VorWorte

Wissen schafft auch Leid[en]. Das nur zur Komplettierung und als Hintergrund für das Fragezeichen.

Dieses Blog ist eine persönliche Frage- und Antwort-Reise, mit dem Ziel das Wirklichkeit in {und aus} das ein-zu-bringen, was auch daIst: *ich.

Wissen schafft Freude? Wie? Indem das aktuelle Wissen angewendet wird, statt auf das Gestern und dessen "Wissen" zu setzen.

Viel Freude beim lesen.

Freitag, 18. Januar 2019

Das Mensch wird das Macht los, oder?

Poesie

Titel: Wo bitte ist der Weg zur All-Macht!


Sie erwähnen so oft den Begriff Macht, was ist diese Macht, die Sie so oft erwähnen, fragte mich mein Nachbar? Ich war versucht, einfach den Duden zu zitieren, oder die einfache Variante auszuführen, dass Macht die Fähigkeit ist, einen Willen gegen einen Widerstand von Innen oder Aussen durch zu setzen.
Und dabei auch zu erwähnen, dass das in jeder Familie passiert, in dem immer die Älter[e]n den Nachwachsenden nicht das Weite des Wissens und des Freiheit eröffnen, sondern, diesen lediglich die jeweils willkürlichen Traditionen, Vorlieben und regionalen Gegebenheiten oder Kulturen mehr oder weniger aufzwingen, was ganz korrekt ErZIEHEN genannt wird.

Und das tun die Älter[e]n so ganz nebenbei, und meist sogar ohne grossen Widerstand der kleinen Menschen, weil Macht und OhnMacht für Menschen so natürlich und so normal sind.
Aber ich wollte meinem Nachbarn dann doch, mit einer kleinen Vorrede, eine ganz andere Geschichte erzählen.

Denn ich wollte diesen Dominanz-Zwang einerseits und den darin enthaltenen Unterwerfungs-Automatismus, der uns Menschen so natürlich und überall normal ist, dass wir ihn gar nicht bemerken, nicht von der Vergangenheit her erklären, sondern den uns allen gemeinsamen Zwang uns gegenseitig entweder zu dominieren oder uns zu unterwerfen, in eine mögliche Zukunft zu projizieren.

Und zwar aus dem einfachen Grund, weil wir diesen Unterwerfungs- und Unter- und EinOrdnungs-Zwang (Hierarchien, Oben, Unten und die strenge Macht / Gewalt darin), den wir bislang von Mensch zu Mensch durchgesetzt haben - und auch von Mensch gegen unsere MitLebeWesen und das UmWelt -, mit Hilfe von Technik nun quasi auslagern und noch verstärken werden.

Wir sind gerade dabei, neben der immer schon vorhandenen Dominanz der Natur, die uns ja erst möglich geMacht (!) hat und uns auch immer noch mit-prägt, eine zweite Dominante zu erschaffen, die noch viel tiefer in uns eingreifen und noch viel dominanter sein wird, wenn wir diese Entwicklung zulassen.

Das Künstliche Intelligenz, das KI.

Wir tun das vielleicht aus zwei Gründen, einerseits, weil wir uns nicht mehr von Mensch zu Mensch dominieren lassen wollen und andererseits, weil wir damit eine lang gehegte Sehnsucht erfüllen, die fast alle Glaubens-Vorstellungen und Mythen eint, nämlich die nach einer höheren Macht, einer AllMacht, die Alles weiss und kann, die unangreifbar ist, der wir also unbedingt folgen müssen verlangt!

Und da bislang weder Gott, noch Götter oder sonst ein ÜberWesen irgendwo aufgetaucht ist, müssen wir uns diese AllMacht eben selbst erschaffen.

Wir müssen folgen, schreit das Mensch! Wir müssen Druck, Drohungen und Gewalt spüren, sonst …, ja sonst passiert hier ja nichts mehr, fühlt das Mensch und Macht so dahin.

Glauben ja, Verantwortung nein! Wirklichkeit, Wissen, Freiheit und Selbst-Entscheidungen sind uns zu gefährlich! Das sind wir von Natur aus einfach nicht gewohnt, kennen wir nicht; und wie geht eine alte Selbst-Erkenntnis: was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht.

Um das Neue zu verhindern, haben wir ja die Macht; und die verstärken wir mit und durch Technik nun so entscheidend, dass uns das so gefährlich erscheinende Freiheit und das noch gefährlichere Selbst-Entscheiden und Selbst-Verantwortung, gar nicht mehr erreichen können.

Wir immunisieren uns gegen diese Gefahr der Aufhebung der Zwänge und Ängste und der Willkür, in dem wir für uns so schwache Menschen, die der Freiheit vielleicht doch mal nachgeben könnten, eine ausser-menschliche, ja eine ausser-lebendige Macht erschaffen, der unsere Kräfte und Waffen nicht gefährlich werden können.

Endlich, rufen unbewusst alle Gläubigen, und das sind ja nun fast alle 7einhalb Milliarden Menschen, endlich haben (!) wir einen „Gott“!

Endlich haben wir eine AllMacht, die alles weiss und alles kann und uns befiehlt, was wir zu befolgen haben, und zwar ohne Widerstand, denn der war schon zwischen uns Menschen das Schlimmste, was uns passieren konnte!

Widerstand hassen wir, und haben wir immer gerne gebrochen, mit allen Waffen, die uns jeweils zur Verfügung standen. Widerstand ist zwecklos, das war und ist das Mantra und Grundgesetz jeglicher Macht, und so wird das auch überall von und gegen uns durchGesetzt.

Mein Nachbar war schon nach dieser kurzen Vorrede kreidebleich und stotterte, dass er die eigentliche Erklärung, was Macht ist und mit uns zukünftig macht, nicht mehr ertragen würde, also kam ich gar nicht mehr dazu, diese eine mögliche Zukunft zu schildern.

Derweil steuern wir ungebremst darauf zu. Und das mit viel mehr Einsatz an Geld, Menschenkraft und Spass und Befriedigung, wie wir es je für ein gelungenes MitEinander, für weniger Armut und wechselseitige Solidarität ausgeben würden.

Aber auch mein Nachbar zeigte, Macht wirkt, Macht wirkt ungebrochen und un-unterbrochen, Macht will nichts wissen und nichts lernen, Macht will nur glauben, ohne zu belegen, und versprechen, ohne einzulösen.
Macht will nur Gehorsam ohne Widerspruch, und will nur wissen, was zur Bedrohung der Unterworfenen und OhnMächtigen nötig ist.

Gleich=Wertigkeit ist jeder Macht die Hölle, Widerstand der Teufel, das Anders-daSein der Feind. So sind wir Menschen von Natur und Evolution geprägt worden. Schliesslich haben wir Menschen uns dieses soSein nicht ausgesucht, wir hatten keine Wahl, wir hatten zu keiner RaumZeit eine Wahl, was, wo und wie wir ausgestattet werden wollten!

Aber ist diese völlige UnSchuld, gegenseitig Mächtig und OhnMächtig zu sein, ein Grund so weiter zu machen, und diese gegenseitige Unterwerfung, Bedrohung und Nötigung sogar noch zu verstärken?
Ich finde Nein. Aber ich bin weniger als eine Minderheit.


Poesie Ende

😊

Das ist eine eher dystopische Poesie.
Genauso gut könnte eine gut programmierte und eingestellte KI, uns auch von diesem Zwang zur Hierarchie und zur gegenseitigen Macht befreien?

Samstag, 24. Februar 2018

Braucht das Sprache Veränderung?

Antwort: Ja, dringend

Vorwegg eine Bemerkung und schöne Herleitung des natürlichen Wissensdurstes und der Entdeckerlust, als gemeinsame (auch!) menschliche Eigenheit.

»Schon das Kind sehnt sich über die Hügel, die Gebirge, die Seen, die Meere hinaus, die seine enge Heimath umschliessen, und sich dann gleich wieder pflanzenartig zurück, wie das überhaupt das Rührende und Schöne im Menschen ist, dass Sehnsucht nach Erwünschtem und nach Verlorenem ihn immer bewahrt, ausschliesslich am Augenblicke zu haften. So, festgewurzelt in der innersten Natur des Menschen, und zugleich geboten durch seine höchsten Bestrebungen, ist jene wohlwollend menschliche Verbindung des ganzen Geschlechts eine der grossen leitenden Ideen in der Geschichte der Menschheit.«
Wilhelm von Humboldt, 1828, aus "Über die Verschiedenheiten des menschlichen Sprachbaues".

Das Sprache braucht Veränderung.
Es braucht Veränderung ebenso, wie ALLES Andere ebenso in Veränderung ist.
Eine platte "Weisheit": DaSein ist stetes AndersSein. Was ich eben war, bin ich Jetzt nicht mehr, oder wie Franz Beckenbauer mal gesagt hat (und er hat es auch nur übernommen): "Was interessiert mich mein Geschwätz von Gestern". Klar, die / das Sprache ist in Veränderung, Heute gibt es Wörter und Wortzusammenstellungen, die vor / in ? Jahren kaum ein-Es verstehen würde, aber ... Es gibt immer ein Aber.

Aber, ist das die richtige Richtung?
Immer mehr Bedeutungen und Farben in ein und dasSelbe Wort zu packen (siehe dazu auch den Beitrag: "Die Freiheit der Liebe", vom 02. März 2012, in diesem Blog)? Und somit, wie *ich meine, die Worte zu entsozialisieren.

Ein Wort wie: Wahrheit, hat bald keinen allgemein verständlichen Sinn und Inhalt. Jed-Es verwendet das Wort mit einem anderen Inhalt, einer anderen Aussage und einer anderen Färbung, wenn es dann beim ander-Es ankommt, füllt Jen-Es wiederum eine ganz eigene Bedeutung ein und somit sprechen und schreiben Zwei dasSelbe Wort, meinen aber jeweils etwas fast völlig verschiedenes.
.
Ort der Sprachen und des Denkens
.
Heute las *ich beim Spaziergang durch die Berliner Glinkastrasse folgendes Schild an einem Zaun:
"Botschaft der Demokratischen Volksrepublik Nordkorea".
Nun, was bedeutet zumindest für die Nord-Koreaner das Wort: Demokratie?:
»EinFamilienDynastie«. Für Nordkorea ist in dem Wort "Demokratie" nur die Familie Kim enthalten und viel Militär, Hunger und unerschütterliche Folgsamkeit.

Was bedeutet den Leses das Wort "Demokratie"?

Ich denke, Wir sind von der ursprünglichen Bedeutung der Demokratie, nämlich, dass Alle Bürger / MitGlieder einer Gesellschaft gemeinsam entscheiden und abstimmen, was in und mit der Gesellschaft passiert, noch ein gutes Stück entfernt.

Das waren auch die Griechen, die dieses Wort gebildet hatten. Dort galten nur Männer und nur aus wenigen Familien als die Gesellschaft (Volk), der Rest der Menschen sollte Schweigen und Folgen, also eher das heutige Nord-Koreanische Modell.

Vielleicht geht es also bei der Weiterentwicklung der Sprache eher um Entschlackung, um Reduzierung, um Verdeutlichung von Begriffen, die mehr oder weniger Alles um einen kleinen Kern herum bedeuten können. So, wie in dem Begriff Demokratie auch die EinFamilienHerrschaft steckt, als sei das Volk nur eine Familie und der Rest sind "Sklaven" und "Frauen", also nicht-stimmberechtigte Menschen.

Dass die Beschäftigung mit der Genauigkeit und dem Inhalt von Sprache, schon mit dem Aufflammen der Sprache begonnen hat, zeigt mit anderem der Platonische Dialog "Kratylos" (weiteres dazu hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Kratylos); *ich möchte aber eine neuere Auseinandersetzung damit wieder vor Sie und m*ich hinstellen, eine von zweien meiner Vorbilder.

Zitat: »Die Hauptelemente der Sprache, die Wörter, sind es vorzüglich, die von Nation zu Nation überwandern. Den grammatischen Formen wird dies schwerer, da sie, von feinerer intellektueller Natur, mehr in dem Verstände ihren Sitz haben, als materiell und sich selbst erklärend an den Lauten haften. Zwischen den ewig wechselnden Geschlechtern der Menschen und der Welt der darzustellenden Objekte stehen daher eine unendliche Anzahl von Wörtern, die man, wenn sie auch ursprünglich nach Gesetzen der Freiheit erzeugt sind, und immerfort auf diese Weise gebraucht werden, eben sowohl, als die Menschen und Objekte, als selbständige, nur geschichtlich erklärbare, nach und nach durch die vereinte Kraft der Natur, der Menschen und Ereignisse entstandene Wesen ansehen kann. Ihre Reihe erstreckt sich so weit in das Dunkel der Vorwelt hinaus, daß sich der Anfang nicht mehr bestimmen läßt; ihre Verzweigung umfaßt das ganze Menschengeschlecht, so weit je Verbindung unter demselben gewesen ist; ihr Fortwirken und ihre Forterzeugung könnte nur dann einen Endpunkt finden, wenn alle jetzt lebende Geschlechter vertilgt und alle Fäden der Überlieferung auf einmal abgeschritten würden. Indem nun die Nationen sich dieser schon vor ihnen vorhandenen Sprachelemente bedienen, indem diese ihre Natur der Darstellung der Objekte beimischen, ist der Ausdruck nicht gleichgültig und der Begriff nicht von der Sprache unabhängig. Der durch die Sprache bedingte Mensch wirkt aber wieder auf sie zurück, und jede besondere ist daher das Resultat drei verschiedener zusammentreffender Wirkungen: der realen Natur der Objekte, insofern sie den Eindruck auf das Gemüt hervorbringt, der subjektiven der Nation, und der eigentümlichen der Sprache durch den fremden ihr beigemischten Grundstoff und durch die Kraft, mit der alles einmal in sie Übergegangene, wenn auch ursprünglich ganz frei geschaffen, nur in gewissen Grenzen der Analogie Fortbildung erlaubt. Durch die gegenseitige Abhängigkeit des Gedankens und des Wortes von einander leuchtet es klar ein, daß die Sprachen nicht eigentlich Mittel sind, die schon erkannte Wahrheit darzustellen, sondern weit mehr, die vorher unerkannte zu entdecken. Ihre Verschiedenheit ist nicht eine von Schällen und Zeichen, sondern eine Verschiedenheit der Weltansichten selbst. Hierin ist der Grund und der letzte Zweck aller Sprachuntersuchung enthalten. Die Summe des Erkennbaren liegt, als das von dem menschlichen Geiste zu bearbeitende Feld, zwischen allen Sprachen und unabhängig von ihnen in der Mitte; der Mensch kann sich diesem rein objektiven Gebiet nicht anders, als nach seiner Erkennungs- und Empfindungsweise, also auf einem subjektiven Wege, nähern. Gerade da, wo die Forschung die höchsten und tiefsten Punkte berührt, findet sich der von jeder besonderen Eigentümlichkeit am leichtesten zu trennende mechanische und logische Verstandesgebrauch am Ende seiner Wirksamkeit, und es tritt ein Verfahren der inneren Wahrnehmung und Schöpfung ein, von dem bloß so viel deutlich wird, daß die objektive Wahrheit aus der ganzen Kraft der subjektiven Individualität hervorgeht.«
Wilhelm von Humboldt in einem Vortrag, ca. 1830 gehalten, an der Universität Berlin, überliefert in 1927 von Hugo von Hofmannsthal, in einem Aufsatz mit dem Titel: "Wert und Ehre deutscher Sprache", in den Münchener Neuesten Nachrichten.

Signifikant: Das Bewusst-Sein spricht. Das Bewusst-Sein spricht in Worten. Sprache. Welch ein Wunder!? Einfach so entstanden? Ein so mächtiges Werkzeug! Das ist doch eine Frage wert. Seit Wir Menschen sprechen, ist die Entwicklungsgeschwindigkeit sowohl der gesellschaftlichen Verhältnisse, als auch der Technik exponentiell abgehoben. Abgeflogen, oder auch Aufgeflogen! Das Körper kommt dabei kaum mehr mit. Und bremmst.

Was verständlich ist. Denn, was versteht das Körper von Sprache? Nun, Es spricht und versteht Sprache, aber wie weit reicht das, in das Körper hinein? Lesen Sie der linken Hand, wahlweise auch dem linken Knie, das Sie auch sind, einmal folgende Zeilen vor:

"Also ist der Poet wahrhaftig ein Dieb des Feuers. Er ist beladen mit der ganzen Menschheit, sogar mit den Tieren. Er muss, was er erdichtet entdeckt, fühlbar machen, tastbar, hörbar, und wenn das, was er von da unten heraufholt, Form besitzt, so gibt er es als Form; ist es formlos, dann gibt er das Formlose. - Eine Sprache finden - und wenn schliesslich jedes Wort ein Gedanke ist, dann kommt auch die Zeit einer Universalsprache! Man muss schon Akademie-Mitglied sein - mehr tot als ein Fossil -, um ein Wörterbuch zu verfassen, in welcher Sprache auch immer. Wenn Schwächlinge anfangen, über den ersten Buchstaben des Alphabets nachzudenken, können sie ganz schnell dem Wahnsinn verfallen! Diese Sprache wird von der Seele kommen und zur Seele gehen und alles zusammenfassen: Düfte, Töne, Farben und den Gedanken, der dem Gedanken folgt und ihn weiterführt. Der Poet bestimmt dann das Ausmass des Unbekannten, das zu seiner Zeit in der Allseele erwacht: er gäbe mehr - als die Formel seines Gedankens, als die Aufzeichnung seines Weges zum Fortschritt! Indem er das Ungewöhnliche zum Gewöhnlichen macht und alle es aufnehmen in sich, würde er in der Tat zu einem Vervielfacher des Fortschritts!".
Arthur Rimbaud in einem Brief an Paul Demeny, vom 15.Mai 1871. 

Nun kommt ein ganz persönlicher "Shitstorm", eine Verzweiflungstat, die das Selbst genauso beklagt und das Andere anklagt, wie es hilflos ist, die passenden, weil verständnisvollen und hilfreichen Worte zu finden, aber es musste mal raus, egal, ob es *mir oder Ihnen gefällt:

Signifikat: Hat die Hand diese Gedanken ergriffen, hat sie sie gar begriffen, oder sind nur Regionen im Gehirn damit befeuert worden? Was weiss der Magen von der Welt, (von) ausser was Es isst? Wo bleibt da das Bewusst-Sein? DaDa! Das Mensch denkt, aber die Gedanken reichen meist wenig weit, nur nah und sind ebenso schnell oft genug vergessen. Den besten Wünschen mangelt es fast zu 100% an Übersetzung in Körperkraft. Was weiss das mehr zu würdigen? Das Leben oder mehr das Tod? Beide leuchtet das Sprache aus. Beide schätzen das bisher wenig. Der Funktionsraum (lat. "fungi" = 'verrichten, vollbringen') der Sprache, das Denken, wird an der sehr kurzen Leine gehalten.

Ein Klärungsversuch: "Unser Gehirn scheut das Denken, weil es eine wahnsinnig energieraubende Tätigkeit ist. Wer nachdenkt dessen Grosshirnrinde verbraucht ungeheuer viel Zucker und Sauerstoff. Deshalb versucht unser Hirn, möglichst wenig nachzudenken und alles Mögliche zu automatisieren. Das ist billiger."
Prof. Dr. Gerhard Roth, in 'Der Spiegel', 2/11 (Titel: "Die zerhackte Zeit").

Zitat: "Unser" Gehirn scheut {also} das Denken?"

Was sagt "Unser" Magen dazu?
Was "unsere" rechte Arschbacke?
"Unser" GeHirn unterliegt also der geringen Versuchung wenigstens zu denken, weil das eine wahnsinnig ungeheuer raubende Tätigkeit ist, das ist billiger. Geiz ist Geil. Weniger ist mehr. Jetzt ist alles klar, oder? Warum beschneiden Wir Menschen zuerst immer die Kunst- und Bildungsausgaben?
Es ist billiger.

Und es läuft einfach alles besser (voll-)automatisch. Die Wissenschaft hat also endlich bewiesen, was den Politikern und Potentaten schon lange Recht ist, oder? Nein. Keine Schelte der Po's, Wir Menschen sind Alle schnell dabei,
!Einschränkung!: fast Alle, schnell dabei, jegliche physischen Ausgaben für den Wissenserwerb, die Fremdenerfahrung, eine Erlebniseinordnung und die Verantwortungs-Erweiterung zu begrenzen oder zurückzunehmen, wenn gespart werden muss. Bisher kommt der Eigennutz weitgehend ohne das Fremde aus. Und gespart werden muss dauernd, oder?

Es lebe die Ignoranz!
Die Frage der Bewertung stellt sich dann gar nicht. Und die Huldigung der Intuition ist vergesslich, sie vergisst, dass die Intuition zwar im Augenblick des intuitiven Handelns ohne den Verstand auskommt, das Denken aber, in der Vorbereitung des "Handelns ohne Worte", sehr wohl braucht, ohne zu Vergessen, dass in der Intuition auch mehrere Millionen / Milliarden Jahre der Erfahrung stecken.

Intuition ohne Verstand schlägt (einfach) zu.

Und das ist noch Menschenweiter Normalzustand.