VorWorte

Wissen schafft auch Leid[en]. Das nur zur Komplettierung und als Hintergrund für das Fragezeichen.

Dieses Blog ist eine persönliche Frage- und Antwort-Reise, mit dem Ziel das Wirklichkeit in {und aus} das ein-zu-bringen, was auch daIst: *ich.

Wissen schafft Freude? Wie? Indem das aktuelle Wissen angewendet wird, statt auf das Gestern und dessen "Wissen" zu setzen.

Viel Freude beim lesen.

Freitag, 31. März 2023

Gesetze und das Ende des Trauma Vergangenheit?

Poesie

Titel: Wie fühle ich im Ganzen, dass das, was war, vorbei ist?

Und *mir geht es dabei nicht bloss um das Leiden, das in das Vergangenheit natürlich und weitestgehend üblich war und auch aktuell noch ist.

Für die Allermeisten, war und ist es so. FFF fehlen da meist komplett. Das Krankenstand ist enorm, Weltweit. 

Und wäre wohl noch viel höher, wäre nicht der Zwang zu Macht und damit auch die Gewalt zur Unterwerfung und Anpassung so absolut da, so mächtig. In das "Arbeitswelt" unter irgendwelche willkürlichen Kulturen, Tradition oder Sprachen und unter viele irrige Vorstellungen (Religionen z.B.), Triebe und Phantasien.

Und dass es Willkürlich ist, und Zufällig ist, zeigen fast so viele Kulturen, Traditionen und Sprechs, wie es Menschen gibt. So um die 8 Milliarden inzwischen. Und w-Es gerade mal so mächtig ist, muss Zwingen und Drohen und Ignorieren, um unbedingt durchzusetzen, was -Es (fast nur -Er), will oder nicht.

Ganz natürlich und normal. Dass Wir das nicht wissen wollen und nicht offen kommunizieren, wie Wir gegen einander handeln müssen, ist natürlich. Nichts inFrage stellen, was das Natur uns vorgegeben hat. Blind folgen, ist bis jetzt das natürliche Tun und nicht-Tun.

Und jetzt kommt also ein-Es und behauptet, es gäbe eine sichere Möglichkeit / Methode, um das Vergangenheit als vergangen zu kennzeichnen, unds ich endlich dem Zukunft hinzuwenden. Um endlich diese zu gestalten, so, dass Wir daSind. Ganz Da. Fühlend und Wahrnehmend, somit auch Denkend und Wissend.

Und endlich wirklich frei, aufGrund fundierten Fühlens, Spürens und Wissens, Selbst-Entscheidend zu handeln und nicht-handeln. Wäre das vorteilhaft?

https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/gesellschaft/trauma-therapie-bessel-van-der-kolk/

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Ohne Gewalt.

Hier ein Auszug:

Barbara Vorsamer (SZ): Was muss passieren, damit ein schreckliches Erlebnis zum Trauma wird?


Bessel van der Kolk: Gefühle von Machtlosigkeit und Verlassenheit müssen dazukommen. Menschen können viele schlimme Dinge überleben, wenn sie eine Gemeinschaft haben, die ihnen hilft, damit zurechtzukommen. Gibt es allerdings niemanden, der einen nach einer grauenhaften Erfahrung auffängt, wird einem womöglich nicht einmal geglaubt – dann wird ein Trauma daraus.


Barbara Vorsamer (SZ): Behandelt werden Traumatisierte zumeist mit Medikamenten und Gesprächstherapie …


Bessel van der Kolk: … bei uns Weißen, ja. In unserer Kultur.


Barbara Vorsamer (SZ): Genau, ich bezog mich auf Deutschland und vermute, in den USA, wo Sie leben, ist es ähnlich.


Bessel van der Kolk: Ja, wir reden viel, viel zu viel. Wenn wir ein Problem haben, wird endlos darüber gesprochen. Geht es uns noch schlechter, nehmen wir einen tiefen Zug aus der Flasche oder schlucken eine Pille. In anderen Ländern ist das anders. In China macht man Qi Gong, in Indien Yoga, andere Menschen joggen jeden Morgen. Es gibt andere Wege, mit emotionalen Zuständen umzugehen, als mit Worten und Chemie.


Barbara Vorsamer (SZ): Beginnen wir mit Medikamenten. Warum heilen diese Ihrer Meinung nach kein Trauma?


Bessel van der Kolk: Traditionelle Psychopharmaka können sehr wichtig und hilfreich sein, wenn jemand schwere Symptome hat. Aber sie tun eben nicht mehr, als Symptome zu lindern, sie lösen nichts.


Barbara Vorsamer (SZ): Und wie ist es mit therapeutischen Gesprächen?


Bessel van der Kolk: Zu wissen, warum alles falsch gelaufen ist, macht es nicht rückgängig. Es mag hilfreich sein, zu verstehen, welche Fehler man gemacht hat oder was man Schlimmes erlebt hat. Aber gelöst ist dadurch erst mal nichts. Damit es Menschen besser geht, müssen die Wege im Gehirn verändert werden, damit sie nicht mehr durch kleinste Reize in ihr traumatisches Erlebnis zurückgeworfen werden.Sie müssen körperlich spüren, dass es Vergangenheit ist und dass sie jetzt sicher sind. Das klappt aber meist nicht, indem man nachdenkt und redet.


Barbara Vorsamer (SZ): Dennoch haben viele Menschen heutzutage ein beinahe absolutes Vertrauen in Psychotherapie. Egal, was einen plagt, irgendjemand wird einem immer raten, doch mal darüber zu reden. Warum hilft das nicht?


Bessel van der Kolk: Sie müssen körperlich spüren, dass es Vergangenheit ist und dass sie jetzt sicher sind. Das klappt aber meist nicht, indem man nachdenkt und redet. Als Organismen reagieren wir auf viele Reize ganz unwillkürlich. Zum Beispiel zittern wir, wenn wir frieren. Das passiert ganz automatisch, da können wir bewusst kaum etwas steuern. Genauso ist es bei Dingen wie Müdigkeit, Hunger, sexueller Erregung. Eine Traumatisierung passiert auf diesem Level, es ist eine sehr primitive Reaktion, weswegen der Verstand hier nur ganz schwer eingreifen kann. Auch nach Hunderten Gesprächen nicht.


Barbara Vorsamer (SZ): Sie empfehlen daher viele andere, ganzheitlichere Methoden zur Traumatherapie. Yoga zum Beispiel, Kampfsport, Tanzen und Theater. Wieso funktioniert das?


Bessel van der Kolk: Wieso funktioniert darüber sprechen? Ich finde es immer interessant, dass in unserer Kultur überhaupt nicht angezweifelt wird, dass und wie Sprachtherapie funktioniert, während alles andere sich erst einmal rechtfertigen muss. Auch die Wirkung von Medikamenten wird kaum hinterfragt. Aber wissen Sie, wie zum Beispiel Prozac (eines der bekanntesten Antidepressiva, Anmerkung der Redaktion) wirkt?


Barbara Vorsamer (SZ): Nicht genau.


Bessel van der Kolk: Die Wirkweisen von Psychopharmaka sind sehr komplex, und unsere technischen Möglichkeiten im Moment erlauben uns nur teilweise, sie nachzuvollziehen. Trotzdem verschreiben Ärzte sie gerne, und Patienten nehmen sie, ohne die Wirkweise genau zu verstehen. Bei EMDR hingegen wollen sie genau wissen: Wie funktioniert das?


Barbara Vorsamer (SZ): Was ist EMDR?


Bessel van der Kolk: Es ist eine Methode, bei der der Therapeut die Augenbewegungen des Patienten mit der Hand führt, während dieser sich auf seine Erinnerungen konzentriert. Als ich damit angefangen habe, wusste niemand, wie es wirkt – nur, dass es wirkte. Inzwischen konnten wir zufällig mit bildgebenden Verfahren nachweisen, dass sich während einer EMDR-Sitzung die Hirnregion verändert, mit der man Zeit wahrnimmt. Das Verfahren scheint also dabei zu helfen, das traumatische Erlebnis als vergangen abzuspeichern. Auch Psychodrama, also therapeutisches Theaterspielen, ist unglaublich wirksam. Egal, ob man Szenen aus der Vergangenheit nachspielt und Mitpatienten Vater und Mutter darstellen lässt oder ob man echte Theaterstücke spielt: Durch das Einlassen in emotionale Zustände, die nicht die eigenen sind, passiert so viel bei den Betroffenen. Aber was genau im Gehirn abläuft, lässt sich kaum erforschen. Es ist ja nicht möglich, jemanden gleichzeitig Theaterspielen zu lassen und sein Gehirn zu scannen.Als Organismen reagieren wir auf viele Reize ganz unwillkürlich. Zum Beispiel zittern wir, wenn wir frieren. Das passiert ganz automatisch, da können wir bewusst kaum etwas steuern. Genauso ist es bei Dingen wie Müdigkeit, Hunger, sexueller Erregung. Eine Traumatisierung passiert auf diesem Level, es ist eine sehr primitive Reaktion, weswegen der Verstand hier nur ganz schwer eingreifen kann. Auch nach Hunderten Gesprächen nicht.


Barbara Vorsamer (SZ): Was unterscheidet eine normale Erinnerung von einer traumatischen Erinnerung?


Bessel van der Kolk: Erinnerungen sind Geschichten, die wir uns über uns selbst erzählen. Wir wissen, dass es in der Vergangenheit passiert ist, vergangene Woche oder auch vor drei Jahren oder in unserer Kindheit. Wir denken an das Erlebnis, wissen auch noch, wie wir uns damals gefühlt haben – jetzt fühlen wir das aber nicht. Traumatische Erinnerungen hingegen kommen als Zustände über uns, als Emotionen, und wir zeigen dieselben körperlichen Reaktionen wie damals in der Situation. Es kann sogar sein, dass wir die Erinnerung gar nicht als solche wahrnehmen, sondern uns plötzlich sehr wütend oder ängstlich oder machtlos fühlen, ohne genau zu wissen, warum. Das nennt man dann Flashback.


Barbara Vorsamer (SZ): Manche traumatisierten Menschen wissen gar nicht mehr, was ihnen passiert ist, sie haben nur diese unerklärlichen Zustände. Wie kommt es dazu?


Bessel van der Kolk: Ein schreckliches Erlebnis raubt erst mal allen die Sprache. Das sieht man in jeder Notaufnahme. Die Menschen, die dort nach Unglücken, Überfällen, Vergewaltigungen sitzen, sind alle erst mal katatonisch. Das heißt, sie bewegen sich nicht, sagen nichts, sind verkrampft. Manchen gelingt es mit Hilfe ihrer Familien und Gemeinschaften, dass aus dem Erlebnis eine Erinnerung wird. Anderen nicht.


Barbara Vorsamer (SZ): Wenn Menschen dann in der Therapie versuchen, ihren Traumata auf die Spur zu kommen, sich zu erinnern: Können dabei auch eingebildete Erinnerungen an die Oberfläche kommen?


Bessel van der Kolk: Die Frage nach der Wahrheit interessiert Gerichte, nicht Traumatherapeuten. Wieso sollten meine Patienten sich Geschichten ausdenken, unter denen sie leiden? Die sie so schmerzen, dass sie kaum aushalten, darüber zu sprechen? Das tun sie im Allgemeinen nicht.


Barbara Vorsamer (SZ): Hatten Sie schon mal einen Patienten vor sich, bei dem Sie sich fragten, wovon diese Person glaubt traumatisiert zu sein?


Bessel van der Kolk: Ganz am Anfang meiner Karriere hätte ich diese Frage mit Ja beantwortet.


Barbara Vorsamer (SZ): Und heute?


Bessel van der Kolk: Weiß ich, dass ich genauer hinschauen muss.


Barbara Vorsamer (SZ): Wie sieht ein Leben mit Trauma aus?


Bessel van der Kolk: Deutschland hat darin doch besonders viel Erfahrung. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren unglaublich viele Menschen traumatisiert, doch sie bauten trotzdem das Land wieder auf, heirateten, bekamen Kinder. Fast jede deutsche Familie kann daher von einem Opa erzählen, der nie über den Krieg sprach, aber unerklärliche Wutanfälle hatte, seine Frau schlug oder regelmäßig trank. Ihre Kinder wurden zu einer Generation, die zwar den Krieg nicht mehr selbst erlebt hat, aber unter diesen Eltern litt und nie gelernt hat, gut mit den eigenen Gefühlen umzugehen.


Barbara Vorsamer (SZ): Und die Kinder dieser Kinder sind jetzt erwachsen und gehen in Scharen zu Therapeuten. Haben die psychischen Probleme der Enkelgeneration wirklich noch mit dem Zweiten Weltkrieg zu tun?


Bessel van der Kolk: Oh ja, es gibt transgenerationales Trauma, und ich finde es faszinierend, wie Deutschland damit umgeht. Obwohl die Generation, die den Krieg erlebt hat, wenig darüber gesprochen hat, sind sich doch ihre Kinder und Enkel des kollektiven Kriegstraumas immer noch sehr bewusst und sie arbeiten daran. Das ist der Grund, warum Deutschland eines der freundlichsten Länder der Welt ist.


Barbara Vorsamer (SZ): Ist es nicht übertrieben, wenn Menschen, die Jahrzehnte nach Kriegsende geboren sind, nun beim Therapeuten sitzen, während die Großeltern, die viel mehr gelitten haben, nie über ihr Erleben gesprochen haben?


Bessel van der Kolk: Nein, das ist völlig logisch und hat seine Erklärung im menschlichen Bindungssystem. Für eine gesunde Entwicklung müssen sich Kinder bedingungslos geliebt fühlen, Eltern, die selbst traumatisiert sind, sind aber meistens wenig zuverlässige Bezugspersonen. Mal sind sie emotional distanziert, dann aufbrausend, dann plötzlich doch mal liebevoll, aber die Beziehung ist nicht stabil. So aufzuwachsen hat immense Auswirkungen aufs Selbstbewusstsein. Sich von den Eltern nicht geliebt zu fühlen, ist sehr schmerzhaft. Es ist kein Trauma, aber durchaus verwandt.


Auszug Ende

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DaZwischen ein Nachtrag zu gestern.

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Poesie

Titel: Was ist ein Gesetz?

Aber zuerst ein Auszug aus einem ziemlich intensiven Beschäftigung damit:

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Gesetze dienen dem Organisation von ein-Es, falls -Es das unbedingt braucht, aber eigentlich braucht es mindestens 2 um Gesetz oder Gesetze auf oder dazwischen zu stellen. Du wäscht ab! Könnte ein solches lauten.

Oder auch "Du sollst Menschen ehren", die dich zwar aus Zwang / Trieb (lass uns ein Kind machen (!), fic...) gezeugt haben, Dir aber sonst nichts oder nicht viel an Freiheit, Freude und Frieden vorgelebt und erlaubt haben, sondern bloss die übliche Unterordnung und Anpassung an irgendwas.

Alles natürlich und üblich und nie wirklich hinterfragt. Deswegen seit Millionen Jahren natürlich und wie oben (Trauma) bereits erkannt, so kränkend und ängstigend ist, dass Wir weder Geborgenheit, noch Sicherheit, noch gar Gesundheit sind. Natur nutzt (fast?) nur Gewalt als Mittel zur Veränderung.

Nur als Natur-Gesetz-Hintergrund: Materie wird nicht in wechselseitigem Zustimmung erzeugt, sondern entsteht in Hitze und Druck, die für Uns unfassbar sind. Sterne sind am Ende nicht so freundlich und verabschiedens ich leise nein, diese Riesen fressen nicht nur ignorant und Gnaden-los alles, was Es zu nahe kommt, sondern sie explodieren. So, dass Alles im UmFeld zerstört oder vertrieben wird. Auch alles erdmondliche daSein ist mit Gewalt der Natur-Gesetze entstanden.

Wir als Natur-Geschöpfe sind diesem natürlichen Gewalt natürlich auch unterworfen. Gesetze sind also was? Eine Grundlage für FFF? Nee. Gesetze sind Mittel zur Vorenthaltung, zur Bedrohung, und zur fast völligen VerUnsicherung. Gesetze dienen ausschliesslich der (!) Macht und dessen Erhalt und Durchsetzung mit aller Gewalt.

Könnten Wir eigentlich wissen, denn das ist vollkommen offensichtlich, jed-Es könnte es mit etwas Wissen, reifem Selbst-Gefühl und etwas, etwas Distanz zum natürlichen Anpassen und Einordnen in irgendeine Tradition und Kultur (Familie, Verein, Firma z.B. oder Nation) spüren. Gesetze sind das Basis für Macht, nicht für FFF.

Jetzt das Frage: Können Gewalt-Geschöpfte wie Wir, diese Gewalt überwinden, und trotz der natürlichen Gewalt, um Uns herum, ohne diese weiter leben, um das daSein endlich wirklich geniessen zu können?

Ja. Denn, wenn eine Tendenz, Entwicklung des DaSein erkennbar ist, dann die zur Überwindung des Gewalt. Wir sind mitten drinn. Obwohl Wir gerade wieder ein Fest der Gewalt aufführen. FFF ist da. Zwar aktuell immer noch bloss als weitgehende Ahnung, und also ganz selten genutzt, aber eine natürliche Möglichkeit des gem-einsamen daSein.

Emanzipation, Verletzlichkeit, Innerlichkeit und Wissen zeigen drauf. Und verlangen Es. Verhinderung sind die üblichen Verdächtigen: Trägheit und Macht (beides arbeitet mit Gewalt). Beide sind überwindbar, besser zum Gewalt-Losigkeit hin veränderbar. Auch das ist schon geschehen, also möglich.


🤡

Donnerstag, 30. März 2023

Handlungs-Reize gehen selten in Richtung Freiheit

Auch das Überleben gelingt deswegen nur mässig. Wir Alle könnten weit über 100 Jahre daSein, in FFF, das Natur ermöglicht das, das Aktualität ist eine andere.

Poesie

Titel: Depressionen sind weniger Krankheit, als eine natürliche Folge des unveränderten soSein, in aber stark veränderten UmWelt-Verhältnissen

Krankheit verstanden, als Folge von Giften, Mangel und dem unerwünscht schädlichen Eindringen von kleinsten MitLebeWesen oder falschem Kleidung.

Dass das Ursache von Depressionen nicht nur das persönliche erleiden ist, sondern auch im Aufbau und Organisation unserer Familien, Gruppen und Gesellschaften zu verorten ist, wie in unserem natürlich geprägten soSein (Verhalten), also in der Gestaltung unseres Zusammen-daSein und in unseren menschlichen Bedürfnissen / Mängeln, Wünschen und Zwängen, ist längst erwiesen.

Einen Handlungs-Reiz löst das jedoch nicht aus. Warum nur?

https://www.zeit.de/kultur/2023-03/depression-prominente-empowerment-stigmatisierung-psychologie

Auszug:

In gewisser Weise fungieren Kahn, Krömer und Rönne in der medialen Öffentlichkeit als Helden psychischer Erschöpfung, an deren Beispiel die namenlosen Alltagsdepressiven vorgeführt bekommen, was sie selbst zu leisten hätten, woran sie aber meistens scheitern: die Depression vom persönlichen Stigma zum Signum eigener Besonderheit umzumünzen. Da aber das dumpfe Wissen um die eigene Austauschbarkeit und um den rein formellen Charakter erwünschter Individualität, die als "Eigenverantwortlichkeit" den auf die Einzelnen ausgeübten sozialen Zwang lediglich nach innen verlängert, zum Erfahrungsgehalt vieler Depressionen gehört, ändert sich durch das medial ausgestellte Heldentum prominenter Depressiver an der Sache wenig, jedenfalls nicht zum Positiven.

Krankheit ohne Aura

Der französische Soziologe Alain Ehrenberg hat diesen Teufelskreis der Depression schon 1998 in seinem Buch Das erschöpfte Selbst – Depression und Gesellschaft in der Gegenwart bündig dargestellt. In Abgrenzung zur Melancholie, die ihre Hochzeit im ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhundert hatte und als "Krankheit des außergewöhnlichen Menschen" der bürgerlichen Individualität eine unverwechselbare medizinische Aura verlieh, beschreibt Ehrenberg die Depression als Krankheit des gewöhnlichen Menschen, der sich angesichts der gesellschaftlichen Forderung, er möge ein Besonderer sein und sich ständig von anderen unterscheiden, erst recht in seine Gewöhnlichkeit eingesperrt sieht.

Der Aufwertung der Krankheit zur Aura in der Melancholie steht, so Ehrenberg, in der Depression eine "Popularisierung des Außergewöhnlichen" gegenüber, die die Krankheit dem Erkrankten als Stempel schlechter Allgemeinheit erscheinen lässt und den Sog der Ausweglosigkeit dadurch verstärkt. Der Erkrankte erfährt in der Depression nicht seine negative Besonderheit, sondern seine Identität mit allen anonymen Anderen, denen es nicht besser geht als ihm.

Seit die Soziologen Sighard Neckel und Greta Wagner 2013 in dem von ihnen herausgegebenen Band Leistung und Erschöpfung – Burnout in der Wettbewerbsgesellschaft, der die Depression und den arbeitspsychologischen Begriff des Burn-outs in ihren Zusammenhängen untersucht, Ehrenbergs Terminus des "erschöpften Selbst" für eine Sozialpsychologie der Depression fruchtbar gemacht haben, ist in der akademischen Forschung auch hierzulande stärker ins Bewusstsein getreten, dass die klinische Klassifikation der Depression allein zu keinem besseren Umgang mit ihr führt, solange diese nicht auch als soziales Phänomen in den Blick gerät.

Gerade als Krankheit, die den vereinzelten Einzelnen in das Gefühl der eigenen Austauschbarkeit und Nichtigkeit einsperrt, ist sie auch ein gesellschaftliches Phänomen, das nicht nur individuell bearbeitet werden muss. Daher verfügt das Empowerment depressiv Erkrankter durch aufbauende Vorbilder, wie es nicht nur die Massenmedien, sondern auch zahllose Coaches betreiben, über sehr begrenzte Möglichkeiten, wenn solche Erbauungsarbeit sich nicht sogar zerstörerisch auf die Menschen auswirkt, die sie in Anspruch nehmen. Die Konjunktur, die die Heroisierung prominenter Sieger über die Depression in der gegenwärtigen Sachbuchliteratur erfährt, zeigt, dass der Transfer zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit hier noch nicht gelungen ist.

Auszug Ende

"..., solange diese nicht als soziales Phänomen in den Blick gerät." Ja.

"..., dass der Transfer zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit hier noch nicht gelungen ist." Ja.

Warum nicht? Vielleicht, weil Wir einander nicht ernst und an nehmen. Wir verletzen und töten uns zu leicht, als das das Fall wäre. Das jeweilige ich, weiss ja kaum, was -Es ist, und wie -Es funktioniert und braucht; z.B. um Freude und Geborgenheit zu erleben.

Uns fehlen die Voraussetzungen dazu. Deshalb gelingt ein wenig Freude mal hier, mal dort, und schon wieder wegg. Geborgenheit gelingt uns gar nicht, nur daß Wort kennen Wir und ahnen, was das für ein Zustand sein könnte.

Nur diese Ahnung und Annäherung daran, von einer Handvoll Menschen, hat das Wort bislang "gefüllt".

Poesie Ende

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Herbst-Erinnerung
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Poesie

Titel: Was fühlt eine Tomate?

Nicht verwunderlich. Auch unsere Mit-Lebewesen die Pflanzen kommunizieren. Nicht laut und nicht in unserem Frequenz- Bereich, aber sie tun es. Und, das auch diese LebeWesen Leid und Freude fühlen und mit-Empfinden, ist dann auch klar.

Trockenstress zum Beispiel erregt in den Tomaten deutlichen Ärger, der auch zu hören ist. Wir könnten also akzeptieren, dass Wir eingebettet sind in Etwas, das Uns versteht, weil auch wir aus Zellen sind, weil auch Wir auf innere und äussere Reize und Mangel reagieren und auch fordern, wie es Alle erdmondlichen LebeWesen tun.

Das würde Uns soooo gut tun!

https://www.zeit.de/wissen/2023-03/pflanzen-kommunikation-ultraschall-luft-forschung?

Poesie Ende

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Solanum lycopersicum
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Poesie

Titel:

Auch was das angeht, wissen einige von Uns längst, dass es so ist; und dass das Uns und das Mit-Welt schlecht bekommt. Jedoch, das Impuls zum Veränderung dieser so schmerzlichen Herrschafts-Verhältnisse fehlt

Im Gegenteil, das natürliche (?) "freiwillige" Auf- und Hingeben persönlicher, also von Selbst-Entscheidungen, an ?, wächst wieder. Denn das Wissen, was das bedeutet und was ein-Es dann fehlt, ist nicht vorhanden.

https://www.zeit.de/campus/2023-03/freundschaft-macht-dominanz-mitlaeufer

Auszug:

MACHT IST ÜBERALL, WO MENSCHEN SIND

In unserer Welt gibt es Machtungleichgewichte. Mal liebt ein:e Partner:in den anderen ein bisschen mehr, mal kann jemand darüber entscheiden, ob man seinen Job verliert, eine schlechte Note bekommt oder in drei Monaten auf der Straße sitzt. Macht kann wirtschaftlich sein, wie bei Olaf, oder politisch, wie bei, na ja, Olaf. Sie kann organisatorisch begründet sein, wenn deine Chefin dir abverlangt, nach Feierabend noch ein Bier mit dem Team zu trinken, oder familiär, wenn ein Vater vom Kind verlangt, sein Zimmer aufzuräumen.

Es scheint fast so, als gäbe es fast überall Machtverhältnisse, wo Menschen aufeinandertreffen. Meistens ist das in Ordnung. Macht strukturiert Gesellschaft und solange man das Gefühl hat, dass sie nicht nur gerecht verteilt ist, sondern auch dem Wohle aller – oder zumindest dem eigenen – dient, können wir sie akzeptieren. Aber gilt das auch für Freundschaften?

Ich zumindest meine heute, dass Freundschaften der eine Bereich sind, in dem Macht keine Rolle spielen sollte. Der eine Bereich, in dem Hierarchien außer Kraft gesetzt sind. Volles Vertrauen, volle Hingabe, volle Gleichberechtigung. Doch wie realistisch ist dieses Ideal?

"Es ist normal, dass es gewisse Machtungleichgewichte in menschlichen Beziehungen gibt", sagt Wolfgang Krüger. Er ist Freundschaftsforscher und Buchautor. "Man erlebt oft, dass Menschen sich ergänzen", sagt Krüger. Dass ein schüchterner Mensch etwa mit jemandem befreundet ist, der gerne redet, "oder einem klassischen Narzissten". Wenn ein Freund den anderen aber immer wieder dazu bringe, Dinge zu tun, die der gar nicht will, dann sei das Machtverhältnis gekippt. "Dann ist es zu viel."

Auszug Ende

Gleich=Wertigkeit ist noch un-natürlich.

Warum?

Weil Trägheit und natürlich Triebe das Entstehen massiv behindern, und weil die Voraussetzungen fast Allen noch unklar / unbekannt sind.

Poesie Ende

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