VorWorte

Wissen schafft auch Leid[en]. Das nur zur Komplettierung und als Hintergrund für das Fragezeichen.

Dieses Blog ist eine persönliche Frage- und Antwort-Reise, mit dem Ziel das Wirklichkeit in {und aus} das ein-zu-bringen, was auch daIst: *ich.

Wissen schafft Freude? Wie? Indem das aktuelle Wissen angewendet wird, statt auf das Gestern und dessen "Wissen" zu setzen.

Viel Freude beim lesen.

Freitag, 8. August 2025

„Alles kann schon in wenigen Jahren explodieren“

Jetzt mal nur dieses wichtige Gespräch.

https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/kultur/emanuel-deutschmann-exponentialgesellschaft-sachbuch-interview-krisen-welt-e729668/

Ab hier ist kein Wort mehr von *mir:

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Teaser: Der Meeresspiegel, die Wirtschaft, die Digitalisierung: Ständig heißt es, etwas wachse oder steige „exponentiell“ an. Aber was heißt das wirklich? Ein Gespräch mit dem Soziologen Emanuel Deutschmann.

Interview von Marie Gundlach, 7. August 2025 | Lesezeit: 8 Min.

Wir leben in einer Welt des Wachstums: Die Wirtschaft wächst, die Weltbevölkerung wächst – es steigt aber auch die Temperatur, ebenso wie der Meeresspiegel. Gemeinsam haben viele dieser Entwicklungen, dass sie „exponentiell“ anwachsen. Nur was heißt das eigentlich genau? Für die Menschheit? Und unseren Planeten? Der Flensburger Soziologe Emanuel Deutschmann hat diesen Fragen ein ganzes Buch gewidmet: „Die Exponentialgesellschaft“.

SZ: Herr Deutschmann, Ihr Buch beginnt mit einem Zitat des Physikers Albert Bartlett, der einmal sagte: „Die größte Schwäche der Menschheit ist ihre Unfähigkeit, die Exponentialfunktion zu verstehen.“ Können Sie diese in einem Satz erklären?

Emanuel Deutschmann: Exponentiell nennt man eine Entwicklung, wenn eine bestimmte Größe über eine längere Zeit mit einer bestimmten Rate wächst.

Konkreter ausgedrückt – ist es wie beim Gehalt, jeden Monat eine Summe X?

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Nein, so funktioniert es genau nicht. Ihr Lohnkonto wächst linear. Mit linearen Entwicklungen tun sich Menschen leichter, es ist auch einfacher. Angenommen, Sie bekommen jeden Monat 3000 Euro Gehalt. Das ist ein fester Betrag – ganz egal, wie viel Geld Sie schon haben. Exponentielles Wachstum funktioniert eher wie Zinsen: Je mehr ich schon habe, desto mehr kommt auch dazu. Deswegen sprach ich in meiner kurzen Definition oben von einer Rate des Wachstums, nicht von einem bloßen Betrag.

Können Sie das mit einem Beispiel noch etwas erläutern?

Gern. Sagen wir: Die Weltwirtschaft wächst um etwa 3,35 Prozent pro Jahr. Wenn sie also im einen Jahr ein Volumen von 100 Milliarden Dollar hat, dann würden daraus bis zum nächsten Jahr schon 103,35 Milliarden Dollar. Nun wächst die Wirtschaft wieder um jährlich 3,35 Prozent, aber nicht mehr ausgehend von 100 Milliarden, sondern eben von 103, 35 Milliarden. Es kommen also nicht nur 3,35 Milliarden Dollar dazu, sondern schon 3,46 Milliarden.

Und dieser Zuwachs wird mit jedem weiteren Jahr größer und größer?

Genau. Der wichtige Unterschied zwischen linear und exponentiell ist, dass exponentielles Wachstum in Prozent angegeben wird, und nicht in absoluten Zahlen – weil sich, wie in unserem Beispiel, diese absoluten Zahlen die ganze Zeit ändern. Das bedeutet dann, dass die Weltwirtschaft nicht so gradlinig ansteigt wie zum Beispiel ein Vermögen, zu dem jeden Monat 3000 Euro dazukommen. Exponentielle Größen entwickeln sich in einer immer steiler werdenden Kurve. Ganz vereinfacht betrachtet gibt es da drei Phasen.

Erst sieht es lange so aus, als würde relativ wenig passieren, im Rückblick fast eine Stagnation.

Irgendwann erreicht die Größe dann ein Volumen, wo Veränderungen sichtbar und spürbar werden. Das ist der Take-off.

Und der geht dann in eine Phase über, wo die Größe im Grunde explodiert, diesen Abschnitt habe ich die „vertikale Phase“ getauft. Weil die Kurve dort fast senkrecht nach oben schießt.

Um mal klarzumachen, was das ganz konkret heißt: Bei einem Wachstum von unseren 3,35 Prozent oben hätte sich die Weltwirtschaft nach etwa 21 Jahren verdoppelt – und nach 100 Jahren sogar versiebenundzwanzigfacht. Dann wären aus den 100 Milliarden Dollar schon 3,2 Billionen Dollar geworden.

Das ist eine Menge Geld.

Allerdings. Eine irre Dynamik. Deshalb kommt vielen exponentielles Wachstum auch so paradox und kontraintuitiv vor: Selbst wenn eine Entwicklung gerade noch träge oder sogar stabil erscheint – alles kann schon in wenigen Jahren explodieren, wenn das Wachstum exponentiell voranschreitet.

Sie sagen nun, dass es auch politisch ein Problem ist, wenn die meisten Menschen Exponentialität nicht wirklich verstehen. Warum?

Nehmen wir die Corona-Pandemie. So ein Virus breitet sich nicht linear aus, sondern exponentiell. Eine Studie wies nach, dass Menschen eher bereit waren, Schutzmaßnahmen zu ergreifen, wenn sie verstanden hatten, wie exponentielles Wachstum funktioniert.

Was wächst, abgesehen von Viruserkrankungen und der Wirtschaft, in unserer Welt denn noch so exponentiell?

Zu viel. Der Energieverbrauch zum Beispiel. Oder die anthropogene Masse, also die Menge an menschengemachtem Material wie Beton oder Asphalt. Aber auch Treibhausgase, die globale Durchschnittstemperatur, Plastikproduktion. Es betrifft wirklich so gut wie alle großen Bereiche unseres Lebens: Mobilität, Ökologie, Wirtschaft, pandemische Krisen, Kommunikation, Technik. Um nicht nur Negativbeispiele zu nennen: Der Preis für die Herstellung von Solarpanels ist exponentiell gefallen, die Menge an gewonnener Solarenergie exponentiell gestiegen. Exponentielles Wachstum ist also nicht per se schlecht.

Nun sind das alles Bereiche, die auf die eine oder andere Weise durch den Menschen beeinflusst werden. Kommt exponentielles Wachstum auch natürlich vor?

Ja, bei Tierpopulationen zum Beispiel. Viren breiten sich ja nicht nur unter Menschen exponentiell aus, sondern auch unter Tieren. Antikörper ebenso. Aber als Soziologe interessieren mich natürlich die Entwicklungen vor allem in der Gesellschaft. Dort, und das ist vielleicht ein Unterschied zur Natur, beobachten wir aktuell einfach eine Vielzahl von ganz unterschiedlichen exponentiellen Trends in zentralen Bereichen, die miteinander interagieren, sich zugespitzt haben und so Krisen und Probleme verursachen.

Viele Krisen entwickeln sich exponentiell …

Genau. Die Zerstörung natürlicher Lebensräume, die Massentierhaltung und der Fleischkonsum einer wachsenden Menschheit erhöhen die Gefahr für Zoonosen. Das wiederum erhöht die Gefahr für Viruserkrankungen auch beim Menschen. Die breiten sich zusätzlich durch die wachsende Bevölkerungszahl und wachsende Mobilität, etwa in Form von Flugreisen, schneller auf dem Planeten aus. Mehr Mobilität ist nur möglich durch mehr Wirtschaft und Innovation, befeuert aber auch den Klimawandel. So könnte man die Verkettungen und Zusammenhänge jetzt ewig fortsetzen. All diese Größen wachsen exponentiell und betreffen den ganzen Globus. Deshalb spreche ich von einer Exponentialgesellschaft: weil unser gesamtes Zusammenleben seit einigen Jahrzehnten durch Exponentialität geprägt wird.

Seit wann genau?

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Es ist nicht ganz einfach, einen genauen Startpunkt zu nennen, weil nicht alle Trends gleichzeitig starten oder sich gleich schnell entwickeln. Ich würde sagen, der Take-off startete so Mitte des 19. Jahrhunderts mit der frühen Industriegesellschaft. Seit den Siebzigerjahren sind wir jetzt in diesem Bereich, den ich die „vertikale Phase“ nenne, also die Phase, in der viele Größen explodieren. Die Leichtigkeit, die es vielleicht in den Neunzigern noch gab, ist vorbei. Auch wenn es damals schon Warnungen davor gab, was die Folgen von unkontrolliertem Wachstum sein können.

Das klingt nach klassischer Kapitalismuskritik.

Der Kapitalismus ist ein zentraler Motor in der Exponentialgesellschaft. Aber sie geht darüber weit hinaus. Die Weltbevölkerung, neue Technologien und Wissenszuwächse, pandemische Krisen – solches Wachstum lässt sich nicht auf den Kapitalismus reduzieren.

Emanuel Deutschmann: Die Exponentialgesellschaft. Vom Ende des Wachstums zur Stabilisierung der Welt. Suhrkamp Verlag, Berlin 2025. 442 Seiten, 32 Euro.

Wachstum ist in der Gesellschaft ein eher positiv besetzter Begriff. Wohlstand, Lebenserwartung, wir wünschen uns Wachstum in vielen Bereichen. Ist das schlecht?

Wachstum ist nicht per se gut oder schlecht. Der Anstieg von Solarenergie zum Beispiel ist ja eine gesellschaftlich gewünschte und sinnvolle Entwicklung. Aber Wachstum ist eigentlich nicht die Regel.

Nein?

Wenn man sich die Menschheitsgeschichte anguckt, sieht man: Die längste Zeit gab es kein Wachstum, sondern Stagnation. Deshalb habe ich auch ein Problem mit dem Begriff Anthropozän. Weil ja der Mensch, also Anthropos, im Zentrum steht, als hätte er diese ganzen Verwerfungen hervorgebracht. Dabei hat die Menschheit über Jahrtausende eher in stabilen Zeiten gelebt. Stagnation ist der Normalzustand. Explosives Wachstum ist die Ausnahme. Insbesondere in einer Welt mit begrenzten Ressourcen.

Das heißt, irgendwann ist Schluss?

Für jede Größe gibt es natürliche Grenzen, es kann also durchaus passieren, dass sich Trends auf die eine oder andere Art selbst stabilisieren. Aber: Wir wünschen uns ja Stabilität in einem Bereich, in dem menschliches Leben auf diesem Planeten noch möglich ist. So eine gezielte Stabilisierung funktioniert nur durch gesellschaftliche Steuerung.

Also Degrowth, das Gegenteil von Wachstum?

Ich spreche lieber von Stabilisierung.

Warum?

Zum einen, weil Degrowth nach Verlust, nach Einschränkung klingt. Stabilisierung ist deutlich positiver besetzt, durch alle politischen Lager hinweg. Im letzten Bundestagswahlkampf hat sowohl die Linkspartei mit dem Begriff „stabil“ gearbeitet als auch die CDU. Und: Degrowth impliziert, dass wir etwas aktiv abbauen, es also weniger wird. Eine Stabilisierung kann dagegen auf verschiedenen Niveaus erfolgen. Auch Größen, bei denen Wachstum grundsätzlich gewollt ist, müssen irgendwann stabilisiert werden, wenn ein weiteres Wachstum nicht mehr sinnvoll oder möglich ist.

Bei diesen Größen strebt man eine Stabilisierung auf hohem Niveau an. Die gesellschaftliche Abdeckung mit Kühlschränken oder Mobiltelefonen zum Beispiel – irgendwann sind da alle versorgt.

Es ist aber auch eine Stabilisierung auf mittlerem Niveau möglich. Die Zahl der Urlaubsflüge und umweltschädlichen Kreuzfahrten zum Beispiel muss reduziert werden, da sind wir einfach übers Ziel hinausgeschossen. Aber manche internationalen Reisen bleiben natürlich weiterhin unverzichtbar.

Eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau ist etwa beim CO₂-Ausstoß das Ziel, wo man so schnell wie möglich bei Netto-Null landen muss.

Aber egal auf welchem Niveau: Eine von Menschen aktiv angestrebte Stabilisierung ist extrem fragil.

Haben wir Menschen so etwas denn schon mal geschafft?

Ein schönes Beispiel für eine gesellschaftlich gelungene Stabilisierung von einer Exponentialkurve ist das Treibhausgas FCKW. Im Nachhinein erscheint das als relativ kleines Problem, aber eben nur, weil rechtzeitig gehandelt wurde. Sonst wäre das Gas schon 1989 ein größeres Problem gewesen als Kohlenstoffdioxid. Über weite Teile des 20. Jahrhunderts ist die globale FCKW-Produktion exponentiell angestiegen, bis es dann eine wissenschaftliche Studie gab, die die Auswirkungen von FCKW auf die Umwelt aufgezeigt hat. Daraufhin haben sich Staaten weltweit zusammengeschlossen und ein Abkommen geschlossen, um die Herstellung von FCKW zu verbieten. Die ist heute im Grunde bei null. Das wäre ein Beispiel für eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau.

Das klingt heute wie ein Märchen. Inzwischen können sich Regierungschefs ja nicht mal darauf einigen, dass es den menschengemachten Klimawandel gibt.

So eine menschengemachte Stabilisierung ist fragil, sogar sehr fragil. Es gibt auch gesellschaftliche Akteure, die ein Eigeninteresse an weiterem Wachstum haben und gar nicht daran denken, Probleme stabilisatorisch einzufangen. Dieses expansionistische Lager ist momentan relativ mächtig und dominiert den Diskurs sehr stark, allen voran Donald Trump.

Oder ist das Stabilitätslager einfach zu leise?

Die Wissenschaft ist da in einem Dilemma. Es gehört zu ihrer Rolle, auf diese Krisen zu verweisen. Aber wer sich dabei zu sehr exponiert, muss mittlerweile eben auch persönliche und berufliche Konsequenzen befürchten. Und auch die mediale Aufmerksamkeit ist nicht mehr so groß, wie sie es noch während der Pandemie war, oder 2019, als die Klimabewegung so medial und gesellschaftlich präsent war. Es werden immer noch Appelle formuliert und unterzeichnet, aber die verhallen.

Sind die Szenarien, die die Wissenschaft anbietet, einfach nicht sexy genug?

Das kommt drauf an, was man womit vergleicht. Klar, Stabilisierung ist anstrengend, ist schwierig. Aber das, was die expansionistische Seite vermeintlich anbietet, nämlich ein „Weiter so“, ist kein realistisches Zukunftsszenario. Das kann man gar nicht oft genug betonen. Der ehrlichere Vergleich ist: Entweder wir schaffen ein Situation, in der man gesellschaftlich, politisch und wirtschaftlich zusammenarbeitet, um eine nachhaltige Stabilisierung auf sicheren Niveaus zu ermöglichen. Oder wir driften in eine unkontrollierte Spirale, die viel menschliches und tierisches Leid erzeugt. Das sollte eigentlich niemand wollen.

Im Alltag das System verändern – das klingt doch sehr idealistisch.

Nun, Einzelne können aber doch auch etwas bewirken. Und zwar weil es acht Milliarden Einzelne auf der Erde gibt, und nicht obwohl es acht Milliarden gibt. Beim Tesla-Boykott hat man gesehen: Auch als Individuum kann ich das expansionistische Lager schwächen. Das eigene Konsumverhalten, politisches und gesellschaftliches Engagement, wir haben viele Stellschrauben, an denen wir drehen können. Balkonkraftwerke sind ein ganz praktisches Beispiel dafür.

Aber ein bisschen Solar im Garten reicht doch nicht.

Klar, es muss auf allen Ebenen gleichzeitig etwas passieren. Die Politik muss regulatorisch eingreifen, nicht nur bei Individuen, sondern vor allem auch bei Unternehmen. Nachhaltige Alternativen müssen gefördert werden. Die Politik muss es den Individuen leichter machen, das Richtige zu tun.

Also warten wir doch erst auf neue Gesetze?

Viel zu oft werden diese Ebenen gegeneinander ausgespielt. Die einen sagen: Es muss erst was politisch passieren, als Individuum erreiche ich nichts. Und die Politik sagt: Die Leute wollen das nicht, da können wir nichts machen. Diese gegenseitige Lähmung ist fatal. Und weil wir uns in dieser vertikalen Phase befinden, muss jetzt vor allem schnell was passieren.

Und das halten Sie noch für möglich?

Es ist eine Riesenaufgabe, keine Frage. Hoffnung macht, dass sich auch stabilisatorische Gegentrends mit exponentieller Geschwindigkeit entfalten können.

Donnerstag, 7. August 2025

Was sind die Gespenster des DaSein?

Was wohl! Das Freiheit. Eigentlich sind es zwei Gespenster, denn auch das Bildung taucht stets nur Schemenhaft auf, wird aber von Macht und Reichtum stets nur so klein gehalten, dass es für diese jeweils bloss paar Prozent des Menschheit nie wirklich "gefährlich" wird, in dem Sinne, dass wir uns diesem zwanghaften Hierarchismus und dem sich daraus ergebenden teils grotesken Un-Gleichheit und Un-Gerechtigkeit endlich friedlich entledigen könnten.

Aber zuerst zum Freiheit. Die längeren Leses wissen, dass *ich darum schon von Anfang an herum kreise und schon einiges dazu geschrieben habe, aber bleiben Sie drann, es ist wichtig. Und danach kommt ein wichtiges Artikel zum Bildung, 10 Jahre her, aber ganz und gar nicht veraltet, weil zwar wichtig, aber wie oben angedeutet, nicht auch nur annähernd umgesetzt. Unserem natürlichen Macht-Zwang ein grosses Anliegen: keine wirklich wissens-gesättigten frei selbst entscheidenden Menschen heran bilden.

Die wären unkontrollierbar.

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Blog-Autor vor Blau und Grün.
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PoeSophie

Titel: Ein Versuch zur Freiheit

Das Freiheit ist ein viel genutzter und benutzter Begriff, von dem *ich jedoch kaum eine genaues Inhalt beim Lesen oder Zuhören von MitMenschen erkenne. Aus den persönlichen erLebnissen weiss *ich, dass das Wort Freiheit oft lediglich für die Willkür von einzeln-Es steht. "Freiheit" enthält dann blosse Egozentrik: ICH bin so frei!

Verglichen mit der Ahnung, die *ich von Freiheit bisher erworben habe, ist diese noch vollständig übliche Freiheit des Menschen, auf einer Freiheit-sSkala von 1 bis 100, bei etwa 3 oder 4? Auf jeden Fall noch ziemlich tief unterhalb des zweistelligen Skalen-Bereichs. Dazu muss *ich hinzufügen, dass *ich Freiheit als ein Mehr betrachte, als dem LebeWesen Mensch von das Natur als Handlungs-Rahmen bisher möglich ist. Noch handeln wir Menschen sowohl in und für das Selbst, für und mit uns, also im sozial engen wie auch im gesellschaftlichen Bereich, und in und mit unserer Umwelt, zu fast 100% in einem Rahmen, den die natürliche Prägung vorgibt. Darin ist sowohl unsere Gattungs-Geschichte, sind die jeweiligen klimatischen Verhältnisse, sind Familien- und Gesellschafts-Geschichte und -Traditionen, Nahrung und einiges mehr enthalten, was nicht im direkten Einfluss und Wollen eines Menschen liegt.

Alles nachzulesen in hunderten von verifizierten Forschungsergebnissen von Soziologen, Ethnologen, Primatenforschung, von allen Forschungs-Bereichen auch der Biologie, der Neurologie, der Statistik und der Ökonomie, bei denen es um das Verhalten von Menschen in fast allen erLebens-Situationen, und von Zeugung bis Tod geht. Das Mensch ist ein fast zu 100 Prozent natur-geprägtes und gesteuertes erdmondliches Mit-LebeWesen.

Mein Begriff von Freiheit beginnt also ausserhalb dieser völlig normalen und bisher erfolgreichen Selbst-Bestimmung des Menschen durch Natur (z.B. Gene) und Kultur (z.B. Herkunft, Traditionen und Sprache). Was ja alles zusammen das jeweils besondere Verhalten eines / der Menschen prägt und bestimmt. Dazu kommen noch weitere Faktoren, wie Geschlecht, Körpermasse, Familien-Hintergrund, Einzelkind oder 2., 3. u.s.w., und jede Menge Zufälle, die nicht im direkten Willen und Bewuss-Sein des einzeln-Es enthalten sind.

Gaaaanz wenige Menschen erLeben bereits nahe an dem zweistelligen Freiheit-sSkala-Bereich. Sind also bestens ausgebildet, sind bestens vernetzt, sind bestens ausgestattet, erhalten jegliche Unterstützung und haben Pässe, die Ihnen überall Zutritt gewähren und überall ein wohliges Willkommen erregen. Dieses "bestens" ist eine mit den jeweiligen Freiheit-sGraden mitwachsende Zuschreibung. Also aktuell "bestens".
Da geht noch weit weit mehr.

Ab hier gehe *ich also auf eine Erkundungs-Reise, wie *ich den Begriff Freiheit erfühle und erfülle.

Freiheit bedeutet für *mich in erster Position, aus verschiedenen Angeboten eine durch ander-Es und Vorgaben (siehe oben) möglichst unbeeinflusste Auswahl entnehmen zu können.

Die Angebots-Vielfalt in allen Richtungen / Dimensionen ist dabei auch Teil von Freiheit. Freiheit streicht / reicht also in einer Richtung / Dimension (horizontal) über eventuell viele Kategorien / gleichartige Mengen hinwegg (z.B. Handlungen, Nahrung, Getränke, Türen, Smartphones, Sexualpartn-Es, Urlaubsziele, Arbeitsstellen u.s.w.) und in einer zweiten Richtung / Dimension (vertikal) in die jeweiligen Kategorien / Mengen hinein. In einer dritten Richtung / Dimension ist das Teil-Freiheit enthalten, wie viel ein-Es davon entnehmen kann; und in der vierten Richtung / Dimension schliesslich, ist das Teil-Freiheit des RaumZeit gegeben.

So bieten die 4 Richtungen / Dimensionen die folgenden Angebote an: 1. Wovon / Woraus / Welche [Idee / Tat], 2. Was / Welches / mit w-Es (Qualität), 3. Wieviel / Wieoft (Quantität) und 4. Wo / Wann {RaumZeit}. Und das Ganze in voller Un-Eindeutigkeit, weil alle Richtungen im Akt des Frei-daSein zusammen wirken.
Das Freiheit ist auch das Recht zu Töten, zu Foltern, zum fast endlosen Quälen von ander-Es oder auch des jeweiligen Selbst [Masochismus]. Das Freiheit ist auch im grossen Gefühls-Bereich dem Leid[en] voll enthalten.

Freiheit hat also mit dem Zugang und der selbst-entschiedenen Auswahl aus einer Vielfalt von daSein- und RaumZeit-Angeboten aller Art zu tun. Je breiter die Kategorien und je tiefer die Verschiedenheit darin, umso grösser die jeweilige Freiheit. Wenigstens ist das meine Interpretation des Begriffs.
Wie oben angedeutet sind wir fast all-Es noch auf einem Level möglicher Freiheit, das den zweistelligen Bereich bestenfalls erahnen lässt. 

Mehr dazu auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Freiheit

Meine Begriffs-Füllung ist beileibe nicht komplett oder endgültig, aber es ist die *mir fülligste und verständlichste, auch wenn etwas komplex, wenn nicht sogar kompliziert. Alle anderen Definitionen sind *mir zu schwammig und / oder zu selbst-gerecht.

Einiges forschen und bewerten mehr zur Freiheit, darin auch uns Menschen, dazu auch noch die etymologischen Hintergründe und Zusammenhänge, finden Sie auch hier: https://wissenschafftfreude.blogspot.com/2023/12/ist-das-mensch-frei-oder-hat-es-frei.html

Wissen die Leses ein anderes Füllung, vielleicht ein besseres?

PoeSophie Ende
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ein-Es
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Angeregt wurde *ich zu diesen Betrachtungen zur Freiheit auch durch einige Vorfälle menschenweit, die "sexuelle Freiheit" betreffend. Menschenweit wird immer noch Jagd auf jede Abweichung von der heterosexuellen Norm gemacht. Verbote gegen Homosexuelle fast überall, bis hin zu Gesetzen, die jede andere - von der Norm abweichende - sexuelle Entfaltung und Lust von Menschen mit dem Tod bestraft oder mindestens bedroht.

Dazu ein paar persönliche Gedanken:

Das Menschheit ist zwischen Gegensätzen "aufgehängt", zwischen einem starken Nein zu irgend einem Punkt und irgendeiner Frage und einem ebenso starken Ja zu dem selben Punkt und Frage. DaZwischen "hängen" die meisten Menschen meist ziemlich unentschieden herum. Auch weil Sie entweder nie gefragt werden, oder auch nie auf den Punkt kommen. Die sexuelle Vielfalt ist wegen des auch uns Menschen überstark bestimmenden Drucks zur Fortsexung bis heute sehr gering, bis auf wenige Ausnahmen sind fast alle Menschen heterosexuell. Jetzt gibt es aber schon seit etlichen Jahrhunderten und verstärkt und beschleunigt im 19.Jht. ein Bedürfnis diese natürliche Einschränkung von sexueller Vielfalt auszudifferenzieren, also auch in diesem Bereich mehr Freiheit (Auswahl) zu erreichen.

Die Gegenwehr, also das Nein zu dieser Erweiterung der Vielfalt, ist enorm stark. Gerade weil es um einen elementaren Prozess des daSein geht, um die Fortsetzung einer Spezies, um den Erhalt eines Asts der Evolution. Der Druck der fast absoluten Mehrheit der "Nein-Menschen" ist gewaltig und gewalttätig. Fast jede Abweichung von der natürlichen Norm der Zweigeschlechtlichkeit und der fast ausschliesslich DaZwischen stattfindenden sexuellen Kontakte, wird menschenweit geächtet und fast überall mit dem Tod bedroht. Es geht um die Erweiterung freiwilliger erwachsener Sexualität, also um die Überwindung von Zwang. Und damit auch um das Beenden von Übergriffen auf Kinder, Unwillige und Mit-LebeWesen, also das Ausheilen von Schmerzen und Traumatisierung durch und mit Sexualität.

Bisher entschied und entscheidet das Natur, das DaSein, entscheiden die wechselnden Umstände - und der kleine Faktor Zufall / Chaos - in denen eine Lebensform erLebt, dessen "Schicksal" und dessen Weiterentwicklung oder auch dessen Aussterben. Das Mensch beginnt in diese bisher gänzliche natürliche Bestimmung des Selbst und dessen Ausgestaltung einzugreifen. Egal ob durch Genetik oder Biotechnologie oder Nanotechnologie oder durch medizinisch-anatomische Veränderungen des Selbst, egal, ob zur erLebens-Verängerung, zur Umgestaltung des Planeten oder eben auch zur Erweiterung der sexuellen Vielfalt, zur Veränderung der Geschlechter und deren Vermehrung > 2, oder sonst einem mehr an Kategorien zur Auswahl und einem mehr an Auswahl darin.

Aber die Menschen die Nein nicht nur fühlen und denken, sondern auch drohen und mit Gewalt reagieren, gegen fast jede Form von Veränderung, ist Riesig.

Die Frage eines Vertret-Es von Freiheit ist somit: Wie muss eine Menschheit gestaltet sein, damit sie Freiheit und dessen Ausweitung begrüsst, statt fast permanent zu behindern?

Oder empfinde *ich das falsch?
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VielEs?
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Die normale, ja fast natürliche Behinderung von Freiheit des einzeln-Es, ist auch in der steten Verweigerung enthalten, ALLEN Menschen die beste Bildung, das beste an aktuellem Wissen und Fertigkeiten und Kenntnissen bedingungslos zu vermitteln. Und damit auch ALLE Menschen mit den Mitteln zur freien Wahl und zur Teilhabe an allen gesellschaftlichen Entscheidungs-Prozessen und den daraufhin möglichen oder nötigen Entscheidungen zu befähigen.

Das normale ist eine schlechte Ausbildung mit bestenfalls mittelmässigen, meist früh demotivierten Lehr-Es, an Schulen mit schlechter Ausstattung und teils grotesk schlechtem Zustand, mit ...
Sparen ist angesagt, wo immer etwas zu sparen nötig ist, sind es die Bereiche, die uns Menschen befrieden und befreien können, also Wissens-Vermittlung, Kunst, gemeinsamer Sport und soziale Aktivitäten zur Integration, zur Förderung und auch zur puren Freude, die eingespart werden. Menschenweit. Das natürliche Verhalten auch des Menschen ist die gegenseitige Vor-Enthaltung von Wissen (Intransparenz und Lüge in fast allen Bereichen sind die Norm) und Zugangs-Möglichkeiten.

Dazu nun auch ein Ausruf eines MitMenschen:

Aus Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 14. Juli 2015, von Hannah Bethke 

ÜberschriftBildungsideal „Gleichheit“ Einfalt statt Vielfalt

UntertitelWenn man an Schulen alles leichter macht, schafft man noch lange nicht mehr Gleichheit unter den Schülern. Im Gegenteil: Dieses Bildungsideal ist undemokratisch.

Hier das Text von Hannah Bethke:

Was bedeutet es, wenn Bildungsstudien belegen, dass Schüler immer schlechter schreiben, lesen und rechnen können? Die jüngsten Vergleichsarbeiten aus Mecklenburg-Vorpommern etwa dokumentieren eklatante Rechtschreib- und Lesedefizite der Grundschüler, die seit der Einführung des phonetischen Schreibens, also des „Schreibens nach Gehör“, auch bundesweit zugenommen haben (F.A.Z. vom 24.Februar und 4.März 2015). In unseren Vorstellungen davon, was gut ist für unsere Kinder oder eher für das, was wir auf unsere Kinder projizieren, hat sich eine merkwürdige Formel durchgesetzt: Je weniger Anstrengung, desto mehr Gleichheit, lautet die unhinterfragte Annahme, deren politische Konsequenz nicht ernst genug genommen werden kann.

Denn hier wird sichtbar, worum es eigentlich geht, wenn wir über Bildung reden – um unsere Demokratie. Die Abwehr, die jegliche Form von Divergenz im Bildungskontext hervorruft, deutet darauf hin, dass eine radikale, Differenzen ausschließende Gleichheit zur Grundnorm der Demokratie erhoben wird. So wird zum Beispiel die Tatsache, dass nicht alle aufgrund unterschiedlicher Begabungen dieselben Leistungen erzielen können, bereits als Ergebnis sozialer Ungleichheit gewertet – und die Ursache hierfür in einem Zuviel an Anstrengung, Konzentration und Komplexität vermutet. Auf diese Weise kann nur Einfachheit zu der gewünschten Gleichheit führen.

Negatives Menschenbild

Für die Vermittlung von Sprache hat das gravierende Folgen. Das Erlernen eines Regelwerkes – der Grammatik – ist anstrengend und kann, wenn es nicht alle beherrschen, zu Ungleichheit führen. Anstatt alles daranzusetzen, jedem Menschen dieses Regelwerk zugänglich zu machen und ihm damit eine der grundlegendsten Kulturtechniken beizubringen, wird diese Anstrengung gescheut und maximale Einfachheit an ihre Stelle gesetzt. Das Ergebnis ist, dass kaum einer noch einwandfrei die Rechtschreibung beherrscht.

Ausgangspunkt scheinen hier generell nicht die Stärken und Fähigkeiten des Menschen zu sein, sondern es wird implizit ein negatives Menschenbild zugrunde gelegt. Es müsse den Menschen alles möglichst einfach gemacht werden, weil sie jegliche Form der Anstrengung überfordern könnte, weil sie begrenzt, schwach und des selbständigen Denkens kaum mächtig seien. Der radikale Gleichheitsbegriff widerspricht auf diese Weise der Annahme, dass jeder Mensch einzigartig sei, und unterminiert die Vorstellung eines mündigen, urteilsfähigen Menschen. Die Forderung nach allumfassender Gleichheit ist somit antiaufklärerisch.

Deckmantel der Gleichheit

Obwohl alle das Ideal des Pluralismus hochhalten, es in Slogans wie „Vielfalt statt Einfalt“ verpacken und sich auch nicht scheuen, dies öffentlich in die Welt zu posaunen, scheint niemand zu merken, dass in den Bildungsdiskussionen das genaue Gegenteil vom vielgepriesenen weltoffenen Miteinander stattfindet. Schon der Gedanke, dass es Differenzen zwischen Menschen gibt, wird gar nicht mehr zugelassen; so, als würde die Demokratie die Existenz von Unterschieden nicht ertragen. Wenn aber Einfachheit zum neuen Bildungsideal erklärt wird, um maximale Gleichheit zu erzielen, tritt das krasse Gegenteil dessen ein, was sich seine Verfechter wünschen. Die soziale Ungleichheit wird nicht geringer, sondern größer.

Wenn unsere Kinder nicht mehr richtig lesen und schreiben können, schenken wir ihnen damit nicht mehr Freiheit, sondern wir berauben sie ihrer Freiheit. Wenn wir es weiterhin zulassen oder sogar befördern, unsere Kinder so schlecht auszubilden, wie das die aktuellen Bildungsstudien belegen, schränken wir ihren Bewegungsradius automatisch ein, weil ihnen dadurch elementare Mittel fehlen, um sich die Welt zu erschließen. Kinder aus gebildeten Haushalten werden von dieser Entwicklung profitieren, denn ihre Eltern werden sich in Form von Privatunterricht darum bemühen, das zu ersetzen, was Aufgabe der Schule ist. Kinder aus einkommensschwachen Schichten aber sind die Verlierer jenes bildungspolitischen Feldzugs, der unter dem Deckmantel der Gleichheit soziale Ungleichheit forciert.

Der Vorwurf, wer den schlechten Stand der Bildung kritisiere, singe das alte, schwarzkonservative Klagelied vom Werteverfall, ist deshalb nicht berechtigt. Wer das behauptet, demonstriert vor allem seine eigene Kurzsichtigkeit. Es geht nicht bloß um einen Verfall „höherer“ Werte. Es geht um Gleichberechtigung. Um Macht. Um die soziale Frage. Es geht um unsere Demokratie.

Ende F.A.Z.-Text von HANNAH BETHKE

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Selbst-Bezeichnung? 
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Um dieses Wort kreisen Sie unermüdlich, arbeiten Sich seit quasi Jahrzehnten daran ab. Ohne Erfolg. Denn das Menschheit wird aktuell nicht freier, sondern verhaftet sich gerade Menschenweit

Freiheit. Ja, nicht ganz ohne Erfolg. Ich messe den ja nicht an den Menschen, die durch meine Texte befreit wurden, wovon *ich auch gar nichts weiss, oder daran, wie weit das Menschheit frei ist, sondern einzig daran, wie weit *ich von aufgezwungenen, anerzogenen (antrainierten) und von dem Vergangenheit / Natur *mir eingetragenen Vorgaben inzwischen frei bin. Und da habe *ich schon so einiges ab- und wegg geworfen. Einiges! Beileibe aber noch ganz und gar nicht alles. Und ja, das Menschheit entwickelt sich im Moment eher zurück. Quasi ein Fahrt im Rückwärtsgang.

Überall stürmen Menschen in Spitzenpositionen, die weder auch nur halbwegs wissen, was aktuell Sache ist, was den Stand des aktuellen Wissens angeht, noch emotional auch nur einigermassen imstande sind angemessen zu handeln, oder, wie Sie hinzufügen: nicht zu handeln. Was ja auch wichtig ist. Menschen wählen Menschen, die ihnen gleichen und nicht Menschen, die auch nur ein wenig weiter sind. Oft sogar Menschen, vom Reifegrad noch nicht mal mittlere Reife sind.

Da wären wir beim obigen Thema dem Bildung. Es ist, wie es ist. Natur setzt nicht auf Wissens-Erwerb über das nötigste hinaus, sondern spart jede Energie ab, die über das gerade ausreichende hinaus geht. Es geht nur um das ganz banale Überleben, mehr muss aufwändig erarbeitet werden und das wird nur sehr wenigen gestattet, und das auch bloss, damit das Un-Sicherheits-Empfinden beruhigt wird, also mehr oder weniger, nur für Waffen, Kontrolle und dem Grenzziehung. 

Dem grossen Mehrheit reicht das Wissen, wo im Supermarkt die Erbeer-Marmelade zu finden ist.

Überspitzt geschrieben, ja. Wenn es überhaupt ein Supermarkt gibt. Dem grossen Rest reicht es zu dienen, ob Professor oder grosses Literat-Es, ob Fliessenleg-Es oder Beamt-Es, und dafür einigermassen ausgestattet zu werden, gerne auch mit Häuschen und Ferienappartement. Mehr braucht das Mensch ja auch nicht, oder?

Zum Überleben, ja. Dafür zumindest muss es reichen. Mehr wollen fast 100% nicht. Aber dann bleiben wir Sklaven des Natur und dessen bloss minimalsten Forderungen, also zu Vermehren und per Mutation vielleicht eine neue Spezies zu werden. Vielfalt und Vielheit. Mehr hat doch das Natur nicht drauf. Wirkliche Erkenntnis, wirkliche Reife, Freiheit und als einzelnes Wesen wirklich selbst zu entscheiden sind doch bloss Gespenster, die wir nicht haben wollen. Finstere Gestalten.

Das Frage ist, weil das ja immerhin auch in *mir wühlt, ob das wirklich Alles ist, was das Natur wünscht und fördert? In übergrossem Mehrheit reicht minimalstes Wissen aus, ganz klar, aber das Natur hat neben dem zwangsläufigen auch immer etwas ganz und gar herausragendes gefördert, meist mit grossem Leid und Gewalt. Das gibt zu denken.

Stimmt, mit Freude und in Frieden entstanden bisher keine grossen Erfindungen und Werke. Da braucht es, wie bei dem "produzieren" von Materie in Sternen grossen Druck und ebensolche Hitze. Da geht mir vielleicht gerade ein Licht auf, denn sind wir nicht gerade dabei, genau diese Umstände zu erzeugen? Kann es also sein, dass jetzt gerade irgendwo wieder etwas herausragendes entwickelt wird, entsteht?

Sie deuten dabei aber nicht in Richtung Pseudo-Menschen, also Systeme vollgepumpt mit Menschlichkeit, ohne auch nur annähernd welche zu sein?

Nein, ganz und gar nicht. Wenn ich das Wissen aus Genetik, Biologie, und Neurobiologie ernst nehme, und das tue ich, weiss ich, dass Maschinen und blosses Elektromagnetismus nicht das sein können, was das Natur, als wirklichen Fortschritt anerkennt.

Danke. Ich bin sicher, dass dem DaSein auch das Vielfalt in dem einzelnen daSein wichtig ist, und sich auch aus diesem inneren Komplexität und Verbindlichkeit das Weitere ergibt. Wollen wir es dabei für Heute belassen?

Gerne.

Dann haben Sie noch ...

... einen geruhsamen Abend.

Danke.

Bitte.

🤡