VorWorte

Wissen schafft auch Leid[en]. Das nur zur Komplettierung und als Hintergrund für das Fragezeichen.

Dieses Blog ist eine persönliche Frage- und Antwort-Reise, mit dem Ziel das Wirklichkeit in {und aus} das ein-zu-bringen, was auch daIst: *ich.

Wissen schafft Freude? Wie? Indem das aktuelle Wissen angewendet wird, statt auf das Gestern und dessen "Wissen" zu setzen.

Viel Freude beim lesen.

Montag, 14. September 2015

Von der Anpassung an das Freiheit?

 Titel: Von der Notwendigkeit der Anpassung

Dem folgenden Kommentar ist zwar von *mir einiges hinzuzufügen oder abzu ändern, aber das habe *ich an anderer Stelle bereits getan und werde es auch weiterhin noch tun.
Erst mal finde *ich diese Zeilen notwendig, und verbreite sie daher unverändert.
Viel Freude (Nachdenken) beim lesen.

 Aus der Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 14.09.2015, von Michael Martens

Überschrift: Umgang mit Flüchtlingen
Untertitel: Es gilt das Grundgesetz

VorWorte: In Deutschland steht das Grundgesetz über der Bibel und dem Koran. Das sollten wir den Flüchtlingen von Anfang an klarmachen. Ein Kommentar.

http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/fluechtlinge-das-grundgesetz-steht-ueber-der-bibel-und-dem-koran-13800012.html

Deutschland muss in den kommenden Jahren Hunderttausende, vermutlich sogar Millionen fremde Menschen integrieren oder das zumindest versuchen. Das ist die größte Herausforderung für unsere Gesellschaft seit dem Zweiten Weltkrieg.

Um sie zu bestehen, müssen wir ehrlich sein – zu uns selbst und zu den Menschen, die ihr Leben riskiert haben, um es bei uns leben zu dürfen. Diese Ehrlichkeit erfordert, dass wir über einige Grundsätze sprechen, die im deutschen Willkommensjournalismus und in der allgemeinen Debatte bisher kaum erwähnt wurden.

Zu der nun allseits geforderten und hunderttausendfach praktizierten Willkommenskultur gehört nämlich auch, dass wir die Neuankömmlinge von Anfang an mit den rechtstaatlichen Spielregeln und europäischen Werten vertraut machen, die Deutschland erst so lebenswert gemacht haben, dass es für Millionen Ausländer zum Ziel ihrer Träume wurde. Zur Willkommenskultur gehört es vor allem, deutlich zu machen, dass der Kernbestand dieser Werte und Regeln nicht verhandelbar ist.

Zu diesem Bestand gehört der Grundsatz, dass Deutschland ein Land ist, in dem man an Gott glauben oder es sein lassen und beides offen sagen kann. In dem, wer das will, zu einem anderen Glauben konvertieren kann. In dem Frauen ein selbstbestimmtes Leben führen dürfen, in das Väter, Brüder und auch Ehemänner nicht hineinzupfuschen haben.

In dem Lesben offen lesbisch und Schwule offen schwul sein dürfen. In dem die Todesstrafe abgeschafft ist und das Existenzrecht Israels nicht in Frage gestellt wird. In dem es erlaubt ist, über Religionen zu spotten, sich über Jesus und Mohammed, die Bibel oder den Koran lustig zu machen. Das alles hört sich für die meisten Bundesbürger selbstverständlich an – aber für einen großen Teil der Menschen, die jetzt zu uns kommen, ist es das nicht, im Gegenteil.

Man kann es geschmacklos finden oder dumm, Seiten aus dem Koran zu reißen und das Klo hinunterzuspülen, wie es unlängst in einer Notunterkunft in Suhl ein Asylbewerber mit für ihn beinahe tödlichen Folgen getan haben soll – aber ein Verbrechen ist das in Deutschland nicht.

Von einem gläubigen Muslim zu verlangen, er solle akzeptieren, dass andere Menschen den Koran und den Propheten für einen Witz halten und das auch öffentlich sagen dürfen, ist jedoch ungefähr dasselbe, als fordere man einen gutbürgerlichen Bundesrepublikaner auf, den Holocaust zu billigen. Das rührt an Unverhandelbares.

Und doch müssen wir allen, die zu uns kommen und die hier leben wollen, unmissverständlich deutlich machen, dass es in Deutschland, abgesehen von einigen wenigen historisch bedingten Einschränkungen, eine Freiheit des Diskurses gibt, die nicht verhandelbar ist.

Zwar kommen sehr viele Flüchtlinge, vor allem aus der syrischen Mittelklasse, just um dieser Freiheit willen zu uns – aber andere dürften einem potentiell folgenschweren Missverständnis über die Frage erlegen sein, wo Deutschlands Freiheit endet.

Mit einem „Ihr seid alle willkommen“ und einer utilitaristischen Rhetorik des roten Teppichs („Fachkräfte“) ist es jedenfalls nicht getan.

Viele Menschen, die jetzt zu uns kommen, werden mehr lernen müssen als nur die deutsche Sprache. Wir müssen ihnen den freiheitlichen Besitzstand unseres Landes vermitteln – und zwar nicht irgendwann, sondern vom ersten Tag an. Jeder Flüchtling sollte auf dem Kopfkissen seines Betts im Notaufnahmelager einen Willkommensbrief in seiner Sprache vorfinden.


Ein klarer Willkommensbrief für alle Flüchtlinge

Hier ein Formulierungsvorschlag:

„Liebe fremde Frau, lieber fremder Mann, willkommen in Deutschland! Viele von Ihnen haben Schreckliches durchgestanden: Krieg, Lebensgefahr, eine gefährliche Flucht durch die halbe Welt. Das ist nun vorbei. Sie werden in Deutschland weder hungern noch dursten noch frieren noch um ihr Leben fürchten müssen, denn Deutschland ist ein reiches und friedliches Land.

Gegen die kleine Minderheit von Deutschen, die Gewalt gegen Flüchtlinge anwendet, wird dieser Staat mit aller Härte seiner Gesetze vorgehen. Dass Deutschland ist, wie es ist, verdanken wir nicht nur, aber auch Gesetzen, Regeln und Konventionen, von denen sich manche deutlich unterschieden von jenen, die Sie aus Ihrer alten Heimat kennen. In diesem Land, so hat es viele Jahre vor Angela Merkel einst ein anderer deutscher König gesagt, darf jeder auf seine Art glücklich werden.

Viele der Regeln, die bei uns gelten, sind im sogenannten Grundgesetz nachzulesen. Das Grundgesetz steht bei uns über dem Koran, der Bibel oder jedem anderen Buch, und sei es noch so heilig. Eine Übersetzung des Grundgesetzes in Ihre Sprache liegt am Heimeingang aus, gleich neben den Stapeln mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1948, die wir dort ebenfalls in vielen Sprachen für Sie bereitgestellt haben.

Wir können hier nicht auf alle deutschen Gesetze, europäischen Werte und allgemeinen Regeln eingehen, weshalb wir nur einige Beispiele aufzählen, die wir vor allem unsere männlichen Leser aufmerksam zu studieren bitten:

Bei uns sind Frauen und Männer gleichberechtigt. Das beginnt schon in der Schule, wo Mädchen selbstverständlich am Schwimmunterricht und an Klassenfahrten teilnehmen. Und sollten Ihre Töchter oder Schwestern später mit einem Mann zusammenleben wollen, der einer anderen Nation oder Religion angehört, dann ist das in Deutschland kein Verbrechen.

Wenn Sie, liebe Väter oder Brüder, Ihre volljährigen Töchter oder Schwestern hingegen gewaltsam daran zu hindern suchen, ihr Leben so zu leben, wie sie das wünschen, dann ist das durchaus ein Verbrechen. Dafür kann man in Deutschland ins Gefängnis kommen.

Vergessen Sie am besten alles, was Sie in Ihrem Land über „Ehre“ oder „Schande“ für die Familie gehört haben – die meisten dieser Vorstellungen gelten bei uns nämlich nicht, manche sind sogar verboten. Es ist in Deutschland übrigens auch erlaubt, dass Männer Männer oder Frauen Frauen lieben und gemeinsam eine Familie gründen. Niemand kommt deshalb ins Gefängnis.

Die meisten von Ihnen teilen solche Auffassungen vom Zusammenleben der Menschen gewiss ohnehin, denn Sie sind ja zu uns gekommen, um endlich in Frieden und Freiheit zu leben. Sollten Sie diese Ansichten jedoch ablehnen, ist es besser, wenn Sie unser Land rasch wieder verlassen – denn Deutschland kann und will keine Heimat sein für Menschen, die sich diesen Regeln nicht beugen.

Da können wir leider null Toleranz zeigen. Mit herzlichem Gruß, Ihr Deutschland.“ Banal? Keineswegs. Man täusche sich nicht: Viele der potentiellen Deutschen, die jetzt zu uns kommen, werden erst lernen müssen, was für dieses Land seit der Reformation und vor allem seit 1949 unter schrecklichen Rückschlägen zum allgemeinen Nutzen selbstverständlich geworden ist.

Das wird ein mühsamer, ein schmerzhafter Prozess sein. Für manche der jetzt noch begeisterten Flüchtlinge wird die Zukunft Enttäuschungen bereithalten. Wenn Familienzusammenführungen nicht so einfach funktionieren, wie gedacht. Wenn der deutsche Staat Bedingungen stellt und Grenzen setzt. Wenn klar wird: Deutschland ist kein Merkel-Plakat. Die Bilder von dankbaren und glücklichen Menschen, die auf deutschen Bahnhöfen von jubelnden Einheimischen begrüßt werden, zeigen ein offenes, gastfreundliches, tolerantes Land, und das ist rührend schön.

Es erinnert an jene Tage im Herbst 1989, als Deutsche zu Deutschen kamen und viele von uns vor Freude weinten. Doch solche Szenen sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass manche der Neuankömmlinge Werte in ihrem Gepäck mitbringen, die unvereinbar sind mit jenen, die sich in Europa durchgesetzt haben. Es geht dabei nicht um die alte Leier von Christentum, Abendland, Leitkultur.

Es geht um Homophobie und Misogynie, um arabischen, kurdischen oder sonstigen nationalen Chauvinismus. Und, ja, es geht in einigen Fällen wohl auch um jenen islamistischen Fanatismus, vor dessen Auswirkungen die meisten Migranten geflohen sind.

Bei aller Freude darüber, dass so viele Menschen zu uns wollen und dass wir ihnen helfen können, täte ein realistischerer Blick auf die Flüchtlinge allen Beteiligten gut. Wir sollten sie weder verherrlichen noch verteufeln.

Die rassistische Überhöhung des Fremden zum „edlen Wilden“, die Jan Fleischhauer unlängst treffend als romantische Konstante der deutschen Linken (nur der Linken?) beschrieb, ist ein schlechter Ratgeber, weil ihr unweigerlich irgendwann die desillusionierende Einsicht folgen wird, dass Flüchtlinge weder besser noch schlechter sind als andere Menschen. Sie sind einfach nur auf der Flucht.

Das ist traurig genug, und deshalb sollten wir ihnen helfen, ohne sie zu verklären. Wir tun das am besten, indem wir sie von Beginn an nicht im Unklaren darüber lassen, was bei uns möglich ist und was nicht. Dafür brauchen wir einen Rechtsstaat, der selbstbewusst auftritt und sich Respekt verschafft. Die potentiellen Deutschen, die jetzt zu uns strömen, kommen aus Staaten, die ihre Bürger wie Vieh behandeln.

Aus Rumpfsyrien vor allem, wo ein Diktator auf das eigene Volk schießen lässt und eine multiethnische Männerhorde im Namen des Propheten Mittelalter spielt. Oder aus Pakistan, das von einer korrupten und unfähigen Eliten beherrscht wird. Diese Menschen wurden in schwachen und dummen Staaten sozialisiert. Sie werden den besten Staat, den wir Deutschen je hatten, nicht ernst nehmen, wenn der bei aller Güte nicht zugleich streng auf seinen Regeln beharrt.


Wir brauchen einen Rechtsstaat, der selbstbewusst auftritt

Zur Willkommenskultur, die Deutschland braucht, gehört nicht zuletzt auch, dass wir nicht dem selbstbetrügerischen Irrglauben verfallen, all die Mühseligen und Beladenen, die nun zu uns kommen, würden eines Tages wieder gehen. Bis in jenen Staaten, aus denen sie kamen, wieder Frieden einkehrt, werden noch Jahre vergehen, vielleicht Jahrzehnte.

Und selbst wenn die Waffen womöglich eines Tages schweigen in den Blutlandschaften der islamischen Welt – die Fabriken werden noch viel länger schweigen. Das rechtsstaatliche und wirtschaftliche Niveau Westeuropas werden diese Regionen zu Lebzeiten jener, die jetzt flüchten, schwerlich erreichen.


Nicht die Fehler aus den sechziger Jahren wiederholen

Deshalb darf Deutschland nicht den Fehler wiederholen, den Politik und Gesellschaft in den sechziger Jahren begangen haben, als die sogenannten Gastarbeiter aus der Türkei zu uns kamen und sich selbst überlassen blieben. Konservative behaupteten noch bis vor wenigen Jahren wider alle Realität, Deutschland sei kein Einwanderungsland.

Das war ein bürgerliches Pfeifen im Walde, nach der Melodie: Gäste kommen, Gäste gehen. Keinesfalls, so der deutsche Selbstbetrug, dürfe auch nur der Versuch unternommen werden, die Gastarbeiter zu integrieren. Die Linke folgte dagegen der Parole: Bloß nicht einmischen! Wenn Muslime ihre minderjährigen Töchter (und oft auch die Söhne) zwangsverheirateten, war das Traditionspflege.

Hauptsache, wir zwingen den Menschen nicht unsere bösen deutschen Werte auf, die irgendwie alle nach Auschwitz führen. Am fremden Wesen soll die Welt genesen. Nie wieder Deutschland!

Es ist mittlerweile unbestritten, dass der Umgang mit muslimischen Einwanderern in der jungen Bundesrepublik ein schweres Versäumnis war. Im Jahr 2015 sollten Politik und Gesellschaft klug genug sein, um einzusehen: Die meisten derer, die jetzt kommen, sind keine Gäste.

Sie werden über kurz oder lang Bürger dieses Landes werden. Deshalb dürfen wir die gewaltige kulturelle Kluft zwischen Pommern und dem Punjab nicht kleinreden.

Zur Ehrlichkeit, die wir in diesen epochalen Wochen und Monaten brauchen, gehört auch die banale Feststellung, dass eben nicht eine Million Dänen, Franzosen oder Russen kommen, die uns, aus der außereuropäischen Ferne betrachtet, bei allen Unterschieden im Detail in ihren Einstellungen und Lebensweisen zum Verwechseln ähnlich sind.

Die Flüchtlinge kommen aus Staaten, die vom Islam geprägt sind. Das wird Deutschland in den kommenden Jahren verändern. Das muss nicht Schlechtes sein.  Deutschland hat sich immer und zu allen Zeiten geändert, wie jedes Land. Damit Deutschland sich ändert und dennoch bleibt, wie es ist, müssen wir aber nach Kräften darauf Einfluss nehmen, wie es sich ändert. Sonst schaffen wir das nicht.


Ende F.A.Z.-Kommentar von Michael Martens
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Die Vielfarbigkeit hat das Mensch nicht exklusiv
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Titel: Das Mensch verkennt das Mensch-daSein katastrophal. Wieso?

Warum ist es so schmerzlich schwer, dass das Menscheit, das einzelne Mensch als gleich=wertig anerkennt?

Dass jedes Mensch, jedes andere Mensch, als gleich=wichtig achtet.

Vielleicht, weil das den meisten Menschen schon beim persönlichen Selbst nicht gelingt. Das meiste Mensch hat grösste Distanz zum persönlichen Selbst, weiss weder was -Es {das Mensch} wert ist - im VerGleich zu anderen Menschen - überschätzt also den persönlichen VerGleichs=Wert entweder über+mässig, oder unter-schätzt den persönlichen Wert. Und das meiste Mensch ist auch das persönliche Selbst entweder wichtiger als alle ander-Es, oder das persönliche Selbst ist als Grösse (Wert) in Gefühl und Gedanken und Wollen kaum vorhanden

Es ist also wichtig, sehr wichtig sogar, für einen ausGleichenden und friedlichen und entspannten Umgang im gemeinsamen MitEinander - und auch zur Öffnung unseres grossen Entwicklungs-Potentials, ebenso für eine wirkliche Öfnnung hin zur Freiheit - dass wir Einander die Gleich=Wertigkeit als Menschen anerkennen. Vollkommen gleich=gültig wie ein Mensch geformt ist, innen und aussen, woher ein-Es {ein Mensch} kommt, oder an was ein-Es glaubt, oder von was ein-Es weiss.

Das ist keine Gleichmacherei, das ist Respekt (Achtung und Aufmerksamkeit) und Solidarität. Denn eins ist fast komplett unbekannt: Gleichheit = Verschiedenheit. Das ist nicht nur so einfach dahingeschrieben, das ist eine Grund=Gleichung des DaSein.
Euklid beschrieb das vor über 2000 Jahren etwa so:
"Dinge, die einander Gleichen, sind auch zuEinander Gleich".

Gleichheit setzt Verschiedenheit voraus.
Wenn Dinge / Menschen nicht verschieden sind, sind Sie / können Sie nicht gleich sein. Denn wenn Dinge nicht verschieden sind, sind sie einzig; da es aber in unserem DaSein (Universum) keinerlei Einzigartiges / UnverGleichliches gibt, ist auch ALLES im DaSein Gleich. Mal mehr mal weniger.

Das Mensch als eine Spezies ist sehr Gleich, so Gleich zuEinander, das Genetiker grosse Schwierigkeiten haben, zwei Menschen anhand ihrer genetischen Grundlagen zu unterscheiden. So Gleich sind zwei Menschen, ob aus dem Packeis, oder vom Amazonas, von Europa oder Asien, dass Sie einander fast komplett Gleichen. Bis auf kleine Verschiedenheiten, die das Mensch aber gerne mal ins fast unendliche relativiert und vergrössert.

Oder?

Sonntag, 13. September 2015

Katzen-Inhalt

Titel: Die Evolution ist eine "Katze"

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung veröffentlichte einen Artikel mit der Überschrift:

Digitale Vorgesetzte 
Untertitel: Darf mich ein Roboter entlassen?

Und der Kurzbeschreibung: In den Lagerhallen von Hitachi analysieren und optimieren Maschinen als Vorgesetzte die Arbeitsabläufe der Angestellten. Sind Computer in Führungspositionen eine so schlechte Idee?
 
Erschienen am 12.09.2015, von Kornelius Friz


Ganz leise schleicht sich ein jeder Wandel an.

Das war übrigens immer schon so, das Wandel langsam kommen, aber eben genau deshalb von Unaufmerksamkeit übersehen (!) wird. Solange, bis der Wandel nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.
Das Mensch ist bisher ein solches MitGlied im Club der Unaufmerksamen.

Sehr lange ist schon zu erkennen, dass unsere angeborene "Sehschwäche" in Verbindung mit einem natürlichen Zwang zur Optimierung und zur besseren Effizienz, die Technik - und darauf aufbauend Maschinen - zum Evolutions-Gewinner machen wird.

Zur Erklärung: Innerhalb der grundlegenden ständigen Veränderungen (RaumZeit) innerhalb des DaSein - die uns LebeWesen möglich macht und am erLeben hält - gibt es eine klare Tendenz zur Vermeidung von Aufwand (Energie / Bewegung) zur Erreichung eines FolgeSchrittes / einer WeiterEntwicklung und damit auch zur besseren EinPassung in den Wandel der jeweils äusseren Bedingungen. Evolution benannt.

Wenn also z.B. der Weg zu einem ZwischenZiel / einem weiteren Entwicklungs-Schritt anfänglich 100 Schritte gedauert / gebraucht hat, arbeitet diese Tendenz / Teil-Prozess im DaSein daran, dass die Erreichung des nächsten Teil-Ziels nur noch 99 Schritte verbraucht. Und so weiter und so fort. Bis es von einem Teil-Ziel zum nächsten vielleicht nur noch ein paar Energiekrümelchen braucht, anstatt anfangs einem ganzen Sack voll.

Den Effekt dieser Tendenz im DaSein, in den selbstverständlich auch das Mensch eingebettet ist, kennen wir Alle. Jedes Mensch ist bemüht, den Aufwand für ein Tun, für einen Erfolg beständig zu verringern. Das ist kein bewusstes Entscheiden, das ist ein unbewusstes müssen. Ausnahmen bestätigen wie immer die allgemeine Regel. Denn in das DaSein ist auch der Widerstand eingebaut und das Chaos, die diesen allgemeinen OptimierungsZwang immer mal wieder auch zum Einhalt oder sogar zum Absturz bringen. Kurzfristig. Nie lange.

Zurück zu der Entwicklung in die Mensch und Maschine eingebunden sind. Entscheidungen jeder GrössenOrdnung brauchen Auswahl, Vorlauf, Erfahrungen, Abwägung, Kompromiss und abschliessend die Wahl einer Handlung, oder auch einer nicht-Handlung. Das Mensch ist zumeist ein LebeWesen, das gerne nicht-handelt und sehr gerne nur das allernötigste an Entwicklung tut und erfindet. Dabei ist das Mensch noch - im VerGleich mit unserenerdmondlichen  Mit-LebeWesen (andere kennen wir noch nicht) - am Besten aufgestellt. Behindert die stetige EffizienzSteigerung also noch am wenigsten.
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Dach-Kunst.
Im Deutschen Historischen Museum
in Berlin
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Und jetzt kommen Technik und Maschinen zum Zug. Und steigen ein. Wie in dem Artikel beschrieben wird, werden nun immer mehr Maschinen damit beauftragt Entscheidungen für Menschen zu treffen. Das Mensch will (kann?) nicht mehr entscheiden, ist zu langsam dafür, zu unaufmerksam, zu bequem, wie auch immer, auf jeden Fall will das Mensch nicht selbst entscheiden, weil zu aufwändig und zu komplex, also überlässt -Es {das Mensch} die Entscheidungen für menschliches Handeln und nicht-Handeln mehr und mehr der Technik.

Anfänglich nur Rand-Entscheidungen, kleine Entscheidungen, unauffällige Neben-Entscheidungen, aber, wie das mit dem langsamen unauffälligen anschleichen eben ist, irgendwann steht die Entscheidung gross und breit vor ... z.B. auch uns Menschen und ... Tja, dann gibt es für Menschen nichts mehr zu entscheiden, es ist für uns entschieden worden. Es wird für uns entschieden werden.

Eigentlich war das ja immer schon so, denn welches Mensch hat schon jemals wirklich eigenständig für das Selbst entschieden. Weder, als was, ein Irgendwas Potential sich materialisiert (z.B. als Gerste, oder als Nebelbank, oder auch als Mensch), noch wohin es gezeugt wird, wenn es gezeugt wird, noch welche Form es dann einnimmt, hat das Mensch je entscheiden können. Bisher laufen wir Menschen gut mit, mit der Evolution, wir tun, was uns gesagt wird, meist.

Jetzt hatten wir für einen ganz kurzen Moment sogar die Möglichkeit in diesen Zwang zu ewigen Optimierung und EnergieEinsparung einzugreifen, Dank unseres Potentials zur Erfassung von Wissen - statt nur zu Glauben, was das meiste Mensch immer noch ausschliesslich tut -, und nicht nur zur Erfassung von grossen Wissens-Mengen, sondern auch der Verbindung dieser teils sehr verschiedenen WissensGebiete und damit der Interpretation / Er- oder AufKlärung des Inhalts und der Richtung des DaSein, mithin also auch von uns Selbst.

Wir hatten die Chance Selbst zu entscheiden, was wir mit dem so kurzen daSein als Mensch[en] anfangen wollten, wie wir sein könnten und wollten, was wir innerhalb der kurzen RaumZeit, die uns zum erLeben bleibt, mitEinander tun könnten und wollten, ob wir darIn mehr Leiden oder mehr Freude erLeben möchten zum Beispiel. Nun ist es aber so, dass wir von dem Zwang und dem Sparen (z.B. an Aufmerksamkeit fürEinander, an bedingungsloser Anerkennung unseres gemeinsamen Mensch-daSein, unseren gemeinsamen Bedürfnissen und Notwendigkeiten, und unseres grossen Vermögens den Zwängen und inheränten Prozessen des DaSein auch ein Schnippchen schlagen zu können!) nicht lassen wollen oder können.

Also werden nun immer mehr Maschinen und sehr sehr komplexe Technik, die für fast 99,99% des Menschen völlig unverständlich ist und wohl auch bleibt, weil wir ja nun mal jede Anstrengung vermeiden müssen, wird uns als bald Technik sämtliche Entscheidungen vorgeben oder wie wir wohl in eingeübter Beschönigerei auch gerne formulieren: die Technik wird uns die Entscheidungen "abnehmen".

Schön, oder?
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Titel: Von der Abschaffung von emotionalem Zeugs

Auf meine vielen Kommentare zur aktuellen Einwanderungs-Situation und der Abschätzigkeit und dem Selbst{Menschen}-Ekel, der dabei oft in die Kommentarspalten hinein geschrie[b]en wird, schrieb ein-Es *mir: "Sie schreiben wieder nur emotionales Zeug ohne echte Argumente. Aber heute ist in Deutschland ja nicht mehr gut was funktioniert, sondern nur was sich gut anfühlt."

Schaun Sie, ist nicht genau fehlendes Gefühl und mit-Gefühl, für all die Trägheit und das Wegg-Schauen mit-verantwortlich, das erst für die fürchterlichen Verhältnisse in fast ganz Afrika und in Osteuropa (Ukraine) gesorgt hat?


Und all die schreckliche Verachtung, der "das Boot ist voll"-Blödsinn und die Gleichgültigkeit, die hier hineingeschrie[b]en wird, und daraufhin fleissig mit "gefällt mir" entlohnt wird, wovon kündet das?

Was hier und anderswo dringend fehlt, und damit verhindert, dass wir eine friedliche und alle versorgende und kreative Menschheit sind, ist Gefühl. Mensch! Mach Deine Sinne auf, Mann! Was ist aktueller Zustand Menschenweit? Toll, oder? Mann!

Uns fehlt keine Kontrolle ("... funktioniert, ...") und keine alten und neuen Grenzen und kein träges oberflächliches Geschwätz, uns fehlt ganz deutlich Gefühl! Und zwar Innen und nach Aussen.

Danke, für diese Erregung.