VorWorte

Wissen schafft auch Leid[en]. Das nur zur Komplettierung und als Hintergrund für das Fragezeichen.

Dieses Blog ist eine persönliche Frage- und Antwort-Reise, mit dem Ziel das Wirklichkeit in {und aus} das ein-zu-bringen, was auch daIst: *ich.

Wissen schafft Freude? Wie? Indem das aktuelle Wissen angewendet wird, statt auf das Gestern und dessen "Wissen" zu setzen.

Viel Freude beim lesen.

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Freitag, 30. Mai 2025

Von dem Leichtigkeit und Gestrigkeit des Natur

Noch ein paar Auszüge von Gestern im Alt-Sprech.

Vom Glauben etwas zu Wissen und den unangenehmen Effekten.

Bis Heute ist es doch wohl so, dass das Wissen den Glauben hofiert, dass die Weisheit das Haupt vor der UnWissenheit neigt, dass die Aufrichtigkeit und Wahrheit vor der Gläubigkeit fast im Staub liegt. Warum? Na, weil der Glauben noch viel weiter verbreite[r]t ist, weil das Glauben noch viel stärker ist, weil die Unwissenheit und das "Weiss nich, aber ..." noch stets die Macht besitzt. Da kann das Wissen nur ohnmächtig hinspüren und immer wieder zurückzucken bei der Hitze der UnBildung des Menschen.

Aber sowohl das Wissen als auch das Glauben sind in Eins. Sind in jedem LebeWesen als Bereiche präsent. Auch *ich glaube noch wesentlich mehr, als *ich weiss, als *ich wissen könnte, auch *ich bin noch weit im WissensMangel und eng in den Glauben vertieft, so ist das nun noch. Was könnten wir Menschen alles erreichen und für Freudensprünge tun, wenn das Wissen nicht mehr das Haupt für den Glauben beugen muss, nicht ständig in Zurückhaltung gehemmt wäre in der Macht des Glaubens! So viel dazu.

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Die Schwerfälligkeit der Evolution.

Oder die Macht der Gewohnheit.

Und vom Einsatz einer Bremse.

Da wächst ein-Es in einer hellerhäutigen Umgebung auf und plötzlich läuft da ein ander-Es vorbei, das dunklerfarbig ist. So ist es Oliver-August Lützenich gegangen. Wenn *ich als Kind so herumgeschlendert bin, bemerkte *ich nur MitMenschen die eine sehr ähnliche {Gleiche} Haut-Färbung waren, wie *ich. Überhaupt sahen die MitMenschen in der nächsten Umgebung fast alle fast so aus, wie *ich. Das weiss *ich allerdings erst Heute, weil damals fehlte *mir jeglicher VerGleich, deshalb sahen die ander-Es {damals} alle vollkommen anders aus, als *ich. Farbenblind, wie *ich damals war.

Heute weiss *ich durch den VerGleich, dass die Verschiedenheit verschwindend gering {ist/}war. Aber mich hat kein-Es darauf vorbereitet, dass Mensch-daSein vielFarbig ist, dass Mensch-daSein vielGestaltig ist, dass Mensch-daSein vielAktiv und vielReaktiv ist, dass Mensch-daSein noch viel mehr viel... ist. Dass also Mensch-daSein so enorm verschieden ist, wie es Menschen gibt (<8Mrd.), dass also jedes Mensch - selbst wenn ein-Es fast aufs Haar ein-Es anderes Selbst Gleicht - verschieden ist, von jedes anderes Mensch.

Und wenn es nur so ist, dass ein-Es die Zahnpasta anders auf die Zahnbürste auf streicht, wie *ich, schon ist Es anders. Dumm, dass *mir das kein-Es näher gebracht hat. Damals. Heute ist das zumindest hier in EU anders, hoffe *ich. Da werden schon kleinen Kindern die Viel... des Mensch-{Sein} aufgezeigt.

Meine erste Begegnung mit ein-Es das dunkler gefärbt ist, als *ich {bin}, war ein ungläubiges Staunen. Aber immerhin war *mir trotzdem sofort klar: Das {Da} ist auch ein Mensch. DarIn ist Es *mir vollkommen Gleich, denn: *ich = 1Mensch.

Aber erstmal starrte *ich ungläubig und lange zu diesem anderen Menschen hin! War mir auch nicht peinlich. Damals.

Mensch-daSein ist viel...-daSein. Anzahl, Form, Ausstattung, Farbe, Gefühl, Aufmerksamkeit, Respekt, Verantwortung, Gläubigkeit, Gewissen und so weiter und so fort. Viel-Heit. Aber in den meisten Menschen herrscht die EinFalt. Noch. Das ist enorm weit verbreitet. Leider.

Sie zweifeln daran?

Jedoch, *ich weiss, wovon *ich hier schreibe, *ich stamme aus der EinFalt. Als dann auch *mir klar war, dass wir hier (das meint das Damals, das Hasenbergl, ein StadtViertel in München) nur eine kleine Farb- und Form- und HandlungsVariante des Mensch-Sein sind und *ich mit Kumpels darüber redete, erfuhr *ich so einige Worte, die wir Hier, den etwas anders gefärbten Menschen geben (von "g{egeben h}aben" sind wir Hier noch ein paar Meter entfernt. Ist einfach so), auch noch andere Worte, die wir hier auch für etwa gleich gefärbte aber in anderen ErdBereichen gezeugten Menschen vorrätig haben.

Und was hat dieses ganze Vorgeplänkel nun mit Alfred Russel Wallace und Charles Darwin zu tun?

Die Evolution ist ein Auslese-Prozess.

Auslese braucht Verschiedenheit, also GleichHeit. 

Für *mich gilt: GleichHeit = VerschiedenHeit

Von völlig unZweifelhaft, bis hin zu fast völliger Übereinstimmung reicht dabei die Spanne. Das Selbe gibt's nur ein mal, das Gleiche fast unendlich.

Die Evolution ist {womöglich?} ein DaZwischen-Prozess, eine Vermittlung von Stabilität und Auflösung. Die Vielfalt DaZwischen ist enorm, unfassbar gigantisch riesig, nicht zu glauben und auch kaum zu wissen. Es gibt also zwei (oder {vielleicht} mehr) AnbietEs und einen Vermittlungbereich.

Das ist Jetzt Blödsinn, oder?

Egal.

Das DaZwischen, dieser Vermittlungs- und AusHandlungs-Bereich, ist das Natur.

So bemerke *ich das. Was dabei Was zur Verfügung stellt, weiss ich noch nicht, keine Ahnung; obwohl eine Ahnung bin *ich schon, aber bevor *ich davon schreibe, muss es schon noch ein wenig konkreter in *mir Platz nehmen.

Die Botschaft, die Alfred Russel Wallace und Charles Darwin erkannt haben, ist, dass selbst{natürlich} auch das Mensch in diesen AusleseProzess voll eingebunden ist. Und zwar nicht, wie {vielleicht} die Meisten Menschen - wenn Sie überhaupt davon wissen - glauben, eine AusWahl zwischen Mensch und anderen Tieren und Pflanzen und Pilzen, es ist vorwiegend {Nein, nicht vorwiegend, diese Verstärkung braucht es nicht: es ist} ein {allgemeines} AuswahlProzess {-Geschehen, auch} innerhalb einer Spezies

Vielleicht haben die Leses die Darwin-Finken im Bewusst-Sein, dann wissen Sie, wovon *ich hier schreibe.

Das ist {für mich} eine schwer erträgliche Erkenntnis. Erst mal.

Mensch ist also in einen natürlichen Prozess der AusWahl hineingezeugt worden. Mensch gegen Mensch; und Menschen-Gruppe gegen Menschen-Gruppe. Und das reicht von den Farben über die Religionen bis zu Ess-Gewohnheiten.

Ein {steter} Überbietungs- und Verdrängungs-Wettbewerb (FlurBereinigung) neben und nach dem anderen.

Und Argumente für irgend Etwas oder gegen irgend Etwas anderes sind reichlichst vorhanden, soviele und mehr, wie es Menschen gibt, denn auch in den Sprachen und darin in den Worten herrscht Wettbewerb.

So kann *ich hier ganz einfach feststellen, dass *ich hier mitten in einen Dauer-ÜbEsLebens-Kampf hineingezeugt wurde, das vor Nichts aber auch gar Nichts Halt macht.

Das DaSein ist ein Wettbewerb um ... ? 

Keine Ahnung, obwohl ..., aber das wissen die Leses ja vielleicht besser. Aber bestimmt nicht um Klugheit, Freiheit und Verantwortung.

Und nun kommen also immer mehr Menschen auf die Idee, diesen Wettbewerb zu beenden, zumindest erst mal in das MenschHeit. Und ganz langsam, wirklich ganz langsam, suchen und finden wir Menschen auch die Techniken, diesen Zwang des DaSein zur Dauer-Konkurrenz zumindest abzumildern, weil beenden können wir diese Konkurrenz vielleicht nicht, weil dann das DaSein Bumm oder auch pfffft oder auch ssssss beendet ist. Punkt.

DaSein ist Konkurrenz-Sein.

Ich ist Konkurrenz-Sein.

Warum möchte das Mensch, oder auch nur einige darIn, diesen Wettbewerb aushebeln, zumindest verlangsamen?

Wir können doch zufrieden sein, schliesslich sind Wir darIn und dadurch entstanden. Mensch-daSein ist eine Folge von Wettbewerb. Nach den Dinos konnten Wir wachsen und gedeihen. Und *mir hier ist selbst-verständlich klar, dass auch wir Menschen, genauer, wir heutigen Menschen schon einiges zur Evolution beitragen mussten, also Scharfrichter für andere Spezies gewesen waren und sind. Und waren und sind es auch für andere MenschenGruppen {ich denke da sowohl an das Gerangel der und innerhalb der Nationen, also auch an die Regionen, und auch an die Hierarchie-Ebenen - an deren einem "Ende" wohl die Obdachlosigkeit liegt und am anderen die Villa oder das Schloss -, ebenso wie an die Amazonas-Region und viele Bereiche in Asien und Australien; aber das ist "nur" der grösste Druck, weil die Verschiedenheit zur Mehrheit dort auch am weitesten ist}, nicht nur für oder gegen die so benannten Neandertaler.

Aber nun wollen also einige von uns Menschen diesen {radikalen, weil} tödlichen Wettbewerb beenden und fangen an zu schützen und zu bewahren, was die Evolution vielleicht längst beseitigt hätte, in "ihrer" {fast} unendlichen Einfalt oder auch Vielfalt.

Da ist doch wohl die Frage erlaubt: Wissen Wir, was Wir da tun? Worin Wir da eingreifen?

Indem Wir bewahren und schützen und unGleich behandeln, statt den Prozessen und der wohl Haupt-Aufgabe des DaSein ins "Handwerk" zu "pfuschen", nämlich: Auswählen?

Sind wir Menschen die AusErwählten?

Ja, wir Menschen wollen diese Gewalt und Auslöschung von MitSpezies, aber auch und vielleicht gerade in uns Menschen Selbst, verhindern, weil ... ?

Ach ja, das wissen Wir ja noch nicht.

Der Punkt ist aber der oben erwähnte, wir Menschen sind Ergebnis dieses Prozesses!

Wissen Wir, was Wir da tun? Nein. Wir tun es einfach.

Vielleicht, weil es einfach nett ist oder gerade einmal besser gefällt, aber weitreichendere gar stimmige Gründe für dieses Unseres Handeln können Wir bis Jetzt nicht angeben; *ich wüsste auf keinen Fall von solchen Gründen, die über ein wenig Glauben und Hoffen hinausreichen würden.

Die Leses wissen, dass *ich ein Vertret-Es dieser Richtung bin, genauer: ein Vertret-Es der Richtung Schutz des einzeln-Es und Ende der Gewalt {und sinnvollen oder sinnlosen? Auswahl} im MitEinander. 

Aber wie sichern Wir dabei den Prozess der VerVielFältigung und Anpassung, innerhalb des gewaltigen Geschiebes des RaumZeit?

Das RaumZeit verlangt diese AnPassung an die wandelnden Bedingungen und Umstände, unerbittlich. So vermute *ich, ist das geregelt.

Und da wir Menschen diesen Anpassungsvorgang nun Selbst regeln möchten oder gar aushebeln wollen, braucht es auch so etwas wie eine Unabhängigkeits-Erkenntnis oder auch -Erklärung für die -> Bereiche, Lieferanten oder Entitäten <-, die für das Geschehen im und auch für das DaZwischen (DaSein? Natur?) liefern.

Also die Lieferanten für das Bewegung (Energie), das Struktur (Ver- und EntBindungs-Kräfte) und das Substanz (Gravitation), die das DaSein erschaffen.

Sie glauben das Alles nicht?

Wir wollen diese AnGleichung {AnPassung} an ein fittes Selbst, Wir wollen die Bewahrung des Vorhandenen. Wir wollen Alle dabei mitnehmen, was höchst honorig ist.

Die Leses kennen bestimmt dieJenig-Es, die der Einfachheit der Evolution das Wort reichen; die also eine Emanzipation des Menschen von der Evolution ablehnen und damit der Fremd[Selbst-]Bestimmung, der Gewalt und der gegenseitigen Ausbeutung, oder auch der Todesstrafe das Tun und das Sprechen leihen?

Die Leses vielleicht auch? Waffenhersteller vielleicht, ich möchte hier auf k[aum]ein-Es deuten.

Und zu deren völliger Unschuld *ich hier das Wort erschreibe, denn Sie wissen nicht, wozu Sie tun, was Sie tun, wie fast Alle hier. Sie denken vielleicht, dass Sie es zum besser Leben tun (müssen), zum "Überleben" vielleicht oder auch aus Spass; ja gut, wenn das Alles ist.

Das inzwischen menschenweite Wirtschafts- und Handels-System, also das sogenannte Kapitalismus, ist klar auch ein Faktor der Evolution zwischen Uns. Eigentlich Alles im DaSein. 

Wenn Wir dieses System verändern, verändern Wir es im besten Fall zuGunsten der Evolution und zur Freude der Bereiche und ?, welche für das DaSein "verantwortlich" sind, im schlechtesten Fall hatten Wir wenigstens ein Chance.

Aber das ist alles nur *meine Meinung.

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Frage:

Was bestimmt Unser Handeln im MitEinander?

Ich zitiere aus Baruch de Spinozas Ethik, erschienen postum (sic!) 1677: Teil I, app.: "Nachdem die Menschen sich einmal eingeredet hatten, alles, was geschieht, geschehe um ihretwillen, mussten sie an jedem Ding, das sie für die Hauptsache halten, was ihnen am nützlichsten war, und alles das als das Vorzüglichste schätzen, was am angenehmsten auf sie wirkte. {Darf *ich da etwas persönl*iche Übersetzungsarbeit leisten: Das Mensch blendet - und das ist völlig natürlich und so auch eingerichtet - AllEs und All-Es aus, was -Es nicht zum überLeben des Selbst braucht und Überhöht - oder Superlativiert sogar -, was -Es gerne hat, was -Es schmeichelt, was -Es kennt.} Daher mussten sie folgende Begriffe bilden, mit welchen sie die Natur der Dinge erklärten, nämlich: gut und schlecht, Ordnung und Verwirrung, warm und kalt, Schönheit und Hässlichkeit usw. Und weil sie sich für frei halten, sind daraus die weiteren Begriffe entstanden: Lob und Tadel, Sünde und Verdienst."

Die Frage, die damit auch *mir gestellt ist:

Sind die Begriffe, die wir Menschen uns von Uns Selbst und erst rangig von das DaSein machen --> richtig?

Füllen wir die Begriffe passend, also der Wirklichkeit entsprechend, aus, oder liegen Wir sowohl in der Wahrnehmung als auch in das Sprache[n] noch falsch?

Wobei Wir, wie *mir scheint, schon in die passenden Richtungen deuten, aber meist sehr undeutlich darin oder darum herum. Die Begriffe sind von Präzision noch ziemlich weit entfernt. Das Mensch redet und deutet noch ziemlich anEinander vorbei, das Sprache[n] ist [sind] sehr miss-Verständlich, was ja wiederum von Charles Darwin und Alfred Russel Wallace vor 150 Jahren bewiesen wurde; denn Selbst-verständlich sind auch die Sprachen in diesen Vervielfältigungs- und Auswahl-Vorgang, das das Natur ist, mit einbezogen. Inzwischen wird auch das Sprechen immer individueller, fast jed-Es spricht eine von jedes ander-Es verschiedene Sprache.

Das ist eine Tendenz und daraus erfolgt dann eine Auswahl, ganz nach dem Kriterium des Erfolgs; die erfolgreichsten Sprach-Gruppen sind Heute mehrere Hindi-Dialekte, das Han-Chinesisch, die englischen Varianten und das Kolonial-Spanische; ist doch interessant dabei zuzusehen, vor allem aber zu hören, welches Sprache den "Sieg" davonträgt?

Mein Favorit ist / wäre eine Kombination. Wir hören einfach bei genauer Kenntnis der Inhalte eines Wortes genau hin und wählen dann das Wort aus, das vom Inhalt das Wirklichkeit am nächsten kommt und auch noch den Sprechwerkzeugen - also sowohl das Broca-, das Wernicke-Areal, die Bereiche des Körpers die mithören und die Bereiche, welche die Sprache verlauten lassen - am meisten schmeichelt, also angenehm klingt, einfach zu merken und am leichtesten auszusprechen ist. Dem könnte dann doch wohl Jedes Mensch zustimmen, oder?

Aber zurück zur Ethik von Baruch de Spinoza.

Aus Teil IV, praef.: "Denn die Menschen sind sich, wie ich schon oft gesagt habe, wohl ihres Tuns und ihrer Triebe bewusst, aber die Ursachen, von denen sie bestimmt werden, etwas zu erstreben, kennen sie nicht. Überdies zähle ich die Redensarten, dass die Natur manchmal Fehler mache oder sündige oder unvollkommene Dinge hervorbringe, zu den Einbildungen, von denen ich im Anhang zum 1.Teil {siehe oben. Ich denke da besonders an ein Wort wie zum Beispiel "Unkraut", was diese völlig natürlich und den Ursachen allen Natur-Handelns im DaSein folgenden und wachsenden (handelnden) Pflanzen, unnötig verunglimpft. Klar, sind diese Pflanzen Konkurrenz für unsere Nahrungspflanzen, aber Sie verdienen keine Ver"Un"Glimpfung!} gesprochen habe."

Noch aus Teil IV, prop. 4 u. cor. "Hieraus folgt, dass der Mensch notwendig immer den Leiden unterworfen ist und der gemeinsamen Ordnung der Natur folgt und ihr gehorcht und sich ihr, soweit es die Natur der Dinge erfordert, anpasst."

Bemerken die Leses, welchen teils sehr langen Weg die Erkenntnisse gehen, bis sie deutlich und überprüft (Falsifiziert) aus einem Wesen in Farbe und Form und HandlungsArt oder eben auch aus einem Mensch in Taten, also auch Worten, hervortreten?

Dieses letzte Wort von Spinoza ", anpasst", wies vielleicht Darwin den Weg, falls Darwin Spinoza gelesen hatte; aber auch ohne das ein-Es davon Kenntnis hat, dass ein ander-Es schon ein Vor-Wissen eingebracht hat, findet jede Erkenntnis eine Form des AusDrucks (Expression), so empfinde *ich das.

Und mit Spinoza abschliessend, noch ein Satz der *mir sehr entgegenkommt, den *ich aber in Gänze anZweifele:

aus Teil I, Satz 7.: "Dasjenige Ding {darin erfasst Spinoza auch das Mensch} wird frei heissen, das aus der blossen Notwendigkeit seiner Natur existiert und von sich allein zum Handeln bestimmt wird; notwendig aber, oder vielmehr gezwungen, dasjenige, was von einem andern bestimmt wird, auf gewisse und bestimmte Weise zu existieren und zu wirken."

Auch das ein "Vorläufer-Satz" für Darwin und Russel Wallace, was *mir daran nicht behagt, ist der erste Teil bis zum Semikolon. Was ist gänzliche Freiheit? 

Denn, wenigstens *mir ist klar, dass das Freiheit zwar immer weiter wird, für fast jedes einzelne DaSein, aber *ich habe weder ein Ahnung von »absolut ohne Äusserung«, als auch von «ohne jegliche Verbindung»?

Und das sind ja doch wohl die jeweiligen Endpunkte, zwischen denen das Freiheit hängt?

Und nun sind diese Erkenntnisse also auch bei *mir gelandet, und es ist wohl ein weiterer Schritt notwendig, um diese Erkenntnisse ans Begreiffen anzunähern, was bedeuten würde, dass wir Menschen daraus die passenden Schlussfolgerungen entnehmen und entsprechend Handeln, dass also ein Gefühl daraus wird, aus den Erkenntnissen.

Weil es die Gefühle sind; und zwar die jeweils persönlich verschiedenen (Evolution: ist die Vermehrung von Vielfalt) Gefühle sind, die ein-Es (jed-Es) zum Handeln führen oder verführen.

Und diese je persönlichen Gefühle, gilt es mit Erkenntnis zu erreichen.

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Verzeihen Sie *mir bitte die kleinliche Überheblichkeit, die *ich da kurz ausgelitten habe. Am Wissen ändert das nichts.

In einem fb-Beitrag war folgendes Überschrift:

"Will man unendlich minus unendlich rechnen, muss man sich erstmal fragen, was unendlich ist, und was minus ist. 🎙️"

Mein Beitrag dazu war:

W-Es will schon so ein Unsinn!? Erstens gibt es kein Unendlichkeit, nur als irreales Hirngespinnst. Zweitens ist "Minus" einfach das wegg nehmen von Etwas, das daIst! Nicht von nicht-Existentem. Aber das Menschheit beweist ja täglich wie fern es von einfachstem Logik und Realität ist und handelt.

Und hier die Antworten auf die Reaktionen eines Mit-Kommentator-Es auf meinen obigen Beitrag: 

Das erste Frage war, was ist Unendlichkeit?

Georg Cantor würde vermutlich sagen, bis 1 minus Unendlich. Als einer der Phantasten, die auch Grössen-Verhältnisse von Unsinn in das Mathematik eingebracht hat. Obwohl Unsinn vielleicht sogar messbar und damit auch unterschieden werden kann? 😉 Im Ernst, Zahlen laufen einfach irgendwann aus, weil sie keinen Sinn mehr ergeben und keine Entsprechung im DaSein und im SEIN haben. Aber solange etwas DaIst, ist es abzählbar. Und das "Nichts" IST ohne Zahl[en].

Dann kam ein Frage mit Entfernungen. Ich denke, das Mensch wollte damit das Unendlichkeit beweisen?

Sie übersehen zwei Tatsachen, während natürliche Zahlen Reale Entsprechungen von Etwas sind, sind Entfernungs-Messungen willkürlich. Das eine ist Entität, das Andere Vereinbarung. Ein Vergleich also mehr Willkür als Fassbar.

Dann war das Frage: Wie viele natürliche Zahlen gibt es?

Mir war klar, dass das ein Mensch ist, der *mich beharrlich miss verstand und auf Unendlichkeiten bestand. Deswegen antwortete *ich:

So viele Sie wollen. Und bedenken Sie bitte "Unendlich" ist kein Zahl!

Ich wünschte noch einen guten Abend, aber wie das mit dem Beharrlichkeit so ist ...

Für *mich war das Dialog beendet.

Und *mir ist klar, *ich weiss es (!), Unendlichkeit ist nicht. Ist ein nettes oder auch furchtbares Phantasie, mehr nicht.

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Hier ein Link zu einem guten Text, in dem der Autor klar darauf aufmerksam macht, wie bedenklich es ist, wenn die, deren Verantwortungs-losigkeit und Gier in einem grossen Markt-Bereich, zum Nutzen der MitMenschen / Nutz-Es, eingeschränkt werden sollte, diese Einschränkungen selbst formulieren wollen.

Und genau das haben die Beteiligten dieses "Tech-Konferenz" gefordert. Mit dem Argument, dass sie es sind, die die Risiken am besten einschätzen können. Hihihi! Oder was ist Selbst-Ignoranz und damit auch -Überschätzung, fast schon Frechheit! Und ein Politiker, ein also "verantwortliches" Staatssekretär hat dem nicht widersprochen. 

https://www.zeit.de/digital/internet/2025-05/tech-heilbronn-konferenz-souveraenitaet-unabhaengigkeit

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Auch darin wird klar, wie einfach es ist, dass Menschen über Menschen herfallen, ohne jedes Empfinden, ohne jegliche Verantwortung, nur von persönlichem Macht- und Profit-Gier getrieben. Wie einfach uns das Natur dieses fast totale Selbst (denn die schmerzlichen Folgen dieses dumpfen Handelns trifft ja auch diese Männer und wenigen Frauen) -Ignoranz geMacht hat, wird auch hier deutlich. Nicht bloss damit beweist das Natur, wie dumm und gewalttätig es hinter schönem Schein ist.

Heute ein Ende ohne Dialog

😕

Dienstag, 11. März 2025

Ökonomische Intelligenz

Ökonomische Intelligenz?

Das folgende könnte ein sogenanntes "Neid-Debatte" sein, die längeren Leses meiner Blogs wissen jedoch, dass nicht Neid, Ressentiment oder gar Wut das Folgende angeregt hat, sondern das Interesse zu ergründen, warum Es / Etwas so ist, wie Es ist. Und das, obwohl *ich das Neid für ein ganz natürliches und reflexhaftes Erregung auf Benachteiligung / missachtende Bevorzugung achte, nicht verachte.

Allein, das ist nicht das Hintergrund / das Motiv, nicht nur dieses Beitrags. Das Hintergrund fast aller meiner Beiträge, ist unser Zustand, unser Menschenweiter; und das der Lebens-Grundlagen, die nicht bloss die unseren sind. Und noch tiefer, was ist unser Handlungs-Grundlage, warum ist es so geworden, wie es ist? Was treibt (!) uns Menschen / LebeWesen an. Was ist das Motivation des Natur?

So weit oder tief, geht es hier in diesem kleinen Beitrag nicht, es bleibt so untief, dass zumindest unser Handeln als Markt-Teilnehm-Es und dessen Gründe befragt werden. Dass das auch das "private" Handeln weitgehend betrifft, mit ein bezieht, ist mitgedacht, aber hier nicht explizit beschrieben. Für die neuen Leses: Menschen sind Natur, aus Natur, in Natur. Insbesondere erdmondliches Natur. Aussernatürliches ist bestenfalls Phantasie, schlechtestens Irrglaube und Verschwörung. 

Los geht's. Ist das Hauswirtschaft - Ökonomie - Intelligent?

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Ein Still aus "Chihiro", von Hayao Miyazaki.

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Wir alle kennen die alte Ansicht / [Irr-?]Glaube von Adam Smith, dass "die unsichtbare Hand" das Marktgeschehen zu Gunsten aller Teilnehmer regelt oder regeln würde. Längst ist klar, dass es dieses Hand nicht gibt, weder sicht- noch unsichtbar. Adam Smith lebte in einem Damals, in dem das Glaube an ein Gott noch vorherrschte; davon ist diese "unsichbare Hand" wohl stark beeinflusst.

Klar ist hingegen, dass jedes Marktgeschehen, von dessen Regeln / Rahmenbedingungen bestimmt wird; und nicht von einem (gut meinenden?) Ausserhalb dessen. Gibt es kein oder kaum Regeln, herrscht darin das "Recht" des jeweils Stärkeren, Reicheren, Mächtigeren, Glücklicheren, oder einem Kombination davon; stets zu unGunsten von fast Allen Anderen Teilnehmenden.

Wie wir inzwischen auch fast Alle wissen, kennen unsere Märkte - es sind in das Menschheit mindestens so viele, wie es Zoll-Gemeinschaften, Staaten-Unionen, Staaten, Handels- und Fach-Verbände, Regionen, Städte und Familien gibt -, keine Regeln und Rahmenbedingungen, die wirklich Allen Mitgliedern zugute kommen. Im Gegenteil. Alle Märkte und auch das globale "Märkte-Gemeinschaft" betonen das Recht der Stärkeren, Mächtigeren, Reicheren ...

Wenn bloss ein paar Millionen Menschen - Millionäre und Milliardäre -, von inzwischen fast 8 Milliarden Menschen, über 2/3, bis teils 90%, je nach "Markt", des gesamten Vermögens besitzen, ist offensichtlich, dass es entweder keine Regeln gibt, oder nur so geringe, dass dem "freien" Willen des Habenden, des Stärkeren, des Gierigen, keine Grenzen gesetzt werden (Kapital kann Menschenweit "frei" fliessen, ohne Steuer- und Anzeige-Pflicht, Menschen nicht).

Und die wenigen Regeln sind auch noch so gestaltet, dass dem überwiegenden Mehrheit lediglich das daSein-Notwendigste zugestanden wird; mal etwas mehr, mit Häuschen und Gärtchen - nicht Villen und Parks -, für die "Dienstboten" in Regierungen, Verwaltungen, "Sicherheit"-spersonal und Justiz, meist aber gerade soviel, dass genügend Angst erzeugt wird, damit Ruhe ist, bis zum meist viel zu frühen Dahinsterben.

                                -------------------------------------

Diese Links leiten zu einem Beitrag des "Sternstunde der Philosophie", des Schweizer Fernsehens SRF, in dem Thomas Piketty als Gast, von Yves Bossart berfragt wurde.

https://youtu.be/8WderB3_kuA?si=L_I4LhHA0CSLmaQC

oder:

https://youtu.be/8WderB3_kuA?si=rdJsbv41LOjYL5oh

Hier ein sehr kurzes Auszug daraus:

Thomas Piketty:

Diese Art der Heiligsprechung der Milliardäre oder anderer Personen mit grosser Machtfülle für ihre Unternehmen oder für Branchen oder Technologien, die wichtig sind für die ganze Welt, entspricht einem monarchistischen Verständnis der Wirtschaft, das schlicht nicht an die heutigen Verhältnisse angepasst ist. 

Yves Bossart:

Aber andererseits, ihre eigenen Vorschläge sind auch sehr utopisch und lähmen wahrscheinlich auch das ganze System, also wenn man den Milliardären fast das ganze, gesamte Vermögen weg nimmt, bis zu 90%, was hat man dann für einen Anreiz, überhaupt noch sich irgendwie anzustrengen und zu versuchen den Wettbewerb zur gewinnen? 

Thomas Piketty:

Sie sind Opfer einer ideologischen Illusion. 

[...]

Die Idee, dass es Leute braucht, die 10, 50 oder 100 Milliarden besitzen und die die Arbeit einstellen würden, wenn sie nur noch 1 Milliarde, anstatt 100 Milliarden hätten, weil der ökonomische Anreiz entfiele, entspricht, mit Verlaub, nicht dem gesunden Menschenverstand und vor allem berücksichtigt sie nicht die Lehren aus der Geschichte.

Auszug Ende

                               ...........................................

Finde ich witzig. ... Oder halt, ich schwanke zwischen Witz und Unglauben hin und her. Soll ich lachen oder den Kopf schütteln, oder beides?

Was ist das Grund?

Wenn ich Multimillionären und Milliardären 90% wegg nehme, sind es immer noch Millionäre und Milliardäre, immer noch Menschen, die mehr haben, als der Rest der Menschen. Wie kommen Menschen darauf, das verhindern zu wollen, mit dem Argument, das würde der Wirtschaft schaden, gar lähmen und würde Fortschritt und Forschung, würde den Anreiz verhindern Unternehmen zu gründen und Neues zu erfinden? Als seien Feuer und Rad, seien Werkzeuge und Landwirtschaft ge- und erfunden worden, wegen Reichtum und Macht. Fast alles, was Menschen tun und getan haben, tun sie aus Notwendigkeit, aus Angst und auch ein wenig Geltungssucht, aber nie in der Erwartung von Millionen oder Milliarden. Und Menschen hören auch nicht auf zu forschen und zu gründen, wenn ihnen Alles wegg genommen wird. Dann vielleicht erst recht. Also, wie kommen Menschen auf so unzutreffende, auf so Selbst- unkenntliche Aussagen?

Sie sind neidisch.

Ich bin nicht neidisch, ich bin verwundert!

Ich meinte auch nicht Sie, ich vermute stark, dass dieses Verhalten, diese Aussagen und die Verweigerung, daran - an dem inzwischen grotesken Bereicherung stets wenigster - etwas zu ändern, auf dem Emotion Neid beruht.

Neid soll Bevorzugung, Ungerechtigkeit und Übervorteilung schützen!? Das müssen Sie erklären.

Neid beinhaltet auch das Bedürfnis beNeidet zu werden. So, wie Zuneigung auch Abneigung beinhaltet, Abneigung auch Zuneigung, Freude auch immer ein wenig Leid mit sich herum trägt. 

Das ist mir zu schwammig. Sie verweigern damit bloss die Trennung von Gefühlen, wollen irgendwie entschuldigen, was keine braucht, sondern bloss Klarheit. Neid ist blosse Erregung auf ungerechte Benachteiligung, Ausschliessung, empfundene Minderwertigkeit und so weiter, und nicht Rechtfertigung dessen; oder Antrieb dazu, andere dazu zu bringen einen zu beneiden.

Das Grund etwas zu verurteilen, zu beneiden, ist meist, es nicht Selbst zu können, zu haben, tun zu dürfen. Stimmen Sie dem zu?

Ich weiss nicht.

Wollen Sie reich sein? Berühmt? Mächtig? Wollen auch Sie bewundert werden, umschwärmt sein, von Sie liebenden, bewundernden, verehrenden Menschen? Wollen auch Sie "in die Geschichte eingehen", unvergesslich sein?

Ich denke nicht.

Sie denken nicht? Sie wissen es nicht?

Also gut, ja, auch ich wäre gerne viel mehr, als ich bin. Ja! Aber das ändert nichts daran, dass ich all das Übermass, all die Korruption, all die Ungerechtigkeit verurteile. Dass ich vollkommen mit Thomas Piketty übereinstimme, in der Forderung, dieses System zu verändern! Und das empfinde ich nicht als Neid! 

Da *ich Ihnen weder irgendwas unterstellen, noch besser wissen möchte, und auch gar nicht sicher weiss, ob an den obigen Vermutungen etwas drann ist, wünsche *ich Ihnen jetzt erstmal einen guten Abend. Ich denke weiter nach, und muss Ihnen vielleicht sogar zustimmen. Wollen wir so verbleiben?

Ja.

Dann also ...

... guten Abend.

🤡

Montag, 14. August 2023

Ich: Was ist Kapitalismus und dessen Ursache?

Vorwegg: dies ist keine Ideologie- oder System-Kritik!

Dies ist Selbst-Kritik und da *ich zu 100% Natur bin, auch Natur-Kritik.

Echt jetzt!? Das wollen Sie so freihändig in einem Blog-Post abhandeln, so in hundert Sätzen womöglich nur, Sie spinnen heute etwas oder fliegen heute deutlich zu hoch!

Oh, da bin *ich Ihnen aber deutlich auf den Fuss getreten.

Ja, mit so einem Anspruch, zumindest im Titel, und im Vergleich mit den tausenden und mehr Büchern und Studien und Fächern die es gibt, die sich mit Ideologien und Systemen befassen, halte ich das für Anmassend!

Interessiert es Sie überhaupt, *ich meine als Thema, haben Sie selbst schon geforscht, was Systeme sind, wie diese entstehen, wachsen und wirken?

Nein, aber ich bin ziemlich sicher, dass der Titel nicht in einem Blog-Post abgehandelt werden kann.

Ich verstehe ihre Aufregung, denn, wie Sie passend anmerken, ist das Lektüre- und Fachbereichs-Angebot zum Thema riesig, damit sind also wohl Millionen Menschen beschäftigt und dann kommt so ein Wichtel daher und schreibt ... (s. Titel).

Genau. Warum erzählen Sie nicht die Geschichte vom DaSein weiter, ist gerade spannend geworden?

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Aus Alt-Tegel. Braungrün vor Weissblau.
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Vielleicht, weil *mir zu dem einen, ein Erkenntnis fehlt, zu dem Anderen jedoch eines hinzu gekommen ist? Was das DaSein und dessen Kreation angeht, geht bald weiter.

Ich nehme an, die Erkenntnis zum DaSein fehlt?

Ja. Was das Kapitalismus angeht, bin *ich inzwischen ziemlich sicher, welche Ursachen dieses menschliche Handeln ausgelöst hat und wie Wir damit handeln. Und zwar Alles. Kapitalismus ist ein allumfassendes Handlungs- und Behandlungs-System. Geben Sie *mir darin recht?

Ja, so könnte man es formulieren. Inzwischen fangen einige ja schon zu rechnen an, wie die Luft zu bepreisen wäre, dann musste für jeden Schritt bezahlen, Wahnsinn.

Ist eine logische Fortentwicklung des Systems, ja. Würden Sie *mir trotz des zurecht geäusserten Widerwillens folgen wollen?

Ja.

Danke für das Zutrauen. Ich werde da unten, in dem *mir kürzesten Form erzählen, was für *mich Ursachen und Wirkungen unserer Handlungen / System|e ist.

Dann beginne *ich DaZwischen mit einem Legende, für eventuelle Neu-Leses, die mit *meinem Schreib noch nicht so vertraut sind.

Keine Sorge, *ich bin es auch noch nicht, auch für *mich ist es noch Mühsal. Aber es lohnt, weil es Respekvoll ist, weil es Falschheit und Niedertracht, Beleidigungen und Anmassung vermeidet, weil es auf den heutigen Stand unseres Wissens ist.

Nicht jammert, weil tausend Jahre alt und immer noch gültig, sondern frisch drann geht und aufhübscht, was altbacken bloss noch dazu dient zu kommunizieren, was meist mit Nichts - also fast Leer, aber voll mit fast (!) unendlich viel Potential ist! - enthält ausser Phrasen, die jed-Es spricht, weil gewöhnlich, weil jed-Es spricht, ist ja gut so, wenn es nicht Träges von soo viel Falschheit und ... wäre.

Legende: Alles was Sache / Etwas / -Es ist, ohne innere Verschiedenheit (z.B. Geschlecht), ist Das. Und wird auch so dekliniert, konjugiert und flektiert. Das Mensch ist ein-Es, unwichtig welche Verschiedenheit -Es innerhalb des Menschheit ist. Anrede ist des, des Frau und des Mann; in Verschiedenheit zu dess, Tanz dess Südens, ein Paragraph dess Arbeits-Rechts.

Und eins ist Wichtig, es tut weh, im Sinne von, es zu lesen ist aufwändig, weil unübliches Sprech und eine ziemliche Zumutung, weil es dem Glauben misstraut und deshalb jede Gelegenheit nutzt, Tatsachen zu offenbar, wie die, dass unsere wirkliche Freiheit gegen 0 geht (s.u.).

Kapitalismus?

So nennen die Allerallermeisten das Ordnung / System, in das Wir von Anbeginn an ein-, aber überwiegend unter geordnet werden. Ohne das je ein-Es dieses Kapitalismus gewählt, geschweige denn verstanden hätte. 

Was ist Kapitalismus? Kapital? Meist Geld. Penunse. Ist also eine Ordnung die, weil so benannt, ein System des Geldes ist, nicht des Menschen. Sonst würde unsere Ordnung, in dem wir Alle enthalten sind vielleicht Menschismus genannt werden.

Aber nein, Menschen haben das Geld als ein- und unterordnungs-Prinzip wählen müssen, denn, wie das Tatsachen nun mal ist, das Mensch wählt eigentlich (!) nichts, kann nichts wählen. Je detailliertes ein Entscheidung hinterfragt wird, umso weniger hat das Entscheidung mit des / desjeniges zu tun, des dieses "entscheidet".

Das Mensch wird entschieden, von Menschen und Natur. Das -Es entscheidet -Es + DaSein (speziell erdmondliches), ist wohl so eine Art Mengen-Gleichung. Die Zufälle sind dabei fein und gerecht verteilt. Im -Es, als einzeln-Es sind somit die wenigsten Zufälle enthalten, Sie erraten schnell, wo die Allermeisten drinn sind. Ist es Schlimm, dass -Es entschieden wird und glauben darf zu entscheiden? Es ist gut so. Einschränkend angemerkt, eigentlich (!) bis gestern, denn die aktuellen Entwicklungen deuten etwas anderes an, was mit dem Thema alles zu tun hat.

Kurze Innen-Schau.

Habe *ich gewählt, was *ich tue? Nein. Ich tue es trotzdem, obwohl *mir klar ist, dass das, was *ich tue eine Entstehungs-Geschicht ist, an dessen Beginn nicht *ich bin, des das gestartet hat, z.B. dass *ich jeden Abend grünen Tee trinke, dass *ich überhaupt grünen Tee trinke. Oder dass *ich Philosoph bin. Ich wurde dar[h]in eingerichtet. Ich hatte nie das Wahl, auch wenn *ich das gerne glauben mag. Zufall?

Zufall ist keine Entscheidung

Wenn es auch ein "glüchliches" Zufall ist, das zum Gewohnheit wird. Mutationen an Genen, die zu Veränderungen des Genese und Form eines LebeWesens werden, sind keine Entscheidungen. Dass das Natur dessen Geschöpften keine wirkliche Wahl lässt, bloss das Glauben, ist logisch.

Was wissen LebeWesen? Und was davon ist wirklich frei gelernt, statt lediglich nach zuahmen (Menschen, also fast 100% Un-Freiheit), oder vom DaSein oder dem lokalen Vergangenheit vorgegeben (Klima, Landschaft, Nahrungs-Angebot). Das allgemeine Wissens-Stand dürfte im Vergleich zum möglichen Wissen, ziemlich nahe an 0 sein.

Schon einfachste Fragen zum Mensch-daSein - z.B. aus was ist ein Körpes? - können nur sehr wenige Menschen beantworten, auch das wohl nahe 0. Das Natur hatte keine Wahl, also schaffte Es auch keine Wahl in die Geschöpften hinein, bis auf das was nicht verhinderbar ist, Zufälle. Ohne diese DaSein-Komponent (Inhalt) gäbe es keine Weiter-Entwicklung. Dem DaSein ist Un-Logik beigemischt.

Wäre das DaSein bloss ein Prozess des Folgerichtigkeit, des gnadenlosen, weil bruchlosen Entwicklung, gäbe es zwar permanent Veränderung, aber sowohl Richtungs- als auch Geschwindigkeits-Treu (Impuls = mv), somit langweilig, also komplette Berechenbarkeit, von Anfang bis Ende.

Und gerade das erleben wir hier nicht.

Zufälle sind keine Entscheidungen.

Mit all dem möchte *ich verhindern, dass irgendwas anderes aus diesem Tatsache entsteht, als bloss ein zustimmendes Nicken, weil und? Weiter.

Ja, Wir können nichts (!) dafür, dass ES so IST, wie ES IST, Wir können nichts dafür, dass Es so Ist, wie Es ist, und dass Wir darin geborgen sind und sogar Alles befragen dürfen, was so daIst, ausser viele Menschen, ja, ich kann nichts dafür, dass ich bin und was ich bin, nichts wohin und woraus ich bin, was tut's zur Sache, dass ich bin!

Nichts.

Kapitalismus ist Uns nicht von Aussen - LebeWesen - aufgezwungen worden, sondern aus Uns - Natur - heraus entstanden, je dichter und unübersehbarer Wir in Anzahl und Lautstärke wurden. Zwischen dem Organisation eines einzeln-Es und dem von Millionen und Milliarden ...

Und dieses Organisieren wird auf fast Allen Ebenen immer leichter, wobei die Erleichterungen hierarchisch betrachtet, stark ansteigen, von ein klein wenig, irgendwann (eine Bushaltestelle z.B.), bis MultiMilliarden jedes Monat. Wir gönnen Uns enorme Entwicklungs-Möglichkeiten, bald wird das Unterschied zwischen d-Es die nichts (!) haben und einem ander-Es Billionen in $ betragen. Produziert immer mehr aus Illusionen, aus Phantasien, Wünschen und Wahnvorstellungen.

Das auf eins hinweist: UnWissenheit und Angst. Natur.

Für Heute, war es das.

Wow, Sie hauen einem das dasein so hin, so als sei darin nichts enthalten, ausser Fremdheit und Alles, was einer, ich zum Bleistift, tut, ist Vor- und Fremd-Bestimmt, keine Freiheit, nirgendwo. Lächerlich!

Und? Die Illusionen sind doch glänzend geMacht, das Überleben der Menschheit reduziert derweil das Überleben der MitLebeWesen und ein paar von Uns wollen auf den Mars ausweichen, weil es ihnen hier zu stressig wird. Ist doch alles normal?

Ich mag keinen Sarkasmus! Auf was wollen Sie hinaus?

Darauf, dass unser natürliches soSein uns gefährdet. Irgendwann platzt jede Blase, und das Menschheit ist eine. W-Es frisst dann, w-Es?

Die Grössere, die kleinere?

Die Gewalttätigen, die Passiven?

Ich verstehe. Was möchten Sie ändern?

Ich habe nicht zu wünschen. Ich kann ein paar oder eine Vorstellung sein, mehr nicht. Dazu woanders.

Jetzt ist ...

Guten ... (was fällt Ihnen gerade ein? Freiheit?, *mir nicht. 😉)

🤡

Freitag, 17. März 2023

Ist das Kapitalismus noch zu retten? Sind wir es?

Titel: An Findigkeit ist kein Mangel, an was dann?


In einem SZ-Artikel fragt ein Journalist, wie wohl die menschliche Zukunft gestaltet ist, wenn jeweils nur ein paar Menschen die neuesten Techniken z.B. zur Verbesserung der Hirntätigkeit (eingepflanzte Chips und / oder "Drogen"), oder auch zur körperlichen Veränderung mit Maschinen (Cyborg) nutzen können, weil Sie das Wissen, den Zugang und das Kapital dazu besitzen, während die Masse so bleiben muss, wie SIE ist?

Das Ergebnis des Artikels ist, dass wohl das Menschheit in Splittern zerfällt. Das würde die Hierarchisierung einerseits fortsetzen, andererseits bedeuten, dass genau an dessen "Trennlinien", innert dieser Strukturierung das Menschheit auch zerfällt. 

Tja!

Was ist das "Problem"?

Die menschliche Findigkeit und unser Wissenshunger und auch das Lust, das soSein, also den jetzt-Zustand des Menschen zu verändern (weil, ob eine Änderung, eine Verbesserung ist, erkennen wir bis Jetzt immer erst danach), oder unsere aktuell krassen Unterschiede in fast allen Ausstattungs-Bereichen, egal ob es um mitSprache, Wissen Anerkennung und MitEntscheidung und Kapital - in allen Formen - geht?

So, wie *ich das empfinde, ist unser menschliches "Problem" (*ich setze das in Anführungszeichen, weil das Mensch diese Handlungen und das aktuelle soSein - nicht unseren körperlichen Aufbau, noch das Handeln das darauf beruht - weder gewünscht noch also zu verantworten hat), die enormen Unterschiede in unserer Ausstattung (s.o.); und eine fast ebenso krasse Intransparenz zwischen uns und allen Bereichen in denen Entscheidungen teils weit über die daran Beteilligten hinaus getroffen werden (Regierungen, Behörden, Unternehmen und auch Universitäten und deren Labore).

Hätten wir Alle erstens das Wissen, um die von uns erforschten und entwickelten Möglichkeiten zur persönlichen oder sogar zur Veränderung der Spezies UND hätten wir Alle die Ausstattung zur freien Wahl, was ein-Es aus der Auswahl nutzt, dann wäre unsere Findigkeit kein Problem, sondern, was es im Besten Fall ist, eine Chance zur Erweiterung der Freiheit.

Leider, für uns Alle, lässt unser aktuelles soSein, für das wir - wie oben angedeutet - keinerlei Schuld tragen, weder die allgemeine Transparenz noch gar eine einigermassen gleich=wertige Ausstattung von uns Allen zu.

Somit ist uns bisher sowohl der Weg zum Frieden und einer wirklichen Selbst-Entscheidung, als damit auch zur Freiheit nicht möglich.

Das ist sehr Schade, weil alle Menschen das Potential dazu sind.
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So hübsch!
Aber keine Ahnung, was das ist?
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Poesie

Titel: Das Kapitalismus kann nicht "sterben"

Meine langjährige Beschäftigung mit dem Kapitalismus folgt dem persönlichen Erkenntnis, dass *ich nur etwas verantwortungsvoll und einigermassen gezielt ändern kann, das *ich weitestgehend begreiffe.

Alles andere ist Mutation, natürlich[es] Zufall oder blosse Notwendigkeit, also mehr oder weniger Zwang. Ob das auch auf das Evolution zutrifft, ist noch zu klären?

Dies ist eine weitere Bchäftigung mit einem Artikel von Wolfgang Streeck, deren ersten Fund - aus der F.A.Z. -, *ich am 26. März 2015, in den Luetzenich-Blog, eingestellt habe.

Vorab, erst eine Einschätzung zum Inhalt des Wortes "Kapitalismus", von *mir, die jedoch - wenigstens habe *ich davon keine Kenntnis - kein-Es so teilt. Für *mich ist das Kapitalismus ein vollkommen natürliches "menschliches" Konstrukt oder auch System.

Warum?; weil das Kapitalismus nicht so sehr Menschlich ist, als es eine natürliche Notwendigkeit ist, und das mit all seinen Ableitungen (Demokratie (einem nur wenigst versteckten neo-Feudalismus: wenigste Herr[inzwischen auch knapp 30% Frau]schen ÜBER die Mehrheit (Alle?) hinwegg), und den -ismen: Sozial-, Liberal-, Kommun-) und Verirrungen (gewähltes Diktaturismus, Anarchismus, Kommunitarismus, Mafianismus).

Da würde wohl erst einmal k[aum]ein-Es widersprechen, denn es wurde uns ja nicht von irgendwoher gebracht oder gar aufgenötigt, sondern wir haben diese Form des Handelns und Produzieren und Kommunizierens Selbst - aus uns heraus (also natürlich) -entwickelt.

Es ist langsam entstanden, aus einem Notwendigkeit heraus, aus uns Menschen heraus, gefordert auch durch die äusseren Umstände und Veränderungen, und zwischen uns hinein gesetzt, oder schreibe *ich besser: hinein getrieben?

Das Kapitalismus ist in keines seiner Ausprägungen (s.o.) ein Fremdkörper. Das Kapitalismus ist fast (äussere Umstände) ganz und gar Menschlich. So wie das Mensch ganz und gar Natürlich ist. So kann *ich mit Fug und Recht schreiben, das Kapitalismus ist ein natürliches menschliches DaZwischen-Handels-System.

Zu dieser Vorrede bin *ich gedrängt, weil auch im unten folgenden SZ-Artikel das Kapitalismus so behandelt wird, als sei es etwas uns Fremdes, etwas uns Menschen fremdes, das, wie schon im ersten Absatz unten anklingt, unabhängig von uns "sterben" könnte. Ja sogar sterben muss.

Für *mich hier ist das ein schauerliches Gedanke, weil das Kapitalismus, mit ein wenig Abstand - soweit das als mittendrinn daSeiender und mitHandelnder möglich ist? - betrachtet, einen ziemlich guten und umfangreichen Einblick in das Mensch-daSein gewährt. Was sind wir und wie sind wir Menschen "drauf" und wie stehen wir zuEinander, was halten wir vonEinander und was ist unsere Beziehung zur auch nicht-menschlichen AussenWelt?

Vielleicht sollte *ich zur Bestätigung und Verstärkung wiederholen, das Kapitalismus ist aus uns heraus entstanden, es ist ein menschliches (natürliches) System, in und mit dem wir auf Veränderungen in uns, mit uns und um uns herum reagiert haben und es auch im Moment tun. Das Kapitalismus ist eine Notwendigkeit. Punkt. So bewerte *ich das.

Es ist KEINE Vernunft-Entscheidung, es ist keine geplante Erfindung. Alle Kapitalismus-Kritiker (und Sie bedenken bitte, das Kritik hymnisches Lob genauso beinhaltet, wie derbste Ablehnung und DaZwischen auch nüchterne Analyse) und sogenannten Kapitalismus-Vordenker, von Adam Smith über Karl Polanyi, bis zu Wolfgang Streeck beurteilen unser DaZwischen-Handels-System im Nachhinein und aus jeweils persönlichen Haltungen heraus.

Das exponentielle Wachstum der Anzahl von Menschen um diesen kleinen Planeten herum, unsere mitwachsenden Bedürfnisse und unsere ebenso mit-gewachsene Bewusst-Heit (Aufklärung), von uns und dem, in das wir eingebettet sind, haben dieses System geformt und entwickelt.

Glaubt den ein-Es von Ihnen, dass es eine Alternative gab, mehrere Milliarden von Menschen zu versorgen und in Arbeit zu bringen und bei Laune zu halten und weltweit mitEinander zu verbinden?

Das aktuelle neo-Feudalismus, euphorisch Demokratie genannt, [Il]Liberalismus, Sozialismus[s?], Kommun..., Diktatur..., National..., Anarch..., Mafianismus, was fällt Ihnen noch ein, was gescheitert ist, oder noch scheitert? Ach ja, die Religionen und Monarchien.

Das hier ist keinerlei Verteidigung oder Schönfärberei des Kapitalismus, es ist eine persönliche Einschätzung. Wie weit oder besser: nahe, dieses das Wirklichkeit kommt, entscheiden auch die Leses mit.

Ja, das aktuelle Stand des Kapital..., unseres DaZwischen-Handels-, Produktions- und Kommunikations-Systems, das auch einen ziemlich tiefen Einblick in uns Selbst gibt, braucht Veränderung. Ist ja auch schon bisher in steter Veränderung, und ist ja auch nicht überall dasSelbe (wie ja auch alle Menschen jeweils verschieden sind [das war jetzt platt, oder?]) Ausformung.

Aber es scheint so zu sein, dass die zunehmende Technisierung (und unsere Abhängigkeit davon. Diese wiederum hat unmittelbar mit dem Folgenden zu tun:) und weiter zunehmende Anzahl an Menschen und engere Verbindung von uns Menschen und das stetig anwachsende Wissen von uns und fast bis an alle Grenzen des DaSein, sowohl ins Kleinste, wie auch das Grösste, dass all das schnellere und deutlichere Veränderungen fordert, als wir sie bis Jetzt liefern können.

Mit all dem obigen ist für *mich auch klar, dass unser DaZwischen-Handels-System keinen Gegner oder Gegenmodell hat, keine wirkliche Alternative. So wie auch das Menschheit keinen wirklichen Gegner kennt und hat (!!!), als lediglich Mensch-interne verschiedene Standpunkte und Haltungen, teils sehr weit auseinander gefächert allerdings.

Damit ist auch für *mich sicher, dass Viren, Löwen, Haie, Bakterien, Gifte und Katastrophen und andere auch tödliche Gefahren nicht Gegensätze des Menschen sind oder Alternativen, sondern "lediglich" natürliche Gefahren. Notwendig als Reizpunkte und Entwicklungs-Beschleuniger, auch wenn das wegen der Schmerzen und der Tödlichkeit erst mal schwer erträglich ist und scheint.

Langes "Vorab"-Ende
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Schaut nach baldigem Regen aus
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Aus der Süddeutschen Zeitung, vom 19. März 2015, geschrieben von Andreas Zielke

Überschrift: Institutionell dumm

Untertitel: Die Frage ist nicht, ob der Kapitalismus stirbt, sondern wie. Gründe wären die Ausbeutung des Staates, der Krieg gegen das Klima, vor allem der Verlust des sozialen Fundaments. Die Elite isoliert sich. Der Rest darbt.

Mitten im wirtschaftlich boomenden Deutschland wirkt die Frage wie ein provokanter Scherz: „Wie wird der Kapitalismus enden?“

Das Ende unseres Wirtschaftssystems ist ausgemacht, es geht nur noch um das Wie. Ach so! Doch Wolfgang Streeck, der diese Frage in den Zeitschrift Blätter für deutsche und internationale Politik stellt, ist nicht nach Komik zumute.

Der Soziologe und emeritierte Direktor des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung in Köln zählt zu der Handvoll deutscher Experten der politischen Ökonomie, die auch international hohes Ansehen genießen. Wer Streecks jüngere Schriften kennt, vor allem das Buch „Gekaufte Zeit: Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus“, ist mit seiner kapitalismuskritischen Diagnose vertraut. Um sie ernst zu nehmen, muss man sich keiner doktrinären Weltsicht verschreiben. Selbst ein bekennender Marktliberaler wie der Publizist Rainer Hank rühmt ihn als „vernünftigen Linken“: „Der Mann, der heute so tief pessimistisch ist, ist kein Savonarola, der zum Kreuzzug gegen den Kapitalismus aufriefe“.

Zwischentitel:  Das System triumphierte über den Sozialismus. Nun geht es an sich selbst zugrunde

{Über den menschlich geMachten "Sozialismus" oder den "Kommunismus", einer natürlichen Diktatur, im lediglich roten Mantel, zu triumphieren, ist sehr leicht, denke *ich}

Ein Kreuzzug, und das ist Streecks aktuelle Pointe, hätte ohnehin keinen Sinn, denn in diesen Zeiten gibt es nur eine einzige Macht, die dem Kapitalismus wirklich gefährlich werden kann – das ist der Kapitalismus selbst. 

Während Streeck es in dem Buch von 2013 noch dabei belässt, den ungleichen Kampf zwischen Markt und Demokratie zu beschreiben, spitzt er jetzt seinen Befund radikal zu: So erfolgreich der Kapitalismus über alle seine bisherigen Widersacher triumphiert, über Sozialismus, Arbeiterbewegung, national-staatliche Demokratie, aber auch die Natur {Wenn, wie *ich oben vermutete, das Kapitalismus das durchschnittliche Verhaltens-Muster des Menschen ist, mit allen Abweichungen und normalen Verschiedenheiten}, so unaufhaltsam gerät er – der selbst keine Grenzen und kein Mass kennt – außer Kontrolle und macht vor seiner eigenen Substanz nicht halt. Wie Pyrrhus ruiniert er sich durch seine Siege selbst.

In der Tat ist es hilfreich, mit der Frage nach dem „Wie“ zu beginnen, bevor man klärt, ob es mit dem Kapitalismus wirklich zu Ende geht. Ein abruptes Verschwinden, gar eine leninistische Zäsur, eine Revolution, überhaupt ein neues wirtschaftliches Regime, das den Kapitalismus in einem Kraftakt ablöst – all das sind überholte Vorstellungen von einem Ende, die heute niemandem mehr einleuchten.

Viel plausibler ist, sagt Streeck, von einer Abwärtsspirale auszugehen, die der Kapitalismus selbst in Gang setzt und die ihm nach und nach seine Vitalität raubt. Auch wenn der Deformationsprozess sich noch lange Zeit hinzieht, hat er mit dem dynamischen Kapitalismus, wie er insbesondere in den Nachkriegsjahrzehnten im Westen zur Hochblüte gelangt ist, immer weniger gemein.

Was also könnte einen solchen Niedergang bewirken? In der sich seit den Siebzigerjahren steigernden Abfolge von Krisen, die bisher im noch längst nicht bewältigten Finanzcrash von 2008 gipfelte, kristallisieren sich nach Streeck fünf chronisch gewordene Funktionsstörungen heraus.

Jede für sich genommen ist folgenschwer genug, erst recht ihr Zusammenspiel: der dauerhafte Einbruch des Wachstums; die explodierende Ungleichheit; die Verarmung des Staates und die Ausbeutung der öffentlichen Güter; der Verfall der ökonomischen Moral; die globale wirtschaftliche Anarchie.

Die sechste, die ökologische Funktionsstörung streift Streeck nur am Rande. Erstaunlicherweise, denn wenn etwas den selbstzerstörerischen Charakter des Kapitalismus offenbart, dann gewiss auch der Unwille, die verhängnisvolle Klimaerwärmung aufzuhalten, die er durch seine karbonintensiven Produktions- und Konsummethoden befeuert.

Obwohl sich das Zeitfenster für eine wirksame Korrektur bereits zu schliessen beginnt, steigt der Treibstoffausstoss an und mit ihm die Katastrophen-wahrscheinlichkeit; für einige Regionen ist sie bekanntlich bereits zur Gewissheit geworden.

Die institutionelle Dummheit des „CO2-Kapitalismus“ ist phänomenal. Naomi Klein wendet es martialischer und spricht von dem „Krieg“, den der Kapitalismus „gegen das Klima führt“. Doch wenn schon, dann müsste es heissen, dass, er einen Abnutzungskrieg gegen seine physischen Bedingungen führt, also gegen sich selbst. {Und diese "physischen Bedingungen" sind die Menschen.}

Mögen viele noch eine Weile hiervor die Augen verschließen, so kann das bei den anderen Funktionsstörungen nur noch schwerlich gelingen. Ein schwindendes Wachstum zeichnet sich ab, seitdem die blendenden Zuwachsraten der Fünfziger- und Sechzigerjahre des letzten Jahrhunderts auf absehbare Zeit vorbei sind.

Trotz des Zwischenhochs, das die Neunzigerjahre noch erleben durften, geht es seither mit den Raten sukzessive bergab. Wenn es aber das Bewegungsgesetz des Kapitalismus ist, dass das eingesetzte Kapital, das ja stets als Kredit {also ein Glaubens-Akt.} zu verstehen ist, aus dem Kreislaufprozess im Schnitt mit Zuwachs zurückkehrt, bedeutet eine dauerhafte Stagnation eine gefährliche Bedrohung.

Zwischentitel: Trotz der Billionen an billigem Geld der Zentralbanken schwindet das Wachstum

Doch sie scheint, wie es exemplarisch die Untersuchung des Ökonomen Robert Gordon zur größten, der amerikanischen, Volkswirtschaft zeigt, sehr real zu sein. Gordons Prognose im Jahr 2012: Die amerikanische Wachstumsrate wird sich, nachdem sie jetzt schon durchschnittlich auf unter zwei Prozent gesunken ist, langfristig nur knapp über null einpendeln, bei etwa 0,2 Prozent. Auch die technologischen Schübe, selbst die so spektakulären IT-Revolutionen, das belegt Gordon, ändern daran wenig.

Wohlgemerkt, trotz der Billionen an billigem, nahezu kostenlosem Geld, mit denen die Zentralbanken die Märkte fluten wie nie zuvor, setzt sich der Wachstumsschwund auch in der Jetztzeit durch. Ist also doch etwas dran an der verstaubten These vom tendenziellen Fall der Profitrate, die übrigens nicht von Marx stammt, sondern schon Adam Smith und David Ricardo beschäftigte? Darüber lässt sich streiten, kaum aber über das Faktum.

Natürlich bezieht sich die bleierne Stagnation auf die Gesamtwirtschaft, sie schließt darum keineswegs aus, dass in der ökonomischen Elite, nicht zuletzt am Finanzmarkt überdurchschnittlich hohe Renditen erzielt werden. Das wiederum leitet über zur zweiten Funktionsstörung, der galoppierenden Ungleichheit.

Wie aberwitzig sich aber das oberste Prozent oder sogar das oberste Promille bei Einkommen und Vermögen der restlichen Bevölkerung absetzt, tritt seit Jahrzehnten zu Tage, zuletzt haben Thomas Piketty und seine Kollegen evidentes statristisches Material zusammengetragen.

Obwohl Hochrechnungen schon wegen schwer vorauszusehender demografischer und steuerlicher Effekte mit beträchtlichen Unsicherheiten behaftet sind, wird sich im Zweifel die jetzt schon extreme Polarisierung weiter verschärfen.

Die Konzentration des Ertragszuwachses an der Spitze der Gesellschaft {Das menschliche Gesellschaft als Pyramide? Mir ist vollkommen klar, dass das eine komplett übliche Formulierung und auch innere Vorstellung vom "Aufbau" und der Struktur von Gesellschaften ist. Mit den tatsächlichen Verhältnissen und dem tatsächlichen Aufbau auch von menschlichen Gesellschaften schielt dieses Bild / Vorstellung jedoch komplett vorbei.} wirft aber nicht nur demokratische und ethische Probleme auf, sie betrifft den Kapitalismus selbst.

Allem Anschein nach löst er sich von seinem sozialen Fundament. Ein Paradox? Spätestens hier stellt sich die Frage, was eigentlich unter „Kapitalismus“ zu verstehen ist. Streecks Definition: „Der Kapitalismus ist eine moderne Gesellschaft, die ihre kollektive Reproduktion als unbeabsichtigte Nebenwirkung individuell rationaler, kompetitiver Profitmaximierung zum Zweck privater Kapitalakkumulation sicherstellt – vermittels eines ,Arbeitsprozesses`, der privates Kapital mit kommodifizierter Arbeitskraft kombiniert, um so die Mandeville‘sche Verheissung der Verwandlung privater Laster in öffentliche Güter wahr werden zu lassen.“

{Was für ein komplett idiotischer Satz. Verzeihung Herr Streek, aber erstens können im besten Fall vielleicht 0,01 Promille des Menschen diesen Satz lesen und halbwegs erkennen was damit gemeint ist (deswegen das "idiotisch", abgeleitet von der griechischen Urbedeutung) zweitens ist diese Erklärung / Schlussfolgerung falsch. }

So zynisch es klingt, dass „die kollektive Reproduktion nur eine unbeabsichtigte Nebenwirkung“ des kapitalistischen Marktes ist, so klar ist, dass genau dies seine ungeheure Leistungsfähigkeit begründet: Das ökonomische Gewinnstreben ist von sozialen Rücksichten freigestellt.

Nur so konnte der Kapitalismus zu der historisch beispiellosen Wachstums- und Wohlstands-maschine werden, die wir kennen. Aber genau deshalb ist auch die oft beschworene Behauptung, die Wirtschaft sei dazu da, den Menschen zu dienen und nicht umgekehrt, nur richtig, wenn und soweit es gelingt, den Kapitalismus zu „domestizieren“ und dem Gemeinwohl unterzuordnen. Von sich aus tut er es nicht und soll es ja auch nach seiner Prämisse nicht. Seine Kontrolle kann stets nur von aussen kommen.

Seit geraumer Zeit aber sind die hoheitlichen oder auch die zivilgesellschaftlichen Domestizierungskräfte schwächer und schwächer geworden. Und in dem Masse, in dem sich der Kapitalismus aber wieder von seinen politischen, sozialen und moralischen Auflagen und Bindungen befreit, wird die Gemeinwohlunterstellung zur Fiktion.

Über die Ursachen, die zu seiner „neoliberalen“ Entfesselung geführt haben, zerbricht sich inzwischen die halbe Welt den Kopf. Auf was es aber hier ankommt, ist, dass der Kapitalismus viel weniger als üblicherweise gedacht auf die Allgemeinheit angewiesen ist. Er kann seine Profitabilität ohne Weiteres auch insular entfalten, in begünstigten sozialen Segmenten. Nichts an seinem Prinzip zwingt ihn zur Inklusion der ganzen Gesellschaft.

Im Gegenteil, die Rendite steigt, wenn sich derselbe Ertrag auf wenige Köpfe verteilt. Darum entspricht es durchaus seiner Logik, sich zum eigenen Vorteil auszugrenzen, eine Art ökonomische Sezession. Der große Rest der Bevölkerung wird nicht überflüssig, aber doch in eine – was Produktivität und Gewinnabschöpfung betrifft – zweitrangige und immer prekärere Rolle abgedrängt.

Zwischentitel: Je niedriger die Preise sind, desto niedriger fällt auch die Entlohnung aus

Obendrein machen sich die Bürger in dieser abgedrängten Mehrheitssphäre, in der sie ökonomisch vor allem die Doppelrolle als Arbeitskräfte und Konsumenten einnehmen, das Leben selbst schwer: Je niedriger die Preise sind, die sie als Konsumenten zu zahlen bereit sind, desto niedriger, desto flüchtiger kann die Entlohnung nur ausfallen, die sie als produzierende Arbeitskräfte erhalten. Damit spielen sie dem Exklusiv- oder Elitenkapitalismus in die Hände – als seien sie seine Komplizen und seine Verlierer zugleich.

Schwer vorzustellen, dass dieses Wirtschaftsmodell auf Dauer überlebens-, geschweige denn gesellschaftsfähig ist. Dabei sind die weiteren von Streeck angeführte Funktionsstörungen noch gar nicht einbezogen. Sie machen die Sache, so viel steht auch ohnedies fest, nicht besser.
Ende SZ-Artikel

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