VorWorte

Wissen schafft auch Leid[en]. Das nur zur Komplettierung und als Hintergrund für das Fragezeichen.

Dieses Blog ist eine persönliche Frage- und Antwort-Reise, mit dem Ziel das Wirklichkeit in {und aus} das ein-zu-bringen, was auch daIst: *ich.

Wissen schafft Freude? Wie? Indem das aktuelle Wissen angewendet wird, statt auf das Gestern und dessen "Wissen" zu setzen.

Viel Freude beim lesen.

Freitag, 11. September 2015

Auflösung sArbeiten am "Deutsch-"daSein?

Titel: Die Wirkung von Bewegungs-Gesetzen

Das folgende ist zuerst meine Reaktion auf eine Aktion von Frau Angela Merkel, und darauf folgend ein einigermassen spannender "Dialog". Frau Merkel besuchte die Erstaufnahme-Behörde in Berlin und daraufhin ein Schule in Kreuzberg mit einer sogenannten Willkommens-Klasse. Sie war in beiden Orten entspannt, interessiert und freundlich, ging auf die Menschen zu und liess auch Selfies mit einem Lächeln geschehen.

Mein erster Kommentar auf eine Süddeutsche Zeitung Meldung in fb war:

Frau Merkel hat im passenden Moment den reinen Pragmatismus mit tätigem Mit-Empfinden bereichert. Ihre typische Handhaltung hat das ja schon lange vorwegg genommen. Sie ist, empfinde *ich, eine gute Vertreterin von Deutschland. Es sollten nur noch etwas mehr ihrem guten Beispiel folgen. Interesse haben, es auch zeigen (Medien, dann erfahren es auch wir) und dann rann an die noch Fremden, mit Freundlichkeit, Aufmerksamkeit und Breitenwirkung. Vorbildlich.

Eine Antwort darauf lautete: Sie macht ihren Job gut. Ich frage mich nur, wer ihr die Aufgabe erteilt hat, Deutschland systematisch an die Wand zu fahren.

 
Ich respektiere Ihre Angst, gebe aber zu bedenken, dass Angst noch nie den Weg zur Lösung von Herausforderungen gewiesen hat. Angst führt stets entweder zur Erstarrung oder zu einem umsichts-losen Gewaltausbruch. Beides können Sie im Moment leicht identifizieren. Der Weg zur Bewältigung von Aufgaben gelingt jedoch nur DaZwischen. Das ist eine einfache Erkenntnis aus allen Konflikten der Vergangenheit. Dass sich die meisten Menschen noch nicht daran halten, ist ein starker Hinweis darauf, was für uns noch alles zu tun ist, bis wir uns eine wirkliche Weiterentwicklung zuschreiben können.

Frau Merkel, denke *ich, weiss davon und handelt entsprechend.

Wir sind bald 8 Mrd. Menschen, in einem endlichen kleinen Planeten-System Erde-Mond, das mit grossen Schritten - auch wegen uns Menschen - wärmer wird und damit auch das Klima bedeutend ändert. Um all diese Herausforderungen zu meistern, brauchen wir keine Angst, sondern Nüchternheit, Pragmatismus, eine grosse Portion Mit-Empfindung fürEinander und Vertrauen im MitEinander. Je mehr Menschen das begreiffen - Konflikte im friedlichen Aushandeln zu lösen und alle Menschen als Gleich-Wert[ig] anzuerkennen - umso eher werden wir diese Herausforderungen gemeinsam meistern.

Sie könnten nun fragen, ob Sie in der Angst verbleiben wollen, oder ernsthaft an Lösungen mitarbeiten möchten, als ein wichtiges Mensch. Oder?

Eine nächste Antwort war: Ihnen ist scheinbar nicht mehr zu helfen.. Kein Land hat unendliche Ressourcen. Frau Merkel geht auf die berechtigten Sorgen der Bevölkerung nicht ein.

Was sind die "berechtigten Sorgen der Bevölkerung"? Ihre Sorgen? Ich habe ein paar davon oben angeschrieben, und denke, dass eine "berechtigte Sorge" im Augenblick ist, die vielen Menschen, die im Moment hierher kommen freundlich zu empfangen und Sie so schnell und vertrauensvoll, wie es diese MitMenschen verdienen, am Gelingen unserer Gesellschaft zu beteiligen. Damit eben nicht geschieht, was wohl auch Sie befürchten, dass die Zuwanderung von Menschen ein Problem wird. Sind Menschen ein Problem, oder eher eine Hilfe zur Lösung von Herausforderungen? Ich bin für das Letztere, möchten Sie dabei mit-helfen? Angst in Verbindung mit Ignoranz, verhindern jegliche Freude. Mauern bauen, Menschen verachten, Konflikte missachten und Hilfen verweigern, führen nur zum Leid. Auf beiden Seiten von Zäunen. Wohin wünschen wir zu gehen: mit-Leid oder zur Freude? 

Ich bin für ein mehr an Freude, und was Frau Merkel im Moment macht mit der Macht, bereitet *mir Freude.

Ohne *mir den Blick zu verstellen, für das grosse UnGleich-Gewicht innerhalb auch unserer Gesellschaft, für die Armut vieler Menschen, für das DesInteresse vieler Menschen an Entwicklungen und Krisen um uns herum, für den Mangel an Vertrauen und Transparenz und die respektlose Behandlung "untereinander". Doch dafür ist weder Frau Merkel verantwortlich, noch sonstwelche erLebenden Menschen, und Sie wird diese auch nicht alleine lösen können. Wichtig ist, dass Sie davon weiss und hoffentlich die passenden Schritte mitentscheidet, die unsere gesellschaftliche Struktur ausGleicht und damit auch die mit-Entscheidung Aller stärkt.

Unsere HauptSorge ist unser Überleben und die Zukunft dieses Planeten-Systems Erde-Mond. Könnte es zumindest sein. Nationalismen und Abschottung, sind die falschen Entscheidungen / Richtungen. Wir sollten dabei mitarbeiten, dass immer weniger Menschen hinter Mauern "Schutz" suchen, und stattdessen mitEinander das ziemlich kurze erLeben als Mensch geniessen.

Was hat das mit Frau Merkel zu tun? Wenig.

Noch eine Antwort lautete: Ich nehme mal an, dass der Kommentar ironisch gemeint war, denn so Gehirngewaschen kann niemand sein.
Ekelhaft, grausig, verlogen, Menschenverachtend... sind nur ein paar wenige Worte, die mir zu dieser Person {Frau Merkel oder *ich?} einfallen.
Einer ihrer niederträchtigsten Aussagen in ihrer korrupten Karriere.
Nicht wegen der Anzahl der Flüchtlinge, sondern weil sie als USA-Marionette, Europas Hauptverantwortliche für diesen Flüchtlingsstrom ist.
Nachdem sie wie, bei all diesen Ländern aus denen diese armen Menschen flüchten, auch in Griechenland dafür sorgt, es zu ruinieren und aus zu beuten, wird sie dann sagen, Hetze gegen griechische Flüchtlinge darf nicht sein.
Ihre Aussage ist, als hätte Hitler gesagt, man soll nicht gegen Juden hetzen, aber er selber bringt sie um.
Diese Frau ist persönlich durch ihr falsches geldgieriges Treiben als Handlanger der USA für das Leid und den Tod von tausenden Menschen verantwortlich.


Welche Bücher lesen Sie? Welche Medien dienen Ihnen als Informationsquelle? Das sind auf jeden Fall andere, als *mich informieren. Sie werfen hier eine Frau "Merkel" in diese Spalten, die nicht mit der Frau Merkel übereinstimmt, die *ich wahrnehme. Die Frau "Merkel", die Sie hier einbringen, ist quasi ein Monster, ein Ungeheuer in Menschengestalt. "Huuubuuuhuu ich bin euer Unglück!!" Die Frau Merkel, die *ich durch die Medien, also aus der Distanz, wahrnehme, ist vollkommen anders. Etwas ungelenk manchmal, *mir auch zu zögerlich - *ich möchte hier auch mal erwähnen, dass *ich Sie nicht wähle, das bedeutet jedoch nicht, dass *ich Sie zu einem Ungeheuer aufbausche. Mir missfällt so einiges an der Richtung und den Projekten der grossen Koalition, aber wie Frau Merkel diese grosse Anzahl an Menschen, die nun zu uns kommen, willkommen heisst und damit auch auf allen Ebenen für NachDruck bei der Bewältigung sorgt, und die Zusammenarbeit aller herausstellt und lebt, das ist vorbildlich. Genau das, habe *ich oben geschrieben. - aber im passenden Augenblick, ist Frau Merkel aufgestanden und tut. Das finde *ich gut. Mehr ist nicht. Nicht hier auf jeden Fall.

Ein anderer Einwand lautete:  Ich kann doch niemandem mehr Asyl bieten, wenn ich die Kapazitäten dafür nicht mehr habe. Das ist wie mit einem Kühlschrank - du kannst nicht noch versuchen 2L Milch in den Kühlschrank zu stopfen, wenn er Rand voll ist - und wenn du die Milch draußen lässt, dann wird sie eben schlecht.
Ihrer Positiven Einstellung aller Ehren, aber haben Sie schon mal eine Unterkunft besucht? Die platzen hier aus allen nähten, die Politik (Merkels Politik) hat zu spät reagiert, denn es gibt kaum Personal, dass sich um die Flüchtlinge gezielt kümmern kann. Kaum medizinisches Personal, kaum Sprachlehrer, kaum menschenwürdige Unterkünfte, langwierige Asylantragsprozesse, was einen Zugang zum Arbeitsmarkt ebenso verhindert bzw zur Folge hat das viele erst mal gar nicht arbeiten können oder vorerst nur im Niedriglohnsektor arbeiten werden. So kann man MASSENWEISE neue Armut schaffen und das alles auf Kosten der Steuerzahler und auf dem Rücken vieler Ehrenamtlicher Helfer, davon hat doch keiner was auch kein Flüchtling. Was soll das für eine Zukunft sein?

 
Der erste Impuls der wohl meisten Menschen, wenn andere Menschen kommen, um zu bleiben - in Verschiedenheit zum Gast - ist: Die nehmen uns was wegg. Ganz normal. Ist so ein Gefühl. Ob es stimmt, ist dabei erst mal keine Frage. Die nehmen uns Platz wegg und Ressourcen und Reichtum. Hilfe! Grenzen zu, Mauern hoch, Zäune bewaffnen. Alles soweit verständlich, und auch überall zu beobachten. Mal mehr, mal weniger. 

Vielleicht ist es aber auch nur die Gewissheit, dass mit der Ankunft von NeuBürgern, die AltBürger nicht mehr so weitermachen können, wie gewohnt. Gewohnheiten zu verändern braucht Kraft, ist anstrengend, da wird leichter mal schnell einfach zu gemacht, abgewehrt, oder auch gezündelt und gehetzt. Um weggzuhalten, wegg von uns! Sind jedoch Menschen, Menschen wie wir, die auch ihre Gewohnheiten hatten und nicht gerne irgendwas daran geändert hätten, die gerne dort, wo Sie aufwuchsen geblieben und ihr erLeben verbracht hätten. Hätten.
Nun, auch wir hier, wir AltBürger hier, haben dafür gesorgt, dass diese Menschen das nicht konnten, wir sind für den Zustand der "fernen" Gesellschaften mit-verantwortlich, und wenn es nur die des Eintritt zahlenden Zuschauers ist. Der Eintritt könnte zum Beispiel eine Milliarde "Entwicklungshilfe" sein. Bei der Niemand von hier dafür gesorgt hat, dass es wirklich zur Entwicklung der Menschen dort dient, statt zur "Entwicklung" von Konten in Steuerparadisen, oder zum Kauf von Waffen für wenige Menschen, die die Mehrheit so lange damit terrorisiert, bis diese Menschen sich auf den Weg zum Waffenlieferanten machen. Und das sind nun wir hier in EU.
Und jetzt kommen diese Menschen also hierher, vielleicht auch, um uns hier darauf aufmerksam zu machen und zu gemahnen, dass unsere tollen Waffen verletzen und töten, und welcher Mensch mag das schon? Fällt *mir nur gerade so ein. Auch wenn *ich zum Abschluss zugeben muss, dass selbstverständlich auch *ich im Moment etwas überfordert bin, von der Vielzahl der ankommenden und noch zu uns wollenden Menschen.
Mein Gefühl "sagt" jedoch: mach nicht dicht, sondern ergreiffe die Chance zur friedlichen Umgestaltung unserer Gesellschaft, damit wir insgesamt anders mitEinander umgehen. Dass nicht mehr Drohungen und Gewalt unsere Gesellschaften dominieren, sondern Verständnis, mitEmpfinden, Aufmerksamkeit und Klugheit.
Guten Tag.
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Schaufenster in der Dudenstr.
in Berlin-Schöneberg
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Titel: Das Deutsche daSein

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) stellte in fb die Frage: Was ist Deutsch?

Eine Herausforderung:

Was ist Deutsch?
Die F.A.Z. begibt sich mit dieser Frage auf sehr gefährliches Terrain. Gefährlich, weil damit die Einzigartigkeit, die in dieser Selbst-Behauptung steckt, mit der Antwort - und *ich betone: mit der stimmigen Antwort auf diese Frage - verloren geht. Das "Deutsche" könnte wie ein Lufballon sein, oder genauer, wie eine Seifenblase, die bei der Berührung mit der stimmigen Antwort zerplatzt. Pluff. Und vom Deutsch-daSein bleiben nur ein paar Seifenblasen-Reste auf dem Boden übrig. Plopp, plopp, plopp, ist diese "Auszeichnung" mit dem nächsten Regen wegggespült.

Die F.A.Z. beschädigt mit dieser Frage einen Mythos, eine Einbildung, vielleicht sogar einen Wahn, und *ich muss da noch nicht mal Nietzsche zitieren. Was, wenn Deutschland nur eine Behauptung ist, wenn auch eine, auf einer kleinen Landfläche ziemlich konkretisierte Behauptung? Aber ich kann ja meinen Dackel auch Waldi nennen und der nächste nennt seinen Dackel dann Schorsch, oder? Dackel bleibt Dackel.

Worin also ist das Mensch, das voller Überzeugung (!) spürt und sagt: ich bin ein deutsches Mensch, ganz konkret anders, als ein anderes Mensch, das ebenso fühlt und sagt: ich bin ein senegalesisches Mensch, oder ein chinesisches? Die Wissenschaft ist bis Heute daran gescheitert, das Nationale, oder das Geglaubte, oder das Gesprochene, andere Werte / Kulturen, oder etwas sonstwie Besseres oder Schlechteres ein-Es / des anderen Menschen, im Menschen zu finden.

Bis jetzt sind Verschiedenheiten lediglich aufgetragen, auf den Oberflächen von Menschen. Und dementsprechend auch locker und leicht veränder- und anpassbar.

W-Es gestern Libyer war, könnte Morgen Schwede sein, w-Es heute Christ ist, könnte Morgen Buddhist sein. Das ist menschlich: Flexibilität und AnpassungsVermögen.

Nicht umsonst hat eine kleine Gruppe unserer Vorfahren, aus OstAfrika kommend, das gesamte Planeten-System Erde-Mond erlaufen und erfahren und ist überall von der umgebenden Natur mitgeprägt worden, von dunklem Braun, bis zu hellem Beige, von eher klein, bis eher gross, von Kräuselhaaren bis Rotschopf. Menschen.

Und jetzt stellen Sie noch mal die Frage: Was ist Deutsch?
Sie werden nur eine höchst oberflächliche Antwort finden, eine, die jedes Mensch erfüllt, erfüllen kann, wenn -Es denn gelassen wird. Aber damit verstören Sie unsere gewohnte Welt- Menschen-Ordnung, und das wollen Sie (F.A.Z.) doch wohl nicht, oder?

Freitag, 4. September 2015

Menschliche Norm - VorWorte

Warnung: Sollten Sie ein Mensch sein das Mensch[Selbst]-Kritik nur schlecht erträgt oder sogar darauf Allergisch reagiert, dann bitte nur die schönen Bildchen kucken und ...

Noch ein schönes WochenEnde.

Titel: Die VorSätze der Verweigerungs-Haltung

Darauf ein wenig Selbst-Erkenntnis gefälligst: Die menschliche Normalität ist aber leider so, dass etwa 4 Menschen, die für günstige Veränderung werben, fast immer 96 Menschen gegenübertreten, die für Beharrlichkeit und Kompromisslosigkeit eintreten. Und das vorige "fast" beziehe *ich nur auf die wenig veränderliche Anzahl der dagegen tretenden Menschen, die auch mal nur 92 betragen kann, und nicht darauf, dass das Verhältnis jemals kippen könnte. Dass die Veränderungen auch innerhalb des Menschheit trotzdem unbekümmert weiter laufen, ist einem GrundImpuls des DaSein zu verdanken, das auch das Mensch nicht aufhalten kann, ohne dass das Mensch dabei auch ausgelöscht würde, der RaumZeit, dem steten "Fluss" der Veränderungen. Aber das Mensch ist trotzdem fast zwanghaft bemüht, jede zumindest grössere Veränderung aufzuhalten. Und dabei sind Argumente jedweder Art völlig unerheblich. Das Mensch beharrt selbst dann steiff und fest, wenn -Es Veränderungen sind, die unseren Zustand verbessern würden, die unser Wohlgefühl und unsere Sicherheit erhöhen würden. Wenn *ich jetzt all die guten und auch umsetzbaren Ideen und Angebote aufzählen würde, die trotzdem oder gerade deswegen keine Chance haben, würde das selbst fb sprengen. Ein Weiser hat einst erkannt, dass auch ein sicheres Medikament zur Heilung von Krebs, gegen den normalen Widerstand der sofort auflodert, keine Chance hätte. Ein Abbild dieser Tatsache ist auch im Moment in den Handlungen (oder schreibe *ich richtiger Miss-Handlungen) zu erLeben, die Europas Gesellschaften und Regierungen im Vorfeld und im Moment der Zuwanderung von Menschen aus all den Krisen- und Kriegs-Gebieten im Süden, nicht tun und verweigern. Und auch die Tatsache, dass der Bau von Abwehrmassnahmen mehr Aufwand und Kosten verursacht, als für die tätige Hilfe und Eingliederung dieser Menschen aufzuwenden wäre, beruhigt den normalen menschlichen Reflex zum Mauer- und Zäunebau nicht im Mindesten. So, wie stets mehr Geld für Verweigerung und Vorenthaltung von Güte und Frieden und Freiheit und auch geistige Erweiterung ausgegeben wird, als dafür. Die Gesellschaften sparen nicht an Trägheit und der Aufrechterhaltung von Unwissenheit und sonstigen Einschränkungen, sie sparen jedoch nicht, irgendelche vorgestrigen Traditionen zu pflegen, die nur noch zu einem "gut" sind: auszuschliessen, zu trennen, und wenn es sein muss auch gewaltsam. Und wärend wir uns hier also in bequemlicher Verweigerung und Veränderungsunlust ergehen, übernehmen langsam Maschinen all unser erbliebenes Tun und werden sogar bestens mit der von uns so gerne verweigerten Intelligenz gefüttert, mit all unserem Wissen, und dürfen bald auch völlig autonom und ohne Steckdose herumfahren und auch herumstehen und fliegen. Mal schauen, wie weit wir mit unserer natürlichen Bequemlichkeit und Freude-Verweigerung noch kommen? Denn eins geht ja aus dem oberen schon hervor, um Leid zu bereiten, um andere zu übergehen zu erniedrigen und zu verletzen, dafür stehen spontan und umstandslos sofort zig Menschen da und hauen auf die anderen ein, wenn es jedoch um Hilfe und Aufmerksamkeit und Respekt und Verantwortung geht, na das kann dauern und dauern, vielleicht Morgen oder Übermorgen. Nicht? Doch, das Mensch ist keine wundersame Spezies, eher nicht, auch wenn -Es das glaubt zu sein. 
Oder?
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Hinterhof-Schönheiten 01
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Titel: Die 1. Norm des Menschen ist fast komplette Selbst-Fremdheit

Das Mensch hat im Allgemeinen keinerlei Wissen vom Selbst, ausser (!) dem, das ander-Es zu wissen glauben. Und das geht niemals tiefer als ein wenig unter die Haut.

Dazu ein hier hinein kopierter Internet-Artikel des 3Sat-Magazins Kulturzeit:
http://www.3sat.de/page/?source=%2Fkulturzeit%2Fthemen%2F183100%2Findex.html

Überschrift: Das Fremde in uns

Ein Interview mit der Psychologin Verena Kast
 

Tausende Flüchtlinge strömen täglich aus Ländern wie Syrien, Afghanistan oder dem Irak in die sicheren EU-Länder. Bei vielen weckt das auch Angst. Angst vor dem Fremden und dem Anderen. Warum das so ist und wie die Gesellschaft mit dieser Angst umgehen kann, beantwortet uns die Schweizer Psychologin Verena Kast im "Kulturzeit"-Interview.
Wenn Fremde kommen, verändere sich für alle viel, sagt Verena Kast. Für die, die kommen, und für die, die schon da sind. Somit enstünden Situationen der Bedrohung der alten Identität und der alten Ordnungen sowie Situationen für diffuse Ängste."Die Fremden bringen das Fremde in unser Leben, das Fremde war aber immer schon da", so die Schweizer Psychologin, die seit 2014 Präsidentin des C.-G.-Jung Instituts ist. Menschen seien sich selbst immer auch fremd.

Die Angst vor dem Fremden, dem Anderen ...


"Dieses Fremde in uns, das uns zu Entwicklung herausfordert, kann uns faszinieren, ängstigt uns aber auch", so Kast. Auch diese Angst werde den Fremden angelastet, "dies umso mehr, als wir geneigt sind, den Schatten, das Ungeliebte, nicht Akzeptierte in uns, das, was uns auch alltäglich ängstigt, auf andere Menschen zu projizieren, unsere nicht akzeptablen Seiten an den Mitmenschen zu sehen und dort zu kritisieren, vor allem aber an den Fremden."

"Wir fürchten im Fremden Aspekte von uns selbst, die wir eigentlich bei uns fürchten müssen", sagt Verena Kast. "In ihnen sehen wir unser hässliches Gesicht. Wir fürchten im Fremden das Fremde in uns selbst, das uns Konflikte beschert und uns zur Entwicklung herausfordern würde." Schließlich ginge es auch um Rivalität und Neid, denn Menschen befürchten auch, etwas teilen zu müssen. Vielseitige Fantasien der Bedrohung würden genährt. Doch das Leben sei ungewiss und diese Ungewissheit mit den damit verbundenen Bedrohungsfantasien werde auf die Fremden projiziert. "Je mehr Menschen das tun, umso mehr hat das Individuum den Eindruck, wirklich bedroht zu sein."

Wo die Angst endet und der Rassismus beginnt ...


"Wird in der Angst der Schatten projiziert, dann wird der Andere verschattet, vielleicht fast verteufelt", so Verena Kast. "Man selbst wird idealisiert und das kann sich leicht auf die eigene ethnische Zugehörigkeit ausweiten: Man ist dann ein Angehöriger, eine Angehörige einer idealen Ethnie - und damit ist das Selbstwertgefühl vermeintlich wieder hergestellt, ohne dass man etwas dafür getan hat." Damit verbunden sei eine Blindheit anderen Werten als den eigenen gegenüber, die fremden Werte können gehasst und aus dem Hass heraus auch zerstört werden, um die eigene Identität nicht neu bestimmen zu müssen.

Wie die Gesellschaft der Angst vorbeugen kann ...


Wenn sich Menschen in ihrem sozialen Umfeld geborgen und akzeptiert fühlten, dann sei es ihnen auch möglich, zu ihren eigenen Schattenseiten zu stehen, so die Schweizer Psychologin. "Damit wird man realer, empathischer und gemeinschaftsfähiger." So entstehe die Sicherheit, dass man miteinander die neuen Anforderungen und die Veränderungen bewältigen könne. "Aus dieser Sicherheit heraus kann man nicht nur ängstlich, sondern auch neugierig auf das Fremde und die Fremden zugehen."

Was tun, wenn die Angst schon da ist ...


Wenn die Angst bereits da sei, dann solle eine Gesellschaft darüber spreche, welche Ängste im Vordergrund stehen. "Die Kulturschaffenden haben das Thema im Theater, in Filmen, in Texten bereits benannt und werden das auch weiter tun", sagt Verena Kast. Das Thema sei ja nicht neu, so gebe es etwa zahlreiche Bücher aus vielen Jahrhunderten, in denen immer wieder beschrieben werde, wie man mit dem Problem der Angst umgehen könne. "Dabei scheinen mir Werte wie Empathie, Sinn für Menschlichkeit, aber auch für Gemeinschaft, als anzustrebende Werte zu fördern sein."

Was der Einzelne tun kann ...


Kast regt an, "bei sich selbst die Quellen der Angst und des Hasses wahrnehmen - aber auch die Quellen der Freude, des Wohlwollens und damit der positiven sozialen Gefühle, der Sehnsucht nach Verbundenheit. Darüber reflektieren, ob man Schattenseiten auf die Fremden projiziert, zum Beispiel Gier, und diese Seiten bei sich selbst sehen, verstehen und damit umgehen. Auf Fremde zugehen, so dass sie einzelne Menschen werden mit einem Schicksal und einem eigenen Leben. Dann können sie zu einer Quelle der Bereicherung werden."

Ein Märchen über Ausgrenzung


Verena Kast hat sich in ihrem Berufsleben auch vielfach mit Märchen und ihren psychologischen Deutungsmöglichkeiten auseinandergesetzt. Wir wollten von ihr wissen, ob es ein Märchen gibt, das von Ausgrenzung handelt, und ob sich dies auch auf die Gesellschaft und ihre Angst vor dem Fremden übertragen lässt. "Aschenputtel" sei so ein Märchen, sagt Verena Kast, doch das könne man nicht eins zu eins übersetzen. Das ausgegrenzte, gedemütigte Aschenputtel habe im Märchen große innere Ressourcen, auf die es vertraue. "Aschenputtel entwickelt sich trotz widrigster Umstände und wird Königin." Auch andere ausgegrenzte Gestalten, wie etwa die Dummlinge, seien menschlich, mutig, täten, was in ihrer Kraft liegt, und vertrauten dann aufs Schicksal. So gewännen sie die Königstochter, würden König, regierten das Land und setzten Maßstäbe. "Ob wir insgeheim so etwas befürchten?", fragt Verena Kast


Ende Kulturzeit-Artikel
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Hinterhof-Schönheiten 02
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Titel: Bitte

Unser normales menschliches "Problem" ist, dass wir Einander zwanghaft UNTER-teilen müssen und vonEinander abhalten müssen. Dass wir also gezwungen sind, beständig Gruppen zu bilden, Zugehörigkeiten zu erzwingen, und damit also gleichwertige MitMenschen ausschliessen müssen oder zum Einschluss zwingen. Diese völlig normale zwanghafte ab-, ein- und unterteilerei von ansonsten gleichwertigen Menschen braucht Angst, Misstrauen und Abschätzigkeit oder auch Überhebung. Was dieses normale menschliche Verhalten bewirkt, ist in fast endlosen Konflikten, Kriegen, in nicht enden wollenden gegenseitigen Verletzungen und Beleidigungen und Terror alltäglich zu beobachten. "Gründe", andere gleichwertige MitMenschen, abzuwerten, zu schmähen oder zu töten finden wir Menschen dabei noch in der allerkleinsten Verschiedenheit vom jeweiligen Selbst, sei es eine andere Hautfärbung, eine andere Handhaltung, ein verschiedenes Bekenntnis zu irgendwas, oder ein anderer Haarschnitt. Dass das DaSein ohne Verschiedenheit im Gleichen nicht DaSein würde, ist für uns noch kein Wert. Dass wir in diesem beständigen Zwang zur Aus- und Ein-Schliessung das Offensichtliche und vor allem uns Ausmachende nicht wahrhaben und vor allem würdigen, ist für *mich das seltsame, wenn nicht gar groteske. Das Mensch-daSein gibt es nur in Verschiedenheit, ohne Verschiedenheit kein Mensch-daSein. So einfach ist das. Dass wir seit Anbeginn zwanghaft diese Verschiedenheit mit Drohungen und Gewalt einzudämmen versuchen (müssen), ist ein Faktum unseres daSein, das wir dringend korrigieren sollten. Der scheinbare (!) Mangel und die Konkurrenz um das blosse ÜberLeben in einem zerbrechlichen daSein, die wohl unsere Zwanghaftigkeit in Angst verursacht hat, ist beim aktuellen Stand unserer Erkenntnisse und unseren technischen Möglichkeiten längst obsolet. Meine Bitte ist: Bitte, Menschen, kommt in der aktuellen Wirklichkeit an! Und scheut keine Veränderung, die uns Allen zuGute kommt.
Danke.