VorWorte

Wissen schafft auch Leid[en]. Das nur zur Komplettierung und als Hintergrund für das Fragezeichen.

Dieses Blog ist eine persönliche Frage- und Antwort-Reise, mit dem Ziel das Wirklichkeit in {und aus} das ein-zu-bringen, was auch daIst: *ich.

Wissen schafft Freude? Wie? Indem das aktuelle Wissen angewendet wird, statt auf das Gestern und dessen "Wissen" zu setzen.

Viel Freude beim lesen.

Donnerstag, 13. März 2025

Schonungslosigkeit ist Indiskutabel?

Schonung ist dort nicht nötig, wo es um das Beenden, aber zumindest um das Dämpfen von Angst, Trieb, Ignoranz und dessen {Hand-} "Werkzeug" das Gewalt geht. Schonung braucht alles Zarte, Kränkliche, Zerbrechliche, Friedliche und für das Erhalt von Lebens-Freude Nützliche.

Wir Menschen brauchen also kein Schonung. Wir brauchen schonungs-lose Selbst- und UmWelt, also Natur-Aufklärung.

Alles, was Ist, sollte Diskutabel sein. Alles. Alleine schon deshalb, weil das DaSein, das Universum, das Natur, ein Diskurs-Geschehen, -Veranstaltung ist. Anziehung und Ablehnung, Elektromagnetismus (Pole), ist das Grundlage des Materie, des DaSein. Nur Abneigung hätte dieses Universum / Natur genauso wenig er- / geschaffen, wie nur Zustimmung.

Wenn das Angst nicht wäre, das, wenn Es überwiegt, und das tut Es in uns, das eine gegen das andere verstärkt. Gewalt ist ein Angst-Reaktion, keines des Wissens, des Friedens, des Vernunft, des Klugheit.

Dazu hier ein paar aktuelle beängstigende Fakten:

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Ist schonungsloses Selbst-Erkenntnis diskutabel?

Noch reagieren die Allermeisten darauf mit Ablehnung, bis hin zu Haas und Gewalt. In allen Potentaten-Staaten und Diktaturen, und in auch fast allen anderen Staaten werden Wissen, tiefe und weite Selbst-Erkenntnis, ganz menschlich (natürlich?), abgelehnt, be- und verhindert. Wissen wird nur geduldet, wenn es dem Kontrolle und Gier (Angst), dem blossen Notwendigkeit, dem Nutz-Anpassung - nicht dem Freiheit - und dem Erhalt von Hierarchien, also dem UnGerechtigkeit und Un≠Gleichheit, und dem natürlichen Dominanztrieb (ebenfalls ein "Kind" / Produkt des Angst), dient.

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Irgendwie können wir Menschen inzwischen nicht mehr anders, Nach-Krieg ist immer Vor-Krieg; und um das Bereitschaft für dieses Gewalt-Ausbruch zu erregen, braucht es Ungerechtigkeit (ein empathie-befreites Macht und dessen Bürokratie, Regelungs-Wut), Enge (Regionalismus, Gruppismus [Religionen, Sprachen, Vereine, ...], also Feindschaft nach Innen und Aussen), strenge Hierarchien (Un≠Gleichheit), braucht es Bildungs- und Sozial-Kürzungen, bis hin zum Notstand oder sogar Kollaps, braucht es Korruption und Intransparenz der jeweils Reichen und Mächtigen.

All das wächst und wächst und wächst, dazu das Aufheizen des Atmosphäre, Ressourcen-Verschwendung und Vermüllung des gesamten Biosphäre, was mehr und mehr Druck und Angst auf Alle erzeugt. Und statt das Initiative zu ergreifen, dieses Abrutschen und Hineingleiten in wieder bloss brutales Gewalt gegeneinander und Millionen unnötig getöteter Menschen und einem zerstörten Infrastruktur und UmWelt, gleiten wir erneut fast begierig darauf zu, auf dieses Gewalt-Explosion.

Nein, wir haben als Menschheit nichts gelernt, als winzigste einzeln-Es schon. Aber was können die paar wenigsten ausrichten, wenn das Ganze träge, zukunfts-los und angst-getrieben, nicht anders kann, als sich gegeneinander aufzuhetzen, anzuschreien und sehr bald gefühllos und sinnlos übereinander her zu fallen und aufeinander einzuschlagen? 

Auszug:

Für das F.A.Z. Rainer Schmidt: Ist die Sehnsucht nach autoritärer Führung auch ein Zeichen von Dekadenz?

Wolfgang Benz: Unbedingt. Die Leute wissen nicht, wie gut es uns geht. Auf der anderen Seite gibt es die starke Verteuerung des Lebens, den übertriebenen Bürokratismus, die unsägliche Regelungswut vieler staatlicher Stellen. Das führt zu Verdruss, bei einigen zum Wunsch nach einem Befreiungsschlag. Dazu kommt diese neue Form von vulgärer Liberalität: Ich muss alles tun dürfen, ich akzeptiere keine Einschränkung, weder durch Gesichtsmasken noch Sonstiges, ich will unbegrenzt Spaß haben. Jede notwendige Regelung wird als Belästigung empfunden, gegen die man sich wehren muss.

Für das F.A.Z. Rainer Schmidt: Manche scheinen auf eine Art Systemumsturz zu hoffen, Leute wie Musk, denen einige auch im vorgeblich bürgerlichen Lager den roten Teppich ausrollen. Sehen Sie als Historiker Parallelen zum Aufkommen des Nationalsozialismus?

Wolfgang Benz: Ich sehe schon gewisse Parallelen. Bei den großen Bauernprotesten der jüngeren Vergangenheit, als nicht nur Berlin und Autobahnen lahmgelegt wurden, lautete die Botschaft mit dem Einsatz mächtiger Maschinen: Wir müssen die Sache selbst in die Hand nehmen, wir lassen die Muskeln spielen. Diese Selbstermächtigung von Wutbürgern ist eine neue Qualität, die beunruhigt.

Für das F.A.Z. Rainer Schmidt: Sehen Sie Sympathien dafür im bürgerlichen Lager?

Wolfgang Benz: Die sehe ich auf jeden Fall, auch wenn es bisher meist eher insgeheimen Beifall gibt. Die AfD hätte nicht so viel Zulauf, wenn die Verrohung der Gesellschaft nicht so attraktiv wäre. Rausschmeißen, plattmachen, aufräumen, Politiker beleidigen, das gehört alles zu dieser Verrohung – auch des bürgerlichen Lagers."

Auszug Ende

Hier das Link:

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/es-gibt-begeisterung-fuer-einen-neuen-faschismus-historiker-ist-besorgt-110346411.html

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Was *ich gerade zu dem obigen F.A.Z-Artikel schrieb, findet auch hier, in diesem Bericht ein ganz klein wenig, was D angeht, Bestätigung.

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Wir handeln stets auf ein Erwartungs-Horizont zu, und unser fast gänzliches Erwarten ist dabei voll von Negativität, von Angst und Verlust. Und dieses bei den Allermeisten vollkommen unbewusste Handlungs-Hintergrund, ein sich stets selbsterfüllendes Prophezeiung, fordert ein Landung in das Katastrophe. Und das "weiter so" fördert genau das.

Hier das Link:

https://www.sueddeutsche.de/kultur/deutschland-lage-der-nation-katastrophal-expertenbericht-li.3217030

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Nun zu etwas anderem.

Längere Leses wissen, dass *ich sowohl, wenn es um das sogenannte "freie Wollen" geht, als auch um all das Wissen und die Entwicklungen, nicht nur in Mathematik, in den Naturwissenschaften, in Technik und Moral (Emanzipation der Frauen z.B.), immer darauf hingewiesen habe, dass wir dabei stets auf Notwendigkeiten hin motiviert wurden, zu handeln und zu forschen. Etwas wurde nötig, und zwar unbedingt, daraufhin sorgten Umstände und Natur und auch unser natur-gegebenes Geschick dafür, dass das, was dafür benötigt wurde, er- und geschaffen wurde.

Stark ansteigende Menschen-Anzahl, Städte-Entstehung, verlangte nicht nur neue Techniken und Mathematik (für den Handel -> Normierung von Gewichten, Umrechnung von Zahlsystemen), sondern auch ein anderes Umgang im Miteinander (Moral), förderte also stärkere Hierarchien, aber gleichzeitig auch das Dämpfung von Agression bei Fremdheit. Zuerst war das Herausforderung aufGrund natürlicher Entwicklung in In- und UmWelt, daraufhin entsteht das Vorgabe und Motivation in Menschen, diese zu lösen. W-Es es dann lösst, ist vollkommen unwichtig.

Hier die dazu passende Erkenntnis und Aussagen dazu, von einem Soziologen:

Armin Nassehi, in einem Vortrag zum Thema: "Die Intelligenz der Zukunft", am 20.09.2024, am Kulturforum Humanwissenschaften.

Auszug: "Techniken haben immer etwas damit zu tun, dass in der Gesellschaft etwas passiert. Meine These ist, was heisst, meine These ist, es ist eine banale These aus der Technik-Soziologie, Techniken etablieren sich in der Gesellschaft nur dann, wenn sie ein Problem lösen, das in der Gesellschaft latent vorhanden ist. Eine Gesellschaft, die sich nicht vorstellen kann, dass man Dingen unterschiedliche Bedeutungen gibt, gleichzeitig, braucht keinen Buchdruck, also sie würde den Buchdruck sogar bekämpfen. Und spannend ist, dass fast alle diese Techniken hinterher etwas anderes gemacht haben, als ihre Erfinder sich vorgestellt haben. Also man hat sich zum Beispiel vorgestellt, dass der Buchdruck endlich die Heilige Schrift für Alle verbreitet und die Menschen gläubigere Menschen werden. Das Gegenteil ist passiert, ja, jetzt konnte Jeder das in der Landessprache lesen, nicht nur auf Lateinisch, sondern auf Deutsch, auf Französisch, auf Englisch, auf Italienisch und wie auch immer. Und dann haben sie sozusagen die Möglichkeit gehabt das zu kritisieren, und haben Bücher dagegen geschrieben. Neben der Bibel stand die Kritik der Bibel und daneben die Kritik der Kritik der Bibel; und daneben Pornografie. Das war das erste womit man interessanterweise Geld verdienen konnte. Das ist kein Witz, das ist hochinteressant, woran man sozusagen erkennt, dass neue Formen entstehen, die ein Problem lösen, das schon da war, von dem man aber nichts wusste."

Auszug Ende 

Hier das Link:

https://youtu.be/3tSmP0wh0YA?si=leZ8dv9QLzeTHwhF

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Weiter gehts mit noch ein paar mehr Details zum Antwort auf das Frage: Was ist Freiheit?

Das Entwicklung des künstlichen Irgendwas - nebenbei, auch Armin Nassehi spricht dem Technik Intelligenz ab, und blosse Prozesshaftigkeit und lediglich das Abarbeiten von Alt-Bekanntem und Vorgegebenem zu. -, wird nicht nur höchstwahrscheinlich, sondern genau nicht das bewirken, was sich dessen aktuelle Profiteure, in Wirtschaft, Politik und Macht, und auch die damit bloss handelnden, oder auch nur zuschauenden, passiven, davon versprechen, vorhersehen oder befürchten. 

Zurück zum blossen Handeln und nicht-Handel, aufGrund von Natur-gegebenen Notwendigkeiten: wir sind so "frei", wie Federn im Wind. Wir sind Behandelte und Handelnde innerhalb von natürlichen Umständen und Prozessen, die wir weder als solche schon erkannt, noch gar verstanden haben. Davon zeugen auch die Quarks und Quanten und dessen Theorien (Plural). Unser "Freiheit" ist das, dass wir darauf reagieren (re-agieren!) können, auf das, was das Geschehen, um uns herum und in uns vorgibt, oder eben nicht.

Wir könnten zum Beispiel, auf das von uns durch Massen-Wachstum dessen Bedürfnisse in Technik und Handel, in Ressourcen-Verbrauch und Fremdheits-Angst (Kriege und immer mehr künstliche Grenzen) erzeugte Aufheizen des Atmosphäre, mit weniger von Allem reagieren. Könnten. Was wir jedoch tun, ist nichts. Weiter so, ist das, was wir tun. Nicht weniger von uns und dem Verbrauch und dem immer mehr an Einigeln und Grenzen und Verbrauch und Vermüllung, sondern mehr. Freiheit, wirkliches Freiheit hätte andere Resultate und Folgen, das ist soweit klar und logisch.

Radikales - sich Selbst nicht (aus Scham, oder aus ebenso falschem Schuld-Bekenntnis heraus, schonen wollendes / müssendes - Selbst-Erkenntnis, kann ein Basis für wirkliches Freiheit erschaffen. Wir sind für nix schuldig und brauchen uns auch vor und für nix schämen. Wir sind 99,99... Prozent Natur. Nix anderes als das, was Natur uns eingeprägt hat und vorgibt (Vermehrungs- und Dominanz-Trieb z.B.), tun wir oder lassen wir sein (Trägheit und Angst).

Wahres Freiheit steht nur in "den Sternen", ist bislang ein Vorstellung ohne Grundlage und Konkretion; ist bis jetzt eigentlich meist nur das Wort das Egoismus und UnWissenheit der Motive des persönlichen Handelns und nicht-Handelns einkleidet. Nachträgliche Rechfertigung, ignorante Angeberei, oder schönes Wunschvorstellung ohne Kenntnis der Grundlagen und Voraussetzungen. Noch sind wir Getriebene. Weiter so, ist, was uns bleibt.

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Also, ich weiss nicht!?

Was?

Also, ich fühl mich frei!

Schön.

Ist das alles, was Sie dazu zu schreiben haben?

Wie wollte *ich Ihnen da widersprechen? Wenn Sie das Gefühl sind, frei zu sein. Schön. 😊

Sie nehmen mich nicht ernst!?

Doch, ganz und gar. Einem Gefühl zu widersprechen, obliegt *mir erst mal nicht. Auch, wenn *ich dessen sprachlichem Erregung misstraue. Aber widersprechen tue *ich dem, nur in *mir, nicht in anderen LebeWesen.

Sprachliche Erregung? Ich verstehe, Sie meinen, wie ich eine Erregung, ein Gefühl, in mir bezeichne, benenne?

Da auch *ich nicht exakt weiss, welches Emotion, Trieb, welches äussere Umstand und inneres Zustand, gerade in *mir wirkt; kurz, die wirklichen Ursachen meiner Gefühle, kaum kenne, bin *ich ziemlich unsicher, ob das, was *ich dem jeweils zuschreibe, stimmig ist.

Das ist mir ganz neu. Eigentlich habe ich die sprachlichen Zuschreibungen meiner Gefühle noch nie angezweifelt. Ich war da nie verunsichert. Wie kamen Sie darauf?

Das Forschen in und für das Freiheit, waren wohl eine der Ursachen. Ich verstand, was allgemein für Vorstellungen in das Wort hinein gewünscht werden, merkte aber immer mehr, wie wenig davon im Gebrauch davon noch vorhanden ist. Aber bitte, das gilt nur für *mich!

Klar. Ich weiss, dass Sie, was sich und das Natur angeht schonungslos sind, dass Ihnen Aufklärung alles gilt. Das weiss ich zu schätzen, auch, dass Sie die Ansichten anderer achten und nicht reinreden oder überzeugen wollen; aber wie wollen Sie da je einen allgemeinen Stand finden? Nicht bloss einen persönlichen.

Ich denke, das wird einfach so passieren, da *ich ja stets Beides, das *Selbst und das Drummherum, und daraufhin auch das Ganze, *mich voll inbegriffen, im Blick behalte. Da wird sich das Allgemeingültige irgendwann ganz natürlich ergeben. 

Und sind auch noch guter Hoffnung, dass wir das Freiheit schaffen; und zwar das, was nicht bloss Angst, Trieb und falsche Vorstellung ist, also Egoismus und Arroganz?

Hoffnung? Ich möchte es, *ich wünsche es, wie *ich nichts anderes wünsche und erreichen möchte! Aber Sie wissen, ..., das Trägheit und das Angst! Beides behindert fast jedes Weiter-Entwicklung. Verhindert fast jeglichen Aufwand, das für ein mehr an Bewusst-heit und Frieden, für ein mehr an Freude und Verantwortung am und im DaSein nötig ist. Hoffnung ist nicht gerade ein Haltung, das zum Mehr-Aufwand erregt und auffordert. Hoffnung ist viel eher das Grund still zu halten, ab zu warten.

Stimmt, die Religionen hoffen seit tausenden von Jahren auf Erlösung, oder sonst irgendwas Schönes, Erhabenes, tun aber nichts wirklich einlösendes dafür. Abwarten ist die Devise, wird schon, irgendwann. Irgendwann wird der - ist immer ein Mann, auch so eine Einschränkung -, wird der Erlöser vom Himmel herunter und so weiter ...

Hoffnung ist das Ergebnis von nicht-Wissen und fehlendem Vorstellung / Idee, von einem gemeinsamen Übermorgen, von einem Zukunft das anders und freudvoller und freier, als das Gestern und damit auch das Heute ist. Glauben ist blosse Irritation, also kein Grund etwas wirklich passendes zu tun.

Vor allem, da wohl die Allermeisten glauben, wie auch einige Philsophen, dass das, was ist, schon das Beste ist, was möglich ist. Da fehlt dann auch jegliches Motiv, sich etwas anderes vor zu stellen.

Ich denke, das ist das Jetzt, obwohl *ich ziemlich sicher bin, dass sich die Allermeisten auch kein Frage stellen, ob, was ist, das Beste oder sonstwas ist. Trotzdem bleibt es beim weiter so. Beim blossen befolgen dessen, was das Natur, das Vergangenheit, in uns geschaffen und vorgegeben hat. 

Auch wenn sie glauben, dass es schlecht ist und es besser gehen könnte?

Glauben.

Ach ja. 🙃 Ich glaube, ich werde jetzt noch was leckeres essen.

Ich auch. Also dann ...

... guten Abend.

🤡

Dienstag, 11. März 2025

Ökonomische Intelligenz

Ökonomische Intelligenz?

Das folgende könnte ein sogenanntes "Neid-Debatte" sein, die längeren Leses meiner Blogs wissen jedoch, dass nicht Neid, Ressentiment oder gar Wut das Folgende angeregt hat, sondern das Interesse zu ergründen, warum Es / Etwas so ist, wie Es ist. Und das, obwohl *ich das Neid für ein ganz natürliches und reflexhaftes Erregung auf Benachteiligung / missachtende Bevorzugung achte, nicht verachte.

Allein, das ist nicht das Hintergrund / das Motiv, nicht nur dieses Beitrags. Das Hintergrund fast aller meiner Beiträge, ist unser Zustand, unser Menschenweiter; und das der Lebens-Grundlagen, die nicht bloss die unseren sind. Und noch tiefer, was ist unser Handlungs-Grundlage, warum ist es so geworden, wie es ist? Was treibt (!) uns Menschen / LebeWesen an. Was ist das Motivation des Natur?

So weit oder tief, geht es hier in diesem kleinen Beitrag nicht, es bleibt so untief, dass zumindest unser Handeln als Markt-Teilnehm-Es und dessen Gründe befragt werden. Dass das auch das "private" Handeln weitgehend betrifft, mit ein bezieht, ist mitgedacht, aber hier nicht explizit beschrieben. Für die neuen Leses: Menschen sind Natur, aus Natur, in Natur. Insbesondere erdmondliches Natur. Aussernatürliches ist bestenfalls Phantasie, schlechtestens Irrglaube und Verschwörung. 

Los geht's. Ist das Hauswirtschaft - Ökonomie - Intelligent?

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Ein Still aus "Chihiro", von Hayao Miyazaki.

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Wir alle kennen die alte Ansicht / [Irr-?]Glaube von Adam Smith, dass "die unsichtbare Hand" das Marktgeschehen zu Gunsten aller Teilnehmer regelt oder regeln würde. Längst ist klar, dass es dieses Hand nicht gibt, weder sicht- noch unsichtbar. Adam Smith lebte in einem Damals, in dem das Glaube an ein Gott noch vorherrschte; davon ist diese "unsichbare Hand" wohl stark beeinflusst.

Klar ist hingegen, dass jedes Marktgeschehen, von dessen Regeln / Rahmenbedingungen bestimmt wird; und nicht von einem (gut meinenden?) Ausserhalb dessen. Gibt es kein oder kaum Regeln, herrscht darin das "Recht" des jeweils Stärkeren, Reicheren, Mächtigeren, Glücklicheren, oder einem Kombination davon; stets zu unGunsten von fast Allen Anderen Teilnehmenden.

Wie wir inzwischen auch fast Alle wissen, kennen unsere Märkte - es sind in das Menschheit mindestens so viele, wie es Zoll-Gemeinschaften, Staaten-Unionen, Staaten, Handels- und Fach-Verbände, Regionen, Städte und Familien gibt -, keine Regeln und Rahmenbedingungen, die wirklich Allen Mitgliedern zugute kommen. Im Gegenteil. Alle Märkte und auch das globale "Märkte-Gemeinschaft" betonen das Recht der Stärkeren, Mächtigeren, Reicheren ...

Wenn bloss ein paar Millionen Menschen - Millionäre und Milliardäre -, von inzwischen fast 8 Milliarden Menschen, über 2/3, bis teils 90%, je nach "Markt", des gesamten Vermögens besitzen, ist offensichtlich, dass es entweder keine Regeln gibt, oder nur so geringe, dass dem "freien" Willen des Habenden, des Stärkeren, des Gierigen, keine Grenzen gesetzt werden (Kapital kann Menschenweit "frei" fliessen, ohne Steuer- und Anzeige-Pflicht, Menschen nicht).

Und die wenigen Regeln sind auch noch so gestaltet, dass dem überwiegenden Mehrheit lediglich das daSein-Notwendigste zugestanden wird; mal etwas mehr, mit Häuschen und Gärtchen - nicht Villen und Parks -, für die "Dienstboten" in Regierungen, Verwaltungen, "Sicherheit"-spersonal und Justiz, meist aber gerade soviel, dass genügend Angst erzeugt wird, damit Ruhe ist, bis zum meist viel zu frühen Dahinsterben.

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Diese Links leiten zu einem Beitrag des "Sternstunde der Philosophie", des Schweizer Fernsehens SRF, in dem Thomas Piketty als Gast, von Yves Bossart berfragt wurde.

https://youtu.be/8WderB3_kuA?si=L_I4LhHA0CSLmaQC

oder:

https://youtu.be/8WderB3_kuA?si=rdJsbv41LOjYL5oh

Hier ein sehr kurzes Auszug daraus:

Thomas Piketty:

Diese Art der Heiligsprechung der Milliardäre oder anderer Personen mit grosser Machtfülle für ihre Unternehmen oder für Branchen oder Technologien, die wichtig sind für die ganze Welt, entspricht einem monarchistischen Verständnis der Wirtschaft, das schlicht nicht an die heutigen Verhältnisse angepasst ist. 

Yves Bossart:

Aber andererseits, ihre eigenen Vorschläge sind auch sehr utopisch und lähmen wahrscheinlich auch das ganze System, also wenn man den Milliardären fast das ganze, gesamte Vermögen weg nimmt, bis zu 90%, was hat man dann für einen Anreiz, überhaupt noch sich irgendwie anzustrengen und zu versuchen den Wettbewerb zur gewinnen? 

Thomas Piketty:

Sie sind Opfer einer ideologischen Illusion. 

[...]

Die Idee, dass es Leute braucht, die 10, 50 oder 100 Milliarden besitzen und die die Arbeit einstellen würden, wenn sie nur noch 1 Milliarde, anstatt 100 Milliarden hätten, weil der ökonomische Anreiz entfiele, entspricht, mit Verlaub, nicht dem gesunden Menschenverstand und vor allem berücksichtigt sie nicht die Lehren aus der Geschichte.

Auszug Ende

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Finde ich witzig. ... Oder halt, ich schwanke zwischen Witz und Unglauben hin und her. Soll ich lachen oder den Kopf schütteln, oder beides?

Was ist das Grund?

Wenn ich Multimillionären und Milliardären 90% wegg nehme, sind es immer noch Millionäre und Milliardäre, immer noch Menschen, die mehr haben, als der Rest der Menschen. Wie kommen Menschen darauf, das verhindern zu wollen, mit dem Argument, das würde der Wirtschaft schaden, gar lähmen und würde Fortschritt und Forschung, würde den Anreiz verhindern Unternehmen zu gründen und Neues zu erfinden? Als seien Feuer und Rad, seien Werkzeuge und Landwirtschaft ge- und erfunden worden, wegen Reichtum und Macht. Fast alles, was Menschen tun und getan haben, tun sie aus Notwendigkeit, aus Angst und auch ein wenig Geltungssucht, aber nie in der Erwartung von Millionen oder Milliarden. Und Menschen hören auch nicht auf zu forschen und zu gründen, wenn ihnen Alles wegg genommen wird. Dann vielleicht erst recht. Also, wie kommen Menschen auf so unzutreffende, auf so Selbst- unkenntliche Aussagen?

Sie sind neidisch.

Ich bin nicht neidisch, ich bin verwundert!

Ich meinte auch nicht Sie, ich vermute stark, dass dieses Verhalten, diese Aussagen und die Verweigerung, daran - an dem inzwischen grotesken Bereicherung stets wenigster - etwas zu ändern, auf dem Emotion Neid beruht.

Neid soll Bevorzugung, Ungerechtigkeit und Übervorteilung schützen!? Das müssen Sie erklären.

Neid beinhaltet auch das Bedürfnis beNeidet zu werden. So, wie Zuneigung auch Abneigung beinhaltet, Abneigung auch Zuneigung, Freude auch immer ein wenig Leid mit sich herum trägt. 

Das ist mir zu schwammig. Sie verweigern damit bloss die Trennung von Gefühlen, wollen irgendwie entschuldigen, was keine braucht, sondern bloss Klarheit. Neid ist blosse Erregung auf ungerechte Benachteiligung, Ausschliessung, empfundene Minderwertigkeit und so weiter, und nicht Rechtfertigung dessen; oder Antrieb dazu, andere dazu zu bringen einen zu beneiden.

Das Grund etwas zu verurteilen, zu beneiden, ist meist, es nicht Selbst zu können, zu haben, tun zu dürfen. Stimmen Sie dem zu?

Ich weiss nicht.

Wollen Sie reich sein? Berühmt? Mächtig? Wollen auch Sie bewundert werden, umschwärmt sein, von Sie liebenden, bewundernden, verehrenden Menschen? Wollen auch Sie "in die Geschichte eingehen", unvergesslich sein?

Ich denke nicht.

Sie denken nicht? Sie wissen es nicht?

Also gut, ja, auch ich wäre gerne viel mehr, als ich bin. Ja! Aber das ändert nichts daran, dass ich all das Übermass, all die Korruption, all die Ungerechtigkeit verurteile. Dass ich vollkommen mit Thomas Piketty übereinstimme, in der Forderung, dieses System zu verändern! Und das empfinde ich nicht als Neid! 

Da *ich Ihnen weder irgendwas unterstellen, noch besser wissen möchte, und auch gar nicht sicher weiss, ob an den obigen Vermutungen etwas drann ist, wünsche *ich Ihnen jetzt erstmal einen guten Abend. Ich denke weiter nach, und muss Ihnen vielleicht sogar zustimmen. Wollen wir so verbleiben?

Ja.

Dann also ...

... guten Abend.

🤡