VorWorte

Wissen schafft auch Leid[en]. Das nur zur Komplettierung und als Hintergrund für das Fragezeichen.

Dieses Blog ist eine persönliche Frage- und Antwort-Reise, mit dem Ziel das Wirklichkeit in {und aus} das ein-zu-bringen, was auch daIst: *ich.

Wissen schafft Freude? Wie? Indem das aktuelle Wissen angewendet wird, statt auf das Gestern und dessen "Wissen" zu setzen.

Viel Freude beim lesen.

Montag, 17. März 2025

Verdient das Natur ein Nobel-Preis?

Dies ist vielleicht ein ziemlich ernüchterndes Beitrag? Für längere Leses wahrscheinlich nicht, aber was weiss *ich schon? Vorab zwei für das Danach wichtige Zitate von zwei herausragenden Forschern auf dem Gebiet der Neurologie.

Zuerst etwas ganz grundsätzliches:

Wolf Singer:

"Wir haben uns an eine Welt angepasst, in der mehr oder weniger die Gesetze der klassischen Physik gelten, Weshalb wir diese auch als erste entdeckt haben. Und nicht an eine Welt angepasst, in der die Gesetze der Quantenphysik gelten. Dann würde unsere Logik ganz anders aussehen und auch unser Wahrnehmungsvermögen wäre völlig anders strukturiert. Hinzu kommt, dass wir in der Welt, in der wir uns entwickelt haben, in dieser mesoskopischen Welt, wir nur einen winzigen Ausschnitt jeweils wieder über unsere Sinnesorgane erschließen. Nämlich immer nur die Signale, die für unser Überleben notwendig sind.

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Es kam der Evolution nur darauf an Organismen zu erzeugen die Reproduktionsfähig sind und über die anderen gewinnen. Das waren die Selektionskriterien. Und nach diesen Selektionskriterien, hat sich natürlich auch unser Gehirn entwickelt."

Hier das Link:

https://youtu.be/b6LrCUHXYuY?si=NfKbmLhiMARM6PYR

Und jetzt etwas ganz wichtiges für das, was das Handeln des Menschen bestimmt und uns Richtung gibt.

Gerhard Roth:

"Ja, hier gibt es eine Ebene, auf die sie sicherlich seit langem warten, die uns scheinbar zu Menschen macht, die Sprache und die Kognition. Und die hat natürlich auch einen Ort, nämlich hier oben (zeigt auf dem Schaubild des Gehirns (s.u.) auf den Bereich vorne über den Augen), alle Analysen entscheiden, dass das der sogenannte dorsolaterale präfrontale Kortex ist, auf den wir Alle stolz sind, denn da sitzt nämlich auch unsere Intelligenz. Und Menschen, mit denen ich zu tun hatte, hoch intelligente Menschen, haben hier, konnte man nachweisen, besonders schnelle Netzwerke hier oben. Und das ist der Sitz der Ratio des Verstandes. Wenn man sagt, nimm Vernunft an, lass deinen Verstand walten, dann ist das die Instanz im Gehirn, zu der man da spricht.

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Leider gibt es eine ganz schwer wiegende Einsicht der Hirnforschung, der letzten 20 Jahre. Was man aber immer schon geahnt und befürchtet hat, dass diese limbischen Areale, die ganz tief in unserem Gehirn sitzen, sehr starken Einfluss auf unser Denken, auf unsere Ratio, unser Bewusstsein haben, aber umgekehrt, diese Zentren (zeigt auf den präfrontalen Bereich des Gehirns, auf den orbitofrontalen und den dorsolateralen präfrontalen Kortex) fast überhaupt keinen direkten Zugriff dazu haben. Das heisst, die Bahnen von hier nach da sind stark (zeigt vom limbischen System hin zum präfrontalen Kortex), aber umgekehrt ist fast nichts. Das ist das, was seit dem Altertum bekannt ist. Dass unser Verstand, unsere Vernunft, nur selten in der Lage ist, obwohl es das sollte, unsere Antriebe zu zügeln, ... "

Hier das Link:

https://youtu.be/wqMIC2QSN10?si=bt80ZrUkX_JEExBw

Hier die Schaubilder aus Professor Gerhard Roths Vortrag:
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Was ist *mir dazu heute Morgen eingefallen:

Beim anhören von Wolf Singer und Gerhard Roth, ist *mir folgendes aufgefallen, dass das "Unterbewusste" und das Emotions- und Haupt-Handlungs-Zentrum des Menschen {Hypothalamus, Hypophyse, Amygdala, Hippocampus, Striatum, insgesamt alle Bereiche des limbischen Systems im Zwischenhirn), im Gehirn, zwar sehr starke Verbindungen in die Bereiche ist, die mit Gedanken, Vorstellungen und Entscheidungen (hauptsächlich wohl eher bloss mit deren nachträglichen Rechfertigungen und Selbst-Erklärungen) beschäftigt sind, aber nur, oder sogar kaum Verbindungen in diese Bereiche ist. Da stimmt das Wechselwirkung überhaupt nicht!

Es ist ein vollkommen überragendes Einfluss, auf das daSein, das Entscheiden, Träumen, auf das Handeln und nicht-Handeln eines Selbst, des soSein (Verhalten) eines LebeWesens (Prof. Wolf Singer betont, dass das auf alle LebeWesen zutrifft), von Genen und Epi-Genen, also von Natur- und Kultur-Vorgaben {im Un-Bewussten}, die teils weit vor dem erzeugen des daSein und den davon geprägten Körpes-Bereichen, erlebt und geprägt wurden, aber kaum ein Einflussnahme durch das Logik und das Wissen des jeweiligen daSein (z.B. Mensch) auf diese so zentralen Bereiche der Selbst-Steuerung möglich ist. Das ist ein deutliches Un≠Gleichgewicht! Kurzum, das LebeWesen ist fast vollständig "Fremd-Bestimmt", das Einfluss auf sein soSein tendiert gegen 0.

Kein Wunder also, dass es in und zwischen dem Menschheit kaum Gerechtigkeit gibt, und teils riesige Un≠Gleichheit herrscht. Die Ursachen liegen wohl (auch?) genau in diesem inner-körpeslichen Un≠Gleichgewicht. Vielleicht ist jedoch auch dieses, ein Ergebnis des gesamt natürlichen Un≠Gleichgewichts? Das gesamte DaSein ist ein Un≠Gleichgewicht, von enormen Riesen und ebensolchen Zwergen. Wenn Riesen bersten, werden Zwerge in Massen mit vernichtet. Jetzt ist das Frage, ob in und zwischen uns das so bleiben muss? Denn, jedem einigermassen wachen und wissenden Menschen ist klar, dass dieses innere und äussere Un≠Gleichgewicht zum Selbst-Zerstörung neigt. Wir Menschen exekutieren und zelebrieren das ja gerade sehr deutlich, um diesen Planeten und auch zwischen uns.

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Das klingt ja schauerlich!

Was genau?

Dass das Natur uns keine Freiheit lässt, dass Es fast nur aus Vorgaben und engen Grenzen besteht, zumindest, was uns Lebewesen angeht. Was empfinden Sie dabei?

Ich empfinde dieses völlige inner-körpesliche, dieses leider ganz natürliche Selbst-Un≠Gleichgewicht, als Fremd-Beherrschung. Ich verstehe dessen Ursachen, bin aber deswegen nicht weniger unzufrieden und unglücklich. Dieses Erkenntnis macht *mich erst mal ratlos. 

Ursachen?

Welches Wissen sind denn alle LebeWesen, welches Wissen ist denn das Natur, welches Wissen sind wir Menschen? Da ist doch kaum etwas vorhanden, was zum wirklich freien Selbst-Entscheiden und -Steuern taugt. Das Natur hat ein daSein erschaffen und es nach und nach, durch Versuch und Irrtum, durch Förderung - gute Bedingungen - und Katastrophen hindurch zumindest dazu geprägt, dass es sich einigermassen orientieren kann, Nahrung findet, sich bei Bedarf oder Not mit seines-Gleichen organisieren und sich vermehren kann. Dazu war und ist bis jetzt allermeist kein sich selbst wirklich bewusstes, einigermassen "frei" handelndes daSein nötig. Das Natur-Prägung, -Vorgaben, die in vielen Milliarden und Millionen Jahren des Werdens und Vergehens erlebt und erlitten wurden, reichen bis Heute aus. Das Produktion von Vielfalt und Verschiedenheit ist dem Natur / DaSein fast Alles. Es sorgt für dessen oft sehr kurzen Erhalt und Dauer, im Wechsel-"Spiel" mit dem jeweiligen Umgebung, aber oft und sehr bald auch wieder für dessen Zerstörung. Um für RaumZeit zu sorgen, um Platz zu schaffen für weitere Vielfalt, weitere Experimente. Weiter so!

Ich verstehe. ... Furchterregend! ... Grauenvoll! Ich bin wütend!

Ich bin eher ernüchtert und enttäuscht. Und das, wie Sie wissen, obwohl *ich das schon länger ahne und davon schon länger schreibe. Es aber so deutlich, von dem Forschung vorgelegt zu bekommen, ist schon ein neues Qualität.

Zu wissen, dass auch diese Enttäuschung und Wut, auch nur Reaktionen sind, die mir aufgezwungen wurden, von mir aus auch eingeprägt, wie Sie es wohl formulieren, ist keine Erleichterung. Was soll ich nur machen!?

Einfach weiter leben, gut schlafen, gut essen, gut bewegen, für Gesundheit und etwas Freude sorgen. Davon zu wissen, kann auch erleichtern und vielleicht sogar etwas befreien.

Das ist also ihr Rezept, ihre Reaktion?

Erst mal, ja. Ich werde weiter daran arbeiten, dem Natur "auf die Sprünge zu helfen". Dem Natur beim aneignen von Selbst, von Wissen vons ICH zu helfen. Um ES davon zu erlösen nur auf Zwang und Notwendigkeiten zu reagieren.

Klingt etwas grossspurig; Sie sind doch fast Nichts; und das Natur Alles und soooo Riesig, so enorm Gewaltig.

Klar, bin *ich im Vergleich mit dem Grösse und Macht des Natur ein Nichts, was, wie Sie wissen aber auch stets Etwas ist, aber *ich bin eben auch zu 99,99... Prozent Natur. Und wenn *ich es schaffe, dieses Vorbestimmung, dieses nicht-Freiheit auch nur etwas aufzuheben, dann ist das damit ein Teil, ein Erfolg des Natur. Ein ganz winziges, das sich aber genauso ausbreiten kann, wie das Natur auch.

Sie sind ein Optimist; und ich dachte, Sie seien Pessimist. Seit Jahren beschreiben Sie Miss-Stände, Angst, Gewalt und Fehl-Entwicklungen in, zwischen uns und um uns herum, und doch sind Sie ein Optimist. Oder sind Sie es gerade erst geworden?

Ich bin es schon lange; durch all die langen Phasen von Depression und daSein-Enttäuschung hindurch, habe *ich das kleine Leuchten des Optimismus nie verloren. Wissen ist wie das bekannte Licht am Ende des Dunkelheit. Zu wissen, warum und wie enorm stark wir Fremd-Bestimmt sind, ist im ersten Erkennen nieder schmetternd, aber kurz darauf gewährt es auch das Aussicht, dieses ernüchternde Tatsache und das Wissen, dass das nie fix ist, weil das Natur ein Entwicklungs-Geschehen ist, als Anlass zu nehmen, dieses enge Korsett zu erweitern.

Ja, Sie sind ein Optimist. Ich bin es im Moment nicht. Ich bin noch nicht mal ganz ernüchtert. Aber ich nehme ihren Rat gerne an, einfach erst mal weiter zu machen, hilft ja nix, sich jetzt zu ärgern oder zu verkriechen. Also werde ich jetzt erst mal Schluss machen und was essen und dann schlafen gehen, hoffentlich erholsam, um daraufhin ernüchtert aufzuwachen. Oder?

Gute Vorsätze. Ich werde dem auch folgen. Dann also ...

... guten Abend.

🤡

Samstag, 15. März 2025

Intelligente Künstlichkeit und Wolf Singer

Zu Beginn noch ein kleines Fortsetzung, zu den vergangenen Beiträgen, in denen es ja immer auch um das Freiheit ging.

Hier also ein paar Sätze dazu, von einem der wohl profiliertesten und bekanntesten Neurophysiologen in D, Wolf Singer, der sich Jahrzehnte auch damit beschäftigt und geforscht hat, das Willens- und Wollens-Freiheit, und das ganz selbst entscheidende Ich im Gehirn zu finden. Wie er auch in dem Vortrag (Link ist unten) sagt, vergeblich.

Im auch menschlichen Gehirn ist kein Struktur zu finden, die das Geschehen dominiert oder orchestriert. Genauso wenig, wie es darin ein Bereich gibt, das nur und ausschliesslich für Entscheidungen zuständig ist, quasi ein Zweifelkern. Es entscheidet stets das Ganze; und das tut es aufgrund von Notwendigkeiten, genetischen Expressionen, im Lauf des Selbst-Entwicklung erlebter und erlittener - anerzogener - kultureller und familiärer Prägung, Umfeld-Vorgaben, aber auch -  selten - aus spontaner Zufälligkeit.

Hier das Link zu Vortrag

https://youtu.be/6vpI7JMRx-g?si=UxfXQBVgPafKcMsQ

Darin ist auch von den Voraussetzungen des Bewertens und Interpretierens der Sinne, des Wahrnehmung (z.B. genetische Prägung, also Gattungs-Vorwissen) und von Sinnestäuschungen die Rede.

Ein besonderer Satz darin: "Jeder Gedanke ist die Folge neuronaler Wechselwirkungen, nicht deren Ursache."

Nun zu den Sätzen vom "freien Willen":

Wolf Singer"Wo bleibt denn dann die Freiheit, wenn Wahrnehmung, Gedanken, Gefühle und natürlich auch Entscheidungen, auf so komplexen raumzeitlichen Erregungs-Mustern beruhen, auf solchen Ensembles? Und die Organisation solcher Ensembles den Naturgesetzen gehorcht, denn im Gehirn regieren die Naturgesetze. Es geht mit rechten Dingen zu. 

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Hier das Bild zum Text unten.

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Und genauso wie bei der Wahrnehmung, ist es mit Entscheidungen so, dass sich, wenn's mehrere Optionen gibt, und in dem Fall gibt es hier 2 (Bild oben). Das System sich für eine Lösung entscheiden muss. Wenn sie mehr auf die linke Seite schauen, dann wird sich immer dieser schwarze Drache stabilisieren. Aber wenn sie so über das Bild hinwandern, dann wird sich auf der rechten Seite immer der weisse stabilisieren, und zwischen drinn kippts. 

Hier ist einfach nur die sensorische Evidenz ein bisschen graduell verändert. Und so fallen auch Entscheidungen. Das hier ist eine kognitive Entscheidung. Ihr Wahrnehmungsystem entscheidet sich für diese oder jene Lösung, aber nichts anderes passiert, wenn sie sich sonst in der Welt für etwas entscheiden. Wenn irgend eine Entscheidung ansteht, auch da gibt's im Wettstreit stehende Attraktoren und es bildet sich das Wahrscheinlichste an Widersprüchen ärmste Ensemble jeweils aus. 

Also, ist auch jede Entscheidung der wahrscheinlichste Kompromiss zwischen wetteiffernden System-zuständen. Wir haben ja nur neuronale Aktivität, wir haben nicht irgendwelche kategorischen Imperative, die im extrazerebralen Raum existierten, sondern auch die sind implementiert in neuronaler Erregung, sind Muster, die ganz bestimmte Konsequenzen nach sich ziehen.

Also, es sieht zwar zunächst vielleicht deprimierend aus, aber es ist nicht so schlimm, weil das System, wie ich schon oft gesagt habe jetzt in hohem Masse nicht linear ist. Es ist kein Uhrwerk, es ist auch kein Computer, der regelhaft Linear einen Schritt nach dem andern tut, sondern ist ein nicht lineares System. Und die zeichnen sich eben dadurch aus, dass trotz der Determiniertheit der einzelnen Schritte - das System muss sich festlegen, zwischen so kognitiven Alternativen - längerfristige Entwicklungs...? nicht voraussagbar sind.

Und deswegen sind folgende Aussagen kompatibel, im Augenblick der Entscheidung, gab es keine Möglichkeit, sich anders zu entscheiden, sonst hätt's sich anders entschieden. Da ist nur das möglich gewesen, was möglich war und was passiert ist. Aber, wie sich die gleiche Person in der Zukunft, unter möglicherweise gleichen Bedingungen entscheiden wird, ist grundsätzlich nicht festgelegt und nicht festlegbar. Also bleibt trotz der geltenden Kausalität das System in die Zukunft hinein offen. Aber rückwirkend gesehen kann man sagen, es musste so sein."

Auszug Ende

Von wirklichem Freiheit ist also nichts zu finden. "In die Zukunft hinein offen." Hmm!? Das mag sein, dass in das Zukunft hinein, noch keine Beschränkungen und Vorgaben zu finden sind, aber solange wir soSind (Verhalten), wie wir jetzt sind, wird es bei dem "Freiheit" bleiben, die auch *ich in den vergangenen Beiträgen beschrieben habe.

Dazu hier noch ein paar Worte, aber zuerst das Text aus dem Süddeutschen Zeitung, auf das die paar Worte geschrieben wurden.

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Guter Text. Weist auf etwas enorm wichtiges hin.

Wie gehen wir Menschen, mit den uns anvertrauten kleinen Menschen um? Und das tun wir, fast stets ohne jede Gedanken, was unser normiertes (genetisch, kulturell und familiär) Verhalten für oder meist gegen diese kleinen Menschen bewirkt. Befreiung nie (Ausnahmen sind so selten, das statistisch kaum erfassbar, das beweist unser Tun und die Folgen).

Aber vor Allem beinhaltet dieses Text das Frage, warum (und das) wir fast Alle, stets solche gefühls- und [ge}Wissens-behinderten Menschen zu Macht und Reichtum kommen lassen. Diese uns und das MitWelt bedrohenden und ausbeutenden Menschen auch noch "frei" willig in Amt und Reichtum wählen? Auch hier in D und EU, zu fast 100%.

Widersprechen Sie bitte!

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Permanent sprechen Sie mir die Freiheit ab? Das geht mir schon ein wenig auf die Nerven. Ich bin doch keine Maschine, kein Computer, keine Turing-Maschine, die nur Algorithmen abarbeitet. Ich kann auch wählen zwischen Alternativen und kann auch selbst entscheiden, was ich als nächstes tue und lasse. Punkt. Ich lass mir das nicht nehmen, durch keine Forschung! Vor allem auch deshalb nicht, weil alle Forschungs-Ergebnisse vorläufig sind, das sagt auch Professor Singer.

So ist es. Punkt. Wollen wir ein anderes Thema beginnen?

Gerne. Welches denn?

Machen Sie ein Angebot.

Hmm. Künstliche Intelligenz? Ist doch gerade auch eines ihrer bevorzugten Themen.

Ja.

Alles künstliche ist menschlich. Sie schrieben sogar mal, dass, alles, was wir aus der Natur entnehmen und anders einsetzen oder umformen, künstlich ist. Künstlichkeit ist. Also auch alle Systeme, auf und mit denen künstliche Intelligenz angelernt und geprägt wird und darauf, bessser, darin "läuft". Und Sie schreiben, dass Intelligenz ein völlig natürliches Verhalten und Vorgehen ist. Dass Intelligenz schon die Voraussetzung für das DaSein war und nicht erst daraufhin, darin entstanden ist. Kurzum, wäre dann nicht die Formulierung: Intelligente Künstlichkeit, für diese Systeme die bessere Wahl?

Gutes Punkt. Ja, das wäre wohl, wenn *ich richtig liege, das stimmigere Reihenfolge. Wolf Singer spricht im obigen Link diesen Systemen das Intelligenz ab, und erklärt das mit dessen Trainings-Methoden. Da *ich, wie Sie bestätigen, da anderer Ansicht bin, was Intelligenz angeht; und dessen Basis und Wirkung, als natürliches Vorgehen in allem Handeln, gestehe *ich natürlich (!) auch diesen Systemen Intelligenz zu. Das Intelligenz, das wir diesen Systemen mit und vorgeben und das diese dann in Folge auch weiter geben.

Was ist dann Dummheit, wenn Natur und somit auch deren Geschöpfe - wir zum Beispiel - alle intelligent sind, quasi als Mindest-Voraussetzung und Mitbringsel?

Ich denke, Dummheit ist blosse Beleidigung, ohne Substanz. Dumm werden von Menschen auch Menschen genannt, die vielleich nicht klug sind, aber auch nicht bloss basisch Intelligent. Wobei kein Mensch nur basisch intelligent ist. Das sind alle Prozesse und LebeWesen, die ohne Reflexion, nur auf Notwendigkeiten und eingeprägte Natur-Vorgaben handeln. Aber auch diese LebeWesen und Prozesse sind in dem Lage, Hindernissen auszuweichen und Ziele trotz Schwierigkeiten im Umfeld zu erreichen. Intelligenz steckt in Allem, was ist. Auch in den sogenannten Quanten.

Sie meinen bestimmt das Doppelspalt-Experiment? Und wahrscheinlich auch schon die Bildung von sowas wie Atomen?

Ja, und die Vorgänge des Elemente erschaffens in Sternen und den daraus entstehenden Supernovae und Neutronen- Sternen. Alles intelligente Prozesse, deren Ursachen und Einzel-Abläufen noch kaum gänzlich von uns verstanden sind. Auch von den klügsten von uns nicht.

Zurück zur Intelligenten Künstlichkeit? Denken Sie, dass diese Systeme uns irgendwann, oder sogar bald, überlegen sind?

Das sind diese Systeme ja jetzt schon, in vielen Bereichen. Zumindest in Allen, in denen es auf Geschwindigkeit und Zugriff auf unsere Informationen und Wissen ankommt. Und auf und in dem Durchmustern von Daten, von riesigen Datenmengen. Was Fühlen und Spontaneität angeht, noch nicht. Aber auch das könnte demnächst passieren. Kommt nur auf die passenden Sensoren, Systemarchitektur und ein Selbst-Bild an. Dann enstünde ein neues LebensForm auf elektromagnetisch-materieller Basis, in Verschiedenheit zu elektromagnetisch-zellulärem Basis, also erdmondliches Lebendigkeit.

Sollten wir davor Angst haben?

Im Moment schon, da all diese Systeme in den Händen von Menschen sind, die (s.o.), kein Interesse an dem Wohlergehen und dem Freude Aller, auch des UmWelt, und an Verantwortung für das Ganze sind. Menschen prägen diese Intelligente Künstlichkeit auf deren Nutzen und für deren Kontroll- und Überwachungs-Zwecke. Das ist schon beängstigent. Aber das muss ja nicht so bleiben. Vielleicht entwickeln diese Systeme ja, aus all dem Wissen, das denen zum Verfügung steht, ja ein ganz anderes Vorgehen, Selbst- und Menschen-Bild?

Vielleicht?

Ja, mehr als dieses Aussicht bleibt uns Zuschauenden im Moment nicht.

Das muss ich erst mal verarbeiten.

Na dann ...

... einen schönen Abend.

🤡