VorWorte

Wissen schafft auch Leid[en]. Das nur zur Komplettierung und als Hintergrund für das Fragezeichen.

Dieses Blog ist eine persönliche Frage- und Antwort-Reise, mit dem Ziel das Wirklichkeit in {und aus} das ein-zu-bringen, was auch daIst: *ich.

Wissen schafft Freude? Wie? Indem das aktuelle Wissen angewendet wird, statt auf das Gestern und dessen "Wissen" zu setzen.

Viel Freude beim lesen.

Dienstag, 12. Dezember 2023

Ist das Mensch frei oder hat -Es frei?

Hat das Mensch ein freies Wollen, oder ist das Mensch frei? Haben oder sein. Könnte doch ein wichtiges Frage sein.


Das Folgende ist ein paar wenige Seiten Sprach- und Lesearbeit.

 

Es ist erstens die Arbeit,

die im Titel gestellte Frage,

sowohl nach der Herkunft,

als auch nach dem Inhalt,

der Worte zu befragen.

 .

Zweitens ist es die Arbeit und das Ergebnis,

nach der Frage eine Antwort zu entwerfen.

Eine Antwort, die Sinn und Richtung ist,

eine Antwort, die die Unruhe befriedet.

 

.

.

Ed Ruscha, "The Question", 1989

.

 

Und los gehts!


Vorwegg: Danke der Duden-Redaktion für die viele VorArbeit, die *ich dann auch hier nutzen durfte.


Das erste Wort ist "Hat"


"heben": Das gemeingermanische Verb althochdeutsch (ahd.) 'hevan, heffan', mittelhochdeutsch (mhd.) 'heben', gotisch (got.) 'hafjan', engl. 'to heave' -{davon abgeleitet: [etwas hoch]hieven} ...  geht auf die IndoEurop. Wurzel '*kap-' "fassen, packen" zurück, damit verwandt ist z.B. lat. 'capere' "fassen, ergreifen, nehmen; fangen; erwerben; begreifen, verstehen" -{Ursprung von 'kapieren'}.

Während sich in den beiden germanischen Wortgruppen von 'heben' und 'haben' die Bedeutungen gewandelt haben, sind sie in dem Vogelnamen 'Habicht' (Fänger, Räuber), dem Verb 'haschen' und den Sippen von 'Hafen' (eigentlich "Umfassung"), 'Haft' "Gewahrsam" und 'Heft' "Griff, Handhabe" noch erhalten.


"haben": Das gemeingermanische Verb ahd. 'habên', engl. 'to have' gehört zu der Wortgruppe von 'heben' und beruht auf einem Bedeutungswandel von "fassen, packen" zu "halten, besitzen, verfügen, bestehen aus". Ableitung: 'Habe' "Besitz, Eigentum", und Zusammensetzungen 'Handhabe' "Anlass, Mittel, Sachverhalt", und 'habhaft, Habenichts, Habgier, Habseligkeiten, Habsucht'.


Ist das Mensch ein freier Wille oder hat es Einen?


Sein oder Besitz? Mitgeschöpft, innewohnend, befähigt, mitgezeugt, mitgegeben, ausgestattet mit, oder doch eher später erfasst, gepackt, bekommen, gewährt worden, zugestanden, ausgeteilt und dann darüber verfügt? Ist also schon die Frage falsch gestellt? Warten Wir auf den freien Willen im Aussen, zum erfassen, anpacken, zum hochheben, zum Einnehmen, zum 'inBesitznehmen', zum haben? Oder ist der freie Wille längst in Jedem von Uns angelegt? Ist.


Sind Wir frei oder haben Wir frei?


"frei": Das Adjektiv ahd. 'frî', mhd. 'vrî', got. 'freis', engl. 'free' ... gehört mit verwandten Wörtern in anderen IndoEurop. Sprachen zu der IndoEurop. Wurzel '*prâi-' "schützen, schonen; gern haben, lieben", vgl. altind. 'priyâ-h' "lieb, erwünscht; Geliebte[r], Gatte", altslaw. 'prijati' "günstig sein, beistehen". Zu dieser Wurzel stellen sich im germ. Sprachbereich z.B. got. 'frijôn' "lieben" (davon abgeleitet 'freien' (heiraten) und 'Freund'), got. 'freidjan' "schonen" (eine Wurzel von "Friedhof") und ahd. 'fridu' "Schutz, Friede". ...

 

Aus der oben genannten Wurzel haben die Germanen 'frei' als Begriff der Rechtsordnung entwickelt; die Personen die man liebt und daher schützt, sind die eigenen Sippen- und Stammesgenossen, die "Freunde"; sie allein stehen 'frei', d.h. "vollberechtigt" in der Gemeinschaft, im Gegensatz zu den fremdbürtigen Unfreien (Unterworfenen, Kriegsgefangenen).

 

Dieser rechtlich-soziale Begriff wandelte sich im historischen Ablauf durch vielerlei ständische Umschichtungen. Aus ihm ergibt sich der Gedanke der äusseren politischen, wie der inneren geistig-seelischen Freiheit und weiter die allgemeine Anwendung des Adjektivs im Sinne von "nicht gebunden, unbelastet, unabhängig, nicht beengt oder bedeckt".


"...heit": Das gemeingerm. Substantiv ahd., mhd. 'heit' "Person; Stand, Rang; Wesen, Beschaffenheit, Art; Geschlecht", got. 'haidus' "Art und Weise", altengl. 'hâd' "Person; Stand, Rang; Würde, Amt; Wesen, Natur, Form, Art; Geschlecht, Familie", altisl. 'heidr' "Ehre; Rang; Lohn, Gabe", wurde im Westgermanischen schon früh zu einem Mittel der Abstraktbildung und ging dann als selbständiges Wort verloren. Beachte z.B. ahd. 'got[e]heit' "Gottheit", 'frîheit' "Freiheit", altsächsisch 'juguthhêd' "Jugend", altengl. 'cildhâd' (engl. 'childhood') "Kindheit".

 

Mit der Endung {Suffix} '...heit' werden vor allem Eigenschafts- und Zustandsbezeichnungen aus Adjektiven und Partizipien gebildet, z.B. "Schönheit, Bescheidenheit, Trunkenheit, Vergangenheit". In einigen Bildungen hat '...heit' kollektive Bedeutung, z.B. in "Christenheit" und "Menschheit". Eine Nebenform zu '...heit' ist '...keit', das sich aus der Ableitung der Adjektive auf '-ig' (mhd. '-ec') entwickelte und dann als selbständige Endung fruchtbar wurde, beachte z.B. mhd. 'êwecheit, êwekeit' "Ewigkeit", 'trûrecheit, trûrekeit' "Traurigkeit". 

 

Andererseits entwickelte sich aus dieser Ableitung auch '...igkeit' zu einem selbständigen Suffix, beachte z.B. "Feuchtigkeit, Müdigkeit, Süssigkeit". - Das germanische Substantiv, aus dem die Endung '...heit' hervorgegangen ist, geht mit verwandten Wörtern in anderen IndoEurop. Sprachen, z.B. altind. 'kêtu-h' "Lichterscheinung, Helle, Bild", auf die IndoEurop. Wurzel '*kâi-' "scheinen[d], leuchten[d]" zurück, zu der auch die Sippe von 'heiter' gehört.

 

 

Die Bedeutungen "Person, Stand, Zustand, Art, Wesen" haben sich demnach aus "Schein, Erscheinung" entwickelt.

 

Sonnen-Schein, Mond-Schein, Feuer-Schein, ein Licht-Schein.

Ist das gut oder schlecht? Ist das Mensch ein Schein-Wesen oder auch ein-Es des Uneinsichtigkeit? Wo Wir doch sooo Viel Gefühl sind, aber das wird LEID-er allzuleicht übersehen! Schein ist "etwas" (ein wenig?) Gutes. Verwunderlich ist es nicht, wenn die Nächsten und / oder Gleichen Uns gut Scheinen, manchmal gar eine sehr dringende Erscheinung sind, wo Wir doch alleine, so ohne die Nächsten und Gleichen, bald tot sind.

 

Selbst ein schwacher Schein leuchtet Uns oft den Weg, macht Uns das Fürchten geringer. Adolf Hitler war so ein schwacher Schein, ohh, wie gross war die Furcht in Deutschland! Und damit k[aum]ein Platz für freundliche Gefühle. Und wie hoch das Misstrauen vor dem Verstand (in das Bewusst-Sein) und zu der sogenannten Elite im Volk vom Volk!

 

Ohh, Wir sind soooo sehr Schein-Wesen und noch sooo wenig Fühl-Wesen, obwohl Wir auch dazu fähig sind und das Gefühl in Zukunft zum Überleben brauchen!, aber noch sind Wir in Masse Schein-Wesen.


Was am Anfang von Sprache[n] wenig greifbare Erscheinung war, ist inzwischen sowohl ergreifbar, als auch längst angreifbar geworden, das zeigt auch die Entwicklung des Wortes '...heit', vom selbständigen Substantiv zu einem Anhängsel, immerhin zu einem Anhängsel, das dem Vorwort "Wesen, Bedeutung und Statur" verleiht.


Und was ist mit dem Menschheit?


Noch ist es fast in Gänze fremder Schein, das Uns erleuchtet, aber Wir sind fähig Selbst zu leuchten, Jedes von Uns. Was braucht es dazu? Woher kommt der Schein? Jeweils aus dem Inneren: Aus das Sonne, aus Lampen, also aus Vorgängen / Veränderungen im Inneren von Atomen. Jedes Lebewesen ist zu etwa 94% Innen (-Atome) und "nur" zu etwa 6% Haut, also an-schein-bare Oberfläche. Das Innen wartet auf Selbst-[er]leuchtende Veränderungen.


Einschalten bitte!


Aber zurück zur:


"Freiheit": Ahd. 'frîheit', mhd. 'vrîheit' "freier Sinn, verliehenes Vorrecht", mhd. auch "priviligierter Bezirk, gefreiter Ort", woraus nhd. 'Schloss-, Domfreiheit' in der Bedeutung "offener Platz vor einem Gebäude" wurde.


"wollen": Das gemeingerm. Verb ahd., mhd.  'wellen', got. 'wiljan', engl. 'will', ... gehört zu der IndoEurop. Wurzel '*uel-' "wollen, wählen". Vgl. aus anderen IndoEurop. Sprachen z.B. altind. 'vára-h' "Wunsch", lat. 'velle' "wollen" (Volontär) und russ. 'velet' "befehlen". Zu dieser Wurzel gehören auch die Wörter 'wählen' und 'wohl'. Eine Bildung zu 'wollen' ist "Wille".


Das Wille ist das Wohl zu wählen.


Zwang und Armut sind ohne Wohl und ohne Wahl.


Erst das Wohl erweckt den Wunsch und erst der Reichtum schafft Alternativen.


Mit Wohl und mit Wahl ist Wille, mathematisch: Wille = Wohl + Wahl.


Die SpannWeite ist dabei in Grenzen gross:

 

Wohl ist oft schon ein nachlassen und Wahl ist meist nur zwei.


Andere Ergebnisse sind: Befehl = Wohl - Wahl, sowie: Qual = Wahl - Wohl.


Das erste Ergebnis gilt / galt? besonders in Russland und Deutschland, wie das Russische schon früh erkannte, und wie im Deutschen die Phrase: "Ihr Wunsch ist mir Befehl!" belegt.

 

Das zweite ist oft genug nur eine kurzfristige Frage des Übergebens, also mehr eine des momentanen internen Fassungsvermögens, als eine des allgemeinen Gesamtzustandes.

 

Hat das Mensch also eine AusWahl; und wie frei ist die Gesellschaft in der -Es {das einzelne Mensch} lebt?


.

.

Jasper Johns, "Painting with two balls"

.

 

 

Freier Wille?


ZuErst eine allgemeine und ziemlich äusserliche Betrachtung.


Frei ist ein Lebewesen oder auch ein Objekt, mit der Möglichkeit der Entscheidung aus einer Auswahl. Freiheit braucht die Vielheit von Gleichen und deren Vielfalt. Braucht Beweglichkeit, also eine Menge von Zeit und einen offenen Raum.


Ein Solitär, ein Einzelwesen, eine Einzelheit braucht keine Freiheit, es ist Wahllos, Unterschiedlos, und Bezugslos, dadurch kennt es keinen Angebots-, Selbstveränderungs-, oder Beziehungs-Mangel und ist somit ohne Wunsch oder Notwendigkeit aus einer Vielheit, aus der Vielfalt und den Bezügen, die darin möglich sind, zu wählen.


Die oben erwähnten Nebenbedeutungen von Freiheit (nicht gebunden, unabhängig, ...) sind Bedingungen innerhalb einer Gesellschaft, sie gewährt sie oder entzieht sie wieder.


Frei und Freiheit sind Bewegungs- / Gestaltungs-Räume, Umstände und Verhältnisse innerhalb einer Gesellschaft; wie weit sie sind, ist ein Wechselspiel oder eine Verabredung zwischen dem Gesamten und den Mitgliedern. Einzelne oder Gruppen tasten dabei Grenzen ab und weiten sie aus oder werden eingeengt.

 

Freiheit ist somit ein flexibler Rahmen für die Entwicklungsrichtungen, deren Weite und Geschwindigkeiten, für die Farben und Formen, die innerhalb einer Gesellschaft erlaubt oder angenehm sind. Das Frei sein, ist durch natürliche / artspezifische Gesetze, Regeln, Vorschriften, also das Recht; ist durch Zäune, Mauern, Haut und Vermögen, also das Selbst; und ist durch Traditionen, Gebräuche, Geschmack oder auch Vorlieben Einzelner und Gruppen, also persönliche / familiäre / gesellschaftliche Kultur, begrenzt. "Du bist frei", heisst also: "Ich / Wir lieben dich, Ich / Wir schonen dich, Ich / Wir bieten dir Schutz und Frieden, du bist im Recht, du bist mit Uns, tue was Mir / Uns allen möglich und gegeben ist; handelst du gegen Mich / Uns, bist du Bestraft, des Kerkers, Ausgestossen oder gar des Friedhofs!".


"Vogelfrei": (15. Jh.) "völlig frei von Diensten, wie die Vögel"; in der heutigen Bedeutung "rechtlos, geächtet", eigentlich "den Vögeln [zum Frass] freigegeben, wie ein Gehenkter".


Klar ist, dass sowohl die Strukturen innerhalb des Rahmens, als auch die Ausdehnung der Grenzen immer veränderbar sind. Das sind sie von Natur aus, denn das Leben ist stete Veränderung, auch wenn das dem Beharrungs-Vermögen innerhalb des erLebens und damit auch den Menschen missfällt und deswegen oft und mit Gewalt Ewigkeiten beschworen werden.


Auch klar ist, dass das Beharrungs-Vermögen im Rahmen wichtig ist, sonst zerläuft das erLeben ohne Struktur und Form, aber von ewiger Haltbarkeit war innerhalb des erLebens von Anfang an nie die Rede.


Gesunde Veränderung, bedeutet eine zuneigende, offene und gebende Verhandlung mit dem Beharrungsvermögen auf Augenhöhe (und da gilt es für das Beharrungs-Vermögen oft einfach mal etwas in die Tiefe zu gehen, statt auf das Übergewicht oder die Übermacht zu bestehen, sonst sprengt die Veränderungs-Mechanik im Leben die Beharrung auf Dauer einfach wegg) und dem Annehmen des Dankes, nach Einlösung der ausgehandelten Verbesserung / -en.


Beharrungs-Vermögen sind die tragenden Teile einer Form, einer "...heit", also auch eines Lebewesens; haben Wir Menschen eine Idee oder gar einen Plan für einen Neuaufbau?; das Wir inzwischen so sehr einreissen wollen; ist das Unwissenheit gepaart mit blinder Tätlichkeit, ist das Hilflosigkeit, sowohl der Veränderung, wie der Beharrung, oder ist da inzwischen nur der Wunsch nach Beendigung der aktuellen irdischen Lebendigkeit?


Das beste Freiheit ist auf der Mehrheiten-Seite die beschützende, helfende und versorgende, voll gültige, anerkennende rechtlich-soziale Einbettung der Minderheiten-Seite in eine Familie, einen Verband oder auch eine Grossgruppe, wie die heutigen Länder, Staaten oder Staatenbünde.


Auf der Minderheiten-Seite ist es die Mitarbeit am Bestand, der Sicherheit, dem Wohlgefühl / der Gesundheit der Gesamtheit und die Achtung der Regeln und Traditionen, der Kultur, der Mehrheiten-Seite und deren erwünschter Weiterentwicklungs-Richtung, sowie die Teilhabe an deren Verpflichtungen für, mit und zu den Umgebenden und der Umwelt, aus dem Geschehen der Geschichte und dem Lebensbereich.


Im besten Fall, mit der allen Mitgliedern offen zugestandenen Möglichkeit, die Ausgestaltung einer Gesellschaft von Innen zu verändern, in einem Verständigungs- und Gestaltungsprozess mit der Umgebung, wie in Ansätzen in der EU.


Meistens aber geschieht dies noch auf Druck im Inneren, mit Gewalt, mit Terror, in Revolutionen und Katastrophen, oder mit Druck von Aussen, auch einem Krieg, oder durch den allgemeinen Wandel des Lebens.


Ein-Es ist also so frei, in Freiheit,


erstens, wie das Leben (u.a. die Naturgesetze) es dem jeweiligen LebeWesen einräumt und einzeitet,

 

zweitens, wie es die Gesellschaft in der ein-Es lebt ist und somit den Mitgliedern ermöglicht und

 

drittens, wie ein-Es den Gesamtrahmen, den das Leben schafft und die Gesellschaft[en] der Gleichen gewähren, zu nutzen imstande ist, also wie offen, zuneigend und bewusstseinsfördernd die Persönlichkeitsprägung war.


Das hängt überwiegend von den erreichten Freiheitsgraden der Gesellschaft ab, in die ein-Es hineingeboren ist. Ein Europäisches Mensch ist wesentlich höhere Freiheitsgrade, als ein in den Kongo hineingeborenes Mensch. Noch. Das zu ändern ist als Aufgabe Uns Allen übertragen.

 

Oder wollen Wir eine Aufspaltung des Menschheit in zwei Arten geschehen lassen? Ex-Homo-Néos-Átomos und Homo-Animal? Nein, das Leben hat entschieden, dass Wir als Einheit die Zukunft meistern, als mit-verantwortliche LebeWesen, als des erLebens Bewusst-heit und mit-Entscheidende: Vitalitas-Particeps.


Freiheit ist das Etikett, das Name, eine Grössenskala, noch ohne eine Mass-Einheit. Da Freiheit sowohl mit einer Gestaltung, Ausdehnung und Richtungen in einem Raum, bis zum Gesamt-Raum, als auch mit der Anzahl von Zeit zu tun hat (RaumZeit), wie wäre es da mit "umit"?

 

2 umit Freiheit wäre dann z.B. ein Gefängnisinsasse, mit Einheitskleidung, mit immerhin einem eigenen Bett, Waschgelegenheit in der Zelle, Toilette in der Zelle, 3 Mahlzeiten am Tag, 1 Stunde Hofgang pro Tag, mit Mit-Insassen, mit 25 in der Woche, 1 mal Telefonieren in der Woche, 1 Besuchstag pro Monat, Zugang zu Zeitungen, Zeitschriften, Büchern, Radio und Fernsehen, 2,1 umit Freiheit, wenn auch Internet 1 Stunde pro Tag frei verfügbar ist.

 

10 umit Freiheit ist dann etwa ein unbekannter US-Amerikanischer Millionär, ein bekannter, also z.B. ein Schauspieler wäre dann etwa bei 9,5 umit, der Präsident bei etwa 7 umit.

 

Alle Werte sind bezogen auf die aktuellen Freiheitsgrade innerhalb des Menschheit. Wieviel Mit-Menschen leben mit weniger als 2 umit Freiheit? Wieviele sogar mit weniger als 1? Vogelfrei ist dann 0,72 umit Freiheit.

Gibt es eine negative Freiheit, also - umit?


Unbegrenzte oder gar unendliche Freiheit, sind unsinnige Wortschöpfungen, aber wie bei vielem anderen gewährt die Sprache auch hier den Buchstaben und Worten die freie Wahl der Zusammenstellung, innerhalb der Gesellschaft der Zeichen, denn, ohne Zeichen weder Buchstaben noch Wörter, so wie es ohne Grenzen, ohne einen Rahmen, auch keine Freiheit gibt, sondern Nichts.


Damit ist der Unsinn zumindest Etwas.


Vorsicht Polemik!

 

Ein-Es {ein Mensch} das 'glaubt' Freiheit meint, -Es könne alles tun und lassen, woran -Es gerade Lust ist, muss, oder was -Es plant, weiss von d@$ Freiheit nichts und nimmt das Wort für Willkür, Dumpfheit, Dummheit, Rüpelhaftigkeit, Gier, Faulheit, Rücksichtslosigkeit, Zwanghaftigkeit, Anmassung, Blindheit, u.s.w., also für alle Spielarten von mangelndem Mitempfinden, Masslosigkeit, Wahn und Verbrechen.


Wie Viele glauben aber genau das?


Freier Wille?


ZuZweit eine individuelle Betrachtung.


Ist das Mensch innerlich frei im wollen?


Freiheit braucht Lebewesen oder Objekte, die in das Lage sind zu wählen. Als LebeWesen ist das Frei sein, das Freiheit, eingehegt von den physischen Grenzen der jeweiligen Spezies; das Mensch ist z.B. unfrei zu fliegen. Und -Es ist im Moment ausserhalb jeder Freiheit, dass ein Mensch ohne Sauerstoff, ohne Wasser, ohne Nahrung und ohne Zuneigung und Hinwendung in und mit Ander-Es zu erLeben. "Frei sein" ist also grundsätzlich "begrenzt sein". FREI sein, ist innerhalb von GRENZEN sein.


Die erLebens- und Gesellschaftsanforderungen an die Menschen sind dabei:

1. Menschheits- / Familien- / Selbsterhalt,

2. Nahrungs-Beschaffung, Arbeits-Leistung, Alters-sicherung,

3. Sicherheit, Zusammenhalt, Abgrenzung. Fehlt etwas?


Ist das Mensch fähig aus einer Auswahl verschiedener LebeWesen oder Objekte eine interne unbeeinflusste Wahl zu treffen? Eindeutig Ja! Fähig dazu ist -Es.


Ist das Mensch auch in das Lage dazu, ist es also eine aktuelle Handlungsweise, dass Menschen alle Alternativen erkennen und daraus unbeeinflusst wünschen und auch wählen?


Die russischen Menschen tendieren zum Nein, und mit Ihnen sehr Viele Mit-Menschen, die "Deutschen" taten es; tun es? Hat das etwas mit dem Wohl-Sein zu tun?


Die Möglichkeit zur Entstehung eines wirklich freien Willens, also eine  - in Grenzen - maximal unbeeinflusste Wahl zu treffen, ist dann gegeben, wenn erstens, jedes Mensch bedingungslos geschützt und versorgt ist, wenn -Es gern gehabt und ohne jeden Zwang in Bewegung ist (Geborgenheit).


Da ein-Es erst dadurch das RaumZeit (Platz) erhält, den -Es braucht, um zu begreiffen (und das ist weit mehr, als das blosse Wissen), das zweitens Alternativen vorhanden sind, und die sind tatsächlich sehr reichlich vorhanden und drittens, dass das Angebotene uneingeschränkt verfügbar ist.


Erstens ist kaum vorhanden, durch das beharren auf Macht, Hierarchien und Gruppenzwang, und drittens ist enorm eingeschränkt.


Die Einschränkungen der Verfügbarkeit sind sehr Vielfältig: Herkunft, Hautfarbe, Bildung, Persönlichkeit, Einkommen, Vermögen, Nationalität, Religion, Aussehen, Behinderung, Dialekt, Protektion und vieles mehr, denn um Gründe, Ander-Es etwas vorzuenthalten, sind Wir Menschen nie verlegen. Ohne Vorwurf, einfach nur Faktum.


Bleibt das solange, so lange der Trieb das Bewusst-Sein stets unter-treibt?


PoeSophie: Jedes Mensch ist vom Aufbau her zum freien Wollen befähigt, jedes Mensch ist Bedürfnisse, ist Mangel, also die Grundlage eines Verlangens; jedes Mensch ist vielfältige Wahrnehmungssinne, welche in der Lage sind verschiedene Lebewesen und Objekte zu erkennen und deren Qualitäten und Wirkungen zu unterscheiden, und jedes Mensch ist zu Entscheidungen fähig, kann also aus einer dargebotenen Verschiedenheit, Auswahl, eine erwünschte Wahl treffen. Ja, jedes Mensch ist fähig zum freien Willen, allerdings noch nicht jedes Mensch ist dazu in das Lage. Dass jedes Mensch dazu in der Lage ist, braucht -Es wechselseitige Bedingungslosigkeit, offene Beweglichkeit und uneingeschränkte Verfügbarkeit.


Da braucht es also einen ziemlich weitergehenden Wandel im Umgang des Menschen im Miteinander, beim Zueinander und auch Ineinander, also den Übergang vom Gegeneinander zum Füreinander im Miteinander; und zwar sowohl im Verhältnis der "Lebendigkeit zum Leben", nämlich von diesem "zum" gedanklich / wörtlich hinein in das "im": "Lebendigkeit im Leben", die umfassende Einsichtigkeit, dass Wir Menschen einschliesslich erLeben sind, statt wie bisher am erLeben drann sind oder dem erLeben zuneigen; als auch der Beziehung von Menschen zueinander und des LebeWesens Mensch innerhalb der Anderen Mit-Lebewesen. Wir sind mittendrinn in diesem Prozess der Einfühlung und somit der Richtigstellung der Präpositionen (Verhältnisworte, Orts- und Richtungskennzeichen) im Leben. Denn das Freiheit ist ansteckend (H. Bergson), Freiheit ist eine Möglichkeit mehr, das Wir sooo neugierigen Menschen Alle zu nutzen und weit auszubauen wünschen.


Zukunft(?): Was fördert diese Weiterentwicklung?


Die technischen Fortschritte machen bald eine chemisch-biologische Produktion von Nahrungs- und Genussmitteln, einfach und vor Ort, ohne "Verbrauch" von LebeWesen oder knapper Materie, also in Nachhaltigkeit möglich, so dass alle Menschen, ohne zu betteln oder dafür dienlich sein zu müssen, mit den Grundbedürfnissen versorgt werden, das erhöht die wechselseitige Gleichheit und das Wohlgefühl wesentlich.


Auch die Produktion, die Fertigungsprozesse und die Verteilungen für alle gewünschten Güter kommen bald ohne menschliche Hilfe oder Überwachung aus. Dadurch entfällt der Zwang zu aggressiver Abgrenzung und zu Hierarchien, zu teils gewaltigen Unterschieden, sowohl in allen kulturellen Bereichen (Einfühlung, Mitempfinden, Freundlichkeit und Achtung im Umgang, Verantwortung, Offenheit, Wahrhaftigkeit, Phantasie, Wissen ...), wie auch im Besitz, sowohl an Boden, als an Gütern (z.B. Geld) innerhalb der Art, den die lebendige Nahrung {deren Betreuung, Überwachung, Pflege, deren Mangel und / oder ungleiche Verteilung, auch von lebensnotwendigen Gütern (z.B. Kohle, Holz, Öl = Energie)} und den die bisherigen Entwicklungs-, Produktions- und Verteilungsmethoden, innerhalb und zwischen den Gesellschaften noch erforderlich machen; und die zu allen Kriegen und Massenvernichtungen führte.


Lebensmittelchemiker, Biologen und herausragende Köche, wie Ferran Adrià, sind bereits kurz davor, die Grundlagen für eine ungeahnte Vielfalt neuer und sehr schmackhafter Lebensmittel zu schaffen, dabei sicher auch Ware für Grill und Bratröhre, die aus natürlichem Material (Atome und deren Verbindungen, wie auch Wir Menschen) bestehen und sowohl biologisch als auch chemisch produziert werden.


Wissenschaft und Gefühl sorgen für den offenen und ungehinderten Zugang in alle Bereiche der Erde und im Weiteren auch in die Weiten des Universums. Liebe Mit-Menschen: Grenzen sind gegeben, um sie zu verschieben. Beim Wunsch, dabei vorwiegend FREUDE zu spüren, geschieht dies immer im Dialog mit der Grenze und dem Darumherum. Beim Wunsch (Zwang?), nach überwiegend Schmerzen, passierte es mit Gewalt, mit Blindheit, mit Unerbittlichkeit oder sonstwie mangelndem Selbst- und Mit-Empfinden.

 

Grenzen für fest, für ewig oder sonstwie andauernd zu halten, ist ein Fehlschluss der Unerfahrenheit oder eine Zwangs-Massnahme der Unterdrückung.

 

Ein ernsthaftes Angebot: Wir Menschen sind DIE Lebensform der FREIHEIT, es ist UNSERE Aufgabe VERANTWORTUNGSBEWUSST, also Vorsichtig, immer um die Gesundheit der Beteiligten besorgt, im beständigen Zwiegespräch, mit Offenheit und Wahrhaftigkeit und der bestmöglichen Vor-Prüfung der Folgen einer Handlung - also der steten Einbeziehung der Erfahrungen der Vergangenheit und des Heute -, die Möglichkeiten des daSein (erLebens?), also der Kombinationen aus RaumZeit und Materie (die Verschiedenheit der Kräfte bildet Strukturen mit / in Grenzen, dadurch entsteht Form also ein Innen + Aussen) zu zählen, zu testen und zu bewerten.


Philosophie: Das Hintergrund des Frage, ob Wir frei im Wollen sind, ist die Unsicherheit, ob das SEIN, als Grundlage des Lebens, diesem Leben eine Richtung, eine Aufgabe, ein Ziel mitgegeben hat?

 

Also, ob das DaSein und darin Wir irdischen Lebewesen, von einem Ausgangspunkt zu einem Endpunkt streben / sterben? Ist das Leben Bestimmung (Determiniert), ist es ein Zweck, steuert das Leben einem vor-bestimmten Ziel zu?

 

Ja, allerdings hat das SEIN schlecht gezielt und, wie Wir ahnen, mit voller Absicht: No[Thing]One is perfect. Zwar ist es das SEIN, aber das Leben nicht. Gut so. Warum also hat das SEIN beim Abwurf gewackelt, und das auch noch mit Absicht?

 

Langeweile? Irgendwann ist das SEIN dem dauernden Gelingen überdrüssig geworden, es hat entschieden, das Misslingen auszuprobieren, miteinzubeziehen in das SEIN, allerdings immer in Grenzen, also stets innerhalb einer Haut. Aber wie Wir Alle wissen: Knapp daneben, ist auch vorbei! Ist so. DaSein ist immer knapp vorbei am Gelingen. DaSein ist ImPerfekt, oder DaSein (LebenTod) ist Da[neben]Sein. Lebendigkeit ist der Extrawurf, etwas am Ziel vorbei.

 

Das Wackeln ist immer drinn, das Ziel stets im Ungefähren. So hat das SEIN das Leben eingerichtet. Und genau darin liegt die Chance zur Entwicklung eines freien Willen. Das Ungefähre lässt dazu den Platz, schafft dazu den Frei-RaumZeit. Alles in Grenzen, aber die sind sehr Vielfältig und WEIT! gefasst, denn das SEIN ist GIGANTISCH, RIESIG, fast Unermesslich GROSS! Darin hat auch der FREIE Wille für JEDES Selbst einen Platz.


Erkenntnis: Freiheit ist eine Grösse, in dem Beengtheit des DaSein.

 

Je enger die Lebendigkeit, das DaSein, für ein-Es ist, umso kleiner ist die Freiheit. Die Beengtheit ist nie ganz vorbei, da das Leben eben nur in Grenzen möglich ist, aber diese Grenzen sind innerhalb des SEIN sehr! erWEITErbar.

 

Freiheit ist das Mass für die ermöglichte Beweglichkeit und Wandelbarkeit eines Lebewesens oder auch Objekts; ermöglicht von der Umgebung, in der das Lebewesen lebt, oder der Aufgabe, für die das Objekt arbeitet (physikalisch und / oder technisch) und entwickelt wurde. Beweglichkeit ist das Mass für den Aussenraum. Wandelbarkeit für den Innenraum, die allerdings auch im Aussen wahrnehmbar ist.

 

Freiheit ist spürbar, überall. Freiheit ist messbar, also gibt es auch für die Freiheit einen Bewertungskatalog. Der kann, für Jede/s Lebewesen / -form, von tödlich, über inKetten, schmerzhaft, krank, ausgeglichen, gesund, glücklich, porös oder zerfasernd und gasförmig bis aufgelöst lauten. Freiheit kann also auch töten, wenn sie zu eng ist, oder zu weit ausfällt.

 

Wir Menschen, in dem kleinPlaneten-System, das Wir Deutschen Erde-Mond nennen, sind insgesamt von einer gesunden Freiheit noch ein gutes Stück entfernt. Bis Wir mal alle Farben, die Menschen sind, als vollberechtigt begreiffen oder die Wurzeln aus dem Blut und dem Boden ziehen, also Unsere volle Beweglichkeit und Wandelbarkeit befreit haben, das kann noch dauern.


Das dauert mindestens noch so lange, bis Wir einander Alle wechselseitig die volle Lebenslust eingestehen und somit Alle miteinander gleichberechtigt, friedlich und freundlich umgehen.

 

Das wird wahrscheinlich erst dann geschehen, wenn Wir es emotional – mit Gefühl -, technisch und organisatorisch geschafft haben, jedes Mensch mit Allem dazu (wozu? Die volle Beweglichkeit und Wandelbarkeit Aller Menschen (irgendwann auch die aller anderen MitLebeWesen) und damit eine gesunde Freiheit) mit Allem dazu Lebens-Notwendigem >lebensdauerlang< zu versorgen.

 

Also im Moment: mit frischer Luft, sauberem Wasser, abwechslungs-, wert- und wirkstoffreicher Nahrung, wirklichem Sicherheit - also ohne Waffen, Polizei, Militär, Geheimdienste, Intransparenz, Bevormundung und Bedrohung gegeneinander – mit wechselseitiger Geborgenheit und auch zärtlicher Zuwendung, schützenden Behausungen und Kleidungen, offenen und gesicherten (Gitter, Rollsplitt, Handläufe u.ä.) Wegen, eine zählende, gleichwertige Stimme bei allen Gesellschaftsfragen und allen Entscheidungen, die mehr als das persönliche Selbst betreffen (≥Zwei), einer Tätigkeit zum Erhalt aller gesellschaftlichen Aufgaben (von der Strassenreinigung, über die Organisation der Versorgung, bis zum Lehrenden oder Forschenden), je nach Kraft und Kenntnis, wobei die schmutzigen und aufwendigen Tätigkeiten (Natur- und Umweltpflege, Kanalbau- / reinigung, Strassen- / Wege- und Hausbau, Katastrophen- und Notfallhilfe u.s.w.) jedes Mensch mindestens 1 Jahr mittut – im dafür geeigneten Alter -, dem vollen Zugang zu allem aktuell vorhandenen Wissen, der wohlwollenden Geduld bei der persönlichen Entfaltung, der die gesunde Freiheit wiederherstellenden oder zumindest ausgleichenden Hilfe und Versorgung, bei / nach Krankheit, Behinderung und im Alter und der Möglichkeit zur Erarbeitung von Luxusgütern.


Vielleicht gibt es ja sogar bald für alle schweren und schmutzigen Arbeiten Maschinen und Materialien die keine besondere Pflege brauchen, dann sind Wir Menschen wahrlich in der Lage sämtliche Weltrekorde in Beweglichkeit und Wandelbarkeit in noch ungeahnte Höhen, Tiefen oder auch Weiten zu schrauben. 5000 km Schwimmen in 5.24,36 Stunden, neuer Weltrekord im Hochsprung bei 136,25 Meter, 4 Arme, 6 Beine, der erste Spinnenmann, wer weiss?

 

Menschen, riskiert eine wenig Phantasie in die Zukunft und wisset, das Beste kommt noch. Ohh, die Angst!, Wir kennen sie Alle, wo "führt" das noch alles hin, uhh!? "Führt"?


Es ist Zeit die Führer zu heilen, in Uns und Draussen und zu schnuppern und zu tasten, zu probieren, was noch so alles geht, statt immer darauf aus zu sein anderen zu folgen. Die Hauptsache ist, das Wir einander Alle friedlich und freundlich behandeln, statt Uns, wie überwiegend Jetzt, beständig zu misshandeln, zu instrumentalisieren, zu regulieren, zu versklaven oder sonstwie auszubeuten, als Arbeiter, Angestellte, Vorsitzende, Präsidenten, Herrscher überall, Diener überall und einander ständig um das Leben und das dazu nötige anbetteln müssen, oder es zu gewähren.

 

Eine beleidigende und unverschämte Handlungsweise, dass das eine Mensch einem anderes Mensch das Lebendigkeit rechtfertigen muss. Eine tierische Handlungsart, die Handlungsart von Wolfsrudeln oder Affengesellschaften.


Wo ist das Mensch vom Tier verschieden?

 

Das Bewusstsein, das Vernunft, das Geist, wie auch immer, und damit das Sprache machen dieses Handlungsart bis Heute mit, gestalten es und rechtfertigen es, also ist das wohl als Merkmal für Verschiedenheit zu Unseren tierischen Verwandten schlicht falsch.

 

Und das Atombombe, 800 Meter hohe Häuser, Autos, Laser und Mondbesuche, sind die etwa keine Beweise für eine deutliche Unterscheidung zu Unseren tierischen Verwandten und Mitbewohnern?

 

Es gibt Warane, die legen die Eier in Termitenbauten, lassen sie dort von der gleichmässigen Wärme ausbrüten und kommen pünktlich zum Schlüpfen des Nachwuchses zurück, um die Nachkommen aus dem Termitenbau zu befreien, denn das schaffen die Jungen nicht.

 

Manche Ameisenpopulationen bilden "Staaten" mit "Einwohnerzahlen" die in die Milliarden gehen, alles wohlorganisiert und verteilt über tausende Quadratkilometer.

 

Pflanzen nutzen das Licht, um aus Kohlendioxid und Wasser in einem mehrstufigen Bio-Chemischen Prozess eine Zuckerart zu produzieren, den Zucker zum Selbstverbrauch und den Sauerstoff für die tierischen Lebewesen, also auch Uns, Danke.

 

All die technischen Nippes und wissenschaftliches Hokuspokus, den Wir bisher entwickelt haben, hält gerade mal dieses Niveau. Das Besonderheit, das den Menschen wirklich vom Tier verschieden macht, ist noch eine Ahnung, ist noch eine Vision, ist Zukunft.


Eine Vorstufe dazu, ist der oben geschilderte freundliche Umgang im Miteinander, ist ein friedliches Zusammenleben in gesunder Freiheit. Eine jegliche Weiterentwicklung des Menschen braucht die Zustimmung Aller Menschen.

 

Einem solchen Entscheidung geht selbstverständlich ein Angebot und ein Informations- und Abänderungsprozess voraus. Und wenn dann Jedes Einzelne zugestimmt hat, dann und erst dann, tun Wir Alle die Handlungen, die Uns vielleicht zum mit-verantwortlichen Lebewesen hin verändert.

 

Einzelne und Gruppen mögen immer mal wieder glauben, oder denken zu wissen, das sie den Schlüssel zu einer deutlichen Weiterentwicklung, zu einem "neuen" Menschen, vielleicht in dem Verbindung von Biologie mit Technik, gefunden haben, sie bleiben anmassende, überforderte oder sogar gefährliche Menschen, denn eine Weiterentwicklung aus dem Tierreich gibt es nur im Ganzen.

 

Wetten?

 

Und das Ganze sind Alle Individuen einer Art, also bald 8 Milliarden. Und da hat Jedes genau Eine zählende Stimme, und die ist an Jedes Einzelne gebunden und diese Eine zählende Stimme entsteht erst in gesunder Freiheit. Da mögen Einzelne glauben oder auch denken zu wissen, was sie wollen? Da halten Wir Wissenden jede Wette.


Fazit: Freiheit ist ein räumlich-zeitlicher Wert von förmlichen Grenzen. Ist Bewegung im Aussen und Wandlung (Form / Struktur) im Innen, wird also in Grad der Bewegung und Wandlung gemessen.


Freiheit braucht als zu messendes Verhältnis von Grenzen in Grenzen (Innen und Aussen im Raum), mit der Zeit, mindestens zwei Lebewesen und / oder Objekte zum Vergleich, ist also ein Gruppenwert. Freiheit gibt es nur in Gesellschaft von Gleichen (Lebewesen oder Objekten), in Bewegung und Wandlung. Freiheit ist in Grad (umit?) messbar und von tödlich, über gesund, bis aufgelöst, bewertbar.

Montag, 11. Dezember 2023

Ein Glaubens Dialog

Das ist ein Beitrag das aktueller nicht sein kann:

https://verantworten.blogspot.com/2012/07/von-der-tarnung-der-wirklichkeit.html

.

.

Und nun ein Text, das in einem anderen Blog schon weit über 500 mal angeklickt wurde:

Es gibt inzwischen viele, die die Religion(en) schon ins Museum gehievt haben, oder den Glauben schon im Museum sehen.

Ich weiss, das ist Unsinn, eine ziemlich vorschnelle und bornierte Ansicht.

Die Religionen sind Alltag, auch wenn Manche sie gerne auch mal zum Teufel wünschen. Und das blosse g/Glauben an Irgendwas ist natürlich Menschlich, zu wissen, wenn auch nur wenig, gilt fast als Krankheit.

A pro pos "Teufel", da war doch was in meinem "Museum", in meinem Archiv, zum Thema (christlicher) Glaube und der Satan, ein Selbst-Dialog:

Und DaZwischen ein paar wunderbare Gemälde zum Thema.

.
.

Yves Klein, "Christus trägt das Kreuz"

.

Dialog Beginn

Warum der Bezug auf die Bibel?

Sie ist für mich am prägendsten, die anderen prägenden und zivilisierenden Werke der Menschheit kenne ich zu wenig. Die Werke des Hinduismus, der Ägypter und der Perser, von Konfuzius, von Laotse, von Buddha, von Mohammed, von Homer und vieler Anderer. Sie alle sind geschaffen worden, um den Menschen zu erleuchten und zu befrieden. Allesamt aufklärerische Werke, aber das Bibel ist mir am nächsten, Es entfaltet nach wie vor in mir und um mich herum das stärkste Wirkung. In seiner Folge auch das Koran und die Vielzahl an religiösen oder auch atheistischen Werke, die daraus entstanden sind.

Ich ahne etwas. Die Bibel ist die Geschichte von Menschen, die beständig unterwegs sind, von Adam und Eva, dann Noah, über Abraham und Sara, die aus dem Zweistromland auszogen und Moses, der mit den Israeliten aus Ägypten auszog. Alles Menschen, die in der Fremde siedeln, vertreiben und selbst wieder vertrieben werden und weiterziehen bis ins gelobte Land, wo sie wieder vertrieben werden, zurückkehren und wieder vertrieben werden und so weiter und so weiter, bis Heute. Kein Wunder also, dass sie der personifizierten Furcht den Namen der Vertreibung, der Verfolgung und der Hetze gegeben haben (also: Satan).

Mit einem Gott, dessen Launen sie vollständig ausgeliefert waren, der sie wesentlich mehr straft und verletzt, sie vertreibt und dezimiert, als dass er sie in Sicherheit wiegt und beschützt. - Nebenbei: Wie sehr prägt diese Geschichte die heutigen Menschen, deren Religionen in der Bibel wurzeln? Aber zurück. - Kein Wunder also, dass der Satan auch nur 3 mal im Alten Testament erwähnt wird, in der Chronik, bei Hiob und im Buch Sacharja. Bei so einem Gott, braucht es keinen besonderen Bösen. Bei Hiob bringt der Satan, mit Erlaubnis Gottes, Hiob zur Verzweiflung und das, weil Gott Hiob testen möchte; der Satan ist also der Versucher Gottes, der die Standhaftigkeit Hiobs zu Gott prüft und dabei sogar soweit geht, alles zu vernichten, was Hiob lieb und wichtig ist. Bei Sacharja steht Satan rechts vom Hohepriester Jeschua vor dem Engel des Herrn, der wiederum den Herrn, also Gott, darum bittet, Satan in die Schranken zu weisen. Das wars auch schon.

Aber das bemerkenswerteste ist die quasi Gleichsetzung von Gott und Satan in den beiden fast gleichlautenden Erzählungen von der ersten Volkszählung im Israel Davids. In der Chronik, 21,1 und beim 2. Samuel, 24,1. In den Chroniken lautet die Aufforderung zur Volkszählung: "Der Satan trat gegen Israel auf und reizte David, Israel zu zählen. David befahl Joab und den Anführern des Volkes: Geht zählt Israel von Beerscheba bis Dan." Bei Samuel aber steht: "Der Zorn des Herrn entbrannte noch einmal gegen Israel, und er reizte David gegen das Volk auf und sagte: Geh, zähl Israel und Juda. Der König befahl daraufhin Joab ... Durchstreift alle Stämme Israels von Dan bis Beerscheba."

Ich weiss noch eine Stelle. Im Buch der Weisheit, 2,23 steht: "Durch den Neid des Teufels kam der Tod in die Welt." Wobei das unglaubwürdig ist, weil Gott den Tod in den Gesetzen reichlich als Strafe ausspricht, demnach der Tod in erster Linie Gott nützlich ist. Satan ist also der Zorn Gottes, der Name für eine Laune des Herrn, für die Boshaftigkeit oder auch nur für die Unsicherheit Gottes?

Denn wäre Gott nicht unsicher, wieso bräuchte ein "Allwissender" sonst die Versuchung des Hiob und vieler Anderer? Und diese Unsicherheit hat Gott auch an seinen Sohn Jesus weitergegeben, denn der fragt unter anderem in Matthäus, 16,13 seine Jünger: "Für wen halten die Leute den Menschensohn?" und fragt sie auch direkt: "Ihr aber, für wen haltet Ihr mich?" So reicht die Unsicherheit, die Ungewissheit von der Schöpfung, bis in die Geschöpften hinein.

Was Grundlegend ist, bestimmt auch das daraus gewachsene. Das ist das fraktale, das Sie vorhin erwähnten?

Genau. Gott ist genauso starrköpfig und unsicher, wie das Mensch, den Er geschaffen hat; das sagt Er auch laut der Genesis, aber Gott ist auch noch viel mehr: Gott ist das Einheit von Gut und Böse, Gott ist das überhöhte Widersprüchlichkeit, ist so Gerecht, wie Ungerecht, so Schöpferisch, wie Zerstörerisch, so selbstbezogen und fremdenfeindlich, wie fremdenfreundlich, so versorgend, wie strafend.

Der Gott des Bibel ist das personifizierte Natur, so launisch und unvorhersehbar wie das Natur. Gott ist das Name für das überwältigende Gegenüber, das alles überragende Andere, das das Natur dem Menschen war. Ich betone: war!

.

.

William Turner, "Die fünfte Plage der Ägypter"

.

Gott hat das Leben / DaSein / Natur, hat ES geschaffen und gestaltet ES, mit Uns mittendrin. So wie wir Menschen bis Heute dem sonnen-erdmondlichen Natur ausgeliefert sind, das Uns geschaffen hat und einhüllt, so waren die Menschen des Bibel dem Herrn und Gott ausgeliefert. Sind es in weiten Teilen bis Heute.

Diese Widersprüchlichkeit war den Schreibern der Bibel anscheinend bewusst, sonst hätten Sie die Widersprüche in den Geschichten der Bibel wohl ausgemerzt. Die Schilderung der Volkszählung hätte dann denselben Verursacher und würde auch nur einmal vorkommen.

Das vermute ich.

Die Widersprüchlichkeit beginnt ja, wie Sie bereits angedeutet haben, schon in der Genesis. Gott setzte die Menschen in das Paradies und verbot ihnen unter Androhung des Todes, vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse (Bewusst-Sein?) zu essen.

Ein paar Sätze weiter sagt das Schlange: "Nein, das stimmt nicht. Sobald ihr davon esst, gehen euch die Augen auf; ihr werdet wie Gott und erkennt Gut und Böse". Und Sie sahen, dass das Baum eine Augenweide(!) war und assen von seinen Früchten. Da gingen Beiden die Augen auf, und sie erkannten, dass Sie nackt waren. Adam schob die Schuld auf Eva - was übrigens "Leben" heisst, so wie Adam "Mensch" heisst -, der männliche Mensch schob also die Schuld für die Erkenntnis von Gut und Böse auf die Frau, insgeheim auf das Leben, also auf Gott den Schöpfer des Lebens.

Worauf Sie von Gott aus dem Garten Eden vertrieben wurden, um daraufhin mit harter Arbeit, auf dem "verfluchten" Ackerboden und mit den Schmerzen der Geburt, das Leben zu fristen. Gott der Herr sprach: "Seht, der Mensch ist geworden wie wir"(!).

Mensch beachte, Gott spricht von sich zum ersten mal in der Mehrzahl, und da Wir so sind, wie Gott, sind auch Wir alle Vielheiten, ist doch so, oder?

Aber weiter: "... der Mensch ist geworden, wie wir; er erkennt Gut und Böse." Dass das Mensch nicht auch noch vom Baum des Lebens isst und ewig lebt, wird Es aus dem Paradies vertrieben. Seltsam nur, dass das Wort "ewig" aus dem indo-europäischen Ur-Wort 'aiu' gewachsen ist, und das bedeutet "Lebensdauer oder Lebenskraft", im griechischen Wort 'aion' fällt die "Lebenszeit" zusammen mit der "Ewigkeit". War dem "Herrn" das bewusst, dass die Ewigkeit, die Spanne eines Lebens ist und nicht die "Un"-Endlichkeit?

Die das Leben übrigens gar nicht zu bieten hat, das Leben ist die vollkommene Endlichkeit, nicht mehr und nicht weniger, als das.

ErLeben ist Endlichkeit. Deshalb ist es Lebendigkeit. Das Unendlichkeit gibt kein ErLeben her. Das SEIN ist erleblos.

Das finde ich auch. In der Unendlichkeit gibt es nichts mehr zu tun. Dann ist doch alles vergeblich, denn alles bleibt in der Unendlichkeit, wie es ist. Nichts vergeht, nichts verfällt, nichts ist Endlich und vergänglich; alles bleibt ohne Ende bestehen. Stell Dir diese unendliche Langeweile vor!? Da bin ich lieber Ewig.

Viel lieber. Lieber ein Ewigkeit erleben, als unendlich. Das hat Gott gut eingerichtet, falls es den gibt.

Aber das interessiert die meisten Menschen doch sowieso nicht mehr, schau Dir doch die leeren Kirchen an und die Austrittszahlen aus den verschiedenen Konfessionen? Selbst dem Islam laufen die Gläubigen davon.

Trotzdem, es bleibt die nach wie vor andauernde Prägung des Menschen, durch die lange Zeit, in denen die Religionen die gesellschaftliche Klammer und fast die einzige Sprecherin und Lehrerin war. Im strengen Islam ist das, wie in vielen Regionen, bis Heute noch so; die einzigen Schulen sind Koranschulen, im orthodoxen Judentum wird fast nur die Thora gelesen und in Europa waren es Jahrhunderte lang nur die Klöster, an denen gelehrt wurde, und die Mönche waren die Lehrer der Herrscher und Könige.

Aber aufgepasst! Noch im 15. Jahrhundert hat die Kirche in Paris fast ein Jahr lang gestreikt, um Studenten aus den Gefängnissen der Stadt zu befreien. Geschlossene Kirchen, keine Gottesdienste, alles um die Lehre zu sichern und die Lernenden vor dem Gewalt der "unge-/unbe-lehrten" Masse zu schützen. Auch das war das Glauben.

Und bedenken Sie, auch das Philosophie und daraus die Wissenschaften, sind Wirkungen des Glaubens. Kinder des Glaubens, um es pathetisch zu formulieren. Dazu ein Beispiel aus dem alten Testament, aus dem Buch der Weisheit, Vers 19,18: "Die Elemente verändern sich untereinander, wie auf einer Harfe die Töne den Rhythmus ändern und doch den gleichen Klang behalten. Dies lässt sich aus der Betrachtung der Geschehnisse deutlich erkennen. Landtiere verwandeln sich in Wassertiere und schwimmende Tiere stiegen ans Land. Das Feuer steigerte im Wasser die ihm eigene Kraft und das Wasser vergass seine löschende Wirkung."

Wow! Dass die Elemente auch in Verbindungen erhalten bleiben, dass die Säugetiere ursprünglich Fische waren und die Wale landbewohnende Säugetiere, bevor sie zurück ins Wasser gingen. Das wussten diese Menschen schon vor über zweitausend Jahren? 

Erstaunlich!

Und auch Psychologie. Weisheit, Vers 17,11: "Furcht ist ja nichts anderes, als der Verzicht auf die von der Vernunft angebotene Hilfe. Je weniger man solche Hilfe erwartet, umso schlimmer erscheint es, die Ursache der Qual nicht zu kennen."

Wie bitte? Den zweiten Satz verstehe ich nicht ganz.

Die Ursache der Qualen nicht zu kennen, erscheint umso schlimmer, je weniger das Mensch von dem Hilfe durch das Vernunft weiss. Weiss ich, dass es Hilfe, also Heilung, für meine Qualen gibt, ist das schon etwas Linderung.

Dann brauche ich "nur" noch für die Einnahme oder für die Einholung der Hilfe zu sorgen und bin frei von der Qual. Jetzt habe ich verstanden. Stimmt. Den Grundstein, den Anfang der Aufklärung haben die alten Mythen und religiösen Werke gelegt. Es geht um die Sprache, es geht um die Benennung der Innen- und Umwelt, es geht um die Eindämmung von Gewalt und die Erkenntnis und die Regulierung widerstreitender Gefühle und Begehren innerhalb jedes Einzelnen, sowie von Gruppen und ganzen Gesellschaften. Es geht um die beruhigende Wirkung von Erklärungen und Erfahrungen mit der Natur, um einem Ausgleich im Miteinander und auch ein wenig um die Weiterentwicklung des Menschen. All das leisteten und leisten diese wichtigen Werke.

.

.

Max Beckmann, "Christus und die Sünderin"

.

Ein weiteres Beispiel aus dem Buch der Weisheit, Vers 13,10: "Unselig aber sind jene, die auf Totes ihre Hoffnung setzen und Werke von Menschenhand als Götter bezeichnen, Gold, Silber, kunstvolle Gebilde und Tiergestalten, oder einen nutzlosen Stein, ein Werk uralter Herkunft. Da sägt ein Holzschnitzer einen geeigneten Baum ab, entrindet ihn ringsum geschickt, bearbeitet ihn sorgfältig und macht daraus ein nützliches Gerät für den täglichen Gebrauch. ... Was dann noch übrig blieb, das nahm er, schnitzte daran so eifrig und fachgemäss, ... formte es zum Bild eines Menschen oder machte es einem armseligen Tier ähnlich ... machte ihm eine würdige Wohnstatt, stellte es an der Wand auf und befestigte es mit Eisen, wusste er doch, dass es sich nicht helfen kann, es ist ein Bild und braucht Hilfe. Aber wenn er um Besitz, Ehe und Kinder betet, dann scheut er sich nicht, das Leblose anzureden. Um Gesundheit ruft er das kraftlose an, Leben begehrt er vom Toten. Hilfe erfleht er vom ganz Hilflosen und gute Reise von dem, was nicht einmal den Fuss bewegen kann. Für seine Arbeit, für Gewinn und Erfolg seines Handwerks bittet er um Kraft von einem, dessen Hände völlig kraftlos sind."

Denken Sie da an die Kreuze und Heiligenfiguren der Kirche?

Ja. Was für ein Werk ist diese Bibel, diese heilige Schrift! Voller Wahrheit und Warnung, aber kaum ein-Es hält sich daran. Aber das erstaunliche ist, dass all das nicht aus der Bibel ausgemerzt wurde. Das Bibel ist ein Werk des Offenheit und Vielfalt, W-Es (Sie + Er + als was auch immer ein-Es daSein möchte = W-Es) sie mit offenen Augen und Ohren liest, verurteilt jede Form des Totalitarismus, der Diktatur und des Vorurteils, aber w-Es tut das schon.

Sie wollen aber bitte nicht verdrängen, das mindestens 10 mal in der Bibel zum Schlagen der Kinder aufgerufen wird; beispielhaft hier nur aus dem Buch der Sprichwörter, Vers 3,12: "Wen der Herr liebt, den züchtigt er, wie der Vater seinen Sohn, den er gern hat.

Es ist ein Werk des Menschen, mit allen Ecken und Kanten. Ich halte es für weitestgehend überholt und unzeitgemäss, aber *ich schätze und achte es hoch, weil es für die freiheitlichen und unkonventionellen Gesellschaften mitverantwortlich ist, gerade wegen seiner Widersprüchlichkeit und der Extreme. So gross Gott auch war, das Mensch durfte ihm widersprechen, so wie Abraham vor Sodom und Gomorrha in der Genesis, Vers 18,23: "Abraham trat näher zu Gott und sagte: Willst Du auch den Gerechten mit dem Ruchlosen weggraffen? Vielleicht gibt es fünfzig Gerechte in der Stadt: Willst Du auch sie weggraffen und nicht dem Ort vergeben, wegen der fünfzig Gerechten dort? ... Sollte der Richter über die ganze Erde sich nicht an das Recht halten?".

Soll ich die Bibel also verdammen oder ignorieren, wegen dem Unsinn und dem Abscheulichen, das wir Menschen teilweise in sie hineingeschrieben haben, ohne es besser zu wissen?

Gewiss nicht.

Dann lass uns darin lieber die Schätze heraussuchen und bewahren, die noch immer der Erfüllung harren, denn es enthält Perlen der Weisheit und Erkenntnis, wie folgende aus dem Buch der Weisheit, Vers 13,1: "Töricht waren von Natur alle Menschen, denen die Gotteserkenntnis fehlte. Sie hatten die Welt in ihrer Vollkommenheit vor Augen, ohne den wahrhaft Seienden erkennen zu können. Beim Anblick der Werke erkannten sie den Meister nicht, sondern hielten das Feuer, den Wind, die flüchtige Luft oder die Himmelsleuchten (die Götter und Götzen) für weltbeherrschende Götter ... denn von der Grösse und Schönheit der Geschöpfe lässt sich auf ihren Schöpfer schliessen. Wenn sie durch ihren Verstand schon fähig wären, die Welt zu erforschen, warum fanden sie dann nicht eher den Herrn der Welt?"

Ja, noch immer regiert der Mammon (die Zwänge eines anfänglichen Mangels) die Welt und wir leisten Ihm eifrig Götzendienst. Und Milliarden Hungern und darben in Ausbeutung und Ignoranz.

So ist es im Inneren und im Äusseren. 

Aber nun ist Gott die Vergangenheit, beziehungsweise die Einheit mit Gott ist es?

Ja. Gott ist der Ursprung, ist der Schöpfer, ist der Herrscher der Vergangenheit und auch noch im Hier und Heute. Aber Gott ist dabei Uns, damit meine ich alle ErLebewesen, also inklusive des Menschen, ins Licht [als Bild für die Erhellung des Angst und des Mangel-Bewirtschaftung (Macht / Triebe) durch Forschung und die Werkzeuge der Folgerichtigkeit (Logik)] zu gebähren.

.

.

William Turner, "Licht und Farbe", nach der Sintflut.

.

Die Schöpfung wird also ins Licht hinein entlassen, aus der anfänglichen Dunkelheit, das ist deine Schlussfolgerung und Idee? Deshalb Luzifer (aus lat. "lux" = 'Licht' und dem lat. Verb "ferre" = 'bringen') der Lichtbringer? Schon die ersten Christen haben so etwas vermutet, denn, wie heisst es im ersten Johannesbrief, 3,2: "Liebe Brüder, jetzt sind wir Kinder Gottes. Aber was wir sein werden, ist noch nicht offenbar geworden. Wir wissen, dass wir Ihm (Gott) ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden Ihn sehen, wie er ist." Da ist zwar von Luzifer nicht die Rede, jedoch von einer grundlegenden Veränderung.

Genau. Aus der behüteten Götterwelt in die Selbstständigkeit. Aus der engen, - denk dabei an die Angst -, kleinen Familien- und Gruppenwelt, in der stets auch Ein-, Unter- und Überordnung gefordert war, in der Auslieferung und Abhängigkeiten, also Zwang herrschte, hinaus und hinein in das gigantische und das riesige RaumZeit-Volumen, ab ins "Licht".

Noch hält das Mensch die Hand vor die Augen, wie es eben stark Geblendete machen. Und "Luzifer" zieht daran, sanft zwar, aber unnachgiebig. "Luzifer" ist noch eine Person der Furcht. Mit Hilfe 'Gottes' werden die Menschen aber erkennen, das "Luzifer" ihnen den Weg ins "Licht", in das Selbst-entschiedene Freiheit, weist, ihnen beim Umgang mit der Helligkeit und Klarheit des Verstandes und den enormen Weiten des Bewusstseins hilft. Luzifer ist bald kein Begriff der Angst mehr. 

Interessant, Sören Kierkegaard schrieb bereits 1844, in dem Essay, "Der Begriff Angst": "Die Angst ist der Schwindel der Freiheit". Die Angst beruht also auf der beunruhigenden Fremdheit der Welt, der Freiheit des Lebens. Das DaSein ist ErLebendigkeit, das SEIN ist leer davon.

Das Angst ist das Tür zum "Un"-Endlichkeit des Welt, wie einige Andere formulieren. Wobei das "Un"- vor dem Endlichkeit stets nur das eingeschränkte Sicht, das beschränkte Wissen bedeutet. Das Lebendigkeit ist Endlich, wie schon gesagt, nur in einem Endlichkeit ist Lebendigkeit möglich, ist Veränderung möglich, und das ist das Grundlage von Lebendigkeit. Das Unendlichkeit kommt gänzlich ohne Veränderung aus, wozu auch? 

Und wie Sie es sehen, ist Luzifer eine Facette Gottes, ein Bereich Gottes, ein Bereich der Schöpfung des DaSein, in den wir nun wechseln. Luzifer ist also der oder das, das Uns in die Freiheit nach der "Geburt" einführt?

Ja, das Wesen oder das Wissen, das Uns in die Hände nimmt oder in Uns hineingelegt wird, hineingelegt von Gott, stellvertretend für die Schöpfung, und Uns in die Freiheit einführt.

Dass Sie ein so religiöser Mensch sind, wusste ich gar nicht?

Das ist doch kein Frage, schliesslich ist das daSein vor Allem/n eine Schöpfung des Glaubens, sehr viel weniger des Wissens, und die Religionen wiederum wurzeln tief im Glauben. Selbstverständlich bin ich ein religiöser, ein auch gläubiger Mensch, ein LebeWesen, dessen daSein und Entstehen im Glauben stattfand und -findet, und das diese Wurzeln auch für ein erLeben im Wissen braucht und nie verlieren wird.

Das Wissen schafft nicht, das Wissen ist.

Das g/Glauben schafft viel und weiss wenig.

So sind bisher die Verhältnisse.

In Uns, in den LebeWesen, hat das g/Glauben etwas geschaffen, das fähig ist, das Wissen des Lebens / daSeins und den Glauben im DaSein im Bewusst-Sein zu vereinen.

Gott ist also die Zeugung, der Schutz und die Geborgenheit des Heranwachsens, und der Lichtbringer Luzifer ist der Lehrer des EsLebens. Erwartet oder auch befürchtet bereits seit tausenden von Jahren.

Damals noch befürchtet, denn damals brauchten wir die Dunkelheit, also das Unwissenheit, das Wärme und das Nähe Gottes noch, - denken Sie dabei ruhig auch an die Trage-RaumZeit in dem GebärMutter -. Alles andere hätte und hat uns überfordert.

Sie meinen, damals wäre es eine Frühgeburt gewesen und Heute ist die Tragezeit um? 

So in Etwa. Es hat damit zu tun, dass mehr und mehr Menschen die Sprache an und ernst nehmen, dass sie als kreatives Werkzeug und Mittel der Sicherheit, also als schöpferisch und befriedend anerkannt und angenommen wird.

Schluss des Dialogs

Gibt es eigentlich eine/n Göttin / Gott des Zweifels? Ich kenne nur die Göttin des Zwietracht, aus dem griechischen Mythologie: Eris.

Aber Zwietracht hat nur wenig mit dem Zweifel zu tun, wenn das Zwietracht ein-Es entfernt, um zu streiten, ist das Zweifel das Abstand, um möglichst viel in ein Bewertung einzubeziehen.

Also, zweifeln Sie.

NachSätze vom 10. Mai 2014:

Schon verrückt, wie viele Menschen eine durchaus spannende und auch lehrreiche, sogar stimmige Erzählungen, wie Bibel oder Koran, für das Wahrheit halten, als Handlungsanweisung nehmen, fast voll und ganz, ohne darin die Fehler, die Widersprüche und Unmöglichkeiten zu erkennen und genauso, ohne das Weisheit und den guten Rat, die ebenfalls enthalten sind, ernst und anzunehmen. Davon erwähne *ich oben ja ein paar wenige.

Das bedeutet doch wohl, dass das Mensch fast vollkommen ohne Wissen, ohne überprüfte Erkenntnis, ohne Logik und Selbst-Verantwortung auskommt.

Das Mensch kann das Vernunft füllen mit ... (siehe oben, in Wikipedia u.s.w.), braucht das aber nicht, es reicht dem Masse das blosse Folgen irgendwelcher Traditionen und biologischer Vorgaben, bis Heute.

Fast erschreckend, wie gross das SpannWeite von fast völligem UnWissenheit, bis zu grossen Klugheit und Selbst-Verantwortung innerhalb des Menschheit ist. Riesig.

Wobei das Masse des Menschen eher dem Unwissenheit und mehr oder weniger blinden Folgsamkeit hingegeben ist. Schade, weil doch jedes Mensch das Fähigkeit zum Klugheit, ja sogar zum Weisheit innewohnt, aber nur ein Winzigkeit kann diese Fähigkeit auch zur Fertigkeit entwickeln?

Schade, für uns Alle.