bedürfnisse immer wieder verletzt werden und ich das nicht kommuniziere, dann wird es mir auf Dauer nicht gut gehen damit. Das kann auch zu psychischen Problemen führen.


SZ-Magazin: Wann wird Wut zur Gefahr?

Gitta Jacob: Wut ist ein intensives Gefühl, sie kann in Gewalt münden oder dazu führen, dass wir andere emotional verletzen. Wenn jemandem das immer wieder passiert, ist es ein Hinweis für einen pathologischen Umgang mit Wut, und man sollte professionelle Hilfe suchen. Manchmal stecken hinter einem starken Ausdruck von Wut auch verletzliche Emotionen wie Trauer oder Angst."


Ende Auszüge

Gitta Jacob ist Psychotherapeutin und Supervisorin für Verhaltenstherapie. Ihre Bücher über Emotionen und Schematherapie wurden in mehr als zehn Sprachen übersetzt. Im vergangenen Jahr erschien ihr Buch Wut: Emotionsarbeit in der Psychotherapie. Die 49-Jährige lebt in Hamburg und arbeitet seit 2013 am psychologischen Forschungsinstitut GAIA.


Ein wirklich gutes Gespräch!

Danke SZ-Magazin und Gitta Jacob! 😊


🤡