VorWorte

Wissen schafft auch Leid[en]. Das nur zur Komplettierung und als Hintergrund für das Fragezeichen.

Dieses Blog ist eine persönliche Frage- und Antwort-Reise, mit dem Ziel das Wirklichkeit in {und aus} das ein-zu-bringen, was auch daIst: *ich.

Wissen schafft Freude? Wie? Indem das aktuelle Wissen angewendet wird, statt auf das Gestern und dessen "Wissen" zu setzen.

Viel Freude beim lesen.

Montag, 21. September 2015

Hier ist Nichts drinn

Titel: Vom Leid der Unsichbarkeit

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung meldete gestern in der Spalte Wissenschaft, dass eine Forschergruppe es geschafft hat, eine Winzigkeit Materie mit Licht "unsichtbar" zu machen.


Gut, es ist klar, dass das DaSein in fast jede mögliche Richtung wächst, also auch in Erkenntnis-Richtungen, die zumindest *mir als überflüssig und sogar gefährlich erscheinen. Wozu bitte, muss etwas, das erst durch seine Sichtbarkeit daIst, Unsichtbar gemacht werden. Was glauben einige Menschen durch ein Verbergen und Verhüllen von AnWesenheit zu erreichen, als nur Verbrechen und Gewalt. Nur Korruption, Betrug, Lüge, Verbrechen und Gewalt brauchen Intransparenz. Alles andere braucht kein Verstecken und Verbergen. Gebe *mir doch ein-Es einen Tipp, für was das Verbergen von Vorhandenem gut sein kann, ausser für Dummheiten, Hinterhältigkeiten, Korruption, Betrug und Terror?

Dass die Wirtschaft und die Politik diese Forschungen fördert, erscheint *mir fast zwangsläufig. Aber gut, vielleicht gibt es ja wirklich einen "guten" Grund?

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Das folgende, ist mit diesem Selbst-Foto
vielleicht treffend bebildert? Sie
werden es erlesen.
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Titel: Quanten-Elend

Was ist an dem Inhalt der "Quantenphysik" so schwer zu verstehen?

Gut, ja, es ist schwer zu verstehen, dass es Unentschiedenheit geben kann, jedoch eigentlich nur für eine Vernunft, die nur dem Augenblick huldigt. Die also kaum zur Kenntnis nimmt, dass jedes Moment des RaumZeit Anlauf genommen hat, zu entstehen. Jedes einzelne Moment allen Geschehens, aller Entwicklung hat eine VorGeschichte.

W-Es (z.B. ein Mensch) nur den Moment nimmt, ohne den Vorlauf, der genau zu diesem Moment (Ergebnis) geführt hat, d-Es kann nur am Inhalt der Wellenfunktion verzweifeln. Jedes einzelne Ereignis des RaumZeit ist eine Entscheidung.

Die Voraussetzung dafür ist, dass es für JEDE Bewegung / Veränderung im Verlauf des RaumZeit immer mehr als eine (weitere) Richtung gibt, dass also jeder Entscheidung eine AusWahl vorausging.

W-Es also anerkennt, dass das DaSein erstens die Verbindung / Mischung von Substanz (gebremste Energie?) ist und zweitens, die fast zu 100 Prozent freie AusWahl an Bewegungs- / Entwicklungs-Richtungen innerhalb des RaumZeit bereithält, hat keine Schwierigkeiten die "Rätsel" der Quantenphysik zu verstehen. Kurz gesagt, JEDER Moment des RaumZeit ist EINE Entscheidung.

Was oder w-Es diese Entscheidungen (also die Festlegung für einen Schritt oder eine Pause in eine/r Richtung innerhalb des WEITE des RaumZeit) trifft, ist dabei erst mal wurscht. Ist allerdings eine zentrale Frage des Philosophie. Denn, wenn Alles entschieden ist, was zu entscheiden wäre / ist, dann ist das RaumZeit vorbei. Das DaSein ist somit ein VorLauf zu einer Entscheidung.

Und eine Erkenntnis aus der Quantenphysik lautet, dass keine Entscheidung unabhängig getroffen wird, dass also jede Entscheidung mindestens ZWEI Beteilligte braucht, damit eine Entscheidung nötig ist. Die grundlegende Dualität des DaSein. Somit ist vorauszuahnen, dass dieses DaSein, in dem wir daSind, NICHT einzig ist.

Unentschiedenheit braucht nicht nur Alternativen, sondern auch ein zweites Gleiches um zur Entschiedenheit zu reifen. Wir Alle sind in einer enorm weiten Spanne der Unentschiedenheit, die zwar immer das Freiheit aufscheinen lässt, ohne Es (das Freiheit) jedoch in Gänze zu gewähren, denn auch Freiheit braucht eine Entscheidung DAFÜR; und genau die fehlt bisher in uns ALLEN. Noch lassen wir Einander nicht in Freiheit daSein, sondern halten uns (krampfhaft / ängstlich) aneinander fest. ÜberAll.

Folgendes setze *ich als bekannt voraus: "Die Schrödinger-Gleichung ist deterministisch, das heisst, dass ihre Lösungen bei Vorgabe von Anfangsbedingungen eindeutig sind. Andererseits sind die Lösungen der Schrödinger-Gleichung nach der Kopenhagener Deutung statistische Größen, aus denen nur Aussagen über die Mittelwerte von Messergebnissen in gleichartigen Versuchsanordnungen folgen. Nach der Kopenhagener Deutung der Quantenmechanik liegt dies nicht an einem Mangel der Messanordnung, vielmehr ist dies durch die Natur selbst bedingt."

Eine Entscheidung zu oder für Etwas ist eine klare Festlegung, ist ein "Stabilisieren" eines vorher flirrenden unsicheren Zustandes. Die Gleichungen und Matrizen von Schrödinger und Heisenberg sind gelungene Versuche, die Verunsicherung und Unentschiedenheit von Systemen (auch so komplexen Sytemen, wie z.B. Menschen) zu bändigen. Sie taten dies, indem Sie Erkenntnisse aus der klassischen Mechanik, der Chemie, der Statistik und anderen Wissensgebieten mit der modernsten Mathematik verbanden. Heraus kam eine erfolgreiche Methode zur Nutzung ziemlich gebändigter Unwissenheit und UnKenntnis (Glauben?).

Was also ist daran so schwierig, zu erkennen, dass die Quntenmechanik und die QED (folgendes setze ich als gegeben voraus "Die Quantenelektrodynamik erklärt mit hoher Genauigkeit die elektromagnetische Wechselwirkung zwischen geladenen Teilchen (zum Beispiel Elektronen, Myonen, Quarks) mittels des Austauschs virtueller Photonen sowie die Eigenschaften elektromagnetischer Strahlung.") uns einen Einblick in Erkenntnisprozesse gewährt, die VOR einer Entscheidung wirken?

Was tun die Wissenschaften in den allermeisten Fällen? Sie möchten bekannte, erkannte, gegebene Erkenntnisse (gesunder Menschenverstand?) bestätigen und begründen, oder Ahnungen konkretisieren. Und ein Faktum ist, die Unentschiedenheit und das Suchen der "besten" Wahl, vor einer Entscheidung.

Worin liegt also nun die Aufgabe, die Quanten-Theorie (also eine Ebene der Wahrscheinlichkeit/ VorAuswahl) mit der Relativitäts-Theorie (also der Ebene der Entschiedenheit) zu verbinden? Es ist wohl die Aufgabe den Punkt oder auch die Verlockung oder den Schubser zu finden, der eine Frage zur Antwort führt, oder eine Unentschlossenheit zu einer Entschlossenheit / Entscheidung zwingt oder auch erleichtert. Oder?

Ein Mit-Kommentator schrieb *mir daraufhin m.a.: "das ist lachhaft herr lützenich. ich verstehe nicht, warum menschen unbedingt ihre sprachkenntnisse zeigen wollen um klug zu wirken aber sich dennoch fragen warum sie nicht verstanden werden.
leider findet man diese methodik auch oft in den klassenzimmern wieder, was der sichere tod unserer bildung bedeutet.
sie haben recht herr lützenich, sie sprechen/schreiben nicht in ihrer eigenen sprache sondern in der von uns allen ( achtung sarkasmus ).
beim beschämt grinsen hab ich mir mal den spaß erlaubt "erdmondlich" zu googlen. sämtliche treffer beinhalten den namen oliver august lützenich" „smile“-Emoticon "was meinen sie wie ich gelacht habe nachdem ich ihnen vor 3 min schrieb, dass sie in ihrer eigenen kleinen welt leben mit ihrer eigenen kleinen erdachten sprache." „grins“-Emoticon


Ich wusste hinterher, dass *ich besser nicht darauf eingegangen wäre, aber *ich habe es im Eiffer eben doch getan:

Nun, meine Spezialität ist die, die anderen Menschen Ernst zu nehmen.
Aber *ich weiss davon, dass es die Spezialität (das Vergnügen?) viel zu vieler MitMenschen ist, sich selbst und damit auch die anderen Menschen nicht ernst zu nehmen, sondern sie nur zu missbrauchen, um sich und andere zu verarschen. Sie lachen in ihrer Einfalt das Leben so wegg, verachten Einander und zerstören dabei gerne auch mal viele MitMenschen und die Umwelt. Hahaha, ist ihr Credo. Wenn es nicht so Zersetzend für unsere Gesellschaft wäre, dass so viele Menschen kein anderes "Vergnügen" kennen, andere Menschen lachhaft zu finden, könnte *ich darüber hinweggsehen, Ihnen jedoch schreibe *ich ganz deutlich den gestreckten Mittellfinger. 

Statt *mich zu googeln, nur um "über" (Arroganz?) mich zu lachen, hätten Sie vielleicht einfach nur interessiert lesen können, was *ich so zu schreiben und mitzuteilen habe, aber das passt wohl nicht in ihre enge Stirn? Kann ja sein.

Zum erdmondlich: für *mich ist es so einfach anzuerkennen, dass wir hier seit Milliarden Jahren in einem kleinplaneten-System erLeben, das aus den Planeten Erde und einem kleineren, den wir im deutschen Mond nennen, besteht. Und noch dazu, wo alle Forschung bisher gezeigt hat, dass diese zwei grossFelsen einander beständig und deutlich beeinflussen, dass es sogar so ist, dass die aktuelle Lebendigkeit (einschliesslich des Menschen) vollkommen anders aussähe, es vielleicht oder sogar wahrscheinlich keine Lebendigkeit gäbe, ohne die schützende und auch bewegende Anwesenheit des Mondes. Deswegen ist es für *mich selbstverständlich, darauf auch sprachlich zu reagieren, und beide Materie-"Kugeln" in unsere Geschehen einzubeziehen. Noch dazu, wo ein paar Menschen bereits den Mond besucht haben und anhand des Mondgesteins nachgewiesen haben, dass beide "Planeten" aus den selben Bestandteilen sind, also wahrscheinlich auseinander hervorgegangen sind.

Leider begegne *ich fast nur Menschen wie Ihnen, die brav hinterhertrotten, den Blick stracks immer Richtung Vergangenheit, die in Neuem nur "Probleme" erspüren können und damit die eigene Fähigkeit, die WEITE des DaSein zu erkunden, jeweils nur verkümmern lassen. Wenn das nicht für so mannigfaltige Probleme zwischen uns und um uns herum verantwortlich wäre, könnte *ich es als lässlich hinnehmen, das ist es jedoch nicht. Ich kann Sie und ihre Kleinlichkeit und Gehässigkeit nur bemitleiden. Sie "glauben" etwas zu wissen, mehr nicht.
Servus.

Montag, 14. September 2015

Von der Anpassung an das Freiheit?

 Titel: Von der Notwendigkeit der Anpassung

Dem folgenden Kommentar ist zwar von *mir einiges hinzuzufügen oder abzu ändern, aber das habe *ich an anderer Stelle bereits getan und werde es auch weiterhin noch tun.
Erst mal finde *ich diese Zeilen notwendig, und verbreite sie daher unverändert.
Viel Freude (Nachdenken) beim lesen.

 Aus der Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 14.09.2015, von Michael Martens

Überschrift: Umgang mit Flüchtlingen
Untertitel: Es gilt das Grundgesetz

VorWorte: In Deutschland steht das Grundgesetz über der Bibel und dem Koran. Das sollten wir den Flüchtlingen von Anfang an klarmachen. Ein Kommentar.

http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/fluechtlinge-das-grundgesetz-steht-ueber-der-bibel-und-dem-koran-13800012.html

Deutschland muss in den kommenden Jahren Hunderttausende, vermutlich sogar Millionen fremde Menschen integrieren oder das zumindest versuchen. Das ist die größte Herausforderung für unsere Gesellschaft seit dem Zweiten Weltkrieg.

Um sie zu bestehen, müssen wir ehrlich sein – zu uns selbst und zu den Menschen, die ihr Leben riskiert haben, um es bei uns leben zu dürfen. Diese Ehrlichkeit erfordert, dass wir über einige Grundsätze sprechen, die im deutschen Willkommensjournalismus und in der allgemeinen Debatte bisher kaum erwähnt wurden.

Zu der nun allseits geforderten und hunderttausendfach praktizierten Willkommenskultur gehört nämlich auch, dass wir die Neuankömmlinge von Anfang an mit den rechtstaatlichen Spielregeln und europäischen Werten vertraut machen, die Deutschland erst so lebenswert gemacht haben, dass es für Millionen Ausländer zum Ziel ihrer Träume wurde. Zur Willkommenskultur gehört es vor allem, deutlich zu machen, dass der Kernbestand dieser Werte und Regeln nicht verhandelbar ist.

Zu diesem Bestand gehört der Grundsatz, dass Deutschland ein Land ist, in dem man an Gott glauben oder es sein lassen und beides offen sagen kann. In dem, wer das will, zu einem anderen Glauben konvertieren kann. In dem Frauen ein selbstbestimmtes Leben führen dürfen, in das Väter, Brüder und auch Ehemänner nicht hineinzupfuschen haben.

In dem Lesben offen lesbisch und Schwule offen schwul sein dürfen. In dem die Todesstrafe abgeschafft ist und das Existenzrecht Israels nicht in Frage gestellt wird. In dem es erlaubt ist, über Religionen zu spotten, sich über Jesus und Mohammed, die Bibel oder den Koran lustig zu machen. Das alles hört sich für die meisten Bundesbürger selbstverständlich an – aber für einen großen Teil der Menschen, die jetzt zu uns kommen, ist es das nicht, im Gegenteil.

Man kann es geschmacklos finden oder dumm, Seiten aus dem Koran zu reißen und das Klo hinunterzuspülen, wie es unlängst in einer Notunterkunft in Suhl ein Asylbewerber mit für ihn beinahe tödlichen Folgen getan haben soll – aber ein Verbrechen ist das in Deutschland nicht.

Von einem gläubigen Muslim zu verlangen, er solle akzeptieren, dass andere Menschen den Koran und den Propheten für einen Witz halten und das auch öffentlich sagen dürfen, ist jedoch ungefähr dasselbe, als fordere man einen gutbürgerlichen Bundesrepublikaner auf, den Holocaust zu billigen. Das rührt an Unverhandelbares.

Und doch müssen wir allen, die zu uns kommen und die hier leben wollen, unmissverständlich deutlich machen, dass es in Deutschland, abgesehen von einigen wenigen historisch bedingten Einschränkungen, eine Freiheit des Diskurses gibt, die nicht verhandelbar ist.

Zwar kommen sehr viele Flüchtlinge, vor allem aus der syrischen Mittelklasse, just um dieser Freiheit willen zu uns – aber andere dürften einem potentiell folgenschweren Missverständnis über die Frage erlegen sein, wo Deutschlands Freiheit endet.

Mit einem „Ihr seid alle willkommen“ und einer utilitaristischen Rhetorik des roten Teppichs („Fachkräfte“) ist es jedenfalls nicht getan.

Viele Menschen, die jetzt zu uns kommen, werden mehr lernen müssen als nur die deutsche Sprache. Wir müssen ihnen den freiheitlichen Besitzstand unseres Landes vermitteln – und zwar nicht irgendwann, sondern vom ersten Tag an. Jeder Flüchtling sollte auf dem Kopfkissen seines Betts im Notaufnahmelager einen Willkommensbrief in seiner Sprache vorfinden.


Ein klarer Willkommensbrief für alle Flüchtlinge

Hier ein Formulierungsvorschlag:

„Liebe fremde Frau, lieber fremder Mann, willkommen in Deutschland! Viele von Ihnen haben Schreckliches durchgestanden: Krieg, Lebensgefahr, eine gefährliche Flucht durch die halbe Welt. Das ist nun vorbei. Sie werden in Deutschland weder hungern noch dursten noch frieren noch um ihr Leben fürchten müssen, denn Deutschland ist ein reiches und friedliches Land.

Gegen die kleine Minderheit von Deutschen, die Gewalt gegen Flüchtlinge anwendet, wird dieser Staat mit aller Härte seiner Gesetze vorgehen. Dass Deutschland ist, wie es ist, verdanken wir nicht nur, aber auch Gesetzen, Regeln und Konventionen, von denen sich manche deutlich unterschieden von jenen, die Sie aus Ihrer alten Heimat kennen. In diesem Land, so hat es viele Jahre vor Angela Merkel einst ein anderer deutscher König gesagt, darf jeder auf seine Art glücklich werden.

Viele der Regeln, die bei uns gelten, sind im sogenannten Grundgesetz nachzulesen. Das Grundgesetz steht bei uns über dem Koran, der Bibel oder jedem anderen Buch, und sei es noch so heilig. Eine Übersetzung des Grundgesetzes in Ihre Sprache liegt am Heimeingang aus, gleich neben den Stapeln mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1948, die wir dort ebenfalls in vielen Sprachen für Sie bereitgestellt haben.

Wir können hier nicht auf alle deutschen Gesetze, europäischen Werte und allgemeinen Regeln eingehen, weshalb wir nur einige Beispiele aufzählen, die wir vor allem unsere männlichen Leser aufmerksam zu studieren bitten:

Bei uns sind Frauen und Männer gleichberechtigt. Das beginnt schon in der Schule, wo Mädchen selbstverständlich am Schwimmunterricht und an Klassenfahrten teilnehmen. Und sollten Ihre Töchter oder Schwestern später mit einem Mann zusammenleben wollen, der einer anderen Nation oder Religion angehört, dann ist das in Deutschland kein Verbrechen.

Wenn Sie, liebe Väter oder Brüder, Ihre volljährigen Töchter oder Schwestern hingegen gewaltsam daran zu hindern suchen, ihr Leben so zu leben, wie sie das wünschen, dann ist das durchaus ein Verbrechen. Dafür kann man in Deutschland ins Gefängnis kommen.

Vergessen Sie am besten alles, was Sie in Ihrem Land über „Ehre“ oder „Schande“ für die Familie gehört haben – die meisten dieser Vorstellungen gelten bei uns nämlich nicht, manche sind sogar verboten. Es ist in Deutschland übrigens auch erlaubt, dass Männer Männer oder Frauen Frauen lieben und gemeinsam eine Familie gründen. Niemand kommt deshalb ins Gefängnis.

Die meisten von Ihnen teilen solche Auffassungen vom Zusammenleben der Menschen gewiss ohnehin, denn Sie sind ja zu uns gekommen, um endlich in Frieden und Freiheit zu leben. Sollten Sie diese Ansichten jedoch ablehnen, ist es besser, wenn Sie unser Land rasch wieder verlassen – denn Deutschland kann und will keine Heimat sein für Menschen, die sich diesen Regeln nicht beugen.

Da können wir leider null Toleranz zeigen. Mit herzlichem Gruß, Ihr Deutschland.“ Banal? Keineswegs. Man täusche sich nicht: Viele der potentiellen Deutschen, die jetzt zu uns kommen, werden erst lernen müssen, was für dieses Land seit der Reformation und vor allem seit 1949 unter schrecklichen Rückschlägen zum allgemeinen Nutzen selbstverständlich geworden ist.

Das wird ein mühsamer, ein schmerzhafter Prozess sein. Für manche der jetzt noch begeisterten Flüchtlinge wird die Zukunft Enttäuschungen bereithalten. Wenn Familienzusammenführungen nicht so einfach funktionieren, wie gedacht. Wenn der deutsche Staat Bedingungen stellt und Grenzen setzt. Wenn klar wird: Deutschland ist kein Merkel-Plakat. Die Bilder von dankbaren und glücklichen Menschen, die auf deutschen Bahnhöfen von jubelnden Einheimischen begrüßt werden, zeigen ein offenes, gastfreundliches, tolerantes Land, und das ist rührend schön.

Es erinnert an jene Tage im Herbst 1989, als Deutsche zu Deutschen kamen und viele von uns vor Freude weinten. Doch solche Szenen sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass manche der Neuankömmlinge Werte in ihrem Gepäck mitbringen, die unvereinbar sind mit jenen, die sich in Europa durchgesetzt haben. Es geht dabei nicht um die alte Leier von Christentum, Abendland, Leitkultur.

Es geht um Homophobie und Misogynie, um arabischen, kurdischen oder sonstigen nationalen Chauvinismus. Und, ja, es geht in einigen Fällen wohl auch um jenen islamistischen Fanatismus, vor dessen Auswirkungen die meisten Migranten geflohen sind.

Bei aller Freude darüber, dass so viele Menschen zu uns wollen und dass wir ihnen helfen können, täte ein realistischerer Blick auf die Flüchtlinge allen Beteiligten gut. Wir sollten sie weder verherrlichen noch verteufeln.

Die rassistische Überhöhung des Fremden zum „edlen Wilden“, die Jan Fleischhauer unlängst treffend als romantische Konstante der deutschen Linken (nur der Linken?) beschrieb, ist ein schlechter Ratgeber, weil ihr unweigerlich irgendwann die desillusionierende Einsicht folgen wird, dass Flüchtlinge weder besser noch schlechter sind als andere Menschen. Sie sind einfach nur auf der Flucht.

Das ist traurig genug, und deshalb sollten wir ihnen helfen, ohne sie zu verklären. Wir tun das am besten, indem wir sie von Beginn an nicht im Unklaren darüber lassen, was bei uns möglich ist und was nicht. Dafür brauchen wir einen Rechtsstaat, der selbstbewusst auftritt und sich Respekt verschafft. Die potentiellen Deutschen, die jetzt zu uns strömen, kommen aus Staaten, die ihre Bürger wie Vieh behandeln.

Aus Rumpfsyrien vor allem, wo ein Diktator auf das eigene Volk schießen lässt und eine multiethnische Männerhorde im Namen des Propheten Mittelalter spielt. Oder aus Pakistan, das von einer korrupten und unfähigen Eliten beherrscht wird. Diese Menschen wurden in schwachen und dummen Staaten sozialisiert. Sie werden den besten Staat, den wir Deutschen je hatten, nicht ernst nehmen, wenn der bei aller Güte nicht zugleich streng auf seinen Regeln beharrt.


Wir brauchen einen Rechtsstaat, der selbstbewusst auftritt

Zur Willkommenskultur, die Deutschland braucht, gehört nicht zuletzt auch, dass wir nicht dem selbstbetrügerischen Irrglauben verfallen, all die Mühseligen und Beladenen, die nun zu uns kommen, würden eines Tages wieder gehen. Bis in jenen Staaten, aus denen sie kamen, wieder Frieden einkehrt, werden noch Jahre vergehen, vielleicht Jahrzehnte.

Und selbst wenn die Waffen womöglich eines Tages schweigen in den Blutlandschaften der islamischen Welt – die Fabriken werden noch viel länger schweigen. Das rechtsstaatliche und wirtschaftliche Niveau Westeuropas werden diese Regionen zu Lebzeiten jener, die jetzt flüchten, schwerlich erreichen.


Nicht die Fehler aus den sechziger Jahren wiederholen

Deshalb darf Deutschland nicht den Fehler wiederholen, den Politik und Gesellschaft in den sechziger Jahren begangen haben, als die sogenannten Gastarbeiter aus der Türkei zu uns kamen und sich selbst überlassen blieben. Konservative behaupteten noch bis vor wenigen Jahren wider alle Realität, Deutschland sei kein Einwanderungsland.

Das war ein bürgerliches Pfeifen im Walde, nach der Melodie: Gäste kommen, Gäste gehen. Keinesfalls, so der deutsche Selbstbetrug, dürfe auch nur der Versuch unternommen werden, die Gastarbeiter zu integrieren. Die Linke folgte dagegen der Parole: Bloß nicht einmischen! Wenn Muslime ihre minderjährigen Töchter (und oft auch die Söhne) zwangsverheirateten, war das Traditionspflege.

Hauptsache, wir zwingen den Menschen nicht unsere bösen deutschen Werte auf, die irgendwie alle nach Auschwitz führen. Am fremden Wesen soll die Welt genesen. Nie wieder Deutschland!

Es ist mittlerweile unbestritten, dass der Umgang mit muslimischen Einwanderern in der jungen Bundesrepublik ein schweres Versäumnis war. Im Jahr 2015 sollten Politik und Gesellschaft klug genug sein, um einzusehen: Die meisten derer, die jetzt kommen, sind keine Gäste.

Sie werden über kurz oder lang Bürger dieses Landes werden. Deshalb dürfen wir die gewaltige kulturelle Kluft zwischen Pommern und dem Punjab nicht kleinreden.

Zur Ehrlichkeit, die wir in diesen epochalen Wochen und Monaten brauchen, gehört auch die banale Feststellung, dass eben nicht eine Million Dänen, Franzosen oder Russen kommen, die uns, aus der außereuropäischen Ferne betrachtet, bei allen Unterschieden im Detail in ihren Einstellungen und Lebensweisen zum Verwechseln ähnlich sind.

Die Flüchtlinge kommen aus Staaten, die vom Islam geprägt sind. Das wird Deutschland in den kommenden Jahren verändern. Das muss nicht Schlechtes sein.  Deutschland hat sich immer und zu allen Zeiten geändert, wie jedes Land. Damit Deutschland sich ändert und dennoch bleibt, wie es ist, müssen wir aber nach Kräften darauf Einfluss nehmen, wie es sich ändert. Sonst schaffen wir das nicht.


Ende F.A.Z.-Kommentar von Michael Martens
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Die Vielfarbigkeit hat das Mensch nicht exklusiv
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Titel: Das Mensch verkennt das Mensch-daSein katastrophal. Wieso?

Warum ist es so schmerzlich schwer, dass das Menscheit, das einzelne Mensch als gleich=wertig anerkennt?

Dass jedes Mensch, jedes andere Mensch, als gleich=wichtig achtet.

Vielleicht, weil das den meisten Menschen schon beim persönlichen Selbst nicht gelingt. Das meiste Mensch hat grösste Distanz zum persönlichen Selbst, weiss weder was -Es {das Mensch} wert ist - im VerGleich zu anderen Menschen - überschätzt also den persönlichen VerGleichs=Wert entweder über+mässig, oder unter-schätzt den persönlichen Wert. Und das meiste Mensch ist auch das persönliche Selbst entweder wichtiger als alle ander-Es, oder das persönliche Selbst ist als Grösse (Wert) in Gefühl und Gedanken und Wollen kaum vorhanden

Es ist also wichtig, sehr wichtig sogar, für einen ausGleichenden und friedlichen und entspannten Umgang im gemeinsamen MitEinander - und auch zur Öffnung unseres grossen Entwicklungs-Potentials, ebenso für eine wirkliche Öfnnung hin zur Freiheit - dass wir Einander die Gleich=Wertigkeit als Menschen anerkennen. Vollkommen gleich=gültig wie ein Mensch geformt ist, innen und aussen, woher ein-Es {ein Mensch} kommt, oder an was ein-Es glaubt, oder von was ein-Es weiss.

Das ist keine Gleichmacherei, das ist Respekt (Achtung und Aufmerksamkeit) und Solidarität. Denn eins ist fast komplett unbekannt: Gleichheit = Verschiedenheit. Das ist nicht nur so einfach dahingeschrieben, das ist eine Grund=Gleichung des DaSein.
Euklid beschrieb das vor über 2000 Jahren etwa so:
"Dinge, die einander Gleichen, sind auch zuEinander Gleich".

Gleichheit setzt Verschiedenheit voraus.
Wenn Dinge / Menschen nicht verschieden sind, sind Sie / können Sie nicht gleich sein. Denn wenn Dinge nicht verschieden sind, sind sie einzig; da es aber in unserem DaSein (Universum) keinerlei Einzigartiges / UnverGleichliches gibt, ist auch ALLES im DaSein Gleich. Mal mehr mal weniger.

Das Mensch als eine Spezies ist sehr Gleich, so Gleich zuEinander, das Genetiker grosse Schwierigkeiten haben, zwei Menschen anhand ihrer genetischen Grundlagen zu unterscheiden. So Gleich sind zwei Menschen, ob aus dem Packeis, oder vom Amazonas, von Europa oder Asien, dass Sie einander fast komplett Gleichen. Bis auf kleine Verschiedenheiten, die das Mensch aber gerne mal ins fast unendliche relativiert und vergrössert.

Oder?